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Hunderte von Menschen bilden eine Menschenmauer, um zu verhindern, dass ein Lebensretter von der Polizei weggebracht wird (Fotos)

25. Juni 2012 |   Von einen Minghui-Korrespondenten aus der Provinz Hebei, China

(Minghui.org) Über hundert Leute hielten fast zwei Stunden lang mehrere Polizisten mit einer Menschenmauer davon ab, den mutigen Li Zhen, einen beherzten Lebensretter, wegzubringen. Die bei dem Vorfall anwesenden Personen machten den Polizisten schwere Vorwürfe: „Ihr bekommt Geld von den Steuerzahlern und begeht damit Gemeinheiten. Ihr seid doch keine Wachhunde.“ Die Leute im Wohngebiet Wenxin der Stadt Tangshan, Bezirk Kaiping, verbürgten sich schriftlich für Li Zhen und gaben freiwillig ihre Fingerabdrücke ab.

Samariter von Polizisten entführt

Am Morgen des 9. Juni 2012 gab das Büro 610 der Stadt Tangshan, sowie das Komitee für Politik und Recht, den Befehl heraus, Falun Gong Praktizierende in großem Umfang festzunehmen. An diesem Tag wurden insgesamt mehr als 20 Falun Gong Praktizierende in der Stadt Tangshan widerrechtlich verhaftet und ihre Wohnungen durchsucht.

Um etwa 6.00 Uhr morgens trafen die Polizisten der Polizeistation Kaiping im Wohngebiet Wenxin ein. Wang Xiulan, die Ehefrau von Li Zhen, hörte ein Klopfen an der Wohnungstür und jemand schrie: „Bitte Tante, öffne die Tür!“ Wang Xiulan öffnete die Tür für einen Spalt und sah eine Frau. Sie wollte die Frau gerade fragen, was los sei, da tauchten plötzlich über zehn Polizisten auf, die sich im Korridor versteckt hatten. Sie zerrten Wang Xiulan an ihren Armen und stürmten in die Wohnung. Wang Xiulan schrie laut nach ihrem Mann: „Li Zhen, Räuber kommen!“

Die Polizisten nahmen den noch schlafenden Li Zhen fest und durchsuchten die gesamte Wohnung. Sie behaupteten zwar, sie hätten einen Durchsuchungsbefehl, zeigten ihn aber nicht vor. Die Polizisten zerrten Li Zhen - nur in Unterhose bekleidet - nach unten.

Wang Xiulan, die Ehefrau von Li Zhen, öffnete eilig das Fenster und rief die Nachbarn um Hilfe: „Kommt helft uns, im Zimmer 202 sind Räuber.“ Nach und nach kamen immer mehr Bewohner aus ihren Wohnungen und versammelten sich vor dem Wohngebäude. Als die Leute sahen, dass es um Li Zhen, den beherzten Lebensretter ging, wollten sie die Polizisten, von ihrem Vorhaben abbringen. Als nichts half, bildeten sie alle zusammen eine „Mauer“, um einen Abtransport von ihm zu verhindern.

Li Zhen, 58 Jahre alt, lebt in Zhongqu, Bezirk Kaiping, Stadt Tangshan. Er hat bei den Dorfbewohnern seit über zwölf Jahren einen sehr guten Leumund. Seine Ehefrau, Wang Xiulan, kümmert sich seit Jahren voller Hingabe um den gelähmten Schwiegervater, was von allen anerkannt wird. Nachdem Jiang Zemin die Verfolgung von Falun Gong begonnen hatte, weigerte sich Li Zhen seinen Glauben aufzugeben; er wurde mehrmals verschleppt und im Zwangsarbeitslager gefoltert.

Die Dorfbewohner hoben Li Zhen Hilfsbereitschaft hervor und erzählten den Polizisten folgenden Vorfall: „Im Dorf Qianqu stürzte im Sommer 2010 eine Person in den Fluss. Viele Leute sahen den Ertrinkenden, aber niemand rettete ihn. Li Zhen fuhr gerade am Unglücksort vorbei, er stieg sofort von seinem Fahrrad ab und sprang samt Kleidung ins tiefe Wasser. Er rettete die Person und zog sie ans Ufer. Danach verließ er schnell den Ort, ohne seinen Namen zu hinterlassen.“

Die Bewohner fragten die Polizisten: „Würdet ihr Polizisten auch so handeln?!“ „Li Zhen ist wirklich ein Samariter. Warum nehmt ihr ihn fest?“ Die Leute waren ärgerlich und sagten: „Wir bräuchten überhaupt keine Polizisten, wenn alle so freundlich wären, wie er. Aber ihr wollt ihn festnehmen, wisst ihr eigentlich, was ihr da macht?“

Der halbnackte Li Zhen stand barfuß da, mit Handschellen gefesselt und sollte mit dem Polizeifahrzeug weggebracht werden. Viele Menschen weinten. Eine alte Frau zog einen Polizisten zur Seite und fragte ihn mit Tränen in den Augen: „Warum wollt ihr einen so sympathischen Menschen wegbringen?“

Die Polizisten ignorierten alle Einwände der Dorfbewohner und packten Li Zhen am Hals und drängten ihn mit voller Kraft zum Wagen. Die Gewalt der Polizisten reizte die Bewohner, sodass einige mit der Faust auf die Polizisten losgingen…

Der Sohn von Li Zhen, der in der Nähe wohnt, war zur Unterstützung seiner Eltern herbeigeeilt. Die Polizisten wollten ihn sofort festnehmen. Ein Dorfbewohner war sehr wütend und versuchte mit einer Schaufel gegen die Polizisten vorzugehen. Umsichtige Menschen hinderten ihn daran.

Die Polizisten, die sich noch in der Wohnung befanden, versuchten seine Ehefrau mitzunehmen. In Ruhe erklärte sie ihnen: „Ich war früher sehr krank und durch die Kultivierung geht es mir gut. Was habe ich falsch gemacht? Falls ihr mich festnehmt, hinterlasst bitte eure Namen und den des Verantwortlichen.“ Die Polizisten bekamen plötzlich Angst und niemand nannte seinen Namen oder den des Verantwortlichen. Schließlich gaben sie ihren Plan auf.

Gegen 8.00 Uhr morgens kam ein weiteres Polizeifahrzeug an der Wohnung an. Der Leiter der Polizeistation, mit einem karierten Hemd bekleidet, stieg aus und beschimpfte die Polizisten: „Ihr seid Tollpatsche. Ihr hättet es früh morgens und heimlich machen sollen. Jetzt ist die Situation aufgeheizt und es herrscht eine schlechte Stimmung, zu viele Leute haben euch gesehen!“

Nach fast zwei Stunden Pattsituation wurde Li Zhen trotzdem von über zehn Polizisten der Polizeistation Kaiping entführt. Viele Bewohner aus dem Wohngebiet blieben weiterhin vor Ort als die Polizeifahrzeuge bereits weg waren und schimpften auf die Polizisten. Plötzlich schlug einer vor: „Hat jemand Papier und Stift? Wir können alle unterschreiben und für Li Zhen bürgen!“ Da viele seinen Vorschlag gut fanden, unterschrieben sie mit ihrem Namen und gaben ihren Fingerabdruck ab. Insgesamt waren es 70 Leute, die für ihn bürgten.

Ein Nachbar im ersten Wohngebiet sagte: „Li Zhen ist ein Samariter, wenn andere Hilfe benötigten, hat er geholfen. Jetzt braucht er uns, wir sollten ihm helfen.“ Ein anderer Nachbar sagte: „Ganz gleich wer mich darüber interviewt, ich werde die Wahrheit sagen.“

 

 Unterschriftensammlung für die Freilassung von Li Zhen

Mehrmals Leiden bei der Verfolgung

Da das Ehepaar Li Zhen und Wang Xiulan an der Kultivierung von Falun Dafa festhielt und die wahren Umstände über Falun Dafa und die Hintergründe der Verfolgung öffentlich machte, wurden sie mehrmals von der Kommunistischen Partei Chinas verschleppt und inhaftiert.

Im Jahr 2001 schrieb Li Zhen außerdem zwei Briefe mit den wahren Tatsachen über Falun Dafa und gab sie beim Beschwerde-Büro der Gemeinde Kaiping ab. Einige Tage später wurde er von Zhang Zhiqiang, einem Polizisten der Kriminalpolizei, in die Polizeiwache Kaping verschleppt und dort in einer Stahlfalle (1,2 Quadratmeter) eingesperrt. Danach kam er in ein Internierungslager und wurde dort über 9 Monate lang rechtswidrig festgehalten und gefoltert: Im Winter übergossen sie ihn mit 40 Kübeln kaltem Wasser, schlugen ihm ins Gesicht und entzogen ihm den Schlaf. Die weiteren Foltermethoden waren „langes Stehen“, auf einem Eisenstuhl sitzen und Haft in einem isoliertem Raum usw. Acht Monate später brachten sie ihn in die Gehirnwäsche-Einrichtung Kaiping; dort wurde er einen Monat lang misshandelt. Außerdem erpressten sie fünf Tausend Yuan von ihm. Durch die verschiedenen Arten von Folter erlitt er seelische und körperliche Verletzungen. Obwohl er damals nur etwas über 40 Jahre alt war, hatte er fast keine Haare mehr, die meisten waren weiss.

 

Übergießen mit kaltem Wasser 

Im April 2002 entführten und folterten der Polizist Zhang Zhiqiang und vier weitere Polizisten Li Zhen und Wang Xiulan im Keller der Polizeiwache Kapiping. Die zwei wurden geschlagen, mit dem Besen verprügelt und stark getreten. Wang Xiulan war danach 48 Stunden bewusstlos.

Um zehn Uhr am Abend des 19. Oktober 2004 wurde Li Zhen's Wohnung von Liu Shuting und fünf anderen Polizisten der Polizeiwache Kaiping durchsucht. Ein Kassettenrekorder und einige Bücher wurden ihm weggenommen. Li Zhen und zwei seiner Besucher wurde zwangsweise verschleppt. Danach wurde Li Zhen ins Zwangsarbeitslager Hehuakeng gebracht und dort rechtswidrig festgehalten. Dort erlitt er starke elektrische Schlägen, Ohrfeigen, die Strafe durch Stehen und andere Folter. Im November 2005 wurde er ins Zwangsarbeitslager der Stadt Handan verlegt. Dort wurde er von den Polizisten Gao Fei und Shen mit vier elektrischen Stöcken und Gummistöcken über drei Stunden lang verprügelt.

 

 Folter mit Elektro-Stöcken

Organisationen und Personen, die in die Verfolgung involviert sind:

Liu Jianguo, Sekretär des Komitees für Politik und Recht der Stadt Tangshan: +0086-13831518989

Zhou Jinlin, stellvertretender Sekretär des Komitees der KPCh: +0086-2836588 (Festnetz), +0086-15931919999 (Handy)

Adresse des Büros 610 der Stadt Tangshan: Gebäude der Stadtregierung, Straße Xishan, 2. Stock

Sun Shaodong, stellvertretender Leiter der Abteilung Reklamationen und Beschwerden der Polizeibehörde der Stadt Tangshan: +0086-66746179 (Festnetz), +0086-13832985959 oder 13911295959 (Handy)

Liu Xiaozhong, stellvertretender Leiter der Polizeibehörde der Stadt Tangshan: +0086-1382980008 (Handy)

Untersuchungsgefängnis der Stadt Tangshan
Liu Jincheng, Leiter des Untersuchungsgefängnisses: +0086-13832981151 oder 13832981619

Meng Xianqing, stellvertretender Leiter des Untersuchungsgefängnisses: +0086-13832981132

Polizeistation Kaiping der Stadt Tangshan: +0086-315-3363215 oder 3363515 oder 3377110

Zhao Chunsheng, Leiter der Abteilung für Staatssicherheit: 0086-13832988290 (Handy)

Zhang Zhi, Leiter der Kriminalpolizei: +0086-13832988225

Yang Jinshan, Leiter des Büros 610, Bezirk Kaiping: +0086-13513399099

Dong Wei, stellvertretender Leiter des Büros 610, Bezirk Kaiping: +0086-13700351676

Wang Weili, Polizistin des Büros 610, Bezirk Kaiping: +0086-15832561826

Weitere Namen und Telefonnummern können dem chinesischen Originaltext entnommen werden.

Englische Version: (Link)