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Weitere Informationen über Guo Hanpo im Baoding Gefängnis zu Tode gefoltert (Foto)

27. April 2008

(Minghui.de) Der Falun Gong-Praktizierende, Herr Guo Hanpo war 56 Jahre alt und lebte in der Wohnsiedlung Wangguantun, Stadtteil Nanchentun, Stadt Cangzhou, Provinz Hebei. Am frühen Morgen des 05. April 2008 erhielt die Familie von Guo eine Nachricht aus dem Baoding Gefängnis mit der Aussage, Guo erhalte eine Notfallbehandlung. Die Gefängnisbeamten forderten seine Familie auf, ihn sobald als möglich zu besuchen. Sie eilten sofort in das Hospital, doch Guo war bereits tot. Später sagten die Gefängnisbeamten, Guo sei auf dem Weg ins Hospital gestorben. Die beiden Erklärungen waren völlig widersprüchlich.

Als sich Guos Familie nach der Todesursache erkundigte, wichen die Zuständigen des Gefängnises der Frage aus und sagten, Guo sei an einem Schlaganfall gestorben. Das Gefängnis erlaubte der Familie nicht, den Körper Guos zur Beerdigung nach Cangzhou zurückzunehmen. Stattdessen wurde der Leichnam Guos in der Stadt Baoding hastig eingeäschert. Gefängnisbeamte riefen das Büro 610(1) Cangzhou an und konspirierte mit ihnen, um die Familie Guos zu unterdrücken. Die über 80 Jahre alte Mutter von Guo wartete auf die Rückkehr ihres Sohnes. Als die Familie ohne ihn zurückkam und die mit der Asche des Sohnes gefüllte Urne mitbrachte, verlor sie wiederholt das Bewusstsein. Sie weinte und rief: „Gebt mir doch meinen Sohn zurück! Könnte ich doch an seiner Stelle sterben.”

Im Jahre 2001 wurde Guo Hanpo von Polizisten aus Cangzhou wegen des Praktizierens von Falun Gong festgenommen. Er wurde über ein Jahr eingesperrt, bevor er dann schließlich zu 11 Jahren Gefängnis verurteilt wurde. Er war im Baoding Gefängnis inhaftiert (bekannt unter dem Namen "Das erste Gefängnis Hebei"). Wächter und „umerzogene”(2) Personen versuchten, ihn einer Gehirnwäsche zu unterziehen. Mehrere Gefangene beobachteten ihn rund um die Uhr. Oft wurde er über lange Zeiträume in seiner Zelle eingeschlossen. Er bekam, während er Schwerstarbeit verrichtete, keine vollen Mahlzeiten. Mehrere Jahre der Folter ließen seinen Blutdruck auf 200 ansteigen. Unter mentalen und physischen Folterungen magerte er stark ab, sein einstmals sehr guter Gesundheitszustand und der starke Körper, den er einmal hatte, waren nicht mehr. Er sah völlig verändert aus. Später, obwohl ihn die Wachen nicht mehr zum Arbeiten zwangen, folterten sie ihn mental. Letztes Jahr gingen seine Familienangehörigen in das Gefängnis, um seine Freilassung zu beantragen. Das Gefängnis entließ ihn nicht, bevor er tot war.

Anmerkungen:

1. Büro 610: Ein staatliches Organ, das eigens für die systematische Verfolgung von Falun Gong geschaffen wurde. Es untersteht direkt dem Komitee für Politik und Recht des Zentralkomitees der KP Chinas und besitzt uneingeschränkte Vollmacht gegenüber allen Verwaltungsbehörden und Justizorganen.

2. Umerziehung: Eine oft verwendete Formulierung für Folter und Misshandlung. Sie ist eine übliche Taktik im Versuch, Falun Gong-Praktizierende dazu zu bringen, ihren Glauben zu widerrufen.