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Bei der Kultivierung gibt es keine Ferien

7. Februar 2006 |   Von einem Praktizierenden aus Taiwan

(minghui.de) Zu Anfang meiner Kultivierung begann für mich eine Zeit des Trübsinns. Wenn die anderen sich freudig auf das chinesische Neujahrsfest vorbereiteten, fühlte ich mich in meiner täglichen Routine gestört. Meine Schwiegermutter erwartete von mir, gemeinsam mit der Familie zu feiern. Während des Familientreffens musste ich viel im Haushalt helfen, ich fand kaum Zeit Fa zu lernen. Im Alltag erklärte ich die Wahrheit per Computer, aber bei der Schwiegermutter war es nicht möglich. Ich war sehr deprimiert, weil ich die drei Sachen während der Feiertage nicht gut erfüllen konnte .

Bevor ich dieses Jahr zur Schwiegermutter ging, war ich in sehr gedrückter Stimmung, die zu Unzufriedenheit führte. Ich wünschte, dass die Ferien früher zu Ende wären und ich früher zurück nach Hause käme, um die alltäglichen drei Sachen gut machen. Das war schon ein starker Eigensinn, immer im Außen zu suchen. Einen Tag vor der Abfahrt las ich die Fa-Erklärung auf der internationalen Fa-Konferenz in New York 2004, sie war wie für mich geschrieben und vermittelte mir ein tieferes Verständnis.

Der Meister sagt: „Mit dem, was ich gerade gesagt habe, habe ich im Großen und Ganzen den Unterschied zwischen der heutigen Kultivierungsform der Dafa-Jünger und der Kultivierung der früheren Menschen zusammengefasst. Wenn ein Mensch erlöst werden will, muss er eben selbst durch diese bittere Umgebung, durch Schwierigkeiten, durch die Frage der persönlichen Vorteile, durch menschliche Gefühle und Begierden hindurchgehen. Jede Angelegenheit kann die persönlichen Vorteile des Kultivierenden betreffen. Jede Angelegenheit wird dich als Mensch, deine Gedanken und deine Stimmungslage, deine Xinxing und die Dinge, an denen du eigensinnig festhältst, betreffen. Wie du diesen Weg gehst, was du wählst, das ist eben nicht das Gleiche. Was zum Gegenteil gehört, ist eben ein gewöhnlicher Mensch. Wenn du aus den Spielregeln der gewöhnlichen Menschen heraustreten kannst, und wenn du aus den Eigensinnen der gewöhnlichen Menschen heraustreten kannst, dann bist du eben eine Gottheit.”

(Fa-Erklärung auf der internationalen Fa-Konferenz in New York 2004)

Der Meister sagt weiter: "Früher gingen die Menschen in die Tempel, in die Klöster, in die Berge und zogen sich von den weltlichen Menschen zurück, um sich zu kultivieren. Der Körper dieses Menschen an sich hat nicht viele Prüfungen seiner Xinxing, Berührungen in seinen Eigensinnen und direkte Tests hinsichtlich seiner persönlichen Vorteile durchlebt, deshalb galt dieser Mensch an sich als, nicht kultiviert zu haben. Obwohl man in seinem Leben auf ein normales menschliches Leben verzichtet hat, das ist für diesen Menschen nur so, dass er sich eine andere Lebensweise ausgesucht hat.”

(Fa-Erklärung auf der internationalen Fa-Konferenz in New York 2004)

Ja! Jeder Ort ist eine Umgebung zum Kultivieren und dort gibt's immer die Menschen, die die Wahrheit erkennen möchten. Normalerweise ist es nicht leicht, mit den Verwandten zusammenzutreffen, ist es jetzt nicht die Gelegenheit, das Fa zu bestätigen und die Wahrheit zu erklären? Warum wähle ich Ort und Menschen aus, um zu kultivieren? Bei der Kultivierung gibt es keine Ferien, wir sollen jeder Zeit und an jedem Ort die „Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht” praktizieren, sodass die Menschen in unserer Umgebung unser barmherziges Herz spüren können. Das ist der Kultivierungsweg, den der Meister uns gegeben hat, auf dem wir nicht in die Berge oder Wälder gehen brauchen. Wir kultivieren uns in der Gesellschaft der gewöhnlichen Menschen und behalten so weit wie möglich die Form der gewöhnlichen Menschen bei, so müssen wir einem Dafa-Praktizierenden entsprechen.

Plötzlich schämte ich mich sehr. In den letzten Jahren habe ich die Gelegenheit nicht gut genutzt, sodass ich auch die Chance zum Kultivieren und Fa-Bestätigung verpasst habe. Dieses Jahr entschied ich, egal ob bei den Schwiegereltern oder bei meinen Eltern werde ich all meinen Verwandten und Freunden die Schönheit des Dafa wissen lassen. Das Wichtigste ist, dass ich das Fa in der geschäftigen und lärmenden Umgebung fleißig lerne, das Lunyu auswendig lerne und zu jeder Zeit die aufrichtigen Gedanken aussende, sodass mein Herz immer rein bleiben kann. Ich habe alle Materialien, Dafa- Lesezeichen, Kalender und DVD´s über die Neu Tang Dynastie-Neujahrsgala vorbereitet. Ich hoffe, bei unserem Zusammentreffen während der Neujahrsferien, dass meine Verwandten, Freunde und Nachbarn die Schönheit und die Barmherzigkeit des Dafa spüren können. .

Zu diesem Neujahrsfest habe ich meinen Eigensinn abgelegt. Als ich ruhig und gelassen allen Leuten bei jeder Gelegenheit, sei es beim Essen, beim Spielen oder anderen interessanten Sachen die Wahrheit erklärte, gab es unvermeidlich Prüfungen. Aber der entscheidende Punkt ist, mit welchem Herzen du handelst. In „Zhuan Falun” steht, „Unsere Schule fordert, dass der Teil, bei dem man sich unter den gewöhnlichen Menschen kultiviert, eben genau in der Gesellschaft der gewöhnlichen Menschen kultiviert wird und so weit wie möglich die Form der gewöhnlichen Menschen beibehalten wird. Du wirst nicht dazu gebracht, wirklich etwas von den materiellen Vorteilen zu verlieren. Es kommt nicht darauf an, wie hoch dein Amt auch ist oder wie viel Vermögen du auch hast, das Entscheidende ist, ob du jenes Herz ablegen kannst.” So mahne ich mich immer, mich wirklich als ein Praktizierender zu benehmen, nicht gierig, nicht eigensinnig zu sein. Obwohl ich mich manchmal nicht sehr gut kontrollieren konnte, sagte ich mir, es beim nächsten Mal gut zu machen, weil man dadurch kultiviert und das Fa erkennt.

Bei der Kultivierung ist eben das Herz zu kultivieren. Egal unter welchem Umstand, welchen Menschen gegenüber, sollten wir uns gut kultivieren, die Wahrheit erklären und die Lebewesen erretten, weil Kultivierung keine Ferien kennt. Schließlich möchte ich mit euch gemeinsam einen Abschnitt aus der ” Fa-Erklärung auf der Fa-Konferenz in New York zu Ostern 2004” mit Respekt lesen;

„Unter diesem Umstand müsst ihr noch auf euer Image in der Gesellschaft und unter den gewöhnlichen Menschen achten, denn ein Dafa-Jünger muss überall ein guter Mensch sein. So müsst ihr in der Gesellschaft der gewöhnlichen Menschen, am Arbeitsplatz, in der Familie und bei den verschiedenen Kontakten in der Gesellschaft den Menschen einen positiven Eindruck als Dafa-Jünger hinterlassen. Die Bedingungen sind eingeschränkt, deshalb ist es für euch sehr schwierig und sehr hart, das zu machen. Obwohl es so ist, müssen wir diesen Weg der Fa-Berichtigung auch aufrichtig gehen und dürfen nicht abweichen. Wenn man den Weg aufrichtig gehen will, so wisst ihr, dass es nur einen aufrichtigen Weg gibt. Auch wenn man nur einen Schritt daneben tritt, so ist man schon vom Weg abgewichen. Wenn wir nicht vom Weg abweichen dürfen, so scheint der Weg, den wir gehen, nicht breit zu sein. Es geht nicht, dass man beliebig handelt und einfach tut, was man will, denn so könnte das Fa nicht mehr aufrichtig sein. Ihr sollt den Weg der Fa-Bestätigung aufrichtig gehen. Bei jedem Schritt, bei jeder Angelegenheit, einschließlich der Worte und des Verhaltens von Dafa-Jüngern und im Benehmen in allen Bereichen in der Gesellschaft müsst ihr aufrichtig handeln.”

(Fa-Erklärung auf der Fa-Konferenz in New York zu Ostern 2004)

Danke an die Mitpraktizierenden, die mir freundlich Lücken in meinem Verständnis aufzeigen!