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Was „Geisteskrankheit“ in einem kommunistischen Regime eigentlich bedeutet

29. August 2012 |   Von Wen Li

(Minghui.org) Zwei Gespräche fanden in zwei verschiedenen Ländern statt. Obwohl sie im Abstand von drei Jahrzehnten geführt wurden, sind sie erstaunlich und erschreckend ähnlich. Der Schauplatz war allzu alltäglich in den psychiatrischen Kliniken in der ehemaligen Sowjetunion und ist es jetzt im gegenwärtigen China. Die Kommunistische Partei der Sowjetunion (KPdSU) und die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) nutzten bzw. nutzen die psychiatrische Einweisung als Methode der Verfolgung und Bestrafung von politischen Gefangenen.

Das erste Gespräch führte ein Psychiater mit dem Dissidenten General Petro Grigorievich Grigorenko in der ehemaligen Sowjetunion. General Grigorenko war am Deutsch-Sowjetischen Krieg [Anmerkung der Redaktion: in Deutschland als ´Russlandfeldzug`, in der Sowjetunion als ´Großer Vaterländischer Krieg` bezeichnet] und anderen großen Feldzügen beteiligt. Er verdiente sich Anerkennung durch seine Mitwirkung bei der sowjetischen Roten Armee und erhielt bedeutende Auszeichnungen. Weil er es jedoch wagte, die sowjetischen Führer und das sowjetische Regime zu kritisieren, wurde er mehrmals vom KGB verfolgt. Die Ämter der kommunistischen sowjetischen Partei „diagnostizierten“ bei ihm eine „paranoide Schizophrenie“ und sperrten ihn jahrelang in eine psychiatrische Klinik. Im Jahr 1971 wurde er in das Gefängniskrankenhaus Chernyakhovsk verlegt, das speziell für „Geisteskranke“ eingerichtet wurde. Das folgende Gespräch fand im Zuge dieser ärztlichen Überweisung statt.

Der Arzt fragte General Grigorenko, ob er seine Überzeugung geändert habe. Dieser antwortete: „Überzeugungen sind nicht wie Handschuhe, sie werden nicht einfach so ausgetauscht.“

Der Arzt sagte: „Dann werden Sie Ihre Behandlung fortsetzen müssen.“

Ein ähnliches Gespräch fand 30 Jahre später zwischen einem Ermittler der „Weltorganisation zur Untersuchung der Verfolgung von Falun Gong“ (WOIPFG) und einem Psychiater in China statt.

Nachdem die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) die Verfolgung von Falun Gong angefangen hatte, kamen viele Beispiele von Praktizierenden ans Tageslicht, die als Verfolgungsmethode einer psychiatrischen Behandlung unterzogen wurden. WOIPFG untersuchte mehr als 100 Krankenhäuser in China und bestätigte diese Tatsache. Folgendes Gespräch fand zwischen einem Ermittler und einem Psychiater in der Psychiatrischen Klinik Liaoyang statt:

„Frage: Haben Sie Falun Gong-Praktizierende behandelt?

Antwort: Ja.

Frage: Was ist, wenn er gar keine Symptome einer Geisteskrankheit aufweist, aber erklärt, dass er weiter [Falun Gong] praktizieren möchte?

Antwort: Das bedeutet, dass er Symptome einer Geisteskrankheit hat.

Frage: Was ist, wenn er sagt, dass das eine Glaubensangelegenheit ist und er weiter praktizieren möchte?

Antwort: Dann ist er ein typisch Paranoider.“

Die Psychiater folgten in beiden Fällen der gleichen Richtlinie zur Diagnostizierung von „Geisteskrankheit“, und die lautet: So lange er an seinen eigenen Meinungen festhält, leidet er an paranoider Schizophrenie.

Diese Diagnose weicht von den ethischen psychiatrischen Diagnosekriterien und Vorgehensweisen ab und steht ganz klar im Gegensatz zu einem grundsätzlichen gesunden Menschenverstand und Urteilsvermögen. Es ist aber ein Charakteristikum der KPdSU und der KPCh, die die Praxis der Psychiatrie missbrauchen, um politische Verfolgung auszuüben.

Stalin behauptete: „Dissidenten sind geisteskrank.“ Chruschtschow führte es näher aus: „Es gibt in der Sowjetunion niemanden, der anderer Meinung ist als die KPdSU und das sowjetische kommunistische System, es gibt nur noch die Geisteskranken.“ Die Leitideologie der Parteiführer der kommunistischen sowjetischen Partei führte in großen Teilen der Sowjetunion zur Inhaftierung jener Dissidenten in Nervenheilanstalten, die wagten, ihre Unzufriedenheit mit der Partei kundzutun. Die KPCh übernahm die abartigen Methoden der ehemaligen Sowjetunion und trieb sie bei ihrer Verfolgungskampagne gegen Falun Gong auf die Spitze.

Was die politischen Dissidenten von den Falun Gong-Praktizierenden unterscheidet, ist die Tatsache, dass sich die Praktizierenden nicht um Politik kümmern. Sie halten standhaft an ihrem Glauben an Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht fest und es gibt viele von ihnen. Eine drohende Krise mit Verlust der ideologischen Kontrolle vorausahnend, geriet die KPCh schon in Panik, bevor sie ihre fieberhafte Verfolgung begann. Von Beginn der Verfolgung an bis zum heutigen Tag ist ein ganz wichtiger Aspekt der erdrückenden Verleumdung der KPCh, dass sie sehr heftig bemüht ist, die Falun Gong-Praktizierenden als Geisteskranke hinzustellen.

Tatsächlich gaben und geben Angestellte innerhalb der kommunistischen sowjetischen Partei und der KPCh unter vier Augen zu, dass die Falun Gong-„Patienten“ in Wirklichkeit nicht geisteskrank sind. Sie sind geistig gesund, wurden aber aus politischen Gründen in psychiatrische Kliniken eingewiesen. Ein KPdSU-Oberst äußerte einem Offizier gegenüber ganz direkt: „Er war nie geisteskrank, aber er ist anti-sowjetisch eingestellt und er ist nicht für die Politik des Politbüros. … Sobald er mit der ‚psychiatrische Behandlung‘ anfängt, machen sie aus ihm einen Wahnsinnigen.“

Als WOIPFG-Ermittler Psychiater in mehr als 100 Krankenhäusern in China befragten, erklärten die meisten Ärzte ebenso deutlich, dass sie einen politischen Auftrag ausführen würden. Sie wussten, dass die Drogen, die sie verwendeten, schwerwiegende toxische Wirkungen haben, trotzdem setzten sie sie in großem Umfang ein. Sie können es sich nicht leisten, es nicht zu machen, weil sie ihre Arbeit nicht verlieren wollen. Auf die Frage, wann die Falun Gong-Praktizierenden entlassen werden können, antworteten die Ärzte: „Er muss sein Verständnis ändern und eine ‚Reueerklärung‘ schreiben“. Die Ärzte sind offensichtlich nicht der Meinung, dass diese Falun Gong-Praktizierenden paranoid sind, weil es unlogisch ist und gegen den gesunden Menschenverstand geht, von einem psychiatrischen Patienten zu erwarten, dass er eine ‚Garantieerklärung‘ und eine ‚Reueerklärung‘ unterschreibt. Dies bestätigt auch, dass die KPCh zur Verfolgung von Falun Gong-Praktizierenden psychiatrische Einweisungen vornimmt.

Die KPdSU-Dissidenten wurden dazu gezwungen, hohe Dosen von Antipsychotika zur „Behandlung“ einzunehmen und einige Personen litten danach wirklich unter Geistesstörungen. Viele Falun Gong-Praktizierende wurden gewaltsam in psychiatrische Kliniken und Drogenrehabilitationszentren eingewiesen, wo man ihnen Medikamente injizierte oder gewaltsam einflößte, die ihr Zentralnervensystem schädigten, oder wo sie Elektroschocks und anderen körperlichen Misshandlungen unterzogen wurden. Einige von ihnen wurden körperlich schwer verletzt oder geistesgestört und einige starben sogar.

Es gibt starke Ähnlichkeiten bei den Vorgehensweisen der KPCh und der KPdSU in Bezug auf die Durchsetzung ihrer politischen Verfolgung, wobei es die KPCh auf die Spitze treibt. Als jedoch der Zusammenbruch der Sowjetunion begann, kam er ganz unverzüglich, und so ist auch die KPCh dem Untergang geweiht.

Jene Psychiater und Medienangestellten, die die Verleumdung verbreiten, das Praktizieren von Falun Gong würde zu „Geisteskrankheit“ führen, befolgen genau die Verfolgungsanweisung der KPCh. Sehr besorgniserregend und bedauernswert ist aber, dass es ihr eigenes endgültiges Verhängnis ist.