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AP: China stellt Sendebetrieb von BBC World TV ein

12. Juli 2002 |   Von TED ANTHONY

PEKING (AP) - China hat eine Sendung von BBC World TV, die Tausende von Ausländern im ganzen Land erreicht, eingestellt, nachdem darin Einwände gegen Nachrichten in Zusammenhang mit der verbotenen spirituellen Bewegung Falun Gong vorgebracht worden waren. Dies meldete der Sender am Donnerstag.

Die Übertragung via Satelliten blieb auch am Donnerstag - vier Tage nachdem Bekanntwerden dieses Vorfalls, eingestellt, so die British Broadcasting Corp. Andere Satelliten sendeten allerdings weiterhin BBC nach China.

"Wir sind uns darüber im Klaren, daß eine Nachricht auf BBC World ... Unmut bei den chinesischen Behörden hervorgerufen hat", heißt es in einer Stellungnahme von BBC.

Der Kanal wurde abgeschalten nach einer Reportage über den fünften Jahrestag der Übergabe Honkongs von Großbritannien an China am 1. Juli 1997. Diese Sendung enthielt auch Material über Falun Gong, der spirituellen Bewegung, die 1999 von der chinesischen Regierung verboten wurde.

Der Sender sagte, er versuche den genauen Grund für die Ablehnung ausfindig zu machen, man nehme aber an, daß er mit Falun Gong zu tun habe. BBC sagte, sie hätten von China keinerlei Information bekommen, wann der Sendebetrieb wieder aufgenommen werden könne.

Das zentrale Staatsbüro für Rundfunk, Fernsehen und Film in Beijing verweigerte die Auskunft und schlug vor, die Fragen per Fax zu schicken. Bis Donnerstag Abend gab es immer noch keine Antwort auf das Fax. BBC berichtete, daß die Übertragung über den Satelliten "Chinese Sinosat 1" abgeschaltet worden war, was nur Zuschauer in China betroffen hat, einschließlich jener in 60.000 teuren Hotelzimmern im ganzen Land und in den Appartment-Wohnblocks, in denen Ausländer leben. Dies ist die einzig offiziell genehmigte BBC-Übertragung in China.

Die chinesischen Fernsehsender sind - wie alle anderen Medien - vom Staat streng kontrolliert. Bei ausländischen Medien werden zwar die Zügel etwas gelockert, doch Vergeltung für Reportagen, die die Regierung irritieren, sind nicht unüblich.

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