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Kultur und Geschichte: Der große Weg des Lernens im alten China

9. April 2012 |   Von einem Falun Gong-Praktizierenden in China

(Minghui.de) Im Jahr 2011 sprach ein Professor auf einem Forum in Davos, Schweiz, über die Frage, warum Chinas Bildungssystem in den vergangenen Jahrzehnten erfolglos geblieben ist. Er sagte, dass Chinas Bildungssystem sich nicht an der Wichtigkeit von Kreativität und dem moralischen Charakter orientiere. Einer der Gründe, sagte er, ist „…dass wir von der Grundschule an dazu erzogen worden sind, Lügen zu erzählen. Allmählich sind wir diesen Weg Schritt für Schritt gegangen.“ Er ging sogar so weit zu sagen, dass, wenn alle Schulen in China schließen würden und Wissen dramatisch zurückginge, sich der moralische Standard massiv erhöhen würde.

Der Professor macht einen Punkt für Chinas Versagen des Bildungssystems geltend. Überall im heutigen China können hohe Bildungsinstitutionen und Studenten gefunden werden, doch es entstehen keine Talente auf Meisterebene. Im Gegenteil, akademische Betrügerei ist übliche Praxis, viele Lehrer sind nicht tugendhaft, und Studenten haben hohe akademische Grade, jedoch ohne Substanz. Was sind die Gründe dahinter? Wir werden die Antwort finden, wenn wir das Bildungssystem des antiken Chinas mit dem des heutigen Chinas vergleichen.

„Beim Aufbau eines Landes oder der Ausbildung von Menschen steht die Lehre an erster Stelle.“ In der traditionellen chinesischen Kultur war Tugend die Wurzel eines Landes. Daher betrachtete jeder, einschließlich des Kaisers, die eigene Kultivierung als Wurzel innerer Ruhe oder des weiteren Strebens im Leben. Lehren bedeutete, Menschen zu erziehen. Der wichtigste Teil des Lehrens war, edle Tugenden zu kultivieren. Wie es in den Analekten des Konfuzius heißt: „Wissen zu erlernen ist nicht die Wurzel des Unterrichtens. Was zuerst kommt, ist, Tugenden zu kultivieren, wie Respekt gegenüber den Eltern, Nächstenliebe, Barmherzigkeit, Achtung und Aufrichtigkeit. Wenn es die Zeit erlaubt, mag man sich danach noch einiges Wissen aneignen.“

In der Schrift Das Große Lernen wird auch erklärt, wie antike Menschen ihren Weg des Lernens gingen. Das Große Lernen war ursprünglich ein Kapitel im Buch der Riten. Es heißt, dass es von Schülern von Konfuzius geschrieben worden sei. Das Große Lernen, Mitte und Maß (ebenfalls enthalten im Buch der Riten), Die Analekten des Konfuzius und Mengzi werden von späteren Gelehrten gemeinsam als Die Vier Bücher bezeichnet.

Im alten China kamen Kinder im Alter von acht Jahren in die Schule. Sie begannen, die grundlegenden Rituale und die täglichen Hausarbeiten zusammen mit Musik, Bogenschießen, chinesischen Schriftzeichen und Mathematik zu lernen. Im Alter von 15 Jahren kamen sie auf die Akademie, um die Verbesserung des Herzens, Selbstkultivierung, Leitung der Familie und Regieren des Landes zu lernen, um gut kultivierte Individuen mit edlem Charakter zu werden. Die Prinzipien der Selbstkultivierung wurden auf den Umgang mit persönlichen Beziehungen und Angelegenheiten zwischen Ländern angewendet. Die gleichen Prinzipien wurden auch beim Regieren des Landes angewandt.

Im ersten Satz von Das Große Lernen heißt es, dass das Ziel des Lernens ist, „die großartige Tugend zu kultivieren, die vom Himmel gestiftet wurde und die Ebene der größten Barmherzigkeit zu erreichen“. Wenn Barmherzigkeit entwickelt worden ist, kann sie dazu eingesetzt werden, Menschen zu leiten. Um Menschen zu leiten, sollte man ihnen nahe stehen und sie lieben. Ein Kaiser sollte barmherzig sein, ein Beamter sollte respektvoll gegenüber dem Kaiser sein; ein Sohn sollte gegenüber seinen Eltern Respekt zeigen; Eltern sollten liebevoll und herzlich sein und Freunde sollten aufrichtig zu einander sein. Jeder versuchte, die Ebene von größter Barmherzigkeit zu erreichen.

In Das Große Lernen heißt es auch: „Befürwortung von Tugend folgt dem Regieren des Landes; Regieren des Landes folgt der Leitung der Familie und Leitung der Familie folgt der Selbstkultivierung.“

Was ist dann Selbstkultivierung? Selbstkultivierung fokussiert sich auf Kultivierung von Tugend und moralischen Werten. Antike Menschen studierten die Prinzipien der Materie, um Wissen zu erlangen und den Tao (Weg) zu suchen. Während des Prozesses, wurden sie durch die endgültigen Regeln der Entwicklung von Materie und den großen Weg erleuchtet, den sie als anleitende Philosophie für ihr Verhalten benutzten. Sie verbesserten ihr Gemüt, reinigten ihr Herz und kultivierten sich selbst aufrichtig und ehrlich. Eine Person mit großer Tugend und aufrichtigem Verhalten und Wissen wird natürlich die Fähigkeit haben, die Familie zu leiten, das Land zu regieren und mit Frieden über die Welt zu herrschen.

Solch ein wichtiges konfuzianisches klassisches Werk enthält weniger als 2.000 Schriftzeichen, doch es erwähnt dennoch die Grundsätze von Erziehung und Bildung. Das Ziel des Unterrichtens ist, ein Kind so aufzuziehen, dass es ein durch Selbstkultivierung unabhängiger und würdiger Erwachsener von großer Tugend wird. Wenn man jemanden als ´großartigen Menschen` bezeichnet, hat das nichts zu tun mit Alter, Wissen, Stärke, Reichtum oder Vornehmheit, sondern mit seiner Qualität. Die Großartigkeit von Das Große Lernen liegt in dessen „Befürwortung von Tugend“, von Menschen zu verlangen, das Negative aus ihren Gedanken zu entfernen und ständig ihren moralischen Standard zu verbessern. Demnach steht ein großartiger Mensch in würdiger Weise zwischen Himmel und Erde. Er ist barmherzig, weise und mutig. Wie viel Verantwortung ein Mensch auf seine Schultern nehmen kann, hängt davon ab, wie weit sein Herz, wie groß seine Tugend und wie kultiviert sein Talent ist.

Familie, Land und Welt, obwohl unterschiedlich in ihrer Größe, folgen den gleichen Prinzipien der Selbstkultivierung, weil Erfolg oder Niedergang und die erfolgreiche oder nicht erfolgreiche Leitung einer Familie, eines Landes und der Welt alle in enger Beziehung zu der Kultivierung der Individuen steht. Die Methoden der Selbstkultivierung können auf die Leitung einer Familie, Regieren eines Landes und den Vorsitz der Welt mittels Frieden ausgedehnt werden. Selbstkultivierung führt eine Person zum Beispiel dazu, respektvoll zu seinen Eltern zu sein. Wenn dieser Mensch die gleiche Tugend seinem Kaiser gegenüber zeigt, ist er ein loyaler Beamter. Gleichermaßen, wenn ein Mensch mit Nächstenliebe die gleiche Tugend den Älteren gegenüber zeigt, ist er eine respektvolle Person. Ein liebevoller, herzlicher Mensch, der die gleiche Tugend bei der Leitung von Menschen zeigt, muss sehr barmherzig sein. Daher wird ein gut kultivierter Mensch seine Familie gut leiten. Dann kann er auch ein Land gut regieren. Er wird definitiv talentierte Menschen mit großer Tugend anstellen und mit Frieden in der Welt den Vorsitz führen. Selbstkultivierung ist die fundamentalste Sache. Wenn alle der Selbstkultivierung Bedeutung beimessen, ihre eigene Verantwortung übernehmen und es von sich aus gut machen, dann wird die Welt friedlich sein. Nicht jeder kann ein großartiges Individuum werden, wie Yao oder Shun. Die Tugend eines edlen Menschen ist wie der Wind, und die Tugend eines gewöhnlichen Menschen ist wie das Gras. Die Tugend eines edlen Menschen könnte die Tugend eines gewöhnlichen Menschen beeinflussen, genauso wie das in der Beziehung zwischen Wind und Gras ist.

Wenn sich im Gegensatz dazu niemand selbst kultiviert, sondern nur daran denkt, andere zu kontrollieren, wird sich niemand erhöhen. Als Konsequenz daraus werden Beamte in höheren Positionen weder Tugend noch Talent haben und Unterdrückung und Folter einsetzen, um Menschen zu „leiten“. Menschen auf niedrigen Positionen werden keine Alternative haben und es schwierig finden, eine aufrichtige Gesinnung zu bewahren. Demzufolge wird es keiner, weder der Kaiser, die Beamten, die Eltern noch die Kinder, in seiner Position gut machen. Wenn sich Konflikte verschärfen, wird die Welt im Chaos sein. Das kommt daher, dass man den Zweig als Wurzel betrachtet. Daher liegt das fundamentalste Element von allem, sei es dem Regieren des Landes, der Leitung der Familie oder wenn man die Welt friedlich regiert, in der Selbstkultivierung der Individuen.

Herr Fan Zhongyan war ein berühmter hoher Beamter in der Nördlichen Song Dynastie. Er machte dem Kaiser aufrichtige Vorschläge. In den Kommunen führte er Projekte zur Wassereinsparung durch, half talentierte Menschen anzuleiten, bewahrte die Ländereien und ließ die Menschen in einem friedlichen Leben zur Ruhe kommen. Seine Erfolge sind seitdem über die Jahrhunderte gepriesen worden.

Herr Fan Zhongyan legte in jungen Jahren großen Wert auf die Selbstkultivierung. Er wurde in einer sehr armen Familie geboren. Während seiner Studienzeit bereitete er sich jeden Abend einen großen Topf mit Haferbrei zu. Bis zum nächsten Tag war der Haferbrei fest geworden. Herr Fan schnitt ihn mit einem Messer in vier Stücke und verzehrte zwei davon zum Frühstück und die anderen beiden zum Abendessen. Ein Sohn eines Regierungschefs in Nanjing sah Herrn Fan jeden Tag Haferbrei essen und war sehr berührt. Dieser Beamte sagte zu seinem Sohn, er solle Herrn Fan Nahrungsmittel bringen. Herr Fan lehnte die Nahrungsmittel jedoch ab, nachdem er sich aufrichtig bedankt hatte. Er sagte: „Ich schätze die Hilfe ihres Vaters aufrichtig. Ich bin daran gewöhnt, jeden Tag Haferbrei zu essen und so ist das für mich keine Qual. Wie könnte ich in der Zukunft jegliche Art von Qualen ertragen, wenn ich gierig auf delikates Essen wäre?“ Herr Fan war sogar unter schwierigen Umständen sehr fleißig. Er war arm und bescheiden, jedoch gut kultiviert. Er wurde schließlich ein gebildeter Gelehrter und ein berühmter Spitzenbeamter am Hof.

Herr Fan unterrichtete seine Kinder aus seiner persönlichen Erfahrungen heraus und durch mündliche Anleitung. Alle seine Kinder wurden erfolgreich. Seine Nachkommen erbten seine gute Qualität. Sein ältester Sohn, Herr Fan Chunyou, folgte ihm im Alter von 16 Jahren, um das westliche Xia zu verteidigen und er spendete dem Land eine Menge. Sein zweiter Sohn, Herr Fan Chunren, wurde Premierminister und war während dieser 50 Jahre sehr verantwortungsvoll. Sein dritter Sohn, Herr Fan Chunli, wurde Ministerpräsident. Sein vierter Sohn, Herr Fan Chuncui, wurde Finanzminister. Sie waren alle aufrichtig und scheuten sich nicht, den Mund aufzumachen. Sie liebten ihr Volk und waren, während sie ihr Amt am Hofe innehatten, berühmt für ihre Fairness und Ehrlichkeit. Sie spendeten den größten Teil ihres Gehaltes einer Dorfstiftung, die Herr Fan Zhongyan für arme Menschen eingerichtet hatte.

Im alten China gab es viele Menschen wie Herrn Fan Zhongyan. Ganz gleich wie arm sie waren oder wie reich sie wurden, niemals gaben sie ihr Ziel der Selbstkultivierung auf. Sie legten großen Wert auf Tugend. Sie umarmten die ganze Welt, sorgten sich um ihr Land und die Menschen, und strebten ihr ganzes Leben nach dem großen Weg.

Lasst uns nun einen Blick auf das gegenwärtige Bildungssystem Chinas werfen. Seitdem die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) mit betrügerischen Mitteln an die Macht kam, hat sie die Entwicklung verzerrt, Recht und Unrecht durcheinander gebracht und die traditionelle Kultur als „feudalen Müll“ verleumdet. Schulen, die ein Platz zur Wissensverbreitung sein sollten, wurden als Felder benutzt, um gegen das Aufrichtige zu kämpfen. Geschichte ist wie ein magischer Spiegel für die Enthüllung von Betrug. Die KPCh fürchtet sich vor selbständig denkenden Menschen. Der magische Spiegel der Geschichte kann die korrupte Moral, die bösartige Natur und Grausamkeit der KPCh aufdecken. Dies ist auch der Grund, warum die KPCh die traditionelle chinesische Kultur zerstörte. Während der vergangenen 60 Jahre hat sie das chinesische Volk und die Studenten getäuscht. Infolgedessen ist die Essenz der traditionellen chinesischen Kultur, die Tugend und Kultivierung des eigenen Herzens betonte, völlig verschwunden.

Im heutigen China lernen Studenten nur die Kultur der KPCh und deren falsche Entwicklung. Was sie hören und worüber sie lesen, sind alles Lügen und Propaganda der KPCh, die mit falschen Friedenszeiten prahlt. Von der Grundschule bis zur Hochschule kann kein Student, der im Examen nicht die Standard-Antworten der KPCh benutzt, gute Noten erhalten. Jeder, der die Wahrheit sagt, wird unterdrückt und attackiert. Wenn es überall nur Lügen gibt, wie kann da die Wahrheit verbreitet werden? Wenn selbständiges Denken nicht existiert, wie kann dann Kreativität verfochten werden?

Es ist für Studenten unmöglich, an Schulen selbständiges Denken und edle Tugenden zu entwickeln. Studenten streben nur nach akademischen Punkten und das Ziel ihrer Studien ist, über den anderen zu stehen. Wie können sie da edle Tugenden besitzen? Ganz zu schweigen davon, sich selbst zu kultivieren, die Familie zu leiten, das Land zu führen und mit Frieden in der Welt zu regieren. Unter der Kontrolle der KPCh ist die Erziehung und Bildung in China sehr industrialisiert worden und Studenten wurden in Handelsgüter verwandelt. Politiker, die weder gebildet sind noch irgendwelche Fähigkeiten besitzen, stiften daher Chaos. Sie verwandeln Schulen in Plätze zur Verbreitung falscher Theorien und zum Einnehmen von Geld. Daher kann in der Gesellschaft keine Tugend mehr gefunden werden. Die Mehrheit der Menschen strebt nur nach Geld.

Daher ist es unter der Kontrolle der KPCh unmöglich, Talente auf Meisterebene zu fördern. Im Gegenteil, viele Menschen sind dazu erzogen worden, verzerrt zu denken. Viele sogenannte „Experten“ machen unvernünftige Aussagen, weil sie von der KPCh bezahlt werden, um deren Absichten zu dienen. Sie stellen sich auf die Seite der KPCh und unterdrücken gute Menschen. Infolgedessen kann man keine aufrichtigen Stimmen hören; Moral ist in der chinesischen Gesellschaft völlig verloren gegangen.

Glücklicherweise hat sich Falun Dafa in diesem kritischen Augenblick, in dem die Moral verdorben ist, weit verbreitet. Nach nur einem Jahrzehnt praktizieren mehr als 100 Millionen Menschen Falun Dafa und folgen den Prinzipien von Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht. Immer mehr Menschen verstehen das Prinzip von ´Gutes wird mit Gutem belohnt und Böses trifft auf böse Vergeltung`. Menschen fangen an, die traditionelle Kultur wiederzubeleben, die für so lange Zeit verloren war, und kehren zur Kultivierung ihrer Tugend zurück.

Shen Yun Performing Arts mit seiner reinen Tugend und reinen Schönheit, hat die Essenz der chinesischen Zivilisation wiederbelebt, die von der KPCh zerstört wurde. Shen Yuns erfolgreiche Aufführungen in der westlichen Gesellschaft haben dazu geführt, großes Interesse an der traditionellen chinesischen Kultur zu wecken. Vielleicht können Chinesen, die die Wahrheit kennen und die KPCh Kultur ablegen, das kostbare kulturelle Erbe aufnehmen, das ihnen ihre Vorfahren hinterlassen haben. Darüber hinaus können sie ihre Herzen kultivieren, indem sie den Prinzipien von Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit, Nachsicht folgen. Die prächtige traditionelle chinesische Kultur wird in den Händen von erwachten Chinesen wieder aufleben und ihre großartigen Farben werden leuchten.