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Meinen Großeltern Falun Gong näher bringen und sie über die Verfolgung aufklären

9. August 2003 |   Praktizierende aus Deutschland

Insbesondere meine Großmutter waren immer sehr skeptisch, wenn es um irgendeine Glaubensrichtung ging, weil sie von den jetzigen Religionen sehr enttäuscht war. Sie hat sogar als Kind miterleben müssen, wie der Pastor ihre beste Freundin vergewaltigte, was bei ihr ein großes Trauma hinterlassen hatte. Das Leben meiner Großmutter war sehr beschwerlich und sie verlor schon sehr früh ihre Eltern, kam von einer Verwandtschaft zur nächsten und musste viel Leid und Misshandlungen über sich ergehen lassen.

Dementsprechend war auch ihr Charakter ausgeprägt. Sie war sehr vorsichtig und misstrauisch geworden, hatte gelernt schlau und listig zu sein und sich immer durchgeschlagen. Als meine Familie und ich im Jahre 1998 mit dem Praktizieren von Falun Gong begann, war sie und der Rest unserer Verwandtschaft sehr misstrauisch. Man konnte es ihnen so gut, wie nur möglich erklären und immer wieder beteuern, dass alles freiwillig und kostenlos ist, sie hatten wenig Verständnis dafür. Insbesondere meine Großmutter glaubte es nicht und sprach nicht gut über Falun Gong und verbreitete es auch unter ihren Kindern weiter.

Als dann die Verfolgung von Falun Gong begann, war ich und auch mein Bruder und meine Schwester sehr aktiv dabei die Wahrheit zu erklären. Ich hatte meine Verwandtschaft vernachlässigt und mich wenig um meine Oma gekümmert, obwohl ich immer ein gutes Verhältnis zu ihr hatte und sie oft besuchen gegangen bin und ihr geholfen hatte. Vor ca. einem Jahr auf einer Veranstaltung in Taiwan ist mir dann bewusst geworden, dass ich die Beziehungen nicht richtig behandelt hatte. Es war Weihnachten und eine Praktizierende sagte, sie vergaß sogar oftmals an Weihnachten bei ihren Eltern zu Hause anzurufen. Ich verstand das auch. Wenn man mit vielen Praktizierenden zusammen war, herrscht immer eine sehr harmonische Atmosphäre, die Dinge die man tut, sind sehr aufrichtig und leicht vergisst man die anderen Dinge.

Als ich sie hörte, war mir klar, dass es mir ähnlich ging, wann immer ich woanders war, vergaß ich sogar meinen Mann auch wenn er ein Praktizierender ist. Alles war schön, ich konnte scheinbar alles leicht nehmen. Später wurde mir klar, dass meine Verwandten nicht nur zufällig meine Verwandten sind. Wir stehen in einer besonderen Beziehung zueinander und ich konnte nicht einfach ignorieren, wie es mit ihnen ging und wie sie sich zu Falun Dafa stellten.

Eigentlich verlief alles sehr natürlich. Ich besuchte meine Oma wöchentlich und half ihr im Haushalt und bei der Pflege meines Opas. Ich benahm mich immer gut, bemühte mich stets aufrichtig, mitfühlend und bei allem, was sie sagte tolerant zu sein, egal wie ich selbst dazu stand. Je mehr ich mein eigenes Selbst losließ und meine Vorstellungen und Erwartungen, desto harmonischer wurde es zwischen uns. Ich betrachte es als Teil der Fa-Berichtigung und als meine Verantwortung. Ich sprach erst einmal nicht andauernd von Falun Gong, sondern bemühte mich durch mein Verhalten das Dafa zu bestätigen. Sichtlich ging es meiner Oma sehr viel besser, da ihr kaum jemand so geduldig zuhörte und auch ihr Haushalt kam wieder auf Vordermann. Sie war berührt über mein Verständnis und Sorge und sprach in der Verwandtschaft gut über mich. Nach und nach erwähnte ich wieder Falun Gong und die Verfolgung und sendete bei ihr auch die Aufrichtigen Gedanken aus, was sie akzeptieren konnte. Da ich nun ihre Lebens- und Leidengeschichte besser verstand, konnte ich ihr auch leichter die Situation in China erklären. Sie unterschrieb sogar einen Petitionsbrief für die Rettung von Xiong Wei, war berührt über das Schicksal von Xiong Wei und begann damit einige Infozettel an ihre vielen Bekannten, die immer wieder vorbeischauten zu empfehlen.

Ich verbringe die Zeit mit meiner Oma sehr gerne und selbst, wenn ich längere Zeit nicht hingehen kann, denke ich im Herzen an sie. Ich merke, dass mein Herz durch die Kultivierung von Falun Gong größer geworden ist und ich die Beziehungen nun viel besser behandeln kann. Der Schlüssel ist sein Herz zu verändern und die Barmherzigkeit und Nachsicht herauszukultivieren; ich weiß, dass meine Oma spürt, dass ich sie schätze, auch wenn ich manchmal andere Ansichten habe oder nicht immer da sein kann. So spricht sie auch immer besser von Falun Gong und hatte viel mehr Vertrauen.

Jetzt da ihr Mann gestorben ist und ich die Übungen einmal in ihrem Garten gemacht hatte, war sie von der Übungsmusik sehr angetan. Sonst immer in Aktion und leicht aufgeregt, saß sie im Garten, vertieft in ihre Arbeit und entspannte sich sichtlich. Sie war ungewohnt ruhig und fragte, als ich mit dem Praktizieren nach fast 2 Stunden fertig war, wieder einiges über Falun Gong, was sie schon so viele Male gefragt hatte. Ich antwortete ihr geduldig und sie sagte, „Ja, wenn das so ist, werde ich das dann mit euch zusammen praktizieren. Ich mag die Musik, sie entspannt so sehr und sicherlich ist das Praktizieren viel besser, als Medikamente einzunehmen. Ihr könnt dann ja auch einmal bei mir lesen, hier ist ja genug Platz....Ach ja Opa, fand Falun Gong auch sehr gut....“ Normalerweise kann meine Oma nicht einmal fünf Minuten still sein oder nicht reden. Wenn ich die Aufrichtigen Gedanken in der Meditationshaltung aussende, nicht einmal dann schafft sie es nicht zu reden.

Während ich die Übungen machte, wurde mir ganz klar, wie großartig die Kraft des Dafa und der Übungen sind. Wenn jemand diese Übungen sieht und unser Herz rein und aufrichtig ist, können sie das Wesen von Falun Gong wirklich zeigen und das Herz der Menschen berühren.

Früher und manchmal immer noch bekomme ich zuhören, dass ich die Dinge oberflächlich tue und mittlerweile ist mir auch klarer geworden, was damit gemeint ist. Schließlich sind nicht nur die oberflächlichen Dinge und das Ergebnis ausschlaggebend, sondern viel entscheidender ist, dass unser Herz bei all den Dingen, die wir als Dafa Praktizierende tun sollen, mit Zhen, Shan und Ren erfüllt ist, es kann Berge versetzen und Eisberge zum Schmelzen bringen.