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Wang Guili erinnert sich an die Verfolgung im Gefängnis (Teil 2)

8. September 2006

(Minghui.de)

Teil 1: http://minghui.de/articles/200609/34763.html

Wir wurden rund-um-die Uhr von vier Gefängnisinsassen bewacht, sogar wenn wir nachts zur Toilette gingen. Nur auf einem Stück Karton saßen wir den ganzen Tag auf dem Betonboden. Ich konnte meine Beine weder strecken, noch konnte ich sie zum Lotussitz kreuzen. Sobald ich mich in den Lotussitz setzte, kamen die Wärter zu mir, umrundeten mich und schlugen mir ins Gesicht. Sie schleppten mich in eine Zelle und fesselten mich mit Handschellen an den Rahmen eines Bettes, so dass ich weder hocken noch stehen konnte.

Die Wärter der 7. Einheit schlugen oft die Leute. Einmal, als ich meine Augen schloss kam die Beamtin Lin Jia zu mir herüber und schlug und trat mich ins Gesicht. Sie zwang mich, mich hinzustellen. Oft durchstöberten die Wärterinnen alles in den Zellen, meist bei den Falun Gong Praktizierenden. Jia nahm mir sogar meinen Notizblock, meine Umschläge und Briefmarken weg.

Im Sommer 2003 wurden wir gezwungen auf kleinen harten Hockern zu sitzen und durften kein Kissen drunter tun. Der Raum war schlecht belüftet und ich bekam an meinem Gesäß einen großen Ausschlag. Es tat so weh, als würde ich auf Nadeln sitzen, so dass mir nichts anderes übrig blieb, als mich hinzustellen.

Als es Winter wurde, bekamen wir weder Mäntel noch dickere Hosen. Am Morgen riefen sie uns plötzlich aus den Zellen. Die Wärter trugen Stahlhelme und hielten Elektroschocker in der Hand. Sie befahlen uns in die Wildnis und setzten uns der eisigen Kälte aus. Das Gefängnis befindet sich in einer großen Mulde, deshalb ist es dort immer einige Grade kälter als normal. Wir zitterten vor Kälte. Als ich die Falun Dafa Schriften aufsagte, kam Lin Jia zu mir herüber, sie hörte, was ich sagte. Nachts auf der Toilette drohte sie mir, ”Wirst du wieder rezitieren?» Einige Praktizierende waren so kaputt, dass sie nicht mehr gehen konnten, manche Praktizierende verloren das Bewusstsein. Wir wurden Duzende von Tagen gezwungen draußen zu stehen.

Als ich eines Tages ”Falun Dafa ist gut!» rief, holte mich der Einheitschef Kang. Die Wärter hatten bereits Seile vorbereitet. Kang befahl ihnen, ”Fesselt sie!» Sie fesselten meine Hände hinter den Rücken und banden alle meine vier Gliedmaßen zusammen. Ich kann den Schmerz nicht beschreiben. Sie ließen mich drei Tage und Nächte lang in einem Waschraum. Ich war so erschöpft, doch konnte ich wegen der Schmerzen einfach nicht einschlafen. In der Strafanstalt ging es mir körperlich immer schlecht. Meine Hormone spielten vollkommen verrückt, so dass ich täglich morgens die Falun Gong Übungen praktizierte. Eines Tages kam Lin Jia zu mir und erzählte mir, dass der Leiter der Einheit Kang mir ihr über mein Praktizieren gesprochen habe. Ich sagte, es sei nötig wegen meines gesundheitlichen Zustandes. Lin Jia antwortete, „Du bist schon seit längerer Zeit hier. Wer aus deiner Familie kümmert sich noch um dich?” Ich entgegnete, „Als meine Familienangehörigen da waren, um mich zu besuchen, habt ihr sie angelogen und behauptet, ich will sie nicht sehen. Das hat Missverständnisse zwischen uns verursacht. So viele Familien von Falun Gong Praktizierenden wurden durch eure Verfolgung zerstört!” Bis heute habe ich es nicht geschafft, zwischen mir und meiner Familie das Missverständnis zu bereinigen. Ein Konflikt für den die Wärter verantwortlich sind.

Erst 2004 durften die Praktizierenden nach draußen telefonieren. Als ich an der Reihe war, verweigerte mir Lin Jia das Telefon zu benutzen, weil sie ein Gespräch zwischen mir und meiner Familie fürchtete. Sie erlaubte meiner Familie nicht, mich zu sehen und verbot mir Briefe zu schreiben. Lin Jia versuchte mich von meiner Familie zu isolieren, meinen Willen zu brechen und mich ”umzuerziehen».

2005 zwang die Gefängnisleitung Falun Dafa-Praktizierende zu einem Bluttest, der vermutlich im Zusammenhang mit dem organisierten Organraub zu tun hatte.

Ich wende mich dringlichst an alle Organisationen und Menschen weltweit, die einen Sinn für Gerechtigkeit haben und dabei helfen wollen, dieses bösartige Verbrechen zu stoppen und die Diktatur der Kommunistischen Partei aufzulösen.