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Pressemitteilung 11. Dezember 2007: Folter und Tod zur Olympiade

Sieben weitere Folteropfer im Gastgeberland der Olympischen Spiele

15. Dezember 2007 |   Falun Dafa Informationszentrum

Berlin / New York (FDI) - Dem Falun Dafa Informationszentrum wurden im November Einzelheiten über sieben weitere Todesfälle von Falun Dafa-Praktizierenden bekannt, die Opfer der staatlichen Verfolgung in China wurden. Die mit den Todesfällen in Zusammenhang stehenden Informationen stammen von Augenzeugen, Mitgefangenen, Familienangehörigen, Bekannten und anderen Praktizierenden. Die Opfer starben infolge von Folter, Zwangsernährung oder der Verabreichung schädlicher Medikamente und waren zwischen 26 und 70 Jahre alt. Mit ihrer Inhaftierung wurde sowohl gegen chinesische als auch gegen internationale Gesetze verstoßen. Insgesamt wurden bis heute 3109 Todesfälle durch Folter dokumentiert. Die Dunkelziffer liegt vermutlich weitaus höher.

Es handelt sich um folgende sieben Personen:

Ni Wenkui, 45, Stadt Daqing, Provinz Heilongjiang
Herr Ni starb am 12. November 2007, nachdem er infolge von Folterungen im berüchtigten Gefängnis Hongweixin der Stadt Daqing 10 Monate lang im Wachkoma gelegen hatte. Ni war Angaben zufolge von Anfang Juni 2003 bis Anfang März 2006 als Gewissensgefangener inhaftiert. Im Gefängnis wurde er wiederholt geschlagen, mit Schlafentzug gefoltert und der Gehirnwäsche unterzogen. Ni war bereits früher mehrere Male festgenommen oder inhaftiert worden, insbesondere nachdem er im Dezember 2000 versucht hatte bei der Zentralregierung ein Bittgesuch einzureichen. Ni arbeitete vor seiner Festnahme bei der Erdölförder- und Verarbeitungsgesellschaft in Daqing.
(Bericht: http://www.faluninfo.de/artikel/opfer_verfolgung/1196538567.html;)

Chen Guilian, 57, Stadt Xiangtan, Provinz Hunan
Frau Chen starb am 26. September 2007 im Xiangtan Zentral-Krankenhaus infolge der gewaltsamen Verabreichung nervenschädigender Medikamente während ihrer Inhaftierung im Arbeitslager Baimalong. Die unbekannten Substanzen wurden Chen drei Monate lang verabreicht, häufig von Insassen, vermutlich um das Personal von der Verantwortung zu entbinden. Chen war festgenommen worden, weil sie auf einem Markt in Zhuzhou Informationsmaterial zur Aufklärung der Verfolgung verteilt hatte. Zwischen ihrer Festnahme und ihrem Tod lagen nur 150 Tage.

Qi Tingsong, 67, Stadt Laiwu, Provinz Shandong
Frau Qi starb am 6. November 2007 im Laiwu Krankenhaus an inneren Verletzungen, die man ihr im Laiwu Gefangenenlager zugefügt hatte. Sie war nur 20 Tage zuvor festgenommen worden, weil sie versucht hatte im Dorf Gouli, Stadtgemeinde Gaozhuang, außerhalb von Laiwu, auf die Notlage von Falun Gong aufmerksam zu machen. Nachdem Qi in Haft in einen Hungerstreik getreten war, wurde sie zwangsernährt und dabei schwer verletzt. Qi hatte beim Xinwen Mineralamt der Provinz Shandong als Lehrerin gearbeitet.

Song Changguang, 26, Stadtgemeinde Biangang, Provinz Jilin
Herr Song starb am 12. November 2003 an der Folge zahlreicher Verletzungen, die ihm durch Folter im Chaoyanggou Arbeitslager der Stadt Changchun zugefügt wurden. Song wurde festgenommen, nachdem er 2001 an die Behörden in Peking appelliert hatte. Im Anschluss an eine Haftperiode wurde er zu zwei Jahren Arbeitslager verurteilt. Dort wurde Song wiederholt geschlagen, unter anderem auch mit einem Hammer, woraufhin er nicht mehr gehen konnte. Songs Zehennägel fielen aus und er bekam kurz darauf eine Lungentuberkulose.

Wu Shansong, 43, Landkreis Rongjiang, Provinz Guizhou
Herr Wu starb am 23. Oktober 2007 nach zweijähriger Folter im Zhongba Arbeitslager an inneren Blutungen. Er wurde im Jahr 2005 festgenommen, weil er Falun Gong praktizierte. Nach seiner Festnahme war er in einem Scheingerichtsverfahren zu Zwangsarbeit verurteilt worden. Zeugen berichten über unmenschliche Misshandlungen in dem Lager, darunter das Übergießen der Opfer mit siedendem Wasser, Schläge, Zwangsverabreichung schädlicher Medikamente und Schlafentzug über sehr lange Zeit hinweg. Es heißt, dass Wu im Juni aus dem Lager entlassen wurde, aus Angst er könnte darin sterben.

Huang Fujin, Alter unbekannt, Stadt Harbin, Provinz Heilongjiang
Herr Huang starb am 6. November 2007, nach mehreren Tagen im Koma. Die Verletzungen waren ihm durch Zwangsernährung im Ersten Haftzentrum des Bezirks Acheng, in Harbin, zugefügt worden. Man hatte ihn am 24. Juli 2007 verhaftet, als er im Dorf Madian Infomaterialien verteilte. Huang wurde dort fast vier Monate lang eingesperrt; er trat während der Haft in einen Hungerstreik, um damit gegen seine rechtswidrige Verhaftung zu protestieren. Zeugen berichten, dass Huangs Körper mit Verletzungen übersät war; an seinen Händen und Füßen waren tiefe Wunden von den Fesseln und Ketten, mit denen Huang bewegungsunfähig gemacht werden sollte.

Long Lianzheng, 70, Stadt Yantai, Provinz Shandong
Herr Long starb am 2. November 2007 infolge medizinischer Komplikationen. Ursache waren langjähriger Freiheitsentzug und schwere Misshandlung während seiner Inhaftierung als Gewissensgefangener. Er war vom Juni bis Dezember 2001 im Wangcun Arbeitslager der Stadt Zibo inhaftiert und erkrankte dort an einem Herzleiden und Knochenmarkkrebs. Trotz seines schlechten Gesundheitszustandes wurde Long im April 2002 von der Polizei in Yantai erneut festgenommen und zur Gehirnwäsche gezwungen. Er war im Januar 2000 und Februar 2001 bereits wegen des Praktizierens von Falun Gong inhaftiert worden und in beiden Fällen musste er Gehirnwäsche-Maßnahmen über sich ergehen lassen. Long war früher als Bauingenieur tätig und befand sich bereits im Ruhestand.

Das Infozentrum ruft die internationale Gemeinschaft dringend auf, alle zur Verfügung stehenden Mittel einzusetzen, um ein Ende der Verfolgung von Falun Gong durch die Kommunistische Partei Chinas herbeizuführen. Darüber hinaus müssen alle Verantwortlichen und Täter zur Rechenschaft gezogen werden, insbesondere jene, die an den geschilderten Todesfällen beteiligt waren und auch jene, die bei früher dokumentierten Fällen mitgewirkt haben.