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Radio Free Asia berichtet über die Gesetzlosigkeit in chinesischen Arbeitslagern

30. Januar 2007

(Minghui.de)

Das Masanjia Arbeitslager in der Provinz Liaoning weigert sich, Herrn Zhang Zhengtong, einem chinesischen Studenten, der in Deutschland studiert hat, jegliche Informationen über seine Frau, die Falun Gong-Praktizierende Wang Xiaoyan, zu geben, die sich ohne rechtliche Grundlage in Gefangenschaft befindet. Zum bevorstehenden chinesischen Neujahr sind Menschenrechtsgruppen in Deutschland mit der Situation von Wang Xiaoyan und Jiang Renzheng befasst und fordern das chinesische kommunistische Regime auf, die Verfolgung dieser beiden Falun Gong-Praktizierenden umgehend zu beenden. Das Folgende ist eine Niederschrift eines Berichtes von Tian Yi, einem Reporter von Radio Free Asia (RFA) in Europa.

Nachdem der Falun Gong-Praktizierende Jiang Renzheng im März 2005 aus Deutschland nach China abgeschoben worden war, war seine ganze Familie Ziel fortwährender Verfolgung (http://de.clearharmony.net/articles/200504/23445.html). Wang Xiaoyan, die Frau von Zhang Zhengtong, der vergangenes Jahr zum Studieren nach Deutschland kam, wurde eingesperrt, bloß weil sie Falun Gong übt. Gegenwärtig sind diese beiden Fälle spezielle Beispielfälle deutscher Menschenrechtsorganisationen und der deutschen Regierung bezüglich der Menschenrechtssituation in China geworden. Jede aktuelle Nachricht über sie erregt in der deutschen Gesellschaft große Aufmerksamkeit. Während der Winterferien kontaktierte ein Reporter von RFA Herrn Zhang Zhengtong, um mehr über die Situation seiner Frau zu erfahren. Herr Zhang rief daraufhin im Masanjia Arbeitslager an, wo seine Frau gefangen gehalten wird.

Masanjia: „Hallo.”
Zhang Zhengtong: „Hallo. Ist dort die erste Hauptgruppe des Masanjia?”
Masanjia: „Ja, ist sie.”
Zhang Zhengtong: „Wang Xiaoyan ist bei Ihnen inhaftiert. Stimmt das?”
Masanjia: „Ist sie eine Falun Gong Praktizierende?”
Zhang Zhengtong: „Das ist richtig. Ich bin ihr Mann. Ich möchte fragen, ob sie dort immer noch gefangen gehalten wird.”
Masanjia: „Ja, wird sie.”
Zhang Zhengtong: „Kann ich mit ihr sprechen, ich habe etwa anderthalb Jahre nicht mehr mit ihr gesprochen. Ich bin in Deutschland.”
Masanjia: „Sie ist bereits zur Arbeit und ist in der Werkstatt. Ich bin im oberen Stockwerk. Ihr Gruppenleiter ist nicht hier. Ich kann keine Entscheidung treffen.”
Zhang Zhengtong: „Ich möchte Ihnen sagen, wenn ich nicht mit meiner Frau sprechen kann, dann muss ich sie als vermisst melden.”
Masanjia: „Wer wird vermisst? Wang Xiaoyan ist in unserer Gruppe. Ich sagte nicht, dass Sie nicht mit ihr reden können. Ich kann keine Entscheidungen treffen. Sie müssen warten und nach 21:00 Uhr wieder anrufen. Es gibt hier oben mehr als fünfzig Häftlinge. Wer wäre verantwortlich, wenn etwas passiert?”
Zhang Zhengtong: „Ich weiß. Könnten Sie Ihren Vorgesetzten anrufen und um Erlaubnis bitten?”
Masanjia: „Wollen Sie, dass ich jemanden anrufe? Kein Telefon, habe ich Ihnen gesagt.” (Das Gespräch wurde getrennt)

Als Zhang Zhengtong ein zweites Mal anrief, wurde ihm sehr unhöflich geantwortet.

Masanjia: „Hallo.”
Zhang Zhengtong: „Hi. Wie geht es Ihnen? Ich bin Wang Xiaoyans Mann. Ich möchte mit ihr reden. Würden Sie Ihren Gruppenvorgesetzten finden?”
Masanjia: „Wer sind Sie?”
Zhang Zhengtong: „Ich bin Wang Xiaoyans Mann.”
Masanjia: „Wang Xiaoyan hat keinen Ehemann.”
Zhang Zhengtong: „Ich bin ihr Mann. Ich möchte mit ihr reden.”
(Das Gespräch wurde getrennt)

Mit großer Geduld rief Zhang Zhengtong zwei Tage später erneut an.

Masanjia: „Hallo.”
Zhang Zhengtong: „Hallo, wie geht es Ihnen? Ich möchte mit Ihrem Vorgesetzten sprechen. Welcher Vorgesetzte steht gegenwärtig zur Verfügung? Könnten Sie kurz für mich nachschauen?”
Masanjia: „Gerade ist kein Vorgesetzter greifbar. Sie haben gerade Pause.”
Zhang Zhengtong: „Ich habe vor zwei Tagen angerufen. Der diensthabende Mitarbeiter sagte mir, dass Leiter Shao heute zur Verfügung stünde. Was ist geschehen? Können Sie mir sagen, wer tatsächlich verantwortlich ist?”
Masanjia: „Es gibt viele Vorgesetzte. Es ist jetzt Mittag, sie haben Pause. Leiter Shao ist nicht mehr für sie verantwortlich. Es nützt nichts, mit wem Sie auch reden wollen.”
Zhang Zhengtong: „Können Sie mir dann sagen, wer gegenwärtig verantwortlich ist?”
Masanjia: „Es gibt einige Vorgesetzte. Ist es notwendig, Ihnen das zu sagen? Sagen Sie mir, mit wem Sie reden wollen? Es gibt viele Vorgesetzte.”
Zhang Zhengtong: „Ich will Wang Xiaoyan finden. Ich bin ihr Mann. Ich will mit ihr reden.”
Masanjia: „Mein Vorgesetzter sagte gerade, dass er eine Pause macht. Mit wem wollen Sie reden? Einem Vorgesetzten oder Wang Xiaoyan?”
Zhang Zhengtong: „Ich will Wang Xiaoyan finden. Ich will mit ihr reden. Können Sie eine Entscheidung treffen und sie ans Telefon kommen lassen, damit sie mit mir reden kann?”
Masanjia: „Das ist nicht möglich.”
Zhang Zhengtong: „Gibt es eine Regelung in Ihrem Arbeitslager, dass die Leute, die inhaftiert sind, nicht mir ihrer Familie reden dürfen?”
Masanjia: „Das ist richtig. Das wird nicht erlaubt.”
Zhang Zhengtong: „Ich möchte Ihnen sagen...”
Masanjia: „Es ist gestattet, von drinnen nach draußen zu telefonieren. Nicht gestattet ist, Anrufe zu empfangen.”
Zhang Zhengtong: „Zuvor haben Sie was anderes gesagt.”
Masanjia: „Es ist in Ordnung, von drinnen nach draußen zu telefonieren. Es ist nicht erlaubt, Anrufe entgegen zu nehmen.”"
Zhang Zhengtong: „Ich zeichne dieses Telefongespräch auf. Ich informiere die Justizbehörde.”
Masanjia: „Nur zu.”
Zhang Zhengtong: „Wenn Sie so reden, werde ich...”
(Das Gespräch wurde getrennt)

Herr Zhang Zhengtong sagte dem Reporter, dass er die Telefonaufnahmen allen Menschenrechtsgruppen, Medien und politischen Kreisen in Europa, die mit der Menschenrechtssituation in China befasst sind, zur Verfügung stellen würde. Anhand dieser Telefonaufzeichnungen ist die Gesetzlosigkeit und Impertinenz in Chinas Arbeitslagern leicht zu erkennen. Es ist auch leicht zu erkennen, dass die Mitarbeiter in den Arbeitslagern nicht frei sagen können, was sie wollen. Herr Zhang glaubt, dass diese Fakten das Europäische Parlament und die Deutsche Regierung dazu veranlassen, der Verfolgung von Falun Gong durch das chinesische kommunistische Regime mehr Beachtung zu schenken.