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Im Frauengefängnis von Shandong wird Marken-Kleidung für den Export hergestellt

14. August 2012 |   Von einem Minghui-Korrespondenten aus der Provinz Shandong

(Minghui.org) Unter dem Decknamen „Xing-Ye Development Co. Ltd., Provinz Shandong“ hat das Frauengefängnis von Shandong viele Verträge unterschrieben, um Waren herzustellen. Bevor das Gefängnis an seinen derzeitigen Standort verlegt wurde, befanden sich in dem Gefängnis neun Gefängnisabteilungen, in denen Häftlinge gezwungen wurden, Zwangsarbeit zu verrichten. In der Abteilung Nr. 6 waren Gefangene ab 60 Jahren und mit körperlichen Problemen und Behinderungen inhaftiert. Die Arbeitsbelastung war dort nicht so groß wie in anderen Abteilungen. Aber dennoch mussten alle Häftlinge jeden Tag ihre Quoten erfüllen. Sogar Gefangene mit Geistesstörungen und Körperbehinderte mussten arbeiten. Jeden Tag zogen Häftlinge, einige ältere und behinderte Gefangene auf Handwagen zur Arbeit. In der Abteilung Nr. 2 wurden Spielzeuge hergestellt und in der Abteilung Nr. 7 befand sich die Verpackungswerkstatt.

In den Abteilungen Nr. 1, 3, 4, 5 und 8 wurde Kleidung hergestellt. Um die Produktivität und den Gewinn zu maximieren, verlangten die Gefängnisbeamten wettbewerbsfähige Quoten. Sie setzten den Wärtern Leistungsziele, von denen dann deren Prämien und Beförderungen abhängig waren. Auch die Strafminderungen und Bewährungen der Häftlinge hingen von der Produktionsleistung ab. Dies verursachte einen harten Konkurrenzkampf zwischen den Gefängnisabteilungen, und die Arbeitsbelastung sowie der Lieferdruck eskalierten. Wegen der Besorgnis der Gesellschaft und der internationalen Protestwelle gegen Zwangsarbeit in Gefängnissen machte das Frauengefängnis einige Zugeständnisse. In der Vergangenheit mussten die Häftlinge 18 h pro Tag arbeiten und manchmal sogar 24 h täglich. Gegenwärtig reduzierten sie die Arbeitszeit auf 10 h und sagten externen Quellen aber, es seien 8 h. Trotz der Minimierung der Arbeitsstunden wurde die Gesamtleistung jedoch erhöht. Die Gefängniswärter wendeten eine Vielzahl von Methoden an, um eine erhöhte Produktivität zu erzielen. Sie setzten Gruppenleiter (Häftlinge) unter Druck, benutzten Vergütungen und Bestrafung, verprügelten und beschimpften die Häftlinge und reduzierten die Pausen und Essenszeiten. Einige zwangen die Gefangenen auch heimlich, Überstunden zu machen.

Die Gefängnisbehörde beauftragte Polizeibeamte, weitere Aufträge zu besorgen. Die meisten Verträge kamen von internationalen Handelsgesellschaften und hochrangigen Bekleidungslieferanten jener Handelsgesellschaften. Große Mengen an Kleidung und Spielzeug wurden in die USA, nach Japan, Südkorea, Russland, Deutschland und in andere Länder exportiert. Eine Reihe von Markenwaren, darunter auch Pierre Cardin, wurde in diesen Gefängnissen hergestellt. Waren die Außenhandelsverträge niedrig, nahm das Gefängnis auch innerstaatliche Verträge an, wie Militär- und Polizeiuniformen und andere Waren.

Ich kann mich an mindestens drei Marken erinnern, die große Aufträge hatten. Eine davon ist ABC Kinderbekleidung. Die Firma ABC wurde 1983 in Taiwan gegründet und ist eine bekannte Marke in China. 

 

Die andere Marke ist Charles River Apparel Sportkleidung. Auf den Etiketten stand „Export in die USA“. Hier sehen Sie das Logo:
 

 

Im Gefängnis wurden auch massenhaft „Han-Si“ Daunenjacken produziert. So sieht das Logo aus:  

 

Das Wangcun Zwangsarbeitslager in Zibo, Provinz Shandong, ist ein weiterer Ort, wo mittels Zwangsarbeit massenhaft Waren produziert werden. Das Wangcun Zwangsarbeitslager wurde 2004 extra gebaut, um weibliche Falun Gong-Praktizierende in der Provinz Shandong zu verfolgen. Mehrere 1000 Praktizierende im Alter zwischen 20 und 60 Jahren wurden dort inhaftiert, gefoltert und mussten Zwangsarbeit verrichten. In Spitzenzeiten wurden dort nahezu 600 Praktizierende festgehalten. Das monatliche Essensbudget für jeden Häftlinge betrug nur 150 Yuan, und sie mussten, ohne Vergütung, schwere Zwangsarbeit zu verrichten.

Die Praktizierenden waren vielen Runden von Gehirnwäsche ausgesetzt. Jeder neu angekommene Praktizierende wurde von mehreren Insassen überwacht und in Einzelhaft gesperrt. Die Zelle diente den Praktizierenden als Schlafzimmer, Esszimmer und Toilette. Praktizierende, die sich weigerten, ihren Glauben aufzugeben, wurde ausgedehnten Bestrafungen unterzogen: Sie wurden geschlagen, beschimpft, aufgehängt, und sie durften weder zur Toilette gehen noch schlafen.

Nachdem die Praktizierenden gezwungen worden waren, eine Erklärung zu unterschreiben, in der sie versicherten, ihren Glauben aufzugeben, mussten sie Zwangsarbeit verrichten. Die Arbeitszeit begann um 5:00 Uhr morgens und endete um 22:30 Uhr. Sie wurden gezwungen, kommunistische „rote Lieder“ zu singen und öffentliche Tagebücher sowie monatliche zusammenfassende Berichte zu schreiben. In den Berichten mussten sie den Meister von Falun Gong und ihre Praktik denunzieren. Selbst ältere Frauen, die weder lesen noch schreiben konnten, mussten Ihre Denunziationen in Worte fassen und andere schrieben diese dann nieder.

Im Wangcun Zwangsarbeitslager wurden Produkte hergestellt, wie Türvorhänge, Glaskugeln, gestrickte ärmellose Hemden, Handtaschen, Steppdecken, Spielzeuge, Weihnachtsbäume, geschälter Knoblauch und Bleistiftschachteln. Die Inhaftierten mussten auch andere Handarbeiten verrichten: Glaswaren und Vasen waschen, verpacken und etikettieren und elektrische Spulen umwickeln. Das Wangcun Zwangsarbeitslager übernahm auch Auftragsarbeiten von Bekleidungsfirmen mit Sitz in Weiqiao, Provinz Shandong.