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Was du denkst, wenn du in Gefahr bist, entscheidet darĂ¼ber, ob du ein Falun Dafa-Praktizierender bist

11. Dezember 2010 |   Von einer Praktizierenden in China

(Minghui.de) Gestern Abend um 19 Uhr, als ich meine Kopfhörer aufhatte und ein Minghui Radioprogramm hörte, war plötzlich eine Stimme an der Tür und gleichzeitig das Geräusch eines Schlüssels, der die Tür zu öffnen schien. Sofort nahm ich meine Kopfhörer ab. Zu allererst, als ich die Kopfhörer aufhatte, dachte ich gar nicht, dass das Geräusch von der Tür kam. Dann dachte ich, es sei vielleicht mein Mann, der betrunken war und die Tür nicht öffnen konnte.

Ich fragte: „Wer ist da?“ Als ich die Tür öffnete, sah ich einen Fremden in der Türöffnung stehen. Geistesgegenwärtig schloss ich sofort die Tür. Er versuchte, sie aufzustoßen, aber es gelang mir, sie zu schließen. Er schrie draußen herum. Ich bekam es mit der Angst zu tun, denn ich dachte, dass mich vielleicht jemand festnehmen oder dass jemand einbrechen wollte. Der erste Gedanke war, meinen Mann anzurufen. Das tat ich und sagte zu ihm:„Komm bitte sofort nach Hause, ein Betrunkener oder Räuber will in unser Haus einbrechen! Bring ein paar Leute mit!” Danach rief ich noch meine Schwester an, die auch praktiziert und in der Nähe wohnt.

Als ich sie anrief, erinnerte sie mich an die Geschichte, die sie mir früher einmal erzählt hatte von einer Mitpraktizierenden, die auf die Straße gegangen war, um Informationsmaterialien zu verteilen. Ein Betrunkener folgte ihr. Da sie Angst hatte, wählte sie die Notrufnummer 110. Der Betrunkene bekam Angst und rannte weg, bevor die Polizei ankam. Als ich die Geschichte damals hörte, fragte ich meine Schwester: „Warum hat die Mitpraktizierende in der Situation nicht an den Meister und das Dafa gedacht? Warum hat sie sich selbst nicht als Dafa-Schülerin in der Zeit der Fa-Berichtigung angesehen? Wäre das Böse nicht zusammengebrochen, wenn sie aufrichtige Gedanken gehabt hätte? Sie ist Dafa-Schülerin. Sie hätte an den Meister und an Dafa denken sollen, als sie dieser Gefahr begegnete. Sie sollte immer aufrichtige anstatt menschliche Gedanken haben.“ Meine Schwester meinte: „Ja, das habe ich ihr auch gesagt.“ Dieser Vorfall ereignete sich vor mehreren Jahren.

Als ich das von meiner Schwester hörte, tauchten meine aufrichtigen Gedanken auf; ich erinnerte mich, dass ich eine Dafa-Schülerin bin, wovor sollte ich mich dann fürchten? Als ich meine aufrichtigen Gedanken verstärkte, verschwand meine Angst. Die Stimme draußen wurde schwächer und verschwand bald ganz. Dann klopfte es wieder an der Tür. Diesmal war es meine Schwester mit ihrer Familie. Sie erzählten mir, dass jemand aus dem Nachbargebäude, der die gleiche Zimmernummer hatte wie ich, betrunken war und gedacht hatte, dies sei sein Zimmer. Während wir so sprachen, hörten wir jemanden auf der Treppe streiten. Mein Mann, der auch betrunken war, stritt sich mit dem Fremden. Er war nach Hause geeilt, weil er meinen Anruf erhalten hatte.

Ich setzte mich aufs Sofa und dachte darüber nach, dass all diese Störungen von meinen menschlichen Gedanken hervorgerufen worden waren. Mein Mann wurde noch ärgerlich und redete unvernünftiges Zeug. Ich begann, nach innen zu schauen, und dachte an den steinigen und holprigen Weg, den ich in meinen mehr als zehn Jahren der Kultivierung gegangen war. Unter der Fürsorge und Barmherzigkeit des Meisters und mit Hilfe meiner Mitpraktizierenden bin ich bis heute glücklich durchgekommen und habe die Kultivierung nicht aufgegeben. Einmal hatte ich einen Praktizierenden mit Tränen in den Augen gefragt: „Warum ist mein Kultivierungsweg so schwer? Warum begegnen mir so viele Schwierigkeiten? Wenn ich mich mit dir vergleiche, finde ich, dass dein Weg viel leichter ist als meiner.“ Jetzt verstehe ich warum. Schwierigkeiten gehören immer zur Kultivierung. Es kommt darauf an, wie du damit umgehst, wenn sie erscheinen. Wenn man menschliche Gedanken anstelle von aufrichtigen Gedanken benutzt, dann hat man sich nicht richtig verhalten und ist dem Dafa und dem Meister nicht gefolgt. Wenn ich auf das Jahr 2001 zurückschaue, erkenne ich, dass ich im Gefängnis war, weil ich, wenn ich verfolgt wurde, immer menschliche Gedanken hatte und keine göttlichen.

Ich wurde 2009 in einer Gehirnwäsche-Einrichtung eingesperrt. Wieder traten damals meine menschlichen Gedanken an die Stelle meiner göttlichen Gedanken. Erst vor kurzem bin ich endlich aufgewacht. Ich erkannte, dass ich in einer falschen Geistesverfassung war. So konnte ich mich nicht kultivieren. Ich habe mich schon mehr als zehn Jahre im Falun Dafa kultiviert. Wenn man weiß, dass etwas nicht stimmt und man es dann nicht ändert, ist das keine wahre Kultivierung. Ob es an meinem Arbeitsplatz war, bei der Hausarbeit oder bei der Aufklärung über die Hintergründe der Verfolgung zur Errettung von Lebewesen, machte ich es immer mit der inneren Haltung eines gewöhnlichen Menschen. Manchmal denke ich, dass ich mich wirklich gut kultiviere: „Weil ich Falun Dafa kultiviere, ist es mir gelungen, die Probleme und Konflikte in meiner Familie und in meiner Arbeitsumgebung zu balancieren.“ Ich glaube, dieser Gedanke war nicht im Fa begründet.

Der Meister sagte:

Mit klaren Worten, ob man das Fa erhalten kann oder nicht, ob man sich bis zum Ende kultivieren kann oder nicht, dabei wird es für verschiedene Menschen unterschiedliche Störungen geben, es sind die Schwierigkeiten, die man selbst in der Vergangenheit verursacht hat, keiner soll den anderen beschuldigen. Wer kann das Fa erhalten? Wer kann diese Hülle aufbrechen? Wer kann dieses Fa wirklich mit Verstand erkennen? Von diesem Gesichtspunkt her betrachtet, ist das für alle Lebewesen gerecht.“ (Li Hongzhi, Fa-Erklärung in Kanada. 28.05.2006)


Wenn ich zurückschaue auf meine mehr als zehn Jahre lange Kultivierung, merke ich endlich, dass ich mich nicht gut im Fa kultiviert habe. Jetzt ist es Zeit, dass ich mich von meinen menschlichen Gedanken löse und mich vollständig selber berichtige gemäß den Richtlinien des Fa.

Danke, Meister! Danke, Mitpraktizierende!