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Liu Yongwang verbüßt eine Verurteilung zu acht Jahren Haft der Familie ist ein ordentlicher Besuch verwehrt (Foto)

25. Januar 2009

(Minghui.de) Herr Liu Yongwang aus Peking wurde in das Jidong Gefängnis der Provinz Hebei gesperrt. Um gegen diese unrechtmäßige Inhaftierung zu protestierten, begann er einen Hungerstreik, der fast zwei Jahre lang dauerte. Während dieser Zeit wurde er brutal zwangsernährt und fiel dadurch unzählige Male in Ohnmacht. Mehrere Male befand er sich am Rande des Todes. Zusätzlich hielten die Gefängniswachen jegliche Post, die für Herrn Liu ins Gefängnis kam, zurück und verboten ihm einen Besuch seiner Familie. Nur unter der Fürsorge seiner Familie und guten Freunden begann Herr Liu im April 2008, wieder regelmäßig zu essen.


Liu Yongwang, ein Praktizierender aus Peking


Ende April 2008 ging seine Frau Qi Shuying, eine Sportlehrerin am Baoding Kolleg (ehemals Baoding Lehrerkolleg), zur ersten Wache des Jidong Gefängnisses, um ihren Mann zu besuchen. Bei der Ankunft sprach sie mit Zhang Fuliang, dem Chef der Erziehungsabteilung, und bat ihn, ein Treffen mit ihrem Mann zu vereinbaren. Er stimmte zu und sagte ihr, sie solle im Besucherraum warten.

Frau Qi wartete von 7:00 bis 16:00 Uhr. Dann, kurz vor Schließung des Raumes, kamen Zhang und Zheng Yajun, der Abteilungschef des Gefängnisses, herein und sagten zu ihr: „Sie dürfen ihren Mann sehen, aber nur für fünf Minuten.” Sie antwortete: „Jedes Mal, wenn ich hierher komme, zwingen Sie mich, eine lange Zeit zu warten. Ich warte hier seit 7:00 Uhr, doch Sie erlauben mir, ihn nur fünf Minuten zu sehen.”

Zhang erwiderte: „Wir mussten schon darum kämpfen, dass Sie ihn fünf Minuten lang sehen dürfen.” Zheng unterbrach und sagte: „Wenn Sie ihn für fünf Minuten sehen wollen, dann können Sie dies tun. Ansonsten können Sie ihn nicht treffen!” Frau Qi hatte keine Wahl, als sich den unerklärbaren Forderungen zu fügen.

Nachdem sie nur ein paar Sätze mir ihrem Mann am Gefängnistelefon gesprochen hatte, sagte Zheng, der das Gespräch überwachte: „Wenn ihr nochmals über diese Dinge sprecht, unterbrechen wir die Verbindung.” Frau Qi sagte: „Ich habe mit meinem Mann über etwas gesprochen, das ich getan hatte und das falsch war und fragte ihn einfach nur, wie er darüber denke, wie die Situation zu behandeln sei. Darf ich solche Fragen auch nicht stellen?” Nachdem sie das gesagt hatte, unterbrach Zheng sofort die Verbindung. Insgesamt konnte das Paar nur weniger als zwei Minuten miteinander sprechen. Frau Qi verließ das Gefängnis unter Tränen.

Am 20. Oktober 2008, als Herrn Lius Vater und Frau Qi auf dem Weg waren, ihn zu besuchen, zwangen die Wachen die beiden, von ungefähr 7:00 Uhr bis 16:00 Uhr zu warten. Erst als sie gerade dabei waren, den Besucherraum zu schließen, kam Zhang und sagte, dass nur der Vater Herrn Liu sehen dürfe. Frau Qi fragte: „Warum darf ich meinen Mann nicht sehen?”

Zhang erwiderte ärgerlich: „Wenn Sie sich weiterhin so beschweren, dann brauchen Sie nicht einmal mehr daran zu denken, mich das nächste Mal, wenn Sie kommen, zu fragen, ob Sie ihn sehen können!” Frau Qi antwortete: „Wenn Sie nicht die richtige Ansprechperson sind, mit wem soll ich dann sprechen? Sie sind doch die zuständige Person, nicht wahr?” Herrn Lius Vater erkannte, dass die Situation rasch außer Kontrolle geriet. Um seinen Sohn an diesem Tag zu sehen, überzeugte er Frau Qi, den Forderungen von Zhang nachzugeben.

In den vergangenen zwei Jahren erlaubten die Wachen der Familie von Herrn Liu nur einmal, ihn ordentlich zu besuchen. Das war im Dezember 2006, als er sich am Rande des Todes befand. Alle früheren Forderungen, ihn zu treffen, trafen entweder auf Ausreden oder es war den Familienangehörigen erst erlaubt, Herrn Liu zu treffen, wenn all die anderen Verwandten der anderen Gefangenen bereits gegangen waren. Das bedeutete, dass sie ihn nur für ein paar Minuten sehen konnten, bevor der Raum geschlossen wurde.

Es ist ein grundlegendes Recht von Gefangenen, ihre Familienangehörigen zu sehen. Für Falun Gong-Praktizierende hat die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) dieses Recht aufgehoben. Und auch wenn Herr Liu die Erlaubnis erhielt, seine Familie zu treffen, wurde er dabei stets von drei bis vier Insassen begleitet.

Vor der Verhaftung war Herr Liu Abteilungsmanager und ein Generalingenieur einer ausländischen Firma in Peking. Als die Beamten der Pekinger Sicherheitsbehörde herausfanden, dass Herr Liu Falun Gong praktizierte, überfielen sie im Mai 2000 seinen Arbeitsplatz, als er sich gerade auf Geschäftsreise in Shanghai befand. Als Herr Liu zurückkam, wurde er von den Beamten der Pekinger staatlichen Sicherheit gemeinsam mit den Polizeibeamten in Shanghai verhaftet und einen Monat lang in die 7. Abteilung gesperrt. Deshalb war seine Familie gezwungen, ihr Zuhause zu verlassen.

2001 wurde Herr Liu erneut verhaftet und in ein Internierungslager in Shanghai gesperrt. Später überstellte man ihn für 88 Tage in ein Internierungslager in der Stadt Baoding, Provinz Hebei. Im Dezember 2001 wurde er in das Zwangsarbeitslager in der Stadt Baoding gebracht.

Am 13. Oktober 2002 zerrten die Wachen Herrn Liu in einen Raum, der speziell für die Folterungen von Falun Gong-Praktizierenden eingerichtet worden war. Die Wachen übten nicht nur Druck auf ihn aus, Falun Gong aufzugeben, sondern sie banden ihn auch fest, schlugen ihn mit Elektrostäben und Gummistäben und peitschten ihn mit einem Ledergürtel ins Gesicht, wodurch einer seiner Zähne ausfiel.

Sein Kopf und die Innenseite der Schenkel wurden wiederholt mit Elektrostäben geschockt, wodurch die Luft nach verbranntem Fleisch roch. Nachdem sein linker Fuß solange gefoltert worden war, bis er dauerhaft geschädigt war, überstellte man ihn in das Zwangsarbeitslager der Stadt Tangshan, wo die Folterung weiterging. Anfang Mai 2004 stellte man fest, dass ein neurologischer Schaden bei beiden Beinen vorlag. Im Juni 2004 ließ man Herrn Liu zur medizinischen Behandlung frei.

Im August 2005 nahmen die Agenten der Pekinger Abteilung für staatliche Sicherheit Herrn Liu erneut fest. Nach seiner Verhaftung brachte man ihn in das Internierungslager der Sicherheitsbehörde in Peking und später dann in das Internierungslager der Stadt Baoding.

Von 7. bis 13. November 2005 erzwangen die Beamten der Einheit für besondere Fälle ein „Geständnis” von Herrn Liu, nachdem sie seine beiden Füße an einem Sessel festgebunden und ihn wiederholt mit Elektrostäben geschockt hatten. Zusätzlich verwehrte man ihm sieben Tage und Nächte lang, seine Augen zu schließen. Am 11. Mai 2006 verurteilten sie ihn zu acht Jahren Gefängnis. Am 16. Juni 2008 wurde Herr Liu in das Jidong Gefängnis in der Stadt Tangshan gebracht.

Am 4. August 2008 wurde Frau Qi verhaftet und gezwungen, während der Inhaftierung eine „Lernsitzung” der KPCh zu besuchen. Jeder, der Frau Qi kennt, erachtet sie als gutherzig und hart arbeitende Frau. Auch mit ihrem beschränkten Einkommen hilft sie mehreren armen Studenten, die sie kennt, aus.

Erste Abteilung des Jidong Gefängnisses:
Li Kaijiang, Kommandant: 86-315-8501922 (Privat), 86-13931531426 (Mobil), 86-315-8313001 (Büro)
Li Tielin, stellvertretender Kommandant (verantwortlich für die Verfolgung von Falun Gong-Praktizierenden): 86-315-8501728 (Privat), 86-13171500822 (Mobil)
Zhang Fuliang, Erziehungschef (verantwortlich für die Verfolgung von Falun Gong-Praktizierenden): 86-315-8313950 (Privat), 86-315-8313089 (Büro), 86-13513398796 (Mobil)
Ma Changzheng, Chef der politischen Abteilung des Gefängnisses (verantwortlich für die Verfolgung von Falun Gong-Praktizierenden): 86-315-8313086 (Büro), 86-13653155808 (Mobil)
Li Zhanhu, Hauptmann der Konstruktionsabteilung (wo Herr Liu Yongwang ohne rechtliche Grundlage gefangen gehalten wurde): 86-315-8501555 (Privat), 86-13903378997 (Mobil)
Zheng Yajun, leitender Hauptmann: 86-315-8317139 (Privat), 86-13081132787 (Mobil)