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Cao Junping in der Stadt Weifang rechtswidrig zu zehn Jahren verurteilt

24. November 2009 |   Von einem Minghui-Reporter aus der Provinz Shandong

(Minghui.de) Am 18. Oktober 2009 verurteilte das Kuiwen Bezirksgericht in der Stadt Weifang die Falun Gong-Praktizierende Frau Cao Junping rechtswidrig zu zehn Jahren Gefängnis. Vor den Olympischen Spielen 2008 in Peking waren von der städtischen Regierung Weifang über 100 Praktizierende verhaftet worden. Aufgrund des öffentlichen Drucks verzögerte die lokale Regierung Cao Junpings Gerichtsverhandlung über ein Jahr lang. Erst vor ein paar Tagen benachrichtigte das Kuiwen Bezirksgericht in der Stadt Weifang plötzlich Cao Junpings Anwalt, dass eine Gerichtsverhandlung gegen seine Mandantin für den 18. Oktober angesetzt sei. Aufgrund der späten Benachrichtigung konnte der Anwalt den Termin nicht wahrnehmen. Cao Junpings Familie durfte nicht im Gerichtssaal sitzen. In Abwesenheit ihres Anwalts und ihrer Familie wurde Cao Junping zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt.

Eine Woche vor den Pekinger Olympischen Spielen 2008 wurde Cao Junping im Haus von Freunden verhaftet. Ihre Wohnung wurde zweimal von der örtlichen Regierung gründlich durchsucht. Alle ihre Besitzgegenstände von Wert wie z.B. ein Auto und ihre Bankbücher wurden konfisziert, das meiste der gestohlenen Gegenstände wurde nicht zurückgegeben. Man brachte Cao Junping in das Internierungslager der Stadt Weifang und dann in das Internierungslager der Stadt Qingzhou. Am 8. August 2008 verhörte die Staatssicherheitsabteilung sie fünf Tage und vier Nächte lang. Sechs Polizisten verhörten sie abwechselnd ohne Unterbrechung 24 Stunden am Tag und ließen sie nicht schlafen. Sobald sie ihre Augen schloss, goss man heißes oder kaltes Wasser über sie. Sie musste eine lange Zeit auf einem Eisenstuhl (1) sitzen. Schließlich ließ man sie einen Tag nach Hause gehen, als sie wegen der brutalen Folter Inkontinenz entwickelte. Später wurde Cao Junping auf die gleiche Weise vier Tage und drei Nächte lang gefoltert, so dass sie hohes Fieber bekam. Obwohl das Fieber danach zurückging, erschienen zahlreiche rote Schwellungen auf ihrer Haut, die sich später zu einer Hautkrankheit entwickelten. Inwieweit Cao Junping noch weitere Foltermethoden erleiden musste, wird noch untersucht.

Cao Junpings Familie beauftragte einen Anwalt für Cao Junpings Fall, doch wurden während des gesamten Rechtsvorgangs sowohl die Familienangehörigen als auch der Anwalt ständig von der Polizei, der örtlichen Staatsanwaltschaft und dem Gericht schikaniert und bedroht. Wenige Tage vor der Verhandlung verweigerte das Bezirksgericht Kuiwen dem Anwalt Informationen über Cao Junpings Fall.

Am 31. Juli 2009 berief das Kuiwen Bezirksgericht in der Stadt Weifang eine Verhandlung für Cao Junping ein. An diesem Tag wurden alle anderen Fälle abgesagt. Laut Schätzungen sandte die örtliche Regierung Dutzende von Spezialpolizisten und Polizisten in Zivil aus, das ganze Gericht wurde streng beobachtet und überwacht. Unter den Zuschauern gab es viele Diskussionen. Vor der Verhandlung wurden bewusst Schwierigkeiten arrangiert, als ihre Familie versuchte, in das Gericht zu gelangen. Der Anwalt verteidigte Cao Junping während der Verhandlung ausgezeichnet. Als Cao Junping sich selbst verteidigte, forderte sie vom Gericht ihre sofortige Freilassung. Sie sagte: „Ich bitte Sie, Herr Richter, mich freizulassen, weil ich unschuldig bin. Ich hoffe sehr, dass Sie willens sind, die wahren Zusammenhänge zu erfahren. Das ist nämlich für Sie und ihre Familie vorteilhaft. Ich wünsche Ihnen allen eine gute Zukunft. Gutes wird mit Gutem belohnt und Böses ruft Böses hervor. Falun Dafa ist gut, Falun Dafa ist aufrichtig!” Cao Junping forderte den Richter auf, das Überwachungsvideo aus dem Internierungslager Qingzhou zu begutachten, wo sie brutal gefoltert wurde. So hätten die daran beteiligten Angestellten wegen ihres kriminellen Verhaltens zur Rechenschaft gezogen werden können. Doch der Richter ignorierte Cao Junpings Forderung. Cao Junping betonte auch, dass alle Schriftstücke ungültig seien, die sie unterzeichnet hätte, als sie wegen der Folter nicht bei klarem Verstand war. Die anderen Methoden, die die Staatssicherheit während ihrer Haft anwandte, werden derzeit noch untersucht.

Wegen der internationalen Medienbeachtung und der Missbilligung der örtlichen Öffentlichkeit im vergangenen Jahr hatte die örtliche Regierung den Fall nicht behandelt. Als jedoch Mitarbeiter des Komitees für Politik und Justiz der Provinz Shandong das Gericht aufsuchten, beschloss das Kuiwen Bezirksgericht, die Verhandlung von Cao Junping für den 18. Oktober anzusetzen.

Angestellte des Kuiwen Bezirksgerichts in der Stadt Weifang, die an der Verfolgung von Cao Junping beteiligt waren:

Li Xiaoying, Hauptrichter: 86-536-8529821

Zhang Xinhua, stellvertretender Richter: 86-536-8509806 (Büro)


Anmerkung:

(1) Eisenstuhl: Der Eisenstuhl ist aus Eisenrohr gefertigt. Die Opfer werden mit beiden Armen und Beinen für lange Zeit an dem Stuhl fest angebunden. Siehe auch:
http://www.clearwisdom.net/emh/articles/2002/1/9/17577.html