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Öffentlicher Appell eines kanadischen Staatsbürgers

20. Oktober 2003

Mein Name ist Chen Yingyi, kanadischer Staatsbürger und ich lebe in British Columbia. Ich möchte an alle kanadischen Regierungsebenen, alle Medien und Menschen aller Schichten der Gesellschaft, sowie Menschenrechtsorganisationen appellieren zu helfen meine Schwester zu befreien, eine Falun Gong-Praktizierende, die in China verfolgt wird.

Meine Schwester, Chen Yinghua, lebt in der Stadt Jiaxing, Provinz Zhejiang. Die Polizei nahm sie am 8. August 2003 fest, weil sie Falun Gong praktiziert und die Verfolgung von Falun Gong durch das Jiang Zemin Regime in der Öffentlichkeit aufgedeckt hatte. Seitdem ist sie inhaftiert. Als sie anfangs in einer Strafanstalt gefangengehalten wurde, erklärte sie der dortigen Polizei die Tatsachen über die Verfolgung. Später blieb sie still und weigerte sich zu unterschreiben oder ihren Fingerabdruck auf die Verhörprotokolle zu geben. Die Polizei entgegnete ihr, dass sie dieses Recht im Ausland, aber nicht in China habe. Um gegen diese Art des Verhörs und die unbestimmte Gefangenschaft zu protestieren, begann meine Schwester am 13. September einen Hungerstreik, der bis heute noch andauert. Die Polizei zwangsernährte sie durch die Nase. Die Röhre für die Zwangsernährung wurden erst zehn Tage später herausgezogen, als meine Schwester bereits von dickem Eiter und Blut bedeckt war. Ende September wurde sie nach Hangzhou in das Qingchun Gefängniskrankenhaus gebracht.

Während ihres Krankenhausaufenthaltes durften mein Vater und Schwager sie nur einmal besuchen. Um meine Familie zu täuschen, traf die Polizei spezielle Vorkehrungen. Man verabreichte ihr am Tag vor dem Besuch Injektionen mit allerlei Medikamenten, so dass sie normal erschien. Mein Vater und Schwager wurden abgeholt und zum Krankenhaus gefahren. Für die gesamte Dauer des Besuchs war die Polizei anwesend. Meiner Schwester waren während des überwachten Besuchs Handschellen oder Fesseln abgelegt. So bemerkten mein Vater und Schwager nichts ungewöhnliches und für sie war meine Schwester bloß abgemagert. Mein Vater und mein Schwager wurden getäuscht. Sie versuchten meine Schwester davon zu überzeugen, mit dem Hungerstreik aufzuhören, was sie jedoch ablehnte. Sie sagte noch: „Nur jetzt gerade ist es mir erlaubt mich aufzusetzen.“

Jetzt wissen wir allerdings, dass die Polizei stets versuchte Geständnisse zu erpressen und sie folterte. Während sie dort gefangengehalten wurde, war sie mit Handschellen und Fesseln an das Bett gebunden. Sie konnte sich kein bisschen bewegen. Das Krankenhauspersonal sagte meiner Familie, dass es bei meiner Schwester zu Degenerationen der Gelenke und Muskelschwund führen könnte, wenn sie zu lange an ein Bett gebunden sei, was schlimme Folgen nach sich ziehen kann.

In einen Hungerstreik zu treten ist ihre einzige Möglichkeit des Protests. Sie sagte, wenn die Polizei irgendwelche Beweise gegen sie hätte, bräuchten sie nur vor Gericht zu gehen und sie anklagen. Aber das geschah nie. Sogar während ihres Hungerstreiks wird sie weiter gefoltert. Ihr Leben ist in großer Gefahr, aber ihr Wille ist sehr stark. Sie besteht auf ihrer Unschuld. Sie hat einen starken Glauben an Falun Gong. Unsere Familie bewundert sie sehr.

Ich appellieren an alle Ebenen der kanadischen Regierung, Menschen aller Schichten der Gesellschaft und Menschenrechtsorganisationen zu helfen meine Schwester zu befreien. Bitte sprechen Sie sich für sie aus und lassen Sie Ihre Stimme der Gerechtigkeit verlauten! Verurteilen Sie die Beamten der chinesischen Regierung und der Polizeiabteilung der Stadt Jiaxing für ihre Verfolgung meiner Schwester! Vielen Dank.

Politischer Leiter Zhou, von der Polit- und Sicherheitssektion der Polizeiabteilung von Jiaxing: 86-573-2081821

7. Oktober 2003