Falun Dafa Minghui.org www.minghui.org AUSDRUCK

Augenzeugenbericht: Die Misshandlung, Folter und Demütigung, die ich während meines 15- monatigen Hungerstreiks im Zwangsarbeitslager Gaoyang erlitt (Provinz Hebei)

29. Oktober 2003

Ich bin Falun Dafa- Praktizierende aus der Provinz Hebei. Weil ich es ablehne, Falun Dafa aufzugeben, bin ich viele Male festgenommen und ins Gefängnis gesperrt worden. Beamte des Büros 610* und von der Polizei bezeichneten mich als die Hauptzielscheibe. Jedesmal wenn ein sog. empfindlicher Tag bevorstand, wie Nationale Feiertage, Parteiversammlungen oder andere wichtige Ereignisse, kamen Polizeibeamte und Leute aus dem Büro 610 zu mir nach Hause, um mich zu belästigen und abzuhalten, öffentlich zu appellieren.

Am 27. Juni 2002 um 16 Uhr, traten der Bezirksleiter Li Shuzhong, der Leiter der Polizeistation Pan Zhongliang und der Vertreter des Leiters Song Zhihua meine Tür ein und brachen in meine Wohnung ein. Diese drei Kerle schubsten mich heftig in einen Polizeiwagen und schickten mich ins Untersuchungsgefängnis des Bezirks Qinglong. Als anwesende Mitbewohner des Wohnbezirks das sahen, sagten sie ärgerlich: Was ist das denn für eine Gesellschaft? Sie ist ein freundlicher Mensch und richtet sich nach den Grundsätzen Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht. Was ist daran falsch? Sie nehmen willkürlich Menschen fest und zerbrechen glückliche Familien. Ach ! In den Jahren als Jiang an der Macht war, wuchs die Zahl der Arbeitslosen ständig an; aber keiner tut etwas gegen die Korruption und Bestechung. Das ganze Land wurde auf den Kopf gestellt und befindet sich in einem furchtbaren Zustand. Am nächsten Tag wurde ich ohne jegliches rechtliches Verfahren ins Zwangsarbeitslager Nr. 1 der Provinz Hebei, es heißt auch Zwangsarbeitslager Tangshan der Stadt Kaiping, gebracht.

Die Wärter in dem Arbeitslager versuchten, mich einer Gehirnwäsche zu unterziehen, indem sie mir über 14 Tage lang den Schlaf entzogen. Ich begann aus Protest einen Hungerstreik. Der Lagerwärter Jia Xiumei band mich an einen Baum um mich dann zu schlagen und zwangsweise zu ernähren. Ich behielt meinen festen Glauben an Falun Dafa und setzte den Hungerstreik fast fünf Monate lang fort. Dann schickten mich die Beamten dieses Arbeitslagers plötzlich in das Zwangsarbeitslager Gaoyang der Provinz Hebei.

Ich war außergewöhnlich schwach, als ich in das neue Arbeitslager geschickt worden war. Um mich umzuformen und mich zu zwingen, das Ausüben von Falun Dafa aufzugeben, nahmen die Wächter mich gewaltsam mit nach draußen zu den Sportaktivitäten. Als ich nach draußen geschleppt wurde, rief ich laut: Falun Dafa ist gut! Die Wärter Wang und Yang aus der Gruppe warfen sofort ihre heuchlerischen Masken ab, stießen und traten mich und bestimmten zwei Gefangene(Clamps**) um mich zu beobachten. Die Gefangene, Fan Linli, erlaubte mir nicht, zu urinieren. Als sie entdeckte, dass ich uriniert hatte, während ich die Toilette reinigte, gab sie mir einen Fußtritt. Ich fiel zu Boden. Sie zog ihre Schuhe aus und hörte nicht auf, ehe nicht meine Genitalzone geschwollen und blutig war. Das ist eine der Methoden, die das Zwangsarbeitslager Gaoyang benutzt - ihre Gefangenen zu veranlassen, und sie mit Verkürzung ihrer Haftzeit zu belohnen, um Dafa- Praktizierende zu zwingen, ihren Glauben zu widerrufen und die Umerziehungsquote zu erreichen, die ihre Vorgesetzten für Belohnungen und Bonusse fordern.

Zwei Tage später legten die Wärter mir wieder Handschellen an, um eine Zwangsernährung durchzuführen. Der Gefängnis- Arzt Bai schob einen 120 cm langen Plastikschlauch in meinen Magen, so dick wie mein Finger. Als ich ablehnte, mit ihnen zusammen zu arbeiten, gab mir der Arzt einen Elektroschock ins Gesicht, dann trat er mir ins Gesicht, bis die Haut aufgeplatzt war und blutete und mein ganzes Gesicht schwarz und blau wurde.

Auf diese Art folterten sie mich über einen Monat lang immer wieder. Als ich einmal rief: Falun Dafa ist gut! knebelte die Gefangene Jiang Hong unter Anleitung des Gruppenleiters meinen Mund mit ihren Socken und verletzte dabei meinen Mund, dass er blutete. Meine Hände wurden auf dem Rücken gefesselt und ich wurde schwer verprügelt. Da hatte ich schon das Bewußtsein verloren und die Kontrolle über meine Blase. Eines Tages klemmten mich die Leiter Huang und Li zusammen mit Zhang gegen eine Wand. Jeder nahm eine hölzerne Gerte, um mich brutal zu schlagen und sie gaben mir Elektroschocks mit Elektrostäben. Sie zündeten ein Feuer vor mir an und fotografierten mich, damit sie die Menschen mit fabrizierten Geschichten betrügen könnten. Als wir in einem Gemüsefeld waren, befahl der Wächter Duan zwei Gefangenen, neben mir ein Loch zu graben und sagte, dass er mich lebendig begraben würde, um mir zu drohen, damit ich umgeformt würde.

Angespornt durch den Gruppenleiter schrieb einmal die Gefangene Zhao Lijun Worte mit chinesischer Tinte auf mein Gesicht und meine Kleidung, die Meister Li und Falun Dafa beleidigten. Sie hängten mir ein Plakat um mit Worten, die Dafa und den Meister beleidigten und spazierten mit mir herum, um es allen zu zeigen. Sie führte mich in jede einzelne Zelle und demütigte mich mit beleidigenden Worten.

Diese Vorfälle sind die Folge von Jiangs Politik zerstört ihren Ruf, macht sie finanziell kaputt und ruiniert sie körperlich bei seiner Verfolgung von Falun Gong. Solch tiefer Schmerz ist unvorstellbar, außer man erfährt ihn persönlich. Ich werde das in meinem ganzen Leben nicht vergessen.

Während einer Zwangsernährung drängte der Hauptwärter Zhang die Gefangene Zhao Lijun dazu, Haferbrei in meine Kleider zu gießen, meine Hosen aufzumachen und Haferbrei hinein zu schütten. Das ging über vier Tage lang so. Da es Winter war und sehr kalt, fror der Haferbrei mit meiner Kleidung zusammen. Sie schütteten mir auch in Wasser aufgelöstes Soya- Milchpulver ins Gesicht. Eines Nachts zog mich der Hauptwärter Huang zu einem Sandhaufen und warf mich, ich wog damals weniger als 35 kg, auf den Sand. Nach seinem Vorbild befahl er mehreren Gefangenen mich hochzuheben und viele Male hart auf den Sandhaufen zu werfen. Die inneren Organe können dabei leicht verletzt werden und von außen kann man nicht das Geringste sehen. Währenddessen misshandelten mich die Wärter zusätzlich mit Elektroschocks. Danach fesselten sie mich zu einem Ring auf den Boden. Diese Folterung dauerte bis Mitternacht und wurde viele Nächte wiederholt.

Einmal während der Zwangsernährung schlugen mich acht Männer, es waren die Hauptwärter Yang, Wei, Zhang, Ma und verschiedene Gefangene, zu Boden und öffneten mir mit Zangen gewaltsam den Mund. Dabei wurde ein Zahn ausgeschlagen und mein Mund füllte sich mit Blut. Die Zwangsernährung dauerte jeden Tag 1 bis 2 Stunden. Ihr folgten Elektroschocks mit drei oder vier Elektrostäben und man fesselte mich zu einem Ring und ließ mich auf dem Boden. Daneben hatte ich während des Tages harte Arbeit zu erledigen, wie Sand sieben und Toiletten reinigen ( d.h. sechs Senkgruben mit 10 Schüsseln voll Wasser pro Grube auswaschen ) und andere Qualen. Während des Hungerstreiks goß der Hauptwärter Li mir gewaltsam Chilisoße und Essig in den Mund und klebte ihn mir zu. Wärter Chang goß mir Alkohol in die Nase.( Falun Dafa- Praktizierende rauchen nicht und trinken keinen Alkohol)

Am Abend des 15. Mai 2003 benutzte Wärter Huang mich als Zielscheibe für sein Schlagtechnik- Üben. Er rannte auf mich los und stieß mich heftig gegen die Brust. Ich wurde ein paar Meter weiter niedergeschlagen und fiel zu Boden. Das wiederholte er mehrere Male und meine Brust wurde schwarz und blau. Dann nahm er Weinflaschen und schlug damit meine Beine. An einem anderen Abend schleppten mich Yang und Li nach draußen vor ein verlassenes Haus, fesselten mich an ein Metallgerüst und gingen weg. Kurz danach erschien eine Gestalt mit dreckigen langen Haaren, die halb wie ein Geist und halb wie ein Mensch aussah, um mich zu erschrecken, ein weiterer Versuch, mich meine Gesundheit verlieren zu lassen und zur Aufgabe meines Glaubens zu bewegen.

Einen Tag nach dem Sandsieben nahm mich der Wärter Zhang mit in einen Raum, der voll war von Bildern und Plakaten, die Falun Dafa und Meister Li in den Schmutz ziehen. Innerhalb einer halben Stunde kamen acht Wärter herein: Yang, Huang, Zhang, Li, Ye, Ma und Zhao. Sie zwangen mich, mich auf dem Falunbild [Falun: Symbol des Falun Dafa] in der Mitte des Fußbodens niederzuknien und banden mir die Hände auf den Rücken. Einer der Wärter hielt mit seinem Fuß meinen Kopf nach unten und zwei Wärter banden meinen Oberkörper mit einem dünnen Tau zusammen. Wenn meine Arme nicht in der sehr schmerzenden Position waren, stießen sie die Arme vor und zurück. Meine Hände wurden innerhalb von fünf Minuten schwarz durch die Tortur und das festgezogene dünne Seil schnitt mir ins Fleisch. Diese Folterung nennt man mit Seilen binden. Innerhalb zwei Tagen wandten die Wärter acht Mal diese Folterung auf mich an. Das wird als extrem angesehen und schockierte alle, die es hörten. (Die dünnen Taue ziehen die Arme sehr hoch auf den Rücken und sollen die Knochen brechen) Bis heute sind die Narben, die von dieser Tortur herrühren, sichtbar.

Ich hatte den Hungerstreik nie aufgegeben. Die Wärter waren sehr wild und gehässig; sie wandten alle Arten Folterung an, um mich zu veranlassen, meinen Glauben aufzugeben. Ich konnte nicht einmal mehr sprechen nach über sechs Monaten Folterung, trotzdem benutzten sie Prügel und Einschüchterungen in dem Versuch, mich zum Sprechen zu bringen. Z. B. bürsteten sie gewaltsam meine Zähne mit Urin, benutzten eine verschmutzte Monatsbinde, um mir den Mund zu bedecken. Damit ich nicht schlafen könnte, klebten sie meine oberen Augenlider oben fest. Dabei mußte ich aber täglich schwer arbeiten. Die Folge all der Folterungen war, dass ich langsam reagierte und die Wärter sagten, ich sei stumpfsinnig geworden. Erst da riefen sie meine Familie an, mich abzuholen. Die Wärter erpressten Geld von meiner Familie und zwangen sie, einen Garantie- Brief zu schreiben, dass sie keine meiner Gesundheitsprobleme dem Arbeitslager anlasten würden. Ich hielt den Hungerstreik 15 Monate durch und wurde 15 Monate lang unmenschlich gefoltert. Schließlich schaffte ich es unter dem Schutz des Meisters, meinen aufrichtigen Gedanken und Verhaltensweisen aus dem Lager heraus.

Ich bin nur eine unter Zehntausenden von Dafa- Schülern, die in China verfolgt werden . Da ich nur wenig gebildet bin, ist das oben Beschriebene nur eine einfache
Skizze dessen, was ich erlebt habe.


*Anm.: Das Büro 610 ist ein staatliches Organ, das eigens für die systematische Verfolgung von Falun Gong geschaffen wurde. Es untersteht direkt dem Komitee für Politik und Recht des Zentralkomitees der KP Chinas und besitzt uneingeschränkte Vollmacht gegenüber allen Verwaltungsbehörden und Justizorganen.

**Clamps: mehrere Gefangene werden bestimmt, Praktizierende zu beobachten, sie einer Gehirnwäsche zu unterziehen und zu foltern. Sie hindern sie am Schlafen, verbieten ihnen, die Falun Gong- Übungen zu machen usw. Solche Gefangene werden Clamps genannt. Für gewöhnlich heißt es drei clampen einen; aber es gab auch viele Gelegenheiten, wo vier oder fünf zum clampen bestimmt wurden, d.h. dass mehrere Clamps einen Dafa- Praktizierenden beobachteten. Sie beobachteten jede Bewegung des Praktizierenden. Sie begleiteten ihn beim Essen, beim Schlafen, beim Arbeiten, selbst wenn er auf die Toilette ging oder duschte.