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Erkenntnisse nach einer Reise nach New York

Erfahrungsbericht, vorgetragen auf der deutschen Fa-Konferenz zum Erfahrungsaustausch im Dezember 2007

10. Januar 2008 |   Eine Praktizierende aus Deutschland

(Minghui.de) Vor ein paar Wochen hörte ich, dass sich die Karten für die Gala in New York schlecht verkaufen lassen. Da erinnerte ich mich daran, dass der Meister einmal gesagt hatte, dass alles, was in dieser Welt vor sich gehe, auf das Herz der Dafa-Schüler zurückzuführen sei. Ich schaute zuerst nach innen, ob mein Herz aufrichtig war, weil ich dachte, dass ich, bezogen auf die Gala bei mir sicherlich auch einige Stellen finden konnte, die nicht den Anforderungen des Fa entsprachen. Ich fragte mich: „Habe ich mir bezüglich der Errettung der Lebewesen mithilfe der Gala genug Mühe gegeben? Habe ich die Angelegenheit der Gala in New York zu meiner eigenen Angelegenheit gemacht?”

Deshalb beschloss ich, bei Unternehmen in New York anzurufen, um den Verkauf von Gruppenkarten zu fördern. Aber schon bevor ich mit dem Anrufen begann, zeigten sich bereits Erkältungssymptome, und ich war heiser. Deshalb fing ich an, via Skype für die Gala zu werben. Aber der Kartenverkauf lief immer noch schlecht. Ich dachte wieder: „Reichen eigentlich einige Anrufe und Skypekontakte aus, um ausreichend Tickets zu verkaufen, so dass die Kosten der Gala gedeckt sind?”

Ich überlegte hin und her. Schließlich entschieden mein Mann und ich uns, zusammen mit unseren beiden Töchtern nach New York zu fliegen. Aber im Flughafen teilte man uns beim Einchecken mit, dass meine kleine Tochter nicht mitfliegen könne, weil sie mit ihrem Kinderreisepass nicht in die USA einreisen dürfe. Man brauche entweder ein Visum oder einen neuen Reisepass, was aber mindestens eine oder zwei Wochen dauere. Dann würde die Gala ja schon vorbei sein. So trafen wir die Entscheidung, dass ich allein nach New York fliege sollte und mein Mann mit den beiden Kindern nach Hause fuhr. In den zehn Minuten bis zur Entscheidung kämpfte ich sehr mit mir, denn bis zum Tag des Abflugs hatte ich meine kleine Tochter noch gestillt, und sie wollte nicht aus der Flasche trinken. Wenn ich plötzlich verschwand, würde es für sie und meinen Mann bestimmt nicht leicht sein. Aber ich dachte bei mir, dass es kein großes Problem sein sollte.

Glücklicherweise begann meine Tochter bereits am zweiten Tag, sich für Milch aus der Flasche zu interessieren. Wenn wir unsere Schwierigkeiten nicht so stark betonen, dann stellen sie kein Problem mehr dar. Hier möchte ich mich gerne bei meinem Mann bedanken. Wenn er mich nicht so unterstützt hätte, hätte ich nicht nach New York fliegen können. Er war allein, musste auf zwei Kinder aufpassen und hat viel von seiner Arbeit liegenlassen müssen. Wenn alle Praktizierenden einander so unterstützen würden, könnten wir viel mehr schaffen.

Während des Fluges sendete ich die ganze Zeit über aufrichtige Gedanken aus. Die Reise verlief reibungslos. Aber als ich in New York aus der U-Bahn stieg, dachte ich: „Endlich bin ich in New York, ich kann mal durchatmen.” Ich ging in die falsche Richtung, verlief mich prompt, und es dauerte lange, bis ich mein Ziel erreicht hatte. Solche Situationen sind mir in New York ein paar Mal passiert. Später erklärte mir ein Praktizierender, dass der Meister und auch das Zentrum der Fa-Bestätigung in New York sei und dass sich deswegen das Böse ebenfalls in New York sammele. Aber der Meister macht nicht alles für uns, die Würde müssen wir beim Eliminieren des Bösen selbst aufbauen. Wenn wir Eigensinn haben und unsere aufrichtigen Gedanken nicht bewahren können, stört das Böse uns.

Die Praktizierenden, die von außerhalb nach New York gekommen waren, gingen auf die Straße und verteilten Flyer. Die Menschen in Manhattan sind immer sehr in Eile und hasten an uns vorbei. Es ist eng und laut in Manhattan. Nach einem halben Tag schmerzen die Füße schon, und die Stimme ist vom Rufen ganz heiser. Es ist schwer, immer Barmherzigkeit im Herzen zu bewahren. Eigentlich braucht man nicht so laut zu rufen. Wenn wir die Menschen mit dem Herzen erretten wollen, werden sie von uns angezogen und dann nehmen sie unsere Materialien gern an. Ein Beispiel: Ein Praktizierender stand neben mir und hatte Schwierigkeiten, seine Flyer zu verteilen. Mir war klar, woran das lag. Denn beim Verteilen meinte er zu mir: „Viele New Yorker rauchen.» Er sagte, sie seien so und so und kritisierte die New Yorker auf diese und jene Art. Ich denke, wenn man mit solch einer vorwurfsvollen Einstellung Flyer verteilt, fühlen sich die Menschen unwohl und möchten unsere Flyer nicht nehmen. Nur mit Barmherzigkeit können wir die Leute erretten. Ein anderes Beispiel: Eine Praktizierende wünschte jedem von Herzen frohe Feiertage und hielt den Menschen die Flyer hin. Viele Leute bedankten sich höflich und nahmen die Materialien gern an.

Oberflächlich gesehen haben wir Karten für die Gala verkauft. In Wirklichkeit ist es so, dass man zuerst das Böse vernichten muss, damit die klare Seite der Menschen die Kontrolle übernehmen und sie veranlassen kann, Karten zu kaufen. Eines Tages gingen wir zu einem Wirtschaftszentrum, um dort Flyer zu verteilen. Da standen viele moderne Hochhäuser, und die Menschen hatten nur über Mittag ein wenig Zeit, sich auszuruhen. Schon nach weniger als einer halben Stunde war uns allen ganz kalt, es wehte ein eisiger Wind aus allen Richtungen. Nach einer Weile konnten wir die Zunge nicht mehr richtig bewegen, so dass wir kaum sprechen konnten. Später erfuhren wir, dass hier normalerweise wenige Aktivitäten von Falun Dafa stattfinden.

Ein anderes Beispiel: Einige Praktizierende ging zu einem größeren Geschäft, um dort die Gala bekannt zu machen. Sie trafen den Inhaber, der am Tag zuvor die Gala schon gesehen hatte. Er fand die Gala sehr gut. Die Praktizierenden hatten Kleider aus dem alten China mitgebracht. Der Inhaber war besonders begeistert vom Gewand des Kaisers und wollte es unbedingt anziehen und sich darin fotografieren lassen. Der Inhaber führte die Praktizierenden durch das ganze Geschäft, so dass sie jedem Mitarbeiter die Gala vorstellen konnten. Er versprach den Mitarbeitern, die Hälfte der Kosten für die Karten zu übernehmen, egal wie teuer die Karten sein würden. Die New Yorker Praktizierenden hatten mit ihm schon vorher über die wahren Umstände bezüglich Falun Gong gesprochen und ihm auch die Beziehung zwischen Falun Gong und der Gala erklärt.

Um die Passanten auf sich aufmerksam zu machen, trugen die Praktizierenden Gewänder aus dem alten China, wie sie Kaiser, Kaiserinnen oder Apsaras trugen. Ein Praktizierender, der das Gewand des Kaisers trug, sagte: „Kaiser zu sein, ist nicht angenehm. Man ist mit dem Drachengewand nicht so beweglich. Der Hut ist mir zu eng, nach einer Weile ist das sehr unbequem. Aber es gibt auch Vorteile. Ich denke einfach: ,Ich, der Kaiser, gebe dir diesen Flyer, kannst du ihn dann ablehnen?» Viele Menschen nahmen seine Flyer an, denn er strahlte die Würde eines Kaisers aus. Den gewöhnlichen Menschen gefällt das, sie nehmen die Flyer gern an.

Ich hatte mir die Kleidung einer Apsara (einer himmlischen Schönheit) angezogen, fühlte mich darin aber gar nicht wohl. Ich dachte, die Kleidung stünde mir nicht. Aber als ich die Worte dieses Praktizierenden hörte, wurde mir klar, dass Werbung für die Gala eigentlich Werbung für die göttliche Kultur ist. Zugleich wird dadurch die häretische Parteikultur vernichtet. Ich erkannte, dass ich noch Parteikultur in mir hatte und mich deswegen nicht wohl fühlte. Wenn man die Kleidung eines Kaisers, einer Kaiserin oder einer Apsara trägt, so soll das Herz der Kleidung würdig sein; die innere Einstellung muss der göttlichen Kultur entsprechen. So willigte ich ein, mich als Apsara zu kleiden, und verzichtete auf Ausflüchte wie: „Ich bin zu klein, meine Haare sind nicht lang genug für eine passende Frisur; ich bin zu alt und so weiter.” Kaum ging ich mit dieser Bekleidung auf die Straße, erschien auch schon ein Mann mit einer Kamera und wollte mich interviewen. Ich konnte ihn recht gut über die wahren Umstände aufklären und wurde schon ein wenig froh. Ich dachte: „Wenn ich diese Kleidung trage, brauche ich mich nicht mehr anzustrengen.” Dieser Gedanke war aber nicht richtig. So wurde es wieder schwerer, die Flyer zu verteilen. Die Fußgänger liefen schnell an mir vorbei, sie sahen mich gar nicht. Ein Schwarzer, der eine Weile neben mir gestanden hatte, fragte mich: „Was trägst du auf deinem Kopf? Hast du Kopfschmerzen?» Man darf wirklich keine unreinen Gedanken haben.

Ich war nur sechs Tage in New York und sah mir in dieser Zeit drei Mal die Gala an. Beim ersten Mal hatte ich noch schlechte Gedanken: „Wie kommt es, dass dieser Tanz so ähnlich aussieht wie der im letzten Jahr? Dieser Tanz zeigt, wie gewöhnliche Menschen Falun-Dafa-Praktizierende unterstützen. Der Tanz sieht nicht so schön aus.” Außerdem war ich beim ersten Gala-Besuch ganz müde und wollte schlafen. Beim zweiten Besuch blieb mein Herz viel ruhiger. Ich weinte an dieser Stelle, weil ich so berührt war über die Unterstützung von Falun Gong durch gewöhnliche Menschen. Als ich an dem Abend aus der Vorstellung kam, waren mein Herz ruhig und mein Kopf klar. Bei der dritten Vorstellung konnte ich ein starkes Energiefeld um mich herum spüren. Ich war ganz wach und sendete ununterbrochen aufrichtige Gedanken aus. Ich spürte, wie jedes Geräusch und jede Bewegung auf der Bühne das Böse beseitigte und die gewöhnlichen Menschen aufweckte. Ich war ein Körper mit den Praktizierenden auf der Bühne. Das ganze Theater war voller aufrichtiger Energie. Es war wirklich ein Kampf zwischen Gut und Böse. Ich war sehr berührt - man kann es mit Worten nicht beschreiben.

Dieses Jahr wird die Gala in mehr als 65 Städten stattfinden. Der Meister will dadurch 650.000 Menschen erretten. Wenn wir das schaffen können, kann es jederzeit passieren, dass die Kommunistische Partei Chinas sich auflöst. Dann werden noch viel mehr Lebewesen errettet und eine neue Seite im Buch der Geschichte aufgeblättert werden. Wenn wir es jedoch nicht schaffen, wie viele Lebewesen müssen dann vernichtet werden? Wie können wir uns dann dem Meister gegenüber rechtfertigen? Wie können wir uns gegenüber den gewöhnlichen Menschen rechtfertigen, die darauf warten, von uns errettet zu werden? Jetzt denke ich, dass ich nicht mehr danebenstehen und Ausflüchte suchen kann, sondern dass ich den Egoismus loslassen und tun muss, was der Meister von uns erwartet.

Diese Reise nach New York hat mir in mancherlei Hinsicht viel gegeben. Beispielsweise habe ich dort beim täglichen Fa-Lernen auf fast jeder Seite im Zhuan Falun eine neue Erkenntnis gewonnen. Jeden Augenblick erkannte ich das Fa neu. Wichtiger noch, mein ganzer Körper fühlte sich leicht an, als hätte ich einen schweren Sack abgeworfen.

Liebe Mitpraktizierende, meine Ebene ist begrenzt. Bitte korrigiert barmherzig etwaige Fehler in meinem Verständnis.