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Das Festhalten an der Zeit ist ein ernst zu nehmendes Problem

31. März 2005 |   Von einem Falun Dafa Praktizierenden aus China

(Minghui.de) Der Eigensinn der Praktizierenden in Bezug auf die Zeit bringt sehr schlechte Konsequenzen mit sich. Dieser Eigensinn hängt natürlich auch bei den Praktizierenden mit dem Trachten nach Erleuchtung, persönlichem Ruhm, den eigenen Interessen und dem Festhalten an der eigenen Meinung zusammen. Diese Eigensinne führen zu schwerwiegenden Störungen und zu Schäden für den Prozess der Fa-Berichtigung. Wenn jemand diesen Eigensinn besitzt, wartet er mit Ungeduld auf das Erreichen der Vollendung oder darauf, dass die Politik der chinesischen Regierung gegenüber Falun Gong revidiert wird. Die Praktizierenden, bei denen dieser Eigensinn in Erscheinung tritt, hoffen, dass die Verfolgung bald beendet sein wird, damit sie ihre persönliche Freiheit sowie ein angenehmes Leben zurück erhalten können. Diese Eigensinne zeigen sich noch stärker, wenn die Praktizierenden verfolgt werden.

Gerade weil diese Praktizierenden sehr auf die Zeit achten, stellen sie Vermutungen an und spekulieren darüber, was wohl als Nächstes geschehen wird und handeln dann dementsprechend. So werden einige unvernünftig und andere werden auf Grund dieser Lücke, die das Böse ausnutzt, verfolgt. In ihrem Unterbewusstsein denken diese Praktizierenden, dass es nicht mehr lange dauern wird, bis die Verfolgung endet und dass sie nicht mehr lange zu leiden hätten. Äußerlich zeigt sich der Eigensinn in Bezug auf die Zeit darin, dass sie sich noch nicht sicher über die Anliegen oder Folgen ihres Verhaltens sind und dass sie nicht entsprechend den Ansprüchen der Gesellschaft der gewöhnlichen Menschen leben. Wenn aber ihre Hoffnungen darauf, dass die Verfolgung „zu einem bestimmten Zeitpunkt enden” wird, nicht erfüllt werden, sind sie enttäuscht. Daher werden einige von ihnen nachlässig und andere gelangen auf böse Wegen und werden ”umerzogen.”Ende des Jahres 2000 wurde ich gleichzeitig mit drei anderen Praktizierenden verhaftet und in eine Haftanstalt eingesperrt. Zwei von diesen Praktizierenden wurden in Beijing verhaftet und zurück in unsere Heimatstadt gebracht. Der andere Praktizierende und ich wurden vor Ort verhaftet. Zu diesem Zeitpunkt hielten wir alle an dem Eigensinn in Bezug auf die Zeit fest. So meinten wir, mit dem herannahenden chinesischen Neujahr zu erkennen, dass „ die Verfolgung etwa mit dem Kommen des chinesischen Neujahrs enden wird.” Einer von uns Praktizierenden hatte daraufhin den Entschluss gefasst, nach Beijing zu gehen, da er gehört hatte, dass ein Praktizierender, der nicht nach Beijing ging, um das Fa zu bestätigen, zurückgelassen werde. Wir vier glaubten dieser Aussage in unterschiedlichem Maße. Doch wir zwei, die wir nicht nach Beijing gegangen waren, waren neidisch auf die anderen beiden, die gegangen waren.

Wir alle erwarteten das Ende der Verfolgung mit menschlichem Eigensinn und dachten, dass es sich dabei nur um eine Sache von Tagen handeln könne. Alle waren wir sehr fröhlich und sprachen lachend über uns selbst. Doch es vergingen mehr als 20 Tage. Das chinesische Neujahr kam und ging, doch es gab kein Anzeichen dafür, dass die Verfolgung enden würde. Statt dessen ereignete sich der „Vorfall der Selbstverbrennung.” Daher waren wir alle sehr enttäuscht und meinten, dass wir von Gerüchten getäuscht worden seien. Später ließen sich die beiden Praktizierenden, die nach Beijing gegangen waren, von den menschlichen Ansichten bewegen und gaben ihren Glauben an Falun Dafa auf. Der eine von ihnen wurde zur Zwangsarbeit verurteilt, der andere wurde entlassen. Derjenige aber, der zur Zwangsarbeit verurteilt worden war, blieb mit mir zusammen gefangen. Er sagte oft, dass er nach Beijing gegangen und folglich zur Vollendung gekommen sei, so dass er einige Sachen an der Oberfläche und Dinge wie diese „verbessern” konnte, womit er all die schlechten Auswirkungen innerhalb des Zwangsarbeitslagers meinte.

Auch ich konnte während meiner Gefangenschaft auf Grund meines Eigensinnes in Bezug auf die Zeit kein ruhiges Herz bewahren. Es bedurfte eines sehr langen und schmerzvollen Prozesses bis ich zu diesem Thema die Wahrheit erkannte. Für mich war dies eine große und tiefgreifende Lektion.

Manchmal frage ich mich, hätten die alten Mächte den Vorfall der „Selbstverbrennung” inszenieren können, wenn die Praktizierenden nicht eigensinnig an der Erleuchtung und der Zeit festgehalten hätten?

Der Lehrer sagt uns diesbezüglich in „Der Vollendung entgegen” aus Essentielles für weitere Fortschritte II Folgendes:

„Ganz gleich, woran ihr auch festhaltet, steuern sie die bösen Menschen, das entsprechende Gerücht zu verbreiten.”

Wenn wir also nicht eigensinnig an unserer Vollendung festgehalten hätten, wäre es denn dann möglich gewesen, dass jemand ruft, er habe die Vollendung durch den Vorfall der „Selbstverbrennung” erreicht? Jetzt ist die Fa-Berichtigung bis zu dem Punkt vorangeschritten, an dem die Praktizierenden die böse Natur der Kommunistischen Partei Chinas aufdecken sollen und eilig die Menschen in der Welt erretten sollen. Wenn wir uns aber nicht im Klaren darüber sind und noch immer eigensinnig an der Zeit festhalten oder Hass gegenüber der bösen Partei empfinden, wird das Böse vielleicht unsere Lücken ausnutzen und sich neue Lügen ausdenken, welche die Menschen täuschen und die Aufklärung der wahren Umstände der Verfolgung noch erschweren. Sollte dies geschehen, so haben wir unnötigerweise Probleme für die Fa-Bestätigung geschaffen.

Der Meister hat gesagt:

„Es ist nicht falsch, dass ein Kultivierender den Wunsch hat, zur Vollendung zu kommen, aber mit den Gedanken beim Fa wird er den Maßstab der Vollendung während seiner ständigen Kultivierung unbewusst und unbemerkt erreichen. Vor allem hegen einige Schüler, die im Leiden nicht durchhalten können, sehr leichthin den Gedanken, die Menschenwelt zu verlassen und schneller zur Vollendung zu kommen, so dass die Lücke bei ihnen vom Häretischen und Bösen ausgenutzt wurde.» („Den letzten Eigensinn beseitigen” aus Essentielles für weitere Fortschritte II)

Wenn ich mich an die oben beschriebenen Erfahrungen erinnere, wird mir eindeutig klar, dass das eigensinnige Festhalten an Zeit und Vollendung wirklich große Hindernisse für die Praktizierenden sind. Diese Eigensinne verletzen sowohl die Praktizierenden selbst, als auch andere. Aus diesem Grund müssen sie entschieden und vollständig vernichtet werden. Jetzt hat der Lehrer den Prozess der Fa-Berichtigung noch mehr beschleunigt. Doch einige Praktizierende haben zu diesem Thema ein falsches Verständnis. Sie sind einfach nicht in der Lage, es zu verstehen und benutzen ihre menschlichen Ansichten, um diesen Sachverhalt zu betrachten und denken, die Verfolgung wird bald enden. So werden diese Praktizierenden voreilig und können die Errettung von Lebewesen nicht vor ihre persönlichen Interessen stellen. Nach meiner Meinung nutzt das Böse diese Eigensinne zu seinem Vorteil, in dem es die Praktizierenden mit diesen Eigensinnen verfolgt. Die jetzige Situation, denke ich, ist ein großer Test für die Praktizierenden, um zu sehen, ob wir unsere Eigensinne ablegen können. Wir sollten bei uns selbst nach unseren versteckten Eigensinnen suchen und so handeln, wie es uns der Meister in „Weitere Erkenntnis” aus Essentielles für weitere Fortschritte gesagt hat:

„Wenn sich wirklich so erhöht wird: alles was ihr mit einem reinen Herzenszustand macht, ist am besten und heiligsten.”

07.03.2005