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Mutter und Tochter, beide Einwohner von Hongkong, seit neun Monaten inhaftiert

13. März 2010

(Minghui.de) Am 4. Juni 2009 wurden die beiden Hongkonger Bürgerinnen, Frau Li Yaohua und ihre Tochter Zhang Yibo, im Bezirk Xuhui der Stadt Shanghai von Beamten aus der Tianlin Polizeiwache und des örtlichen „Büro 610” verhaftet. Nun befinden sich fast neun Monate in Haft. Seit über vier Monaten befinden sich ihre Prozessakten im Bezirksgericht Xuhui. Sie sind immer noch im Haftzentrum des Bezirks Xuhui zusammen mit den anderen Praktizierenden Zhang Qin, Lu Yuzhi sowie Ye Ying und ihrer Tochter inhaftiert.

Seit der Festnahme und Inhaftierung der Praktizierenden wurde Frau Lis Ehemann von Beamten der lokalen Polizeibehörden an seinem Arbeitsplatz belästigt. Mitte November letzten Jahres war U. S. Präsident Obama zu Besuch in Shanghai, woraufhin dem Ehemann mehrere lokale Polizeibeamte zugewiesen wurden, die ihn 24 Stunden am Tag überwachten. Sein Arbeitgeber kündigte ihm Ende des vergangenen Jahres.

Der Vater von Frau Li Yaohua, Li Shanzhen, ist 91 Jahre alt. Um die Freilassung seiner Tochter und Enkelin zu erbitten, suchte Herr Li die Tianlin Polizeiwache, die Zweigstelle der Polizei des Bezirkes Xuhui, die Polizeidienststelle der Stadt Shanghai, die lokale Staatsanwaltschaft und den Ständigen Ausschusses des lokalen Volkskongresses auf, war jedoch immer erfolglos.

Der Sohn von Frau Li, Zhang Yiyuan, lehrt an der Universität von Kalifornien in Los Angeles in den Vereinigten Staaten. Er startete eine Rettungsaktion in Übersee und gewann die Aufmerksamkeit der internationalen Gemeinschaft. Die Abgeordneten des Staates Kalifornien, Chuck Devore und Van Tran schrieben an Han Zheng, dem Bürgermeister von Shanghai sowie an Präsident Obama und forderten, dass das chinesische kommunistische Regime Li Yaohua und Zhang Yibo sofort freilassen sollte.

Im November 2009 flogen Herr Li Shanzhen und Herr Zhang Yiyuan aus Shanghai nach Taiwan bzw. nach Los Angeles. Sie appellierten an den Rat für Festlandsangelegenheiten (MAC), der Stiftung für Notleidende (SEF), und an das Ministerium der Justiz in Taiwan.

Auf Druck der internationalen Gemeinschaft verzögerten die Behörden von Shanghai wiederholt das Verfahren. Berichten zufolge hatte der Staatsanwalt des Bezirkes Xuhui, Xu Zhenhui, Anfang Februar 2010 versucht, Frau Li Yaohua davon zu überzeugen, sich für schuldig zu erklären. Im Gegenzug dafür sollte sie eine milde Strafe erhalten, aber sie war damit nicht einverstanden.


27. Februar 2010