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Frau Hu Ying aus der Stadt Diaobingshan beschreibt die Verfolgung, der sie in den letzten acht Jahren ausgesetzt war (2. Teil)

26. Dezember 2008

1. Teil: www.minghui.de/artikel/50247.html

(Minghui.de)

Wieder im Zwangsarbeitslager Masanjia eingesperrt

Im Januar 2002 hat mich irgendjemand angezeigt, als ich Informationsmaterial über die wahren Umstände der Verfolgung verteilte. Man brachte mich in die Abteilung für Politik und Sicherheit des Bezirks Tieling. Ein älterer Polizeibeamter bat einen jüngeren, mich zu verhören. Er schlug mir ins Gesicht, weil ich nicht kooperierte. Ich rief laut: „Falun Dafa ist gut!”. Dann bat der ältere Beamte zwei stämmige Burschen, mich zu schlagen. Später schickten sie mich in die Abteilung für Politik und Sicherheit der Polizeibehörde Yinzhou.

Dort angekommen, fesselten mich die Beamten Liu Daiying und Yang Dongsheng an eine Wand, stülpten mir einen Plastikbeutel über den Kopf und schlugen mich dann mit Büchern. Aber ich kooperierte immer noch nicht, daher schickten sie mich ins Internierungslager Tieling. Eines Nachts sah mich ein Dienst habender Beamter die Übungen machen. Ich wurde geschlagen und sie versuchten, mich mit einer Kette zu fesseln. Zwei andere Praktizierende und ich widerstanden noch immer und riefen laut: „Falun Dafa ist gut!” Der Versuch der Wärter schlug fehl. Am nächsten Tag begannen wir einen Hungerstreik, um gegen ihre Schandtaten zu protestieren, dies führte aber dazu, dass wir zwangsernährt wurden.

Im Mai 2002 verurteilten mich die Beamten des Regimes zu drei Jahren Zwangsarbeit und schickten mich ins Zwangsarbeitslager Masanjia. Ich kam wieder in die gleiche Abteilung mit der Aufseherin Wang Xiaofeng. Sie wurde wegen ihrer brutalen Verfolgung von Falun Gong zur Abteilungsleiterin befördert.

Eines Morgens sah mich ein Strafgefangener in der Zelle die Übungen machen und zeigte mich bei ihr an. Sie rief ein paar Leute herbei, um mich herauszuholen. Ich rief laut: „Falun Dafa ist gut!” Sie stießen mich ins Büro und warfen mich zu Boden. Eine Kollaborateurin zog eine ihrer Socken aus und versuchte, mich damit zu knebeln. Ich machte meinen Mund zu, um mich ihr zu widersetzen. Binnen kurzer Zeit kam Wang Xiaofeng und befahl den Strafgefangenen, mich in eine kleine Zelle zu bringen, in der eine harte Bank stand. Ich wurde an die beiden Enden der Bank gefesselt und musste mich darauf setzen. So wurde ich in der kleinen Zelle 25 Tage lang misshandelt.

Am Morgen des 8. April 2002 sah der Strafgefangene Gong Xiling, dass ich einem anderen Praktizierenden einen Dafa-Artikel weitergab und berichtete das dem Aufseher Xue Feng. Ich wurde wieder herausgeholt und in den ersten Stock gebracht, wo sie Praktizierende folterten. Ich war drei Tage lang an einen Heizkörper gefesselt worden. In dem Raum gab es auch Slogans, welche den Meister und Dafa verleumdeten. Wir riefen laut: „Falun Dafa ist gut!”. Der Strafgefangene Li Qing und Duan und noch andere kamen herein und verbanden uns den Mund mit seidenen Bändern. Sie legten auch mit Urin getränkte Steppdecken auf unsere Köpfe, die sie mit Bändern befestigten.

Sieben Tage später zerrte mich Wang Xiaofeng zur weiteren Folterung wieder in den ersten Stock. Weil ich die Übungen machte, befahl sie Li Qing und Duan, mich rückwärts an das Bett zu binden. Dann zwangen sie mich, auf einem kleinen Plastikstuhl zu sitzen. Von dem Tage an schlief ich bis zu meiner Entlassung nie mehr in einem Bett. Durch das lange Sitzen in dieser Haltung waren meine Arme und Beine angeschwollen.

In diesem Raum wurde Zhang Yunxia, etwa 60 Jahre alt, ebenso gefoltert, weil sie die Übungen machte. Auch Su Yiwen erging es so. Sie hatte Herzbeschwerden und hohen Blutdruck. Wenn sie zwangsernährt wurde, benutzten die Übeltäter einen Löffel, um ihr den Mund zu öffnen, wobei sie ihr die Zähne beschädigten. Sie setzten einen hölzernen Block in den Mund, um ihn offen zu halten und fütterten sie mit Getreideschleim.

Am 22. August 2002 hielt die Masanjia Lagerleitung eine Konferenz ab. Es gab viele Aufseher um den Konferenzort herum. Ich wollte nicht zu der Konferenz gehen, aber man zwang mich dazu und verband mir den Mund mit Bändern. Praktizierende standen auf und wollten sprechen, aber die Aufseher stießen sie nieder, stießen sie in einen Raum und fesselten sie rückwärts an die Heizkörper. Sie wurden außerdem mit Lumpen geknebelt.

Nach der Konferenz sperrten sie mich wieder in eine kleine Zelle. Diese hatte neun Abschnitte und diese waren alle angefüllt mit Praktizierenden, die an jenem Tag aufgestanden waren, um zu sprechen. Lautsprecher und Abhörgeräte waren installiert. Vom Morgen bis zum Abend wurden Programme gesendet, welche den Meister und Dafa verleumdeten. Sie waren alle auf höchster Lautstärke. Es gab nur zwei Toilettenpausen. Man durfte nicht baden. Diese Einzelhaft dauerte 30 Tage lang. Meine Füße waren so sehr geschwollen, dass ich das Gefühl hatte, die Haut würde platzen. Die Blutgefäße an den Füßen waren dunkelrot. Es tat sehr weh, auf dem Boden zu gehen. Auch meine Waden, Hände und Füße waren geschwollen und entzündet.

Brutale Folterung der „Umformung”

Anfang Dezember 2002 starteten die Beamten vom Masanjia Zwangsarbeitslager eine neue Runde der „Umformung”. In dieser Zeitspanne durften die Aufseher nicht nach Hause gehen, sondern mussten im Lager leben. Am 9. Dezember rief mich Wang Xiaofeng und versuchte, mich einzuschüchtern, ich sollte Falun Gong nicht mehr praktizieren. Ich weigerte mich. Sie überlistete mich, in den ersten Stock zu gehen, wo ich an die Heizung gefesselt wurde. Sie knebelte mich mit einem Putzlappen und band mir den Mund zu. Die Verfolger schlugen mich außerdem mit einem elektrischen Schlagstock. Kurz danach bluteten meine Hände. Dann zog sie mir das Klebeband vom Mund herunter und schockte meine Lippen. Danach konnte ich kaum noch den Mund öffnen. Dann schockten sie meine Fußsohlen. Der Winter war sehr kalt, aber wir durften keine warmen Sachen tragen und die Aufseher öffneten Fenster und Türen, sodass wir bis auf die Knochen froren.

Zwei Jahre später, am 2. Juni 2004 schickten mich die Beamten von Masanjia in das Internierungslager von Shenyang. Die stellvertretende Abteilungsleiterin Xu Yan war tückisch. Sie zwangsernährte Praktizierende, die einen Hungerstreik machten, und gab ihnen viel Salz in den Getreidebrei.

Im April 2005 wurde ich zu vier Jahren Gefängnis verurteilt. Ich litt infolge der Folterungen unter Nierenversagen und konnte nicht urinieren. Sie schickten mich in die Überwachungsstation des Gefängniskrankenhauses der Provinz Liaoning, wo man mir einen Katheter einsetzte, der einen Monat lang drin blieb. Trotzdem bestanden sie darauf, mich ins Gefängnis Dabei zu schicken, was ihnen jedoch nicht gelang, weil das Aufnahmeteam Urlaub hatte. Als ich zurückkam, wurde ich während eines Hungerstreik fast zu Tode misshandelt und beschimpft. Deshalb wurde ich entlassen. Ich wog gerade noch 25 kg, glich einem Skelett und konnte nicht gehen.

Selbst als ich nach Hause gekommen war, belästigten mich dort die Leute der KPCh. Ich fand keinen Frieden. Jetzt lebe ich fern von zu Hause, um der Verfolgung zu entgehen.