Die Kultivierungserfahrung eines jungen Dafa-Schülers

Von der 6. Erfahrungsaustauschkonferenz im Internet für Praktizierende aus Festlandchina

(Minghui.de)

Ich begrüße den Meister! Ich begrüße alle Dafa-Jünger auf der ganzen Welt!

Schwierigkeiten überwinden, indem man an den Meister und Dafa glaubt

Ich wurde 1997 ein Dafa-Jünger. Das ist nun über zehn Jahre her. Damals nahm mich meine Mutter jeden Tag mit zum Übungsplatz, um das Fa zu lernen und die Übungen zu praktizieren. Weil ich mit Dafa eine Schicksalsverbindung hatte, hörte ich aufmerksam zu, wenn die Gruppe das Fa las. Die Bewegungen der Praktizierenden bei den Übungen ahmte ich zu Hause nach. Einmal machte ich die sitzende Übung mit gekreuzten Beinen und geschlossenen Händen, damit mein Vater ein Foto machen konnte. „Du weißt jetzt also auch, wie man in der Lotusposition sitzt?” Meine Mutter musste lachen. Weil ich erst ein kleines Kind war, durfte ich das Fa lernen und die Übungen machen, nur wenn ich das wollte. Diese Situation hielt so mehrere Jahre an.

Dann begann im Jahr 1999 die Verfolgung. Einmal nach den Übungen brachte meine Mutter mehrere Leute mit, um eine Reise nach Peking zu planen. Die Mehrheit von ihnen waren Frauen im Alter meiner Großmutter. Sie wollten lieber zur Provinzregierung gehen. „Es ist egal, wohin wir gehen”, meinte meine Mutter, „so lange wir den Worten des Meisters folgen und hinausgehen, wenn die kritische Zeit kommt.” Ich hörte die ganze Unterhaltung und beschloss, auch mit der Gruppe zu gehen. Deshalb sagte ich zu meiner Mutter: „Ich möchte mit dir fahren!” Sie antwortete: „Ich hab mir gerade Gedanken gemacht, bei wem ich dich lassen könnte.” So kauften wir Bahnfahrkarten, um an diesem Tag abzufahren. Überall waren Polizisten. Meine Mama übernahm die Verantwortung für diese besondere Gruppe, die aus älteren und jüngeren Leuten bestand. Sie bat jeden, zusätzlich Kleidung und Essen einzupacken, weil niemand wusste, wie lange der sitzende Protest dauern würde.

Unserem Gepäck nach erachteten uns die Polizisten als gewöhnliche Besucher. Wir konnten sicher zur Provinzregierung gelangen. Allerdings waren das Gebäude und die Umgebung mit voll ausgerüsteten Polizisten und Polizeiautos verstellt. Die Leute vor Ort waren alle weggerannt und einige Dafa-Jünger waren bereits verhaftet worden. Unser Bus fuhr ständig um das Gebäude herum. Meine Mutter traf die Entscheidung, keinen aus dem Bus aussteigen zu lassen; deshalb fuhren wir zurück, ohne etwas getan zu haben. Jeder fühlte sich dann am Bahnhof äußerst traurig.

Auch in meiner Schule wurde der rote Terror verbreitet. Es gab täglich Artikel und Sendungen, die Dafa verleumdeten. Ich wollte schon fast die Schule verlassen. Einmal gab es dieses Anti-Falun-Gong Unterschriftenaktion, an der jeder teilnehmen musste. Ich erklärte meiner Mutter, dass ich nicht mehr in die Schule gehen wolle, weil diese alle Schüler ermutige, unrechte Handlungen gegen Dafa zu begehen. Meine Mutter dachte, ich sei noch zu jung, um die Schule zu verlassen, deshalb entfernte sie die Tinte aus der Füllfeder und gab sie mir zurück, um damit die Formalität des Unterschreibens umgehen zu können. Ich nahm sie nicht. Ich ging zurück zur Schule, um in der Reihe zu warten. Eine Gruppe Lehrer saß am Tisch, auf dem unterschrieben wurde, um den Vorgang zu überwachen. Ich ließ meine Hände in der Tasche und ging durch.

Eines Tages wollte die Schule, dass jeder Schüler eine Rede halten solle, um Falun Gong zu verleumden. Niemand in meiner Klasse erhob die Hand, deshalb musste der Lehrer einen Namen aufrufen. Ich war nie eine freimütige Person gewesen, doch diesmal wurde ich als Erster aufgerufen. Ich erkannte, dass dies eine goldene Gelegenheit sei, die wahren Begebenheiten zu erklären, deshalb eilte ich nach vorne und begann, mir die Wahrheit von der Seele zu reden: dass Falun Dafa uns lehre, bessere Menschen zu sein, dass der Meister von jedem Praktizierenden fordere, den Prinzipien „Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht” zu folgen und dass die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) von Beginn an schlechte Taten begangen habe, vom Bestehlen der eigenen Leute bis hin zum Niederschlagen der „internen» Feinde bei einer politischen Bewegung nach der anderen.

Jeder, einschließlich der Lehrerin, war sprachlos, obwohl ich nicht weiß, wie ich so gesprächig geworden bin. Die Lehrerin kam zur Besinnung und verließ die Klasse. Im Anschluss rief sie mich in ihr Büro. „So, du praktizierst also Falun Gong”, sagte sie. „Das ist furchtbar. Du hast mich zu Tode erschreckt. Wie kommt es, dass du heute so mutig warst? Praktiziert deine Mutter auch? Du bist noch ein Kind. Wie kannst du praktizieren?” Ich erklärte ihr, dass Falun Gong Krankheiten heilen und die Gesundheit verbessern könne. Früher im Kindergarten litt ich an Nasenkatarrh. Meine Mutter brachte mich zu unzähligen Ärzten und ich versuchte verschiedenste Behandlungen. Wir gaben viel Geld aus, doch ohne Erfolg. Ich praktizierte Falun Gong nicht ernsthaft. Häufig machte ich nur die sitzende Meditationsübung und hörte das Fa mit meiner Mutter, trotzdem wurde mein Katarrh geheilt. Früher war ich außerdem ein ausgesprochener Fleischesser und wollte kein Gemüse oder Reis anrühren. Falun Gong half mir, diese schlechte Eigenschaft loszuwerden. Wann immer ich Fleisch esse, habe ich Bauchschmerzen und meine Mutter ist nun sehr glücklich über mein Essverhalten. Ich hatte viele Geschichten zu erzählen. Schon bald war die Stunde um. Die Lehrerin bat meine Mutter, am nächsten Tag in die Schule zu kommen.

Meine Mutter erklärte ihr am nächsten Tag die wahren Umstände. Sie brachte das Zhuan Falun mit, um es die Lehrerin lesen zu lassen. Sie las es und sagte: „Das Buch ist großartig, doch ich wage es nicht, zu praktizieren. Ich bin Witwe und meine ganze Familie ist von mir abhängig. Als eine landesweit vorbildliche Lehrerin möchte ich dieses Risiko nicht eingehen.” Mehrere Jahre später begann die Bewegung der Austritte aus der KPCh. Als meine Mutter sie wieder traf, stimmte die Lehrerin zu, dass sie und ihre gesamte Familie aus der Partei austreten.

Gefühle loslassen und Lebewesen erretten

Meine Mutter und ich waren sehr eigensinnig aufeinander. Sie ließ mich niemals aus den Augen, selbst wenn sie fernsah. Sie sorgte sich zu sehr um mich, so weit, dass es mich schon ärgerte. Ich hatte jedoch nicht das Herz, ihr das zu sagen und entwickelte allmählich auch einen Eigensinn.

Eines Nachts ging meine Mutter aus, um Informationsmaterial über die Verfolgung von Falun Gong zu verteilen. Als sie um Mitternacht noch nicht zu Hause war, begann ich mich zu sorgen. Ich schickte ihr eine SMS und fragte sie, wo sie sei. Sie antwortete nicht. Ich versuchte es erneut, doch ich erhielt wieder keine Antwort. Weil ich sie nicht mit einem Anruf stören wollte, war das einzige was ich machen konnte, aufrichtige Gedanken auszusenden. „Meister,” sagte ich zu mir, „ich möchte, dass meine Mutter sicher nach Hause kommt. Ich vermisse sie.”

Um 2:00 Uhr morgens kam sie schließlich nach Hause. Sofort, als sie den Raum betrat, begann ich sie zu fragen: „Warum kommst du so spät?” Sie antwortete: „Ich bin gerade mit dem Erretten von Lebewesen fertig geworden.” Ich erwiderte: „Bis jetzt bist du doch auch immer vor Mitternacht heimgekommen. Warum hast mir nicht geantwortet?” Meine Mutter sagte: „Ich hatte keine Zeit, deinen Anruf zu beantworten.” Ich hielt meine Tränen zurück und sagte: „Weißt du, dass ich drei Mal aufrichtige Gedanken für dich ausgesendet habe?” Meine Mutter begann zu lachen und ging gleich, nachdem sie sich gewaschen hatte, schlafen. Ich konnte überhaupt nicht schlafen. In der Vergangenheit hat sie sich so sehr um mich gekümmert und immer an mir herum genörgelt. An diesem Tag ließ sie sich nicht einmal durch meine leidvollen Gefühle beeinträchtigen. Dann dachte ich an einen Vorfall, der sich zwei Tage zuvor ereignet hatte. Sie war vom Regen völlig durchnässt, als sie gegen Mitternacht nach Hause kam. Ich benutzte ein Handtuch, um ihre Kleider zu trocknen und fragte: „Hast du keinen Unterschlupf gefunden oder hättest du nicht nach Hause fahren können?” Sie antwortete nur: „Reisen zwischen Wind und Regen.” Ich fing an, wütend auf sie zu werden - wie konnte sie so egoistisch sein und sich nicht um meine Gefühle kümmern?

Plötzlich tauchten die Worte „Leben retten” in meinen Gedanken auf. Ich erinnerte mich, dass ich diese erst vor kurzem in einem Artikel des Meisters gelesen hatte:

„Alles auf der Welt wurde für die Fa-Berichtigung erschaffen, die Dafa-Jünger sind eben die Prominenten heutzutage, von alters her sehnten sich alle Lebewesen unterschiedlicher Kreise danach. Sammelt und errettet die Lebewesen, die ihr erlösen wollt!" ("An die europäische Fa-Konferenz in Stockholm," 12. Juni 2005)

Ich begann zu bedauern, dass ich ärgerlich mit meiner Mutter geworden war. Sie konnte ihr Leben nicht nur mir widmen. Sie hat ihre eigene Mission. Ich schämte mich aufgrund meines Eigensinns auf Gefühle.

Mein Zuhause war eines der vielen blühenden Produktionsstätten für Informationsmaterialien. Meine Mutter wusste früher nichts über den Computer, doch wenn wir zusammen waren, wollte sie alles versuchen, von den Informationskarten bis zu den Neun Kommentaren über die Kommunistische Partei, von den Büchern des Meisters und den Lektionen auf CDs, Kalendern und der Minghui-Wochenzeitung. Ursprünglich hatte ich kein Interesse an Computer, doch sie drängte mich, ihr mit dem Cover, mit der Farbauswahl, dem Layout usw. ... zu helfen - die Computertechnologie zu verwenden. Wenn sie mit dem Ergebnis nicht zufrieden war, musste ich es immer wieder ändern. Wenn die Ausrüstung kaputt ging, musste ich Wege finden, sie zu reparieren. Sie behandelte mich wie einen Herrn Alleswisser. Wenn ich zurückblicke, muss es die Weisheit des Meisters gewesen sein, die es mich schaffen ließ, so viele technische Probleme zu überwinden.

Mitpraktizierenden zu helfen, zum Fa zurückzukehren

Eines Tages wurde meine Mutter gebeten, zu versuchen, eine Praktizierende zu erreichen, die nach einer vierjährigen rechtswidrigen Haft isoliert lebte. Meine Mutter wollte diese Aufgabe aufgrund ihres vollen Terminkalenders nicht übernehmen. Doch dann erfuhr sie, dass die Praktizierende einen Jungen in meinem Alter hatte, der bei der Polizei angezeigt worden war (von Leuten, die die wahren Umstände nicht kennen), als er mit seiner Mutter ausging, um Informationsmaterial zu verteilen. Dieser Vorfall hatte eine große Auswirkung auf ihn. Meine Mutter verglich das Kind mit mir - auch ich half ihr im selben Jahr bei den Aktivitäten zur Fa-Bestätigung, als sich dieser Vorfall ereignete. Sie stimmte zu, die Familie zu besuchen, weil sie für das Kind Sympathie hegte.

Als sie dort hinkam, wurde sie nur von der Mutter und dem Sohn empfangen. Der Mann hatte sich nach Jahren der Verfolgung scheiden lassen. Meine Mutter sagte: „Ich werde morgen meinen Sohn mitbringen, so können wir gemeinsam das Fa lernen. Was meint ihr?” Die Praktizierende antwortete: „Es wäre toll, wenn mein Sohn wieder das Fa lernen möchte. Er war früher sehr fleißig, doch nach diesem Vorfall veränderte er sich völlig. Spiele spielen in der Nacht, schlafen am Tag, Alkohol trinken und rauchen. Er unterscheidet sich nicht von gewöhnlichen Menschen. Ich habe die Hoffnung für ihn aufgegeben.”

In der nächsten Nacht ging ich sie mit meiner Mutter besuchen. Trotz der Aufforderung durch seine Mutter verharrte er bewegungslos und spielte weiterhin Computerspiele in seinem Zimmer. Um seine Aufmerksamkeit zu erregen, erhob ich meine Stimme und begann zu fragen, warum der Meister das Fa in dieser jetzigen Phase erkläre und sagte, dass wir nur für das Fa hierher gekommen seien und fragte weiter, warum wir dem Meister bei der Berichtigung des Fa helfen und Lebewesen erretten sollten. Außerdem fügte ich einige Themen hinzu, die für unser Alter interessant sind.

In der ersten Nacht kam er nicht heraus. In der zweiten und dritten Nacht versuchte ich es wieder, doch er rührte sich nicht. Auf dem Weg nach Hause fühlte sich meine Mutter entmutigt: „Verschwenden wir unsere Zeit nicht für ihn. Ich denke, er möchte nicht mehr lernen.” Ich weiß nicht, woher meine Zuversicht kam, doch ich erwiderte: „Reg dich nicht auf, Mama. Gib mir noch ein paar Tage. Ich bin mir sicher, er wird sich uns anschließen.”

Am vierten Tag ging er mit seinen Freunden aus. Am fünften Tag, als wir ihn fragten, sich uns anzuschließen, kam er langsam herbei. Wir schlugen vor, gemeinsam das Fa zu lesen. Dies lehnte er ab. Er meinte, er wolle nur zuhören, aber nicht lesen. Meine Mutter sagte: „Wie kann ein Dafa-Jünger nicht das Fa lernen? Komm mach mit!” Von diesem Tag an bildeten wir eine Fa-Lerngruppe. Der junge Mitpraktizierende ist seit seiner Rückkehr sehr fleißig und glaubt an den Meister und das Fa. Er fordert sich selbst nach hohem Maßstab und macht fleißig die drei Dinge.

Nun führt er seine Mutter beim täglichen Üben an - sie beginnen den Tag um 03:50 Uhr mit den Übungen, senden um 05:55 Uhr aufrichtige Gedanken aus, rezitieren das Fa am Morgen, lernen das Fa und die Lektionen des Meisters in der Nacht und enden mit den aufrichtigen Gedanken um Mitternacht. Noch dazu hat er auch einen Vollzeitjob. Ich war sehr glücklich zu sehen, dass er so fleißig ist. Der Meister sagt: „Kultivierung hängt von einem selbst ab, Kultivierungsenergie hängt vom Meister ab.” (Zhuan Falun, Lektion 1, „Warum wächst die Kultivierungsenergie trotz Praktizierens nicht”). Wenn einer den Wunsch hat, wird ihm der Meister helfen. Es gibt nichts, dass nicht überwunden werden kann.

Es gibt noch so viele Geschichten, die ich gerne niederschreiben wollte. Die menschliche Sprache reicht nicht aus, um meine Dankbarkeit gegenüber dem Meister zum Ausdruck zu bringen. Ich bin entschlossen, jeden Tag die drei Dinge gut zu machen, um meine heilige Mission zu erfüllen, die uns vom Dafa geschenkt wurde, weil ich den Meister nicht enttäuschen möchte, der barmherzig daran arbeitete, uns zu erretten.

Heshi.