Über die Grenze der Nachsicht hinaus

Nachsichtig zu sein, heißt nicht, feige zu sein, noch weniger heißt es, sich jedem widrigen Zwang zu unterwerfen. Die Nachsicht der Dafa-Schüler ist edel, sie spiegelt die großartige, diamantfeste Unzerstörbarkeit des Lebens wider. Sie ist eine Toleranz, die dazu dient, an der Wahrheit festzuhalten, sie ist eine Barmherzigkeit und eine Errettung gegenüber den Leben, die noch eine menschliche Natur und eine aufrichtige Gesinnung haben. Nachsicht bedeutet keinesfalls stillschweigende Duldung ohne Maß, sodass solche bösen Lebewesen, die schon überhaupt keine menschliche Natur und aufrichtige Gesinnung mehr haben, maßlos Böses treiben können. Nachsicht bedeutet, dass man für die Wahrheit auf alles verzichten kann. Sie bedeutet aber nicht, dass man die bösen Lebewesen toleriert, die schon keine menschliche Natur und aufrichtige Gesinnung mehr haben und den Gesetzen und dem Himmel trotzend alle Wesen und die Existenz des Dafa auf unterschiedlichen Ebenen verderben. Noch weniger bedeutet es, dass man über Mord und Brandstiftung hinwegsieht. Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht sind das Fa! Sie sind die Verkörperung des kosmischen Dafa auf unterschiedlichen Ebenen. Sie sind keinesfalls irgendein menschlicher Gedanke oder ein Prinzip des Lebens der gewöhnlichen Menschen, wie die Menschen meinen. Wenn das Böse schon so weit gekommen ist, dass es nicht mehr zu retten und nicht mehr zu behalten ist, dann kann man es auf verschiedene Weisen der unterschiedlichen Ebenen stoppen und beseitigen.

Die Fa-Grundsätze beinhalten „Über die Grenze der Nachsicht hinaus“. Nur weil die Dafa-Schüler bei der Kultivierung Pässe zu überwinden haben, ihr Xinxing erhöht werden muss und aller Eigensinn unter den gewöhnlichen Menschen losgelassen werden muss, hat der Meister noch nie von „Über die Grenze der Nachsicht hinaus“ gesprochen. Wenn das ausgesprochen wird, können Hindernisse für die Schüler beim Kultivierungsprozess verursacht werden. Besonders während das Böse Dafa prüft, kann es sein, dass sich die Schüler nicht richtig beherrschen können. Aber an dem heutigen Verhalten des Bösen sieht man, dass es schon überhaupt keine menschliche Natur und aufrichtige Gesinnung mehr hat; dann kann man nicht mehr weiter dulden, dass das Böse das Fa verfolgt.

Das Böse restlos zu beseitigen, dient der Berichtigung des Fa, und das ist keine Frage der persönlichen Kultivierung. Bei der persönlichen Kultivierung existiert normalerweise kein „Über die Grenze der Nachsicht hinaus“.

Li Hongzhi
01.01.2001

(Anm. der Redaktion: Aktualisiert September 2014)