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Ihr Lieben, wo seid Ihr? (1. Teil)

18. April 2006 |   Von Minghui-Reporter Heyu

(Minghui.de)

Inhaltverzeichnis:

Vorwort
Sie kehren nie wieder zurück. Unbekannter Verbleib während der Verfolgung
Heimlicher Transfer und Todeskonzentrationslager
Ich warte auf dich auf dieser Seite des Meeres
Die hinterbliebenen Kinder retten
Nachwort

Vorwort

„Mein Mann lernte Falun Gong. Seitdem richtete er sich nach den Prinzipien „Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht”. Während die anderen sich im Alkohol oder Kartenspielen verloren haben, oder sich mit dem Aufbau komplizierter Gesellschaftsbeziehungen beschäftigten (durch Beziehungen Vorteile oder Privilegien für sich zu erlangen), benahm er sich offen und ehrlich. Er arbeitete fleißig und nahm Gewinn und auch Verlust leicht. Unsere Tochter war damals noch sehr klein. Also kaufte er auch ein und kümmerte sich um den Haushalt und das Kind. Unseren Eltern gegenüber war er pietätvoll und gehorsam, während er mich immer sorgsam und warmherzig behandelte. Meine Freunde und Kollegen beneideten mich, weil er so ein „vorbildlicher Ehemann” war. Meine Mutter sagte häufig: „So gute junge Menschen gibt es nicht häufig. Wir haben wirklich großes Glück!” Liebevoller Mann, eine warmherzige Familie - ich war die glücklichste Frau der Welt.

Im Juli 1999 fing die Verfolgung von Falun Gong an, womit unser glückliches Leben auf einen Schlag zerstört wurde. In Fernsehen, Zeitungen, oder wo auch immer man seinen Blick hinwendete, sah man: „Falun Gong-Praktizierende töten, nicht nur sich, sondern auch andere. Sie kümmern sich nicht um die Familie ...” Ich wusste, dass dies alles Lügen waren. Gute Menschen wie mein Mann es war, wurden verleumdet und verfolgt. Gab es denn keine Gerechtigkeit und Rechtschaffenheit mehr? „Erhält man ein Tropfen Gunst, so gibt man eine sprudelnde Quelle zurück.” Genau so sagte mein Mann. „Falun Gong verlieh uns ein harmonisches glückliches Leben. Soll ich als Begünstigter kein Wort dafür einlegen, wenn es so völlig ungerecht behandelt wird?” Genau aus diesen Gründen kamen viele Praktizierende nach Peking, um dort eine Petition einzureichen. Später wurden sie entweder vermisst, festgenommen, geschlagen oder ins Gefängnis geworfen. Dennoch gingen sie, einer nach dem anderen nach Peking zum Petitionsbüro.

Am ersten Tag des neuen Jahres 2001 stand mein Mann in der Morgendämmerung sehr leise auf. Um mich und unsere Tochter nicht aufzuwecken, machte er nicht das Licht an. Ich war längst wach, jedoch wagte ich nicht, die Augen zu öffnen. Ich fürchtete, mich nicht mehr beherrschen zu können. Mich streng beherrschend hielt ich meine Tränen zurück und hielt die Augen verschlossen. Ich spürte noch seine liebevollen Blicke auf uns ruhen. Schließlich küsste er die Wange unseres Kindes und ging fort... ...”

Das war der Anfang von den Tausenden Schicksalen, die nach dem 20.07.1999, als das Jiang Zemin-Regime mit der Vernichtungspolitik „ruiniert ihren Ruf, zerstört sie finanziell, vernichtet sie körperlich” in Gang gesetzt wurde und den gesamten Staatsapparat gegen die eigene Bevölkerung, gegen Falun Gong gerichtet wurde.

Im März 2006 war die ganze Welt erschüttert infolge der Enthüllung des teuflischen Verbrechens im Sujiatun-Konzentrationslager. Seit dem Jahre 2001 bis zum heutigen Tag sind den meisten von Zehntausenden Praktizierenden schon Herz, Leber, Nieren und Augenhornhaut entnommen worden, man hat sie sogar enthäutet, bevor die Leichen verbrannt worden sind. Sujiatun ist nur eines von über zehn Konzentrationslagern. Laut einem Untersuchungsergebnis der WOIPFG werden Organentnahmen an lebenden Menschen zum Verkauf, mindestens in Peking, Tianjin, Shanghai, Hunan, Shangdong, Liaoning und Guangdong durchgeführt. Diese Nachricht verbreitet eine unvorstellbare Qual bei den Angehörigen der Vermissten und der gutherzigen Menschen aus allen Bereichen.

Die Brutalität des Jiang-Regimes Falun Gong gegenüber ist unglaublich. Das Ausmaß des Leidens der Opfer und ihrer Angehörigen geht weit über das Vorstellungsvermögen hinaus. Dieser Bericht entlarvt nur einen kleinen Teil, den Falun Gong-Lernende unter Lebensgefahr durch die Informationsblockade nach draußen bringen konnten.

1. Sie kehren nie wieder zurück

Seit der Verfolgung kamen Falun Gong-Lernende aller Regionen wohlwollend nach Peking, um dort eine Petition einzureichen. Friedlich appellierten sie auf dem Platz des Himmlischen Friedens, um der Regierung und der Bevölkerung zu erklären, dass Falun Gong eine gute Sache für jeden ist, dass die Verfolgung beendet werden muss und den Bürgern wieder das Recht auf das Praktizieren gewährt wird. Dennoch waren alle Möglichkeiten einer Petition versagt worden. Das Petitionsbüro und der Platz des Himmlischen Friedens wurden zu einem Ort der Festnahme von Falun Gong. Viele wurden entführt, festgenommen, zu Tode geprügelt oder sind einfach verschwunden. Die Inhaftierten gaben ihre Namen und Adressen nicht an, um zu verhindern, dass der Vorgesetzte ihrer Arbeitsstelle und die Behörden (z.B. das Nachbarschaftskomitee) ihres Wohnortes einer möglichen Bestrafung aufgrund ihrer „sippenhaften” Zugehörigkeit zu den Praktizierenden ausgesetzt würden. [Diese Vorgehensweise bei der Verfolgung ist unter der KPC üblich; auch die Menschen in der Umgebung des Praktizierenden, selbst die Beamten des Polizeiamtes werden bestraft]. Daraufhin wurden die Praktizierenden in geheime Haftanstalten gesperrt und sind seitdem verschollen.

Das Sterben der „L25”

Am Abend des 26.11.2000 kamen 14 Praktizierende in das Qianan-Untersuchungsgefängnis in der Provinz Hebei. Sie waren gekommen, um eine Petition einzureichen und wurden festgenommen. Aufgrund ihres Schweigens zu ihren Namen und Adressen sperrte man sie hier ein. Die Polizisten haben sie allen nur erdenklichen Foltermethoden ausgesetzt, damit sie auf ihren Glauben verzichten und ihre Namen angeben. Sie mussten auf dem Boden knien, sie wurden aufgehängt, sie wurden an den Haaren gezogen, mit dem Gürtel geschlagen, auf den Fußboden geschlagen ... Das Blut strömte über ihren Kopf, über das Gesicht ...

”L25” war die Häftlingsnummer einer jungen Falun Gong-Lernenden. Die mit ihr in einer Zelle eingesperrten Gefangenen konnten sich noch daran erinnern, dass „L25” im Kostüm sehr gepflegt und gut gekleidet ins Gefängnis kam. Sie war bescheiden und freundlich. Selbst der schlimmste Häftling konnte sie leiden. Das Mittagessen war nicht mehr als eine Handfläche voll Mais. Sie gab jedem etwas ab. Wenn andere Kleidung brauchten, schenkte sie ihnen gerne welche.

An einem Vormittag im Januar 2001 verbrannten Polizisten ihre Nase mit einem Feuerzeug, damit sie auf Falun Gong verzichten und ihren Name preisgeben würde. Sie packten sie an den Haaren und stießen ihren Kopf an die Wand. Ihre Haare wurden bündelweise herausgerissen. Ihre Augenwimpern wurden herausgerissen und ihre Fußnägel zerquetscht und zerstückelt. Trotzdem sagte sie nach wie vor. „Ich bin kein Verbrecher, ich lebe nur nach den Prinzipien „Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht und will wie ein guter Mensch sein.” Nach einer 14-stündigen Folter ließen die Polizisten „L25” in die Zelle zurücktragen. Bis zu ihrem Tode hat sie ihren Name und ihre Adresse verschwiegen.

Wang Zilin aus Jilin seit 6 Jahren verschollen

Der 44-jährige Wang Zilin war ein Arbeiter in der Beishan Forstfarm. Er war wortkarg, ehrlich, tolerant, ein liebevoller Ehemann und ein guter Vater. Seit der Verfolgung war er traurig über die vom KP-Regime erfundenen Anschuldigungen und Verleumdungen gegen Falun Gong. Aus reinem Gewissen und gutem Willen heraus entschloss er sich, nach Peking zu gehen, um eine Petition einzureichen. Um seiner Frau keine Sorgen zu bereiten, sagte er kein Wort, als er sich am 19.11.2000 auf den ungewissen Weg machte. Seitdem gab es keinerlei Lebenszeichen mehr von ihm.

Seine Angehörigen hatten in den letzten sechs Jahren nicht aufgehört, ihn zu suchen. Der Bruder seiner Frau brachte einem zuständigen Beamten für Falun Gong Angelegenheiten in Peking zweimal Geschenke und konnte trotzdem nichts in Erfahrung bringen. Ein Praktizierender, der mit Wang zusammen eingesperrt worden war, sagte, dass Wang in der Haftanstalt des Bezirks Xuanwu festgehalten wurde. Wang sollte gesagt haben, dass er seinen Name nicht angeben würde, auch wenn ihn die Polizisten totschlagen würden. Er wurde zwei Mal verhört. Nach dem zweiten Verhör kam er nicht wieder in die Zelle zurück und seitdem hatte niemand mehr etwas über ihn gehört.

„Wenn ihr keinen Namen angibt, schicken wir euch alle ins Konzentrationslager”

Am letzten Tag des Jahres 2000 kam Zifan zum dritten Mal nach Peking, wo sie auf dem Platz des Himmlischen Friedens festgenommen wurde. Wie den anderen Mitkultivierenden wurden auch ihr Handschellen angelegt, nachdem man sie mit aller Wucht geschlagen hatte. Sie wurden in einem Bus in ein Gefängnis in der Provinz Hebei gebracht. Zifan wurde ins Untersuchungslager der Stadt Sanhe gesteckt. Folgendes hatte sie dort erlebt:

„Über 100 Praktizierende aus Sichuan waren schon da. Die Praktizierenden kamen meistens aus Sichuan. Sie waren sehr arm, ihre Kleidung war sehr dünn und manche trugen einen Korb auf dem Rücken; jedoch waren alle sehr standhaft. Die gemeinen Polizisten schlugen sie mit Elektrostöcken, trotzdem gaben sie Namen und Wohnort nicht preis. Das Personal der Sichuang-Dienststelle in Peking kam, um sie zurückzubringen, aber die Praktizierenden schwiegen. Die Verkehrspolizei der Stadt Sanhe und die Angestellten der Sichuang-Dienststelle in Peking sagten: „Wenn ihr eure Namen nicht sagt, werdet ihr in ein entferntes Konzentrationslager geschickt und dort eingesperrt, und niemand erfährt, wo ihr seid.” Später sagten sie: „Im Nordosten und in Xinjiang gibt es Konzentrationslager, um euch festzusetzen, dann schauen wir mal, ob ihr redet oder nicht?” Ich hatte mit eigenen Augen gesehen, wie Praktizierende, die ihren Namen nicht sagten, weggebracht wurden.

Am 18.03.2006 schrieb Xiaoyun (Deckname) an die Minghui-Webseite: „ Am 1.1.2001 wurden wir auf dem Platz des Himmlischen Friedens verhaftet. Auf dem Polizeirevier schafften es die brutalen Polizisten nicht, seinen Namen herauszufinden. Am nächsten Morgen etwa gegen 3:00 Uhr ließen sie alle verhafteten Dafa-Jünger plötzlich zu einem dringenden Appell antreten. Dann mussten die Praktizierenden unverzüglich in einen Bus einsteigen und wurden weggefahren. Auf dem Weg zum Bus sagten die Polizisten: ”Ihr werdet zu zwei Orten gebracht, eines ist das Masanjia Arbeitslager. Wenn ihr euch dort nicht umerziehen lasst, werdet ihr zu einem weiteren Ort gebracht.”

An dem Tag hatte es viel geschneit, der Bus war den ganzen Tag unterwegs. Am Abend gegen 18:00 Uhr erreichten sie einen Platz, auf dem bereits viele Busse standen. Der Unterhaltung der Polizisten nach zu schließen, waren es etwa 60 Busse und in jedem Bus befanden sich mehr als 40 Dafa-Jünger. Dann gab es eine ungewöhnliche hinterlistig wirkende Übergabezeremonie: die Polizisten stellten sich würdevoll einander gegenüber in Reihen auf. Seitdem hat man von vielen Dafa-Jüngern nie wieder irgendwas gehört.

Frau Yu Guiping wird seit ihrer Petition in Peking im Jahre 2000 vermisst

Frau Yu Guiping, am 26. Dezember 1946 geboren, kommt aus der Stadt Lanzhou, Provinz Gansu. Sie hatte studiert und arbeitete damals im Forschungsinstitut für Erziehungswissenschaft der Provinz Gansu. Bevor sie Falun Gong kennen lernte, wurde sie wegen Magenkrebs operiert. Ihr Gesundheitszustand war sehr schlecht, sie war bettlägerig und konnte nicht mehr arbeiten gehen. Ihr Leiden war unbeschreiblich groß. Nachdem sie im Jahre 1998 anfing, Falun Gong zu praktizieren, wurde sie innerhalb kurzer Zeit wieder gesund. Sie konnte nicht nur wieder für sich sorgen, sondern auch ihren Haushalt machen und sogar wieder arbeiten gehen. Weil sie gesund geworden war, war sie ein fröhlicher Mensch geworden. In ihrer Familie gab es wieder eine glückliche und harmonische Atmosphäre. Einmal nahm sie an einer Reise teil, die von ihrem Arbeitsgeber organisiert wurde. Unterwegs half sie ihren Kollegen beim Tragen ihrer Taschen. Als ihre Mitarbeiter sahen, dass sie so energiereich und gesund war, bewunderten alle Falun Dafa.

Frau Yu Guiping

Seit dem 20. Juli 1999 werden Falun Gong und der Meister grundlos verleumdet. Frau Yu sagte zu ihrem Mann: „Der Meister hat mir ein zweites Leben geschenkt und mich wissen lassen, was der eigentliche Sinn des Lebens ist. Ich habe so viel von Dafa profitiert, wie kann ich bei dieser Verfolgung schweigen? Ich werde mit meinen eigenen Erlebnissen anderen Menschen erzählen, dass Falun Dafa gut ist.” Am 25. Januar 2000 fuhr sie alleine nach Peking, um sich für Falun Gong einzusetzen. Bis heute ist sie nicht zurückgekehrt. Man hat auch nichts mehr von ihr gehört. Ihr Ehemann und anderer Familienangehörige haben in allen Gefängnissen und Untersuchungsgefängnissen nach ihr gesucht, aber sie haben keinerlei Informationen über sie bekommen.

Menschen wurden nach ihrer Petition vermisst

Herr Sun Biao, etwa 50 Jahre alt, war Angestellter der 2. Fabrik des Wasserwerks. Bevor er mit Falun Gong begann, musste er aus beruflichen Gründen oft unter Wasser arbeiten, daher bekam er eine Wurmerkrankung, Schistosomiasis (auch Bilharziose genannt), und andere Krankheiten. Damals war sein Leben fast am Ende. Nachdem Herr Sun 1994 anfing Falun Gong zu praktizieren, wurden alle seine Krankheiten innerhalb kurzer Zeit vollkommen geheilt. Er stellte hohe Anforderungen an sich selbst und richtete sich nach den Fa-Grundsätzen. Weil er immer an andere dachte und sehr hilfsbereit war, hatte er einen guten Ruf unter den Kollegen, in der Verwandtschaft und in seiner Nachbarschaft. Seit dem Beginn der Verfolgung durch die KPC fuhr Herr Sun am 19. September 1999 nach Peking, um bei der Regierung eine Petition einzureichen. Seitdem ist er nicht mehr zurückgekehrt. Unter dem Vorwand, dass die Polizeistation jemanden nach Peking schicken und Sun zurückholen müsse, erpressten sie von seiner Frau 3000 Yuan.

Herr Wang Xingjun, 55 Jahre alt, kam aus dem Dorf Taifu, welches in der Gemeinde Bingcao der Stadt Shenzhou, Provinz Hebei liegt. Im Jahre 1995 fing Herr Wang an, Falun Gong zu lernen. Danach hatte sich sein Gesundheitszustand und sein Gemüt wesentlich gebessert. Nach der Verfolgung sagte Wang Xingjun zu seiner Tochter: „Was im Fernsehen über Falun Gong erzählt wurde, entspricht nicht den Tatsachen. Als Bauer lebe ich von meiner Arbeit. Ich wollte also meine Krankheit beseitigen und die Gesundheit erhalten, ich glaube an Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht, um ein besserer Mensch zu werden. Ist das etwa falsch?” Um ein gerechtes Wort für Falun Gong zu sprechen, fuhr er am 8. Dezember 1999 nach Peking. Seitdem ist sein Verbleib nicht bekannt, lebt er noch... oder ist er schon Tod?

Frau Zhang Cuirong, 70 Jahre alt, war Familienangehörige von Angestellten der Dieselmotorfabrik der Provinz Shanxi. Am 12. Dezember 2000 fuhr sie mit anderen Mitpraktizierenden zusammen nach Peking, um sich für Falun Gong einzusetzen. Am nächsten Tag wurde sie auf dem Platz des Himmlischen Friedens festgenommen. In der Polizeistation Tian'anmen hatte sie sich als „Zhang Zhen” gemeldet, Adresse war: Erdaozihe der Stadt Changchun. Die Mitpraktizierenden, die mir ihr zusammen waren, wussten auch nichts über ihren Verbleib, nachdem sie sich in der Polizeistation Tian'anmen verabschiedet hatten. Ihr Sohn hatte mehrmals in den 18 Polizeistationen in Peking nach ihr gesucht und eine Suchanzeige im Fernsehen der Stadt Tianjin gestartet. Trotzdem gab es kein Ergebnis. Dann ist er in ihre Heimat Erdaozihe der Stadt Changchun gefahren. Als er im Arbeitslager Heizuizi seine Mutter suchen wollte, wies ihn die Polizei grob ab: „Über Tausend Leute sind hier, wie sollen wir da suchen.....”

Das letzte Foto, bevor Frau Zhang ihr Zuhause verließ.

Herr Fu Guiwu wohnte im Dorf Houbanla der Gemeinde Ershilibao, im Bezirk Jinzhou, Stadt Dalian, Provinz Liaoning. Er hat an der Hochschule für Naturwissenschaften und Ingenieurwesen studiert und arbeitete nach dem Studium in einer Umweltabteilung der Stadt Anshan, Provinz Liaoning. Schon am Anfang der Verfolgung im Juli 1999 wurde er vermisst. Nachdem Fu Guiwu Falun Gong praktiziert hatte, war er immer sehr gutmütig und freundlich. Er stritt und kämpfte nie mit anderen. Seine Mutter sagte: Ich kann garantieren, dass mein Sohn ein absolut guter Mensch ist. Fu war ein Einzelkind. Seine Eltern hängen sehr an ihm. Jedes Mal wenn sie ihn erwähnen, fließen bei ihnen die Tränen.

2. Während der Verfolgung wurden sie vermisst

Studienabsolventin nach einer Vergewaltigung verschollen

Frau Wei Xingyan, 28, ist Absolventin des Studienganges Elektrotechnik mit dem Schwerpunkt: „Hochspannungsübertragung und Simulationstechnologie” an der Universität Chongqing. Am 11. Mai 2003 wurde sie festgenommen und zum Verhör zum Büro 610 im Shapingba Viertel von Chongqing geschickt, weil sie Infomaterialien über Falun Gong verteilt hatte [Anm.: Das „Büro 610” ist ein staatliches Organ, das eigens für die systematische Verfolgung von Falun Gong geschaffen wurde. Es untersteht direkt dem Komitee für Politik und Recht des Zentralkomitees der KP Chinas und besitzt uneingeschränkte Vollmacht gegenüber allen Verwaltungsbehörden und Justizorganen]. In der Nacht vom 13. Mai 2003 vergewaltigte sie ein Polizist in der Baihelin Strafanstalt vor zwei weiblichen Häftlingen. Seitdem protestierte Frau Wei mit einem Hungerstreik gegen die Brutalität der Polizei. Bei einer Zwangsernährung wurde ihre Luftröhre und ihre Speiseröhre verletzt, sodass sie nicht mehr sprechen konnte.

Nachdem die Vergewaltigung von Wei Xingyan im Internet aufgedeckt worden war, hatte das Büro 610 und Polizisten aus der Polizeiwache Shaqu eine Massenverhaftung von lokalen Falun Gong Übenden durchgeführt. weil sie dieses Verbrechen aufgedeckt hatten. Das Büro 610 und die Zhongqing Uni gemeinsam vertuschen die Tatsache und leugneten ab, dass es an der Universität Chongqing jemals eine Wei Xingyan mit dem Studienschwerpunkt „Hochspannungsübertragung und Simulationstechnologie” gegeben hätte. Alle Mitwisser, ihre Mitschülerinnen und die Polizisten, wurden an andere Orte versetzt. Wer über Wei Xingyan redete, wurde Ziel zur Festnahme durch das Büro 610. Bis heute weiß keiner, wo diese Studentin geblieben ist.

Frau Xia Aixiang aus dem Gebiet Changle Provinz Shandong vermisst

Die 42-jährige Xia Aixiang praktizierte seit 1995 Falun Gong. Bis dahin litt sie unter verschiedenen Krankheiten, die durch Falun Gong schnell verschwanden. Darüber hinaus herrschte bei ihr Zuhause eine harmonische Atmosphäre, ob zwischen Schwiegertochter und Schwiegermutter oder zwischen dem Ehepaar. Häufig erwähnte die glückliche Frau, dass Meister Li ihr das Leben gerettet hat. Am Abend des 27.06.2001 verteilte sie Informationsblätter über die tatsächlichen Hintergründe der Verfolgung und wurde zur Polizeiwache der Gemeinde Wutu gebracht, wo sie dann heftig gefoltert wurde. Seit dem konnte niemand mehr etwas über sie erfahren.

Frau Xia Aixiang

Die Angehörigen suchten überall nach ihr. Ein Angestellter im Krematorium verriet, dass er ein paar Tage nach dem 27.06.2001 eine weibliche Leiche von Polizisten gebracht bekam. Es war ein völlig eingewickelter Leichnam. Die Polizei eskortierte den Leichnam und es waren keine Familienangehörigen zugegen. Als dieser Zeuge Näheres über die Leiche erfahren wollte, wurde ihm gesagt, dass es sich um eine Falun Gong-Praktizierende handelt.

Nach Aussage eines Angestellten des Krematoriums, brachte die Polizei einige Tage nach dem 16. August eine weibliche Leiche dorthin, um sie im Geheimen einzuäschern.

Blutige Hintergründe im Drogenrehabilitationszentrum Stadt Guangzhou

Ein Mann, der im Drogenrehabilitationszentrum des Stadtbezirks Baiyun in der Stadt Guangzhou inhaftiert war, sagte aus, dass er eines Tages Zeuge war, als mehrere Drogenabhängige einen Falun Gong-Praktizierenden schlugen. Ein Arzt im Zentrum sah dies und sagte: „Schlagt ihn nicht in der Hüftgegend, seine Nieren sind noch nützlich.” Er hörte mehrmals, wie die Ärzte in dem Zentrum den Drogenabhängigen erklärten, dass sie die Falun Gong-Praktizierenden nicht in den Unterleib und nicht in die Augen schlagen sollten. Einige junge, gesunde Falun Gong-Lernende wurden aufgerufen, die seitdem nie wieder gesehen wurden. Er sagte, dass die Verschwundenen sowieso keine Angehörigen in Guangzhou haben und deshalb auch niemand nach ihnen fragen würde.