Falun Dafa Minghui.org www.minghui.org AUSDRUCK

10 Jahre Kultivierung im Falun Dafa - Resümee

1. September 2007 |   Von einer Kultivierenden aus Deutschland

(Minghui.de)

Auf den Weg geführt

Im August 1997 kam ich über eine Zeitschrift mit Falun Gong in Berührung. Zu dieser Zeit machte ich bereits Qigong-Übungen, daher interessierte es mich sehr. Deshalb setzte ich mich mit der angegebenen Telefonnummer einer Chinesin in Verbindung. Ich wollte einfach etwas für meine Gesundheit tun und wusste damals nicht, was Kultivierung bedeutet. Auch als ich den Meister 1998 in Frankfurt persönlich erleben durfte, konnte ich das alles auch noch nicht ganz erfassen. Später, während der Jahre meiner eigenen Kultivierung, wurde mir alles immer klarer, Dank der Erläuterungen des Lehrers und auch Dank vieler guter Erfahrungsberichte, die ich über die Minghui-Webseite lesen konnte. Eben wie der Meister im Zhuan Falun, 1. Lektion, 9. Abschnitt - Besonderheiten des Falun Dafa - sagte: „Du wirst später wissen, was ich für dich getan habe.”

Den Gedanken, einen eigenen Erfahrungsbericht zu schreiben, trage ich schon lange in mir. Die alten Mächte verstärkten meinen Eigensinn der Selbstzweifel, und so dachte ich wieder und wieder, dass ich doch eigentlich gar nichts zu berichten hätte, dass schon alles gesagt worden wäre, dass ich keine neuen Erkenntnisse hätte, dass ich mich nicht gut genug ausdrücken könnte, dass ich nicht gut in meiner Kultivierung sei oder dass ich keine Zeit dazu hätte. Heute möchte ich diesen Pass von ganzem Herzen durchbrechen. Ich lehne den Einfluss der alten Mächte ab.

Kultivierung in der Familie

Als ich das Fa erhielt, war in meinem Leben alles in bester Ordnung. Ich war gesund, ich war wirklich glücklich verheiratet und ich konnte nach der Wende in Deutschland alle Bücher lesen, die mich interessierten, eben auch spirituelle Bücher. Mit meinem Mann konnte ich über alle möglichen Themen reden.

Als ich mit meiner Kultivierung anfing, begannen meine Prüfungen. Mein Ehemann war gar nicht begeistert über das, was ich da tat. Er konnte meine Begeisterung und mein Verständnis für Falun Gong nicht teilen. Als ich eines Abends vom 9-tägigen Videoseminar des Meisters von der Wohnung einer Mitpraktizierenden nach Hause kam, beschimpfte mich mein Mann. Es war genauso, wie es im „Zhuan Falun” Lektion 4 im 3. Abschnitt „Die Xinxing erhöhen” steht: „Wenn du vielleicht gerade durch die Haustür hereinkommst, geht dein Ehepartner ohne Grund auf dich los. Wenn du das erduldet hast, dann hast du dich heute nicht umsonst praktiziert.” Glücklicherweise las ich gerade diese Stelle in dem Buch „Der chinesische Falun Gong” (das Hauptwerk des Falun Dafa, das Buch „Zhuan Falun” stand uns Praktizierenden in Deutschland damals noch nicht zur Verfügung) und so debattierte ich nicht mit ihm.

Mein Ehemann nahm an der Fa-Konferenz in Frankfurt teil und sah den Meister, er las das „Zhuan Falun” zweimal und sah sich mit mir das 9-tägige Videoseminar an, dennoch kultiviert er sich nicht. Später, als die Verfolgung begann und ich ihn oft wegen Aktivitäten zur Fa-Bestätigung oder Fa-Berichtigung alleine lassen musste, war er sehr erzürnt darüber. Es waren immer wieder Pässe zur Erhöhung meiner Xinxing. Es kam sogar soweit, dass ich mich scheiden lassen sollte. Dann sagte ich zu meinem Mann, dass ich mich nicht scheiden lassen würde, denn ich häte doch einen guten Mann, für mich gäbe es keinen Grund für eine Scheidung. Später sprach mein Mann nicht mehr davon.

Im Laufe der langen Zeit meiner Kultivierung konnte mein Ehemann immer mehr von Falun Gong verstehen. Ich gab ihm manchmal Artikel von den Minghui- oder Clearharmony-Webseiten zu lesen. Er erkannte, dass die Kultivierung von Falun Gong doch etwas Gutes ist und dass die Kommunistische Partei Chinas eine bösartige Organisation ist, die gute Menschen zerstören will. Hin und wieder nahm er auch an Veranstaltungen teil oder fuhr mich mit dem Auto zu wichtigen Orten, nahm an einer Tuidang-Parade teil und besuchte mit mir zusammen die großartige chinesische Neujahrsgala in diesem Jahr in Berlin. Ich denke heute, dass mein Ehemann jemand ist, der eine gute Zukunft haben wird.

Was vor meiner Kultivierung nicht in Ordnung war, das war die Beziehung zu meinem Sohn. Als ich gerade begann, zu dem 9-tägigen Videoseminar zu gehen, stürzte mein Sohn, der damals in einer Wohngemeinschaft lebte, aus dem 4. Stock. Ich pendelte zwischen meiner Arbeitsstelle, dem Krankenhaus und dem abendlichen 9-tägigen Videoseminar von unserem Meister hin und her. Ich wollte es nicht lassen, denn das, was ich bereits am ersten Tag des Seminars erkannt habe, war, dass Falun Gong sehr gut und außergewöhnlich ist. Auch als ich an einem Tag, an dem ich so müde war, wie ich es vorher noch niemals erlebt hatte (ich konnte kaum die Stufen in der U-Bahn hoch steigen und kaum dem Vortrag des Meisters folgen), blieb ich standhaft. Am Anfang des 9-tägigen Videoseminars des Meisters gab es viele interessierte Leute, am Ende war ich die einzige Teilnehmerin, die sich den Vortrag bis zuletzt angehört hatte. Zu der damaligen Zeit gab es noch nichts Schriftliches über den Vortrag des Meisters. Zwei Dolmetscherinnen übersetzten, was der Meister erklärte. Der Vortrag dauerte jeden Abend 3-4 Stunden.

Wenn ich Stunden hatte, in denen ich daran zweifelte, ob ich denn wirklich diesen Weg schaffen kann, erinnerte ich mich an diese Anfänge meiner Kultivierung. Ich hatte damals unter so schwierigen Bedingungen nicht aufgegeben und so würde ich auch später nicht aufgeben!

Mein Sohn wurde erfolgreich operiert. Sofort, als ich hörte, dass mein Sohn aus dem 4.Stock gefallen war, wusste ich, dass das etwas mit uns beiden zu tun hatte. In dieser Zeit unterhielten wir uns viel. Heute habe ich ein gutes Verhältnis zu meinem Sohn. Er hat keinerlei Schäden von dem Sturz zurück behalten, er hat eine Arbeitsstelle und eine nette Freundin. Ich kann mich mit meinem Sohn gut über Falun Gong unterhalten und er hat mich auch besucht, wenn ich an den Informationsveranstaltungen teilnahm. Mein Sohn und seine Freundin besuchten auch die großartige Neujahrs-Gala. Auf meine Frage hin, ob sie denn den Inhalt der Gala verstanden hätten, antworteten sie, dass sie es gut verstehen konnten und dass ihnen die Gala gut gefallen habe. Und so glaube ich, dass auch sie eine gute Zukunft haben werden.

Störungen durch die alten Mächte

In den frühen Jahren meiner Kultivierung hatte ich große gesundheitliche Probleme. Ungefähr im Jahre 2001 bekam ich Blutungen im gynäkologischen Bereich. Am Anfang dachte ich, dass ich das übergehen könnte, es war ja schließlich nicht so schlimm. Jedoch nahmen sie über die Jahre immer mehr zu und traten 2004 sehr stark auf. Ich war mir damals nicht im Klaren, ob das Karmarückzahlung oder eine Störung durch die alten Mächte war. Dazu kamen immer wieder meine Selbstzweifel, dass ich immerzu im Innersten dachte, wie schlecht ich doch in meiner Kultivierung sei, dass mir so etwas passieren musste. Zu dieser Zeit gab es noch nicht so viele Erfahrungsberichte darüber, die mir in meiner Erkenntnis helfen konnten.

Da ich verheiratet bin, konnte ich diese Situation meinem Mann auch nicht verheimlichen. Innerlich war ich sehr unzufrieden. 2004 war es dann so, dass ich erkannte, dass es nur Störungen durch die alten Mächte sein konnten, denn der Meister hätte mir solch eine Situation nicht geschaffen. Und so sandte ich sehr oft aufrichtige Gedanken für diese Situation aus. Jedoch schaffte ich es nicht, diese Störungen zu beseitigen - im Gegenteil, es wurde immer schlimmer. Diagnose: sehr weit fortgeschrittener Gebärmutterhalskrebs. Ich musste sofort ins Krankenhaus und willigte in alle Therapien ein. Damals dachte ich, dass es nicht anders ginge. Zurückblickend erkenne ich, dass ich mich genau zu diesem Zeitpunkt nicht als Kultivierende betrachtet hatte. Was ich nie gedacht hätte, aber ich befand mich genau in der Situation, wie der Meister sie im "Zhuan Falun” Lektion 6, 5. Abschnitt „Das Herz muss unbedingt aufrichtig sein” beschreibt: „Was bedeutet, dass das Herz nicht aufrichtig ist? Das heißt, dass man sich immer wieder nicht als Praktizierenden betrachtet.” Ich glaubte zu diesem Zeitpunkt, dass ich eben so schlecht sei und auch meine Eigensinne nicht erkennen würde, sodass mir der Meister eben nicht helfen könne. Außerdem konnte ich diese Situation dann nicht mehr länger aushalten.

Da der Krebs so weit fortgeschritten war, konnten mich die Ärzte nicht gleich operieren. Ich erhielt unterschiedliche Therapien, bevor ich operiert wurde. Ich hatte das Gefühl, dass der Dämon mir in dieser Zeit sehr nahe kam, mich sogar berührte und ich auf meinem Weg der Kultivierung lang hinschlug. Nach der Diagnosestellung war mir klar, dass mich die alten bösen Mächte zerstören wollten. So sagte ich ihnen, dass sie das nicht könnten, dass ich ihnen nicht folgen würde, denn ich würde nur dem Meister folgen, außerdem könnte ich noch nicht von dieser Welt gehen, da ich noch eine Aufgabe zu erledigen hätte, dem Meister zu folgen und mehr Menschen zu erretten. Solange die Fa-Berichtigung noch nicht beendet ist, möchte ich dem Meister und auch meinen Mitkultivierenden helfen, unsere Mission zu vollenden. Ich lernte in dieser Situation das Fa immer mehr und das „Lunyu” auswendig. Zu dieser Zeit bat ich den Meister inständig, mir zu helfen und mir auch zu helfen, mich aufwachen zu lassen, wenn es Zeit für aufrichtige Gedanken war (denn einen Wecker kann man in einem 4-Bett-Krankenzimmer nicht stellen).

Eine Erkenntnis

Als es mir damals so schlecht ging, litt ich in dieser Situation so sehr, dass ich innerlich versuchte, mit dem Meister Kontakt aufzunehmen. Irgendwann kam auch der Meister auf mich zu (ich hatte die Augen die ganze Zeit geschlossen), aber er hielt an und entfernte sich langsam wieder. Ich konnte sein Bild nicht halten. Ich nahm eine Stimme wahr, die zu mir sagte: „Wenn du nicht an dich selbst glaubst, dann glaubst du auch nicht an mich, also zweifelst du auch an dem Meister. Dann kann ich dir auch nicht helfen.” Ich war schockiert. Ich wusste nicht, ob ich mir diese Bilder und Worte eingebildet hatte oder ob sie wirklich vom Meister stammten. Dann dachte ich aber, dass es ja stimmte. Ständig zweifelte ich an mir selbst. Das musste ich ändern. Diese Erfahrung nahm ich auf meinem schmerzvollen Weg mit. Ich werde mich jetzt wieder viel öfter daran erinnern, denn so ganz verschwunden ist mein Eigensinn der Selbstzweifel noch nicht, wenn er auch viel weniger geworden ist.

Ich ging so oft ich konnte in die Gruppe zum Fa-Lesen und beteiligte mich an der Aufklärung der Menschen auf unseren Informationstagen, auch mit einem Kopftuch, da ich alle Haare verloren hatte (was mich viel Überwindung kostete). Das alles ist nun schon wieder 2-3 Jahre her. Durch die Hilfe unseres barmherzigen Meisters habe ich diese Situation überwunden. In meiner Kultivierung gleiche ich mich immer weiter dem Fa an und möchte wahrhaftig handeln. Ich weiß heute, dass die alten Mächte immer versucht haben, meinen Eigensinn der Selbstzweifel zu verstärken. Dies ist jedoch nicht mein wahres Selbst. Ich habe erkannt, dass das auch ein riesengroßer Eigensinn des Egoismus ist. Ständig an sich selbst, hier im negativen Sinne, zu denken, dies blockiert die Gedanken, die erst wirklich wichtig sind. Als Kultivierende werde ich mehr an andere Lebewesen und ihre Errettung denken. Ich habe niemals mit der Kultivierung aufgehört oder sie unterbrochen. Ich habe meinem Ehemann damals gesagt, dass dies eine Art Verfolgung durch die alten Mächte sei und egal was passieren würde, er dürfe niemals schlecht über Falun Gong denken. Mein Mann konnte das akzeptieren.

Nie aufgeben und immer dem Meister folgen

Heute bin ich vollkommen gesund, nehme keinerlei Medikamente ein, habe meine Haare wieder bekommen und nehme nach wie vor am Prozess der Fa-Berichtigung teil. Ich bin mir bewusst, dass ich das nur unserem Meister zu verdanken habe. Auf meinem Kultivierungsweg weiß ich, dass ich mich immer noch verbessern und dies von Herzen tun werde. Probleme und Störungen treten immer wieder auf, ich schaffe es immer besser, sie als Chancen meiner Xinxing-Erhöhung zu begreifen und damit umzugehen. Und eins weiß ich ganz genau und das nicht zuletzt durch diese Erfahrung, von der ich eben berichtet habe: Ich werde diesen Weg nie verlassen und werde immer dem Meister folgen. Ich konnte auf dem Weg lang hinschlagen, aber ich werde nicht einfach liegen bleiben.

Unsere Verpflichtung ist es, noch viel mehr Menschen über Falun Gong und die Verfolgung wissen zu lassen, damit sie errettet werden können.

So hoffe ich sehr, dass wir alle zusammen dem Meister folgen, unser Gelübde erfüllen und den Weg gut gehen können, egal wie viel Zeit noch vergehen wird.


27. August 2007