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ABC Radio (Australien): Inhaftierte Falun Gong-Praktizierende sind Ziel für Organe: Radiobericht

The World Today - Dienstag, 12. August 2008

28. August 2008 |   Reporter: Jennifer Macey

(Minghui.de)

ELEANOR HALL: Chinas Menschenrechtsbericht ist erneut Objekt einer genauen Überprüfung, diesmal auf einem internationalen Transplantations-Kongress in Sydney. Ein kanadischer Menschenrechtsanwalt behauptet, dass er neue Beweise habe, bezüglich der erzwungenen Organentnahme an Häftlingen und Falun Gong-Praktizierenden in China.

David Matas sagt, dass chinesische Krankenhäuser jedes Jahr 10.000 Organtransplantationen durchführen und dass viele der Empfänger Ausländer sind. Wie Jennifer Macey berichtet, ruft er jetzt die australische Regierung dazu auf, mehr zu tun, um diese Praktik zu beenden.

JENNIFER MACEY: China führt jedes Jahr durchschnittlich 10.000 Organtransplantationen durch, mehr als jedes andere Land auf der Welt, außer den USA. Doch hat China keinerlei formalisiertes System für Organspender, und Menschenrechtsgruppen sagen, dass die kurzen Wartezeiten und die Verfügbarkeit von Organen in China schwerwiegende Fragen über deren Quelle aufwirft.

Als erste berichteten Amnesty International und Human Rights Watch bereits vor zehn Jahren darüber, dass der Hauptanteil dieser Organe von Gefangenen kommt. Jetzt sagte der kanadische Menschenrechtsanwalt David Matas, dass sich unter der Gefängnispopulation Anhänger von Falun Gong befinden, auf die immer mehr abgezielt wird.

DAVID MATAS: Chinas Quellen für Transplantationsorgane stammen fast ausnahmslos von Gefangenen; entsprechend dem stellvertretenden Gesundheitsminister sind es 95%, entsprechend anderen Statistiken sind es 96%. Deshalb ist es fast gänzlich ein erzwungener Organraub. Und für diesen gibt es zwei Quellen: Zum Tode verurteilte Gefangene und Falun Gong-Praktizierende.

JENNIFER MACEY: Herr Matas sagte, dass Krankenhäuser und Gefängnisse Arrangements getroffen hätten, den Profit zu teilen, der mit Organtransplantationen gemacht wird, oftmals durch ausländische Patienten, und dass die Gefangenen nach der Organentnahme getötet werden.

DAVID MATAS: Grundsätzlich warten sie, bis eine Bestellung vom Krankenhaus eingeht; dann machen sie an der Person einen Bluttest und injizieren ihr Kalium. Anschließend wird sie in einen Lieferwagen gebracht, indem die eigentliche Organentnahme stattfindet und in dem der Gefangene durch die Organentnahme getötet und anschließend im Krematorium beseitigt wird.

JENNIFER MACEY: Letztes Jahr veröffentlichten David Matas und der ehemalige kanadische Außenminister David Kilgour einen Bericht über die Untersuchung der Anschuldigung des Organraubes an Falun Gong Anhängern in China. Herr Matas räumt ein, dass es schwierig sei, Beweise dieser Verbrechen zu finden, da China keinerlei offizielle Statistiken über die Anzahl an Exekutionen bzw. Organtransplantationen herausgibt. Doch sagte er, dass er neue Audioaufnahmen von chinesischen Ärzten habe, die zugaben, dass sie Organe von Falun Gong Anhängern verkaufen.

DAVID MATAS: Wir hatten Anrufer, die nach China telefonierten und vorgaben, Familienangehörige von Patienten zu sein, die Organe benötigen, und dem Krankenhaus sagten, dass sie nach Organen von Falun Gong-Praktizierenden suchen, auf der Basis dessen, dass Falun Gong eine Übungssystem sei, wodurch Praktizierende gesund sind und dementsprechend auch die Qualität ihre Organe sei. Und wir haben Eingeständnisse auf unseren Audiobändern durch ganz China hindurch und wir haben deren Niederschriften in unserem Bericht und haben die Telefonaufzeichnungen und wir haben die Audioaufnahmen vom Abnehmen des Telefonhörers bis zum Auflegen desselben.

JENNIFER MACEY: Dr. Yuan Hong arbeitete zehn Jahre als Herzchirurg am Krankenhaus der Universität für Medizin im Nordosten Chinas. Er sagt, dass es ein offenes Geheimnis an diesem Krankenhaus sei, dass Organe von Gefangenen für Patienten benutzt werden, die von Japan hierher gereist waren.

YUAN HONG (übersetzt): Ich bemerkte diese Sache, weil eine der Krankenschwestern eine Armeeuniform trug und ich dann noch einen Anästhesisten bemerkte, der ebenfalls in Uniform war. Deshalb fragte ich ihn: „Warum musst du diese Uniform tragen? ” und er sagte mir: „Wir müssen zu dem Platz gehen, an dem Exekutionen durchgeführt werden, um dort die Nieren zu entnehmen.”

JENNIFER MACEY: Das heißt, sie wussten von Japanern, die zu ihrem Krankenhaus für eine Organtransplantation kamen?

YUAN HONG (übersetzt): Da Ausländer zu unserem Krankenhaus kamen, um behandelt zu werden, war dies ein heißes Gesprächsthema, weshalb es auch jeder wusste.

JENNIFER MACEY: Jennifer Zeng ist eine Anhängerin von Falun Gong, der vor einigen Jahren in Australien Asyl gewährt wurde. In China verbrachte sie ein Jahr in einem Arbeitslager in der Nähe von Peking. Sie sagt, dass ihr im Lager Blut abgenommen wurde und sie verschiedensten gesundheitlichen Test unterzogen worden war.

JENNIFER MACEY: Nur Falun Gong-Praktizierende wurden getestet und bekamen diese körperliche Untersuchung. Viele Falun Gong-Praktizierende dachten, dass Falun Gong eine spezielle Behandlung bekomme, weil es gut für die Gesundheit sei, wenn man nach einer langjährigen Haft eine körperliche Überprüfung erhielte.

Deshalb fragte sie die Polizisten: ”Was, wenn wir für eine körperliche Untersuchung bezahlen?», doch die Polizisten sagten: „Nein, es ist nur für Falun Gong.” Deshalb protestierten andere Gefangene sogar dagegen und sagten, dass sie nicht fair behandelt würden, weil sie offensichtlich nicht den wahren Grund kannten.

JENNIFER MACEY: Menschenrechtsanwalt David Matas sagt, es gibt noch viel mehr, was die australische Regierung tun könnte, um zu helfen, diese Praktik auszurotten.

DAVID MATAS: Die Regierung könnte eine extraterritoriales Gesetz verabschieden, so dass Transplantations-Tourismus strafbar wird, ebenso wie bereits der Kindersex-Tourismus zu einem Verbrechen geworden ist.

ELEANOR HALL: Der kanadische Menschenrechtsanwalt David Matas beendet seinen Bericht mit Jennifer Macey.

http://www.abc.net.au/worldtoday/content/2008/s2332875.htm