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Der unvergessliche Sommer 1999 - die Erfahrungen zweier Praktizierender (Teil 1)

17. August 2010 |   Von Wu Sijing

(Minghui.de) Zwei Falun Gong-Praktizierende, die über 2.000 Kilometer voneinander entfernt wohnten und sich nicht kannten, ergriffen vor elf Jahren die gleichen Maßnahmen. Beide sagten verschiedenen Ebenen der kommunistischen chinesischen Regierung ihre Meinung und forderten die Freilassung festgenommener unschuldiger Praktizierender. Die ältere Praktizierende, Frau Liu Jinghang, war Forschungsmitarbeiterin an der Wissenschaftsakademie in Peking. Der jüngere Praktizierende, Herr Yeh, war jüngster Hochschulabsolvent und arbeitete in Zhuhai, Guangdong, für ein Unternehmen in Taiwan.


Frau Liu Jinghang macht die fünfte Falun Gong-Übung. Sie lebt zur Zeit in Australien.


Diese beiden Praktizierenden leben jetzt sogar noch weiter voneinander entfernt, getrennt durch den pazifischen Ozean. Die fast 70 Jahre alte Frau lebt jetzt in Australien und dieser energische junge Mann im mittleren Alter lebt in Kanada. Sie kennen sich immer noch nicht, aber beide machen immer noch die gleichen Dinge: die Menschen über die wahren Umstände von Falun Gong und der Verfolgung informieren. Sie hoffen, dass die bösartige Verfolgung gegen „Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht” bald enden wird.

Wir reisen mit Frau Liu und Herrn Yeh zurück zu diesem unvergesslichen Tag im Juli 1999.

21. Juli um 03:00 Uhr in Peking: Frau Liu

Frau Liu Jinghang wohnte in Peking und war allein zu Hause, während ihr Ehemann ihre Tochter in den Vereinigten Staaten besuchte. Sie wurde gegen 03:00 Uhr morgens durch das Klingeln des Telefons aufgeweckt. Ein Mitpraktizierender rief an, um ihr die Nachricht zu übermitteln, dass alle Koordinatoren des Falun Gong Vereins in Peking festgenommen worden waren. Sie war sofort wach, nachdem sie diese düstere Nachricht hörte und spürte intuitiv, dass die Verfolgung wirklich begonnen hatte.

In ihren Gedanken blitzten flüchtige Szenen über das Erscheinen der Polizei in den vergangenen drei Monaten bei ihrer Gruppenübungsstelle auf. Die Polizisten erschienen seit dem 25. April, als mehr als 10.000 Falun Gong-Praktizierende friedlich beim Staatsrat in Zhongnanhai, Peking, appellierten. Bei einer Gelegenheit umringten über zehn Polizeifahrzeuge und etwa 20 Polizisten sowie getarnte Ermittler den Ort und zwei Männer fotografierten. Die Straße zu der Stelle war blockiert und niemand konnte durchgehen. Einige bewaffnete Polizisten und Autos waren in den nahegelegenen Wäldern abgestellt und warteten darauf, den Ort zu überfallen. Die ganze Gegend machte dadurch einen furchterregenden Eindruck .

Als sie von Mitpraktizierenden gefragt wurde, was sie tun sollen, war ihre erste Antwort, die Nachrichten an alle Mitpraktizierenden weiterzugeben und der Regierung zu sagen, dass es falsch sei, diese Dinge zu tun. Sie glaubte, dass die Regierung getäuscht worden war. Sie meinte, wenn die Regierung von zahlreichen Praktizierenden aufgeklärt werden würde, sie dann verstehen würde, dass Falun Gong niemandem schade, sondern der ganzen Gesellschaft Vorteile bringen werde, da es Menschen dazu anleitet, gut zu werden.

Frau Liu rief sofort alle ihr bekannten Praktizierenden an, obwohl die Sonne noch nicht aufgegangen war. Sie erfuhr später, dass die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) all diejenigen, die im ganzen Land als Schlüsselpersonen innerhalb von Falun Gong angesehen wurden, am 20. Juli festgenommen hatte. Dies war zwei Tage bevor in den Medien übertragen wurde, dass Falun Gong verboten sei.

21. Juli um 05:00 Uhr in der Stadt Zhuhai, Provinz Guangdong: Herr Yeh

Herr Yeh begann Falun Gong zu praktizieren, als er Student an der Jiaotong Universität in Schanghai war. Er arbeitete fast ein Jahr in der Stadt Zhuhai. Jeden Morgen um 05:00 Uhr, bevor er zur Arbeit ging, praktizierte er an der Gruppenübungsstelle.

21. Juli um 05:00 Uhr in Peking: Frau Liu

Als Herr Yeh in der Stadt Zhuhai seine Übungen begann, fuhr Frau Liu bereits mit ihrem Fahrrad zum Staatsrat in Peking, um dort friedlich zu appellieren. Das war noch vor Sonnenaufgang und es fuhren noch keine Busse. Sie hatte ein paar Kassetten mit Falun Gong Vorträgen des Meisters bei sich, damit sie diese in ihrer Freizeit hören konnte. Als Berufstätige und Ehefrau lernte sie zwischen ihrer Arbeit und Familienangelegenheiten das Fa und praktizierte die Übungen immer dann, wenn sie freie Zeit hatte. Die Zeit weise zu nutzen, ist eine Forderung des Meisters an seine Praktizierenden. Ein Praktizierender soll sowohl zu Hause als auch bei der Arbeit gut sein.

Obwohl sie vielen Praktizierenden über die Festnahmen erzählte, wusste sie nicht, wie viele zum friedlichen Appell kommen würden und sie ging alleine dorthin. Sie glaubte fest daran, dass alle Praktizierenden den Prinzipien von Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht folgen würden, um festzulegen, was er oder sie tun sollten. Ein wahrer Falun Gong-Praktizierender benutzt nur friedliche Mittel, ganz gleich, was geschieht oder wer das Ziel ist.

Noch nicht einmal die frühe Morgenbrise konnte die Sorgen in ihrem Herzen lindern. Als sie so die stille Straße hinunterfuhr, glaubte die 58-Jährige und kurz vor der Pension stehende Gelehrte immer noch, dass es das gesetzmäßige Recht eines jeden Bürgers sei, bei der Regierung zu appellieren, um Missverständnisse aufzuklären und diese zu korrigieren. Sie hätte es sich niemals vorstellen können, dass die KPCh sie ein Jahr später rechtswidrig zu drei Jahren Gefängnis verurteilen würde. Sie hätte auch niemals erwartet, Gehirnwäschen unterzogen und körperlich durch Mittel wie Zwangsernährung, Einspritzen von unbekannten Drogen, Schlafentzug und verlängerte Zwangsarbeit sowie geistig im Gefängnis gefoltert zu werden. Sie wurde auch gezwungen, sich ganz untersuchen und ihr Blut prüfen zu lassen. Später erfuhr sie, dass dies der allgemeine erste Schritt gewesen war, bevor Organe von noch lebenden Falun Gong-Praktizierenden durch die KPCh entnommen wurden. Ihr wurde auch ihre Pension gesperrt.

21. Juli um 07:00 Uhr in der Stadt Zhuhai, Provinz Guangdong: Herr Yeh

Ein Mitpraktizierender störte plötzlich die stille Übungsstätte mit der Nachricht, dass einige Falun Gong-Koordinatoren in Guangzhou und in anderen Gebieten von Guangdong festgenommen worden waren. Die Praktizierenden hörten mit dem Üben auf und besprachen diese Sache.

Herr Yeh dachte sofort an einen Vorfall, der am 25. April geschehen war. Praktizierende in Tianjin wurden festgenommen und dann, nach einem friedlichen Appell der Mitpraktizierenden aus Peking, wieder freigelassen. Danach folgten und überwachten Polizisten in Zivil diese involvierten Praktizierenden. Diese Festnahmen überraschten ihn deshalb nicht. Er fand, und viele Mitpraktizierende stimmten ihm zu, dass dieser neue Vorfall ebenfalls durch einen Appell gelöst werden könnte. Deshalb verließen sie schnell diesen Ort, um sich für einen Appell bei provinziellen Beamten in Guangzhou vorzubereiten.

21. Juli um 07:00 Uhr in Peking: Frau Liu

Das Reinigen von Straßen wird traditionellerweise von älteren Frauen gemacht. Frau Liu bemerkte, dass die meisten Straßenreiniger starke junge Männer waren. Sie schienen ganz besonders auf die Passanten aufzupassen. Sie wunderte sich, ob diese starken jungen Männer wirklich Straßenreiniger waren oder eher verkleidete Polizisten.

Frau Liu stellte ihr Fahrrad in einer kleinen Gasse in der Nähe des Staatsratsgebäudes in der Xianmen Allee ab. Viele Praktizierende warteten bereits auf der Straßenseite. Auch einige Polizeifahrzeuge parkten dort. Ein Beamter stoppte sie und riss ihren Beutel auf, ohne seinen Ausweis zu zeigen. Sie setzte sich mit dem Polizisten auseinander, als er versuchte, ihr Tonbandgerät sowie die Kassetten mit den Falun Gong-Vorträgen wegzunehmen. Ihre Hände und Arme wurden gekniffen und verdreht. Anschließend wurde sie gewaltsam zu einer nahegelegenen Polizeistation gebracht. Innerhalb von Minuten wurde diese respektierte ältere Gelehrte in eine Polizeistation gebracht und wie eine Kriminelle behandelt, nur weil sie diese Kassetten bei sich hatte.

Frau Liu bemerkte Dutzende von Falun Gong-Praktizierenden, die innerhalb der Polizeistation eingesperrt worden waren. Sie wurden zusammen in einem Bus in die Shijingshan Turnhalle in einem Außenbezirk gebracht.

21. Juli von 09:00 bis 10:00 Uhr in Peking: Frau Liu

Der Sommer in Peking ist glühend heiß und die Temperaturen an diesem Tag erreichten eine Höhe von 40o C. Die Polizei verschloss sorgfältig alle Türen und Fenster der Turnhalle, nachdem der Bus eintraf. Dies verursachte, dass die Temperatur in der Turnhalle bis zur Unerträglichkeit anstieg.

Von 10:00 bis 11:00 Uhr in der Stadt Zhuhai, Provinz Guangdong: Herr Yeh

Herr Yeh und einige Mitpraktizierende in seinem Alter besprachen, wie sie am besten von der Stadt Zhuhai nach Guangzhou kommen könnten. Nachdem sie den Busfahrplan nachprüften, entschlossen sie sich, einen Wagen zu mieten. Man braucht normalerweise einen speziellen Gebietspass, um in die Stadt Zhuhai hineinzugelangen und man wird nicht durchsucht, wenn man hinausgeht. Aber an diesem bestimmten Tag überprüfte die Polizei jeden Passagier, der die Stadt verließ.

Sie wurden am Kontrollpunkt gestoppt, als sie auf ihrem Weg nach draußen waren. Die Beamten wussten bereits, dass sie Falun Gong-Praktizierende waren. Herr Yeh zweifelte nicht daran, dass sie die Namensliste von einigen neuen Praktizierenden erhalten hatten, die nach dem 25. April zu praktizieren begonnen hatten und der Polizei als Informanten dienten. Ein ähnlicher Fall geschah einige Jahre zuvor in einer anderen Stadt. Einige dieser Informanten wurden wahre Praktizierende, nachdem sie die Güte von Falun Gong erkannten.

Die Praktizierenden wurden eine ganze Weile lang in einen Raum festgehalten. Der Chef des Öffentlichen Sicherheitsbüros Zhuhai erzählte ihnen, dass er keine Falun Gong-Praktizierenden belästigen würde, solange diese außerhalb von Zhuhai keine Probleme verursachten. Er richtete seine Worte speziell an Herrn Yeh, dann wurden sie freigelassen.

Nachmittags am 21. Juli in der Stadt Zhuhai, Provinz Guangdong: Herr Yeh

Herr Yeh und andere Mitpraktizierende gingen vom Kontrollpunkt aus nicht nach Hause. Sie entschlossen sich, weiterzugehen, da sie glaubten, dass Bürger das Recht hätten, sich frei zu bewegen und zu appellieren. Sie wollten für Falun Gong sprechen. Ein Gedanke steckte im Kopf des Herrn Yeh: Praktizierende festzunehmen ist eine große Angelegenheit und Menschen müssen etwas dagegen tun. Sie waren ruhig und hatten keine Angst, da sie immer noch Hoffnung in die Regierung legten.

Sie mieteten ein Auto und nahmen eine andere Route, um Zhuhai zu verlassen. Glücklicherweise konnten sie direkt nach Guangzhou reisen, ohne angehalten zu werden.

21. Juli non mittags bis 17:00 Uhr in Peking: Frau Liu

Immer mehr Falun Gong-Praktizierende wurden ständig in die Shijingshan Turnhalle gebracht. Frau Liu schätzte, dass über 3.000 Praktizierende, einschließlich Schulkinder und ältere Frauen, in dem Gebäude und 10.000 Praktizierende draußen festgehalten wurden. Überall waren Polizisten. Frau Liu explodierte: „Warum sind wir in der Turnhalle eingesperrt? Wir wollten nur unsere Ansichten und Sorgen ausdrücken. Wir wollen freigelassen werden. Wir wollen appellieren.” Dann stand sie auf und ging hinaus, gefolgt von vielen Praktizierenden, doch die Polizei stoppte sie.

In der Turnhalle rezitierten Praktizierende zusammen Falun Gong Artikel und Gedichte aus Hong Yin und ihre Stimmen klangen durch die ganze Sportanlage. Die Polizei schickte Menschen mit Kameras nach drinnen, um zu fotografieren, was man nach dem Vorfall gegen die Praktizierenden verwenden würde.

21. Juli gegen 16:00 Uhr in Guangzhou: Herr Yeh

Herr Yeh und seine Mitpraktizierenden kamen endlich in Guangzhou an. Unerwarteterweise sahen sie keine Falun Gong-Praktizierenden in dem Regierungsgebäude ... niemanden, außer der allgegenwärtigen Polizei. Sie erfuhren, dass viele lokale Praktizierende früher zum Appellieren gegangen waren, aber von bewaffneter Polizei gewalttätig auseinandergetrieben wurden.

Sie trafen dann auf einige Praktizierende, die in einem kleinen Park den Vorfall besprachen. Natürlich hatte jeder eine andere Meinung. Diejenigen, die nicht an die Regierung glaubten, gingen nach Hause. Einige, einschließlich Herrn Yeh, weigerten sich, diesen Vorfall schlimmer werden zu lassen und bestanden darauf, dass sie den Appell bei der Zentralregierung in Peking fortsetzen sollten. Sie dachten, dass die Zentralregierung erkennen würde, dass sie einen Fehler begangen habe, als sie diese guten Menschen festnahm, die „Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht” kultivieren. Herr Yeh verlängerte seinen Urlaub und fuhr mit den anderen im Zug nach Peking.

21. Juli von 17:00 bis 19:00 Uhr in Peking: Frau Liu

Ein Beamter aus Peking kam mit Plakaten zur Turnhalle, in der Praktizierende gemäß ihrer Adresse in verschiedene Gruppen getrennt waren. Mitpraktizierende weigerten sich, sich zu bewegen, da sie wussten, dass es eine Verschwörung war, sie auseinanderzubringen.

Ein große Anzahl bewaffneter Polizisten kam plötzlich in die Turnhalle, um die Praktizierenden mit Gewalt wegzubringen. Frau Liu drängte jeden dazu, zusammen und Arm in Arm aufzustehen. Die bewaffneten Polizisten fuhren fort, die Praktizierenden brutal zu schlagen, sogar die Frauen, die Älteren und Kinder. Die ganze Turnhalle war ein Chaos. Zwei bewaffnete Polizisten kniffen sogar Frau Lius Arme, zogen sie an ihren Beinen und schleiften sie nach draußen. Sie spürte einen plötzlichen Schmerz, so als ob sie ins Herz gestochen wurde. Sie und einige Mitpraktizierende wurden später in einen großen Bus gestoßen und zum Arbeiter-Stadion in Chaoyang gefahren.

Die Praktizierenden wurden angehalten, ihre Namen und Adressen aufzuschreiben. Frau Liu dachte, dass die Regierung zugeben würde, dass sie Unrecht hatte, als sie Falun Gong-Praktizierende festnahm und würde diese freilassen, wenn sie von einer großen Anzahl Menschen hören würden. Also unterschrieb sie mit ihrem Namen.

Abend des 21. Juli in Guangzhou: Herr Yeh

Herr Yeh und einige Mitpraktizierende stiegen abends in den Zug ein. Beamte des Sicherheitsbüros in Guangzhou begannen die Ausweise von Passagieren zu kontrollieren, nachdem der Zug losfuhr. Überraschenderweise kannten die Beamten aus Guangzhou bereits die Namen der Praktizierenden aus Zhuhai. Offensichtlich hatten sie ein Koordinationsnetzwerk. Als sie an der Plattform ankamen, bemerkte Herr Yeh, dass dort über 20 Praktizierende aus Zhuhai bereits zusammengetrieben worden waren.

Mitternacht am 21. Juli in Peking: Frau Liu

Nachdem ihre Namen aufgeschrieben waren, wurden die Praktizierenden aus dem Stadion freigelassen. Es war bereits nach Mitternacht, als Frau Liu zu Hause ankam. Sie war von den langen Stunden ohne Essen und Wasser erschöpft, die sie unter ofenähnlichen Bedingungen den ganzen Tag verbringen musste.

Mitternacht in Shaoguan: Herr Yeh

Der Zug hielt zuerst in der Stadt Shaoguan und fuhr dann weiter nach Peking. Alle Praktizierende wurden aus dem Zug gebracht und lange Zeit in der Eisenbahnstation überwacht, bevor sie im Dunkel der Nacht in einen großen Bus geleitet wurden. Herrn Yeh und andere Mitpraktizierende schickte man zum Öffentlichen Sicherheitsbüro in Zhuhai zurück. Es war ein äußerst heißer Sommertag. Die Praktizierenden waren körperlich erschöpft, aber keiner von ihnen wies irgendwelche Gesundheitsprobleme auf.

Die Polizei verstand nicht, warum die Praktizierenden in Peking appellieren wollten, und beschimpften sie. Die Praktizierenden erklärten ihnen jedoch gütig die wahren Umstände über Falun Gong. Sie gaben ihnen zu verstehen, dass Falun Gong-Praktizierende Zhongnanhai nicht „angegriffen” hätten. Stattdessen hatten sie einfach vernünftig und rechtlich in Peking appelliert.

Frühmorgens am 22. Juli in Zhuhai, Provinz Guangdong: Herr Yeh

Gegen 03:00 Uhr wurden Herr Yeh und andere Praktizierende aus Zhuhai in einen riesigen Raum innerhalb des Gebäudes des Sicherheitsbüros gebracht, wo sie einzeln von der Polizei verhört wurden. Herr Yeh wusste nicht, warum in den frühen Morgenstunden ein getrenntes Verhör erfolgen musste, aber das war für keinen der Praktizierenden wichtig. Sie erklärten einfach die wahren Geschehnisse über Falun Gong.

Herr Yeh sagte der Polizei, dass Falun Gong-Praktizierende unschuldig seien und dass die falsche Information unrechtmäßig verbreitet worden war. Die Polizei stellte Herrn Yeh einige Fragen bezüglich Falun Gong und hörte Herrn Yehs Erklärungen an. Die Polizei benutzte auch „Staatspolitik” als Ausrede, um die Festnahmen zu verteidigen. Herr Yeh wandte ein, dass die Regierung die Verpflichtung habe, ihre falschen Bestimmungen zu korrigieren. Zum Schluss wurde sein Ausweis konfisziert. Es war eine lange schlaflose Nacht.

Frühmorgens am 22. Juli in Peking: Frau Liu

Frau Liu konnte nicht vor 03:00 Uhr einschlafen. Trotz ihrer Müdigkeit, die von den 16 langen qualvollen Stunden des vorherigen Tages herrührte, stand sie am frühen Morgen auf. Sie war immer noch verärgert, dass sie keine Gelegenheit hatte, der verantwortlichen Person ihre Meinung zu sagen. Sie wollte nach wie vor die wahren Geschehnisse über Falun Gong erklären. Außerdem war ihr Fahrrad noch in der Gasse. Also stieg sie frühmorgens wieder in den Bus ein.


(Fortsetzung folgt)