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Durch Schläge im Frauengefängnis Liaoning war Frau Zhang Fengzhen gelähmt - nach fünf Jahren verstarb sie

9. April 2010 |   Von einem Korrespondenten aus der Provinz Liaoning, China

(Minghui.de) Am 9. März 2010 starb Frau Zhang Fengzhen in der Stadt Shenyang, Provinz Liaoning. Fünf Jahre lang war sie gelähmt und litt unter Schmerzen als Folge der brutalen Schläge, die sie während ihrer Inhaftierung im Frauengefängnis der Provinz Liaoning erlitten hatte, weil sie ihren Glauben an Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht nicht aufgeben wollte.

Frau Zhang wurde im Jahre 2001 wegen des Verteilens von Informationsmaterialien über Falun Gong verhaftet. Das Bezirksgericht Heping in der Stadt Shenyang verurteilte sie gesetzwidrig zu dreieinhalb Jahren Gefängnis. Im März 2003 brachte man sie in das Frauengefängnis der Provinz Liaoning (damals Dabei Gefängnis genannt). Die Gefängniswärter befahlen den Häftlingen, sie sechs Stunden lang ununterbrochen zu schlagen. Infolgedessen erlitt Frau Zhang einen Leberriss. Sie war sehr schwach, als man sie im Jahre 2005 aus dem Gefängnis entließ. Kurz nach ihrer Freilassung war sie vollständig gelähmt und verlor später sogar die Fähigkeit zu sprechen.

Im Jahr 2006 veröffentlichte die chinesische Minghui-Webseite einen Bericht über Frau Zhangs Gefängnisaufenthalt:

"Ich bin eine Falun Gong-Praktizierende. Ich wurde im Jahre 2001 zu Unrecht verhaftet und wegen der Verteilung von Informationen über die wahren Umstände der Verfolgung vom Bezirksgericht Heping der Stadt Shenyang eingesperrt. Man versuchte, mich während der Verhandlung zu zwingen, auf der Anklagebank zu sitzen. Ich sagte ihnen aber, dass dieser Platz für Jiang Zemin (dem KPCh-Chef, der mit der Verfolgung von Falun Gong begonnen hatte) reserviert sei. So ließ man mich einfach nur stehen. Der mir zugewiesene Anwalt versuchte nicht einmal, mich zu verteidigen. Ich wurde zu dreieinhalb Jahren verurteilt und kam im März 2003 in das Dabei Gefängnis, das in der Zwischenzeit in Frauengefängnis der Provinz Liaoning umbenannt wurde.

Als ich in die Strafstation aufgenommen wurde, fragte mich Guo Haiyan, die Sektionschefin der dritten Abteilung, ob noch jemand in meiner Familie Falun Gong praktiziere. Sie befahl mir, die Anstaltsregeln auswendig zu lernen, denn die Häftlinge, so meinte sie, könnten immerzu von den Wärtern, sobald diese den Raum betraten, aufgefordert werden, sie zu rezitieren. Ich antwortete ihr, dass ich unschuldig sei und daher die Regeln nicht rezitieren würde.

Guo war wütend, nachdem sie mich standhaft mit meinen Armen hinter meinem Rücken stehen sah. Sie verfluchte mich und fragte mich in einem drohenden Tonfall: `Wirst du das tun, was man dir befiehlt?´ Daraufhin rief sie die Wärterin An Rui, damit sie mich aus dem Raum führte. Diese rief eine Insassin namens Shan Xia, die wegen Diebstahls vorbestraft war. Dann gab An Shan ein paar Befehle und ging weg.

Shan führte mich in ein Lager, in dem stapelweise Kleider lagen. Eine weitere Insassin, Yang Jing, kam hinzu. Beide fragten mich sofort, ob ich die Hausordnung auswendig rezitieren würde, was ich aber verneinte. So wie es die Wärter von ihnen verlangten, fingen sie an, mich zu stoßen und zu schlagen. Shan begann, mich auf den Kopf zu schlagen. Als ich umfiel, zogen sie mich wieder hoch und schlugen erneut auf meinen Kopf.

Eine dritte Gefangene schloss sich später Shan und Yang an. Alle drei waren knapp über 20 Jahre alt. Während ihrer Schäge verfluchten sie mich: `Was glaubst du, wer du bist? Wir haben uns schon um Särkere gekümmert.´ Dann zogen sie mir meine Kleider aus und schlugen mich mit elektrischen Drähten und schmierten mir verleumderische Wörter über Falun Gong auf meinen Rücken. Die drei schlugen mich abwechselnd von 15:00 bis 21:00 Uhr, ununterbrochen.

Ich erlitt schwere Verletzungen. Mein Gesicht war voller Wunden und daher geschwollen. Meine Organe taten mir furchtbar weh, auch hatte ich Schmerzen beim Wasserlassen. Ich konnte nicht mehr gerade stehen. Ich hatte einen bitteren Geschmack in meinem Mund. Auch das Atmen machte mir Schwierigkeiten und ich litt am ganzen Körper unter starken Schmerzen. Ich konnte mich im Bett nicht mehr umdrehen. Wenn mich jemand anstieß, tat mir das unerträglich weh. Ich forderte eine medizinische Untersuchung, aber die Wärter hörten nicht auf mich. Aus Protest trat ich eine Woche lang in einen Hungerstreik. Die Wärter versuchten alles Mögliche, um mich zum Essen zu bewegen, aber es gelang ihnen nicht. Vier oder fünf Leute begannen, mich zwangszuernähren, aber ich schluckte das Essen nicht hinunter. Überall auf meinen Kleidern war Spucke. Ich hatte unzählige Schnitte an meinem Hals, obwohl sie ihn, während sie mich zwangsernährten, mit einem Handtuch eingewickelt hatten.”

Nach acht oder neun Tagen Hungerstreik wurde ich zu einer ärztlichen Untersuchung ins Krankenhaus gebracht. Es stellte sich heraus, dass meine Leber stark gerissen war und meine Lunge und mein Herz nicht mehr richtig funktionierten. Auch mein Blutdruck war erhöht. Um ihre Untaten zu vertuschen, erzählten mir die Wärter, dass ich einen Tumor auf meiner Leber hätte. Sie sagten meiner Familie, dass ich gesundheitlich nicht in der Lage sei, sie zu sehen, aber trotzdem weigerten sie sich, mich aus medizinischen Gründen freizulassen. Sie verlangten von meiner Familie 1.000 Yuan für Medikamente.”

Eine weitere Falun Gong-Praktizierende, die gleichzeitig mit Frau Zhang in diesem Gefängnis war, gab auch einen Bericht bekannt, der am 24. Juli 2008 auf der Minghui-Webseite veröffentlicht wurde:

"Frau Zhang Fengzhen war um die 50 Jahre alt. Als ich sie zum ersten Mal sah, musste sie von anderen beim Gehen gestützt werden. In der Nacht brauchte sie Hilfe und konnte sich nur ganz langsam in ihr Bett legen. Sie hatte auch keine Kraft, sich alleine umzudrehen. Einmal befahlen die Wärter drei Häftlingen, Yang Jing, Zhang Yingying und Shan Xia, Frau Zhang sechs Stunden lang zu schlagen. Frau Zhang gab niemals das Praktizieren von Falun Gong auf."


Ein damit in Verbindung stehender Artikel:

Verfolgung im Frauengefängnis der Provinz Liaoning
http://www.clearwisdom.net/emh/articles/2008/8/6/99576.html