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Meine Erlebnisse im Heizuizi-Umerziehungslager der Stadt Changchun, Provinz Jilin

18. November 2001

Wegen Einreichen einer Petition für Falun Gong wurde ich am 26.10.1999 zu einem Jahr
Arbeitslager verurteilt. Da ich im Lager weiterhin Falun Gong praktizierte, wurde meine
Strafe um 346 Tage verlängert, so dass ich erst am 06.10.2001 aus dem Gefängnis
entlassen wurde. Hier sind meine persönlichen Erfahrungen über das
Heizuizi-Umerziehungslager der Stadt Changchun, Provinz Jilin.

1. Lebenssituation im Lager
Der große Teil des Wachpersonals handelte nicht nach der staatlichen Umerziehungspolitik,
die lautete: "Rettung und zur Umkehr bringen durch die Erziehung." Sie beschimpften mich
willkürlich, z.B. wenn ich etwas länger als vorgeschrieben auf der Toilette verbrachte. Das
Essen im Lager bestand meistens aus einer dünnen Suppe, die mich nie sättigte. Wir
wurden streng bewacht und durften keine Meinung äußern und keine Zeitungen lesen. Meine
schriftliche Berufung wurde nicht weitergereicht.

2. Zwangsarbeit im Lager
Wir wurden gezwungen, täglich 15 Stunden oder länger zu arbeiten. Im Juli 2000 wurden 18
standhafte Praktizierende, mich eingeschlossen, zu einer sogenannten "Gruppe unter
strenger Kontrolle halten" gebracht. Jeden Tag trugen wir zwei LKW-Ladungen Papierblätter
in den dritten Stock und die schon fertig gefalteten Papierblätter wieder ins Erdgeschoß.
Durch die schwere Arbeit ist meine linke Schulter niedriger als die rechte geworden. Mein
Rücken ist etwas gebogen und läßt sich schwer aufrecht halten.

3. Grausame Folterungen und schwere Körperstrafe
Da ich standhaft bei Falun Gong blieb, wurde ich vom Wachpersonal dreimal mit einem
Elektrostock geschlagen. Beim zweiten und dritten Mal wurde ich mit hoher Voltzahl
geschlagen, wodurch meine Haare angesengt wurden. Mein Gesicht, Hals und der obere
Teil vom Rücken waren dadurch angeschwollen. Auf dem Gesicht und am Hals entstanden
Blasen bzw. Eiterbläschen. Die Spuren der Schläge am Rücken verschwanden erst nach
Monaten. Ebenso zwangen sie mich bis zu 15 Stunden täglich in der Hocke zu sitzen. Dies
dauerte insgesamt mehr als 40 Tage.

4. Täuschung, um Betrug und Lügen zu verdecken
Wurde das Lager von einer vorgesetzten Behörde kontrolliert, dann war das Essen
urplötzlich reichhaltiger und besser. Die für die Umerziehung zuständige Abteilung
organisierte dann unterhaltsame Veranstaltungen. Wurde das Lager bezüglich der
Verfolgung von Falun Gong Praktizierenden untersucht, dann schickten die Wärter
umerzogene Falun Gong Praktizierende dorthin und diese erzählten dann schöne und
blumenreiche Geschichten, um die Verfolgung herunter zu spielen. Ich wurde dann schwer
bewacht und durfte nichts sagen.

Eine Praktizierende in China
05.11.2001

Übersetzt aus: http://www.minghui.ca/mh/articles/2001/11/5/19088.html