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Grausame Folter im 3. Arbeitslager der Provinz Henan

14. Oktober 2003

Die Polizisten des 3. Arbeitslagers der Provinz Henan setzten verabscheuungswürdige Methoden ein, um den Glauben der inhaftierten Falun Gong Praktizierenden zu brechen. Sie veranstalteten Gehirnwäschekurse, zwangen sie Bücher und Hefte zu lesen und immer wieder Filme anzusehen, in denen Falun Dafa schlecht gemacht wird; das Ziel ist die Praktizierenden zu manipulieren und zu verwirren. Sie benutzten Leute die der Propaganda glaubten und jetzt bei der Verfolgung helfen, um das sogenannte "Helfen und Lehren" durchzuführen; einige Praktizierende ließen sich von dem falschen "Unterricht" beeinflussen und gaben nach.

Wenn Praktizierende nach der Gehirnwäsche immer noch an ihrer Überzeugung festhalten, wurden sie von Gefangenen gequält und misshandelt.

Ihre Methoden sind äußerst brutal und menschenverachtend: Physische Misshandlung, Schläge, in Ketten legen, Elektrostäbe, Polizeischlagstöcke, lange Zeit vor einer Wand stehen, "Ein ganzes Schaf rösten" [Die Wärter legen die Praktizierenden in Hand- und Fußschellen, und hängen sie dann an eine hoch aufgehängte waagerechte Stange. Manche mussten bis zu 11 Stunden dort verharren], lang andauernder Schlafentzug usw. Des weiteren wurden inhaftierte Drogenabhängige und Diebe (durch Versprechen einer Haftverkürzung) angestiftet bei der Folterung zu helfen. Sie zwangen die Praktizierenden "Garantie-Erklärungen", in denen sie versprechen Falun Dafa aufzugeben, zu schreiben. Falls sie sich weigerten, zwangen sie sie lange Zeit ohne Schlaf still zu stehen. Manchmal klebten die Polizisten ihnen auch Pappschilder mit beleidigenden Wörtern oder Bildern ins Gesicht. Die eingesetzten Methoden sind verachtenswert und schmutzig. Z.B. umzingelten mehrere Personen einen Übenden und schlugen ihn dann zusammen. Häufig zogen sie die Praktizierenden aus und schütteten dann kaltes Wasser über ihren Körper oder sie drückten den Kopf der Opfer in einen Wassereimer und hielten sie für lange Zeit unten. Mit Nadeln stachen sie Praktizierenden überall am Körper und sie verbrannten ihnen mit noch glühenden Zigarettenstummeln die Haut. Sie rammten ihnen Zahnbürsten in den After, was starke Blutungen verursachte. Anschließend steckten sie die Bürste dem Mann oder der Frau in den Mund. Sie waren wie von Sinnen.


Im Jahr 2002 starteten sie vier groß angelegte Kampagnen um Falun Dafa Übende, die immer noch an ihrem persönlichen Glauben festhielten, zu brechen. Durch diese "Kampagnen" erlitten manche der Männer und Frauen einen Nervenzusammenbruch oder wurden dabei so ernsthaft verletzt, dass sie nicht mehr in der Lage sind sich selbst zu versorgen und völlig auf die Hilfe anderer angewiesen sind. Bei jeder dieser Kampagnen trennten sie die standhaften Übenden von den anderen und jedes mal geschah dies auf Befehl des Polizeibeamten Shi Baolong.

Die Falun Gong Übenden mit den Nachnamen Hu und Li fügten sich den Forderungen der Polizisten nicht und so wurden sie mit der Foltermethode "Die Seile Anziehen", [Die Polizisten binden die Übenden mit einem Seil fest, legen das Seil an den Hals, und binden die Hände hinter den Rücken. "Einmal aufhängen" bedeutet, dass das Seil einmal stramm gezogen wird. Bei Gefangenen, die versucht haben aus Internierungslagern zu fliehen, wird das Seil als harte Bestrafung höchstens zweimal stramm gezogen.
Bei Falun Gong Praktizierenden wird das Seil acht oder neunmal stramm gezogen.

Durch Anwendung der Folter "Ein ganzes Schaf rösten" konnte ein Praktizierender nicht mehr aufrecht stehen oder sitzen. Daraufhin wurde er von mehreren Personen mit Fäusten und Schlagstöcken geprügelt. Der Falun Gong Übende Herr Yang ist standhaft in seinem Glauben. Die Polizei stiftete inhaftierte Straftäter an ihn zu foltern. Eines der schlimmsten Dinge, die sie ihm antaten war, dass sie ihm die Beine mit aller Kraft soweit auseinanderrissen, dass ihm die Haut im Schritt aufplatzte er erlitt unsägliche Schmerzen. Seit dem hat er Schwierigkeiten zu Laufen.

Herrn Lei wurde von den Polizisten Zhao und Shi Baolong eine Schlinge um seinen Hals gelegt und dann zogen sie 20 Mal hintereinander fest zu. Sie versetzten ihm darüber hinaus mit Elektrostäben Stromschläge, insbesondere im Gesicht, am Kopf und Hals, solange bis er überall Brandblasen hatte. Die Wunden infizierten sich später und verursachten große Schmerzen.

Während jeder sogenannten "Kampagne zur Umerziehung von Entschlossenen", verhielten sich diese Polizisten wie Terroristen; sie wurden arrogant, aggressiv und bedrohten die Übenden. Während der großangelegten Verfolgung, kurz vor dem Laternenfest, riefen sie alle Falun Gong Praktizierenden zusammen. Der Polizist Ren schrie laut, "ihr werdet verurteilt, wenn ihr euch nicht umerziehen lasst, und wenn ihr immer noch nicht aufgebt, geht ihr dem Tod entgegen; ihr werdet zum Tode verurteilt." Damit sollten die Praktizierenden dazu gebracht werden, aufzugeben (Polizisten erhalten Prämien für jeden "reformierten" Praktizierenden und werden bestraft, wenn sie es nicht schaffen die Leute unter ihrer Obhut zu brechen).

Vor dem diesjährigen Frühlingsfest (2003) hatte der Leiter des Arbeitslagers einen Autounfall und lag mehrere Monate im Krankenhaus. [Anm.: In den buddhistischen Schulen existiert der Glaube an das Prinzip, dass Gutes mit Gutem und Schlechtes mit Schlechtem vergolten wird; man spricht von karmischer Vergeltung.]

Im Mai 2003 verschärfte die Polizei nochmals die Verfolgung und starteten eine "große Reform". Sie versetzten viele voll bewaffnete Polizisten in die Arbeitslager. Sie schafften speziell zur "Umerziehung" der Falun Gong Praktizierenden Folterinstrumente an. Überall hingen sie Propaganda-Plakate auf und stellten Lautsprecher auf um Lügen über Falun Gong
zu senden.

Fast alle Praktizierenden im 3. Arbeitslager der Provinz Henan wurden gefoltert, das Ausmaß war unterschiedlich stark. Das schlimmste Beispiel habe ich noch nicht erwähnt. Herr Yue wurde schwer misshandelt. Er durfte 7 Tage lang nicht schlafen. Sie hingen ihn 20 Mal an "die Seile", schockten ihn mit Elektrostäben und schlugen ihn mit Polizeiknüppeln. Auch folterten sie ihn mit der Methode "ein ganzes Schaf rösten" um seinen Willen zu brechen. Er hatte am ganzen Körper Verletzungen und ist nicht mehr in der Lage sich selbst zu versorgen. Als ich ihn sah, konnte ich es kaum ertragen ihn anzusehen. Jeden Tag banden sie ihn an einen Stuhl, wo er nicht schlafen durfte und immer wieder gefoltert wurde. Sie setzten ihm Kopfhörer auf und zwangen ihn immer wieder Aufnahmen die Falun Dafa schlecht machten anzuhören. Die Polizisten drohten ihm, wer sich nicht "umerziehen" lasse, würde das Arbeitslager nicht mehr lebend verlassen und sie versuchten auch einige Falun Gong Praktizierende zu Tode zu foltern.

Herr Liu erlitt aufgrund der Folter einen Nervenzusammenbruch. Herr Wu weigerte sich Falun Gong aufzugeben, und so zogen sie 11 Mal " die Seile" an und verwendeten ebenfalls Elektroschocker und Schlagstöcke. Seine Hände waren aufgrund der Schläge verkrüppelt.

Herr Zhao ließ sich nicht einschüchtern. Um gegen die Folter zu protestieren trat er in einen Hungerstreik und wurde so dünn wie ein Rohr. Obwohl er bereits extrem schwach war, ließen die Polizisten nicht locker und banden ihn an die Seile, schockten ihn mit Elektrostäben, und schlugen ihn mit Knüppeln. Er war am ganzen Körper verletzt und wurde für eine Woche in Einzelhaft gesteckt. Am Ende schafften sie es seinen Willen zu brechen.

Herr Li wurde von dem Polizisten Jia Zhigang gefoltert. Sie hingen ihn an die Seile und zogen sie viermal hintereinander an.

Herr Pang rief in der Öffentlichkeit "Falun Dafa ist Gut" [Anm.: In den von der Partei kontrollierten Medien wird versucht Falun Gong als schlecht hinzustellen]; die Polizisten steckten ihm daraufhin einen Elektrostab in den Mund und schalteten ihn an. Seine Lippen, Mund und das ganze Gesicht schwollen stark an. Er ist nicht mehr in der Lage im Alltag ohne fremde Hilfe auszukommen.

Herr Wang wurde beschuldigt gegen die Gefängnisordnung verstoßen zu haben. Sie brachten ihn weg und stifteten Gefangene an ihn zu schlagen. Wangs Beine waren aufgrund der Prügel gebrochen und er musste für mehrere Monate in ein Krankenhaus. Er hat sich bis jetzt nicht von den Misshandlungen erholt und ist ebenfalls auf fremde Hilfe angewiesen.


Die Polizei im 3. Zwangsarbeitslager der Provinz Henan hat den Falun Gong Übenden jegliche Privatsphäre entzogen, in dem sie sie von anderen Gefangenen im Arbeitslager permanent überwachen lässt. Ganz egal ob während der Arbeit in der Fabrik oder während anderer Arbeiten, selbst beim auf die Toilette gehen wurden die Praktizierenden ständig von diesen Gefangenen beobachtet.
Da ihnen Verkürzungen ihrer Haftstrafen versprochen wurden, beobachteten die Gefangenen die Praktizierenden nicht nur, sondern beleidigten und misshandelten sie auch. Manche versuchten sogar Schlägereien mit ihnen anzufangen. Die Leiter des 3. Lagers haben immer wieder ohne Rechtfertigung unsere Haft verlängert. Meistens um 2-3 Monate, manchmal auch über ein halbes Jahr. Bei einigen wurde auch zweimal hintereinander um jeweils ein Jahr verlängert. Falun Gong Praktizierende werden von der Polizei nicht nach dem Gesetz behandelt.

16. August 2003