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Die Kraft eines Briefes, Sorgfalt und Fleiß zu fördern

29. August 2005 |   Von einer in Europa lebenden Falun Gong-Praktizierenden

(Minghui.de) Heute übersetzte mein Mann für einen chinesischen Falun Gong Mitpraktizierenden den Inhalt eines Briefes, den ihm ein westlicher Praktizierender geschrieben hatte. Die Absicht dieses Briefes war, diesen chinesischen Praktizierenden zu ermutigen, in seiner Kultivierung wirklich sorgfältig und fleißig voranzukommen. Als dieser Mitpraktizierende den Inhalt des Briefes vernommen hatte, war er so berührt davon, dass seine Stimme zu beben anfing. Nachdem dieser Mitpraktizierende gegangen war, sagte mein Mann zu mir: „Meine Übersetzung war nicht sehr gut (weil sein Chinesisch nicht sehr gut ist), doch nachdem er es vernommen hatte, war er doch sehr berührt.”

Diese Situation machte mich sehr nachdenklich über das, was ich eben miterlebt hatte. Der oben erwähnte Mitpraktizierende war in letzter Zeit sehr träge gewesen, bei seiner Kultivierung. Viele chinesische Praktizierende mich eingeschlossen, haben sich bereits an ihn gewandt, um ihn darauf anzusprechen. Doch das Endergebnis dieser Bemühungen war nicht so gut und viele von uns hatten ein Gefühl, er würde die Kultivierung aufgeben.

Persönlich hatte ich das Gefühl, wir hätten ohnehin unser Bestes versucht und zu entscheiden, welchem Weg er nun folgen wolle, wäre seine eigene Angelegenheit. Doch diese Geisteshaltung entsprang in Wirklichkeit der Eigennützigkeit. Sowohl die anderen, als auch ich, dachten bei sich: „Ich habe bereits alles getan, was der Meister von uns fordert, was nun geschieht, hat mit mir nichts mehr zu tun.”

Jedoch hätte ich niemals gedacht, dass ein Brief wirklich Gedanken von Fleiß und Sorgfalt bei ihm auslösen könnten. Tatsächlich war dieser Brief von einem westlichen Praktizierenden geschrieben worden, der vor einigen Monaten, viele Stunden dafür aufgewendet hatte. Dieser westliche Praktizierende bat uns darum, uns Zeit zu nehmen, ihn dem chinesischen Praktizierenden zu übersetzen. Doch aus vielen unterschiedlichen Gründen, konnte der chinesische Praktizierende bisher nicht kommen. Es war das Arrangement des Meisters, welches ihm ermöglichte, heute den Inhalt dieses Briefes zu vernehmen. Das weckte den Teil in ihm auf, der die Situation verstand.

Wenn ich nun darüber nachdenke, fühle ich mich wirklich beschämt. Der Meister arrangiert Situationen, so dass jeder Schüler wieder aufholen kann. Wie können wir ihn fallen lassen? Wenn ich nun daran zurückdenke, jedes Mal wenn ich mit ihm sprach, hatte ich innerlich bereits einige negative Gedanken über ihn. Ich dachte überhaupt nicht 100%ig an sein Wohlergehen und genau dies hielt mich davon ab, ihm die Kraft eines barmherzigen Feldes aufzuzeigen. Ich bemerkte ebenfalls, dass ich meiner kämpferischen Geisteshaltung erlaubt hatte, mich von diesem Ziel abzulenken; da war immer der Gedanke, andere überreden zu wollen. Das wiederum schwächte die Reinheit des Energiefeldes unserer Gespräche.

Wenn ich diesen westlichen Praktizierenden betrachte, der den Brief schrieb, so ist dieser wirklich in der Kultivierung solide verankert. Er setzt jeden Tag seine Zeit vollständig dafür ein, seine Arbeit und die Angelegenheiten in Bezug auf die Enthüllung der Tatsachen der Verfolgung und seine Praktik zu nutzen und findet trotzdem noch die Zeit, die Lehren von Falun Gong fleißig zu studieren, die Übungen zu praktizieren und jeden Tag die aufrichtigen Gedanken auszusenden. Er schläft täglich nur wenige Stunden. Wenn er etwas begegnet, handelt er nie impulsiv und denkt immer zuerst an die anderen. Gegenüber Mitschülern, bewahrt er immer ein nachsichtiges und versöhnliches Herz, bei Schwierigkeiten immer im Inneren suchend.

Man kann dies so ausdrücken, wenn man wirklich das Ziel, zu Fleiß und Sorgfalt zu ermutigen, erreichen will, hängt das überhaupt nicht von der Präzision des sprachlichen Ausdruckes ab, oder ob deine Argumente besser sind. Die fundamentalste Notwendigkeit ist ein mitfühlendes Herz und ein friedlicher und ruhiger Geist; das ist der Schlüssel.

Dafür, obwohl so viele von uns von Angesicht zu Angesicht mit diesem chinesischen Praktizierenden gesprochen hatten, hatte das nicht die Kraft des Briefes, den dieser westliche Schüler geschrieben hatte.

Dies ist mein persönliches Verständnis. Da meine Ebene begrenzt ist, weist mich bitte auf irgendwelche Unstimmigkeiten hin.


Quelle: http://www.clearharmony.de/articles/200508/26061.html