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derStandard.at: Neue Indizien für Organhandel in China

6. April 2007

(Minghui.de)

Internationale Gesellschaft für Menschenrechte prangert Organraub an lebenden Falun Gong-Praktizierenden an - Holocaust-Anwalt Matas: Methode erinnert an Nazi-Propaganda

Budapest/Wien - "Wenn Sie für eine Organtransplantation nach China gehen, wird jemand getötet, damit Sie leben können", sagte der kanadische Menschenrechtsanwalt David Matas anlässlich einer Pressekonferenz von amnesty international (ai) und der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) am Montag in Budapest. Dabei bezog er sich auf einen von ihm verfassten Bericht mit dem Titel "Blutige Ernte", in dem er gemeinsam mit seinem Anwaltskollegen David Kilgour mutmaßliche Organentnahmen an lebenden Praktizierenden der in China verbotenen Meditationsbewegung Falun Gong untersucht.

IGFM-Präsidentin Katharina Grieb sagte, dass in dem Bericht "eine der größten Grausamkeiten der Menschheitsgeschichte" aufgedeckt werde. China sei das größte Konzentrationslager der Welt. Mark Fodor, Präsident von amnesty international Ungarn, berichtete: "Falun Gong-Anhänger sind in Arbeitslagern den schlimmsten uns bekannten Foltermethoden ausgesetzt." Den Bericht selbst will amnesty derzeit nicht kommentieren, die Menschenrechtsorganisation wartet noch weitere Untersuchungen ab.

"Parallelen zu Nazis"

Die Propagandamaschinerie, die in China zur Aufrechterhaltung der seit 1999 stattfindenden Verfolgung der Meditationsbewegung Falun Gong eingesetzt wird, weist Matas zufolge Ähnlichkeiten zur Propaganda im Dritten Reich auf. Matas, selbst jüdischen Glaubens und prominenter Anwalt von Holocaust-Opfern, sieht Parallelen in den Methoden der chinesischen Regierung und den Nationalsozialisten im Dritten Reich. Eine Gruppe von Menschen werde hier systematisch als Feind gebrandmarkt, um "eine neue Form des Bösen zu rechtfertigen".

Der im Juli 2006 erstmals veröffentlichte Bericht wurde bis zum Februar 2007 überarbeitet und enthält weitere - insgesamt 33 - Indizien und aufgezeichnete Telefongespräche mit chinesischen Spitälern, in denen nach Organen von Falun Gong-Praktizierenden gefragt wird. Zudem gäbe es, so Matas, erstmals Kundenerfahrungen von Transplantationspatienten, denen ein Organ in China eingesetzt wurde. Zu den Methoden der Beweisführung gehörten neben Preislisten für Organe auf Webseiten chinesischer Spitäler auch die Aussagen internationaler Menschenrechtsorganisationen wie amnesty, Human Rights Watch und IGFM. (APA)

02. April 2007
16:11