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Blut und Tränen hinter den Etiketten „Made in China” - Teil 2 (Fotos)

2. Januar 2013 |   Von einem Minghui-Korrespondenten in China

(Minghui.org)

Teil 1 siehe: http://de.minghui.org/artikel/71592.html

Wenn die Menschen die günstigen Produkte mit den Etiketten „Made in China“ kaufen, ob es nun Kleidung, Konsumgüter oder Festtagsdekorationen sind, wissen sie höchstwahrscheinlich nicht, dass viele davon in chinesischen Gefängnissen und Arbeitslagern hergestellt wurden und dass sich hinter diesen Waren unbekannte mit Blut und Tränen behaftete Geschichten verbergen.

Im Frauengefängnis der Provinz Liaoning werden für die Produktionsergebnisse Boni verteilt. Daher bemühen sich die Wärter in jeder Abteilung sehr, die Falun Gong-Praktizierenden und die anderen Gefangenen zu härterer Arbeit zu bewegen. Die Rohmaterialien vieler Zwangsarbeitsprodukte sind gefährlich und die Arbeitsbedingungen sind sehr unsauber. Wenn zum Beispiel die Gefangenen per Hand Baumwolltupfer herstellen, machen sie das wahrscheinlich, ohne sich vorher die Hände gewaschen zu haben. Sie waren vielleicht gerade auf der Toilette oder haben ansteckende Krankheiten. Trotzdem produzieren sie den ganzen Tag lang Zahnstocherbeutel, Essstäbchenbeutel und Brottüten.

Es folgt eine unvollständige Liste von Zwangsarbeitsprodukten, die in den letzten Jahren im Frauengefängnis der Provinz Liaoning hergestellt wurden:

- „Holiland“ (Hao Li Lai) Kuchenverpackungen, Brotbeutel und Hamburger-Schachteln werden für die Taoli Food Company in der Stadt Shenyang hergestellt. Schachteln für Nahrungsmittel, Medikamente, Schuhe und Kosmetika werden für andere Marken produziert.

- Militärkleidung der Marke „Rongfa“ für die Rongfa-Kleiderfabrik in der Provinz Jilin. Das Gefängnis produziert hauptsächlich verschiedene Polizeiuniformen, Regenmäntel für das Militär und Winterjacken aus Baumwolle.

- Kleidung für die Firma Feilong (chinesischer Name einer japanischen Firma), die Feilong-Herrenhosen zum Export nach Japan und Südkorea herstellt.

- Exportbekleidung für Baijiahao-Kleidung aus Shanghai. Die Marke nennt sich Basic House.

- Wattestäbchen für die Firma Tianjie in der Stadt Shenyang. Die Hygieneartikelfirma Tianjie exportiert ihre Produkte nach USA, Europa, Israel, Australien, Südkorea und weitere Länder.

- Exportbekleidung für die Bekleidungsunternehmensgruppe Guanglin in Liaoyang. Die Bekleidungsfirma exportiert nach Japan, Südkorea, Hongkong, Panama, USA, Großbritannien und Kanada.

- Japanische und südkoreanische Bekleidung für die Kleiderfabrik Yinhe in Fushun. Diese Firma befindet sich in 11 Leifeng Straße/West, Bezirk Wanghua, Stadt Fushun, Provinz Liaoning.

- Im Gefängnis werden alle Arten von Unterwäsche hergestellt. Es werden auch Kleider für Außenhandelsfirmen in Dalian und Dandong produziert.

- Die 10. Gefängnisabteilung stellt Bekleidung für die Firma Zhonghe Clothing Co., Ltd. in Shenyang her. Der Firmenmanager vor Ort heißt mit Familiennamen Wang. Die 10. Gefängnisabteilung produziert auch für die Kleiderfirma Yuxin in Dandong. Der Firmenmanager heißt Jiang.

- Hosen der Marke Bangbang für die Anna-Bekleidungsgruppe in Shenyang werden nach Südkorea, Japan, Europa und Amerika exportiert.

Yang Li, Leiterin des Frauengefängnisses der Provinz Liaoning. Yang unterschrieb einen Vertrag zur Kleiderproduktion mit der Anna-Bekleidungsgruppe in Shenyang (Online-Foto)

3. Die Geschichten von zwei Falun Gong-Praktizierenden

Im Zwangsarbeitslager Longshan in Shenyang sind weibliche Falun Gong-Praktizierende eingesperrt, die dort verfolgt werden. Das Arbeitslager zwingt die Falun Gong-Praktizierenden und andere Häftlinge dazu, Exportprodukte wie Kerzen und handgefertigte Halsketten herzustellen. Täglich müssen die Häftlinge mehr als 15 Stunden arbeiten. Die Rohmaterialien geben stechende Dämpfe ab, die für Menschen toxisch sind. Obwohl die Produkte in China hergestellt werden, tragen die Packungen der im Gefängnis hergestellten farbigen Kerzen die Aufschrift „Made in Thailand“.

Im Zwangsarbeitslager Longshan hergestellte farbige Kerzen

Frau Ren Shujie war Besitzerin eines kleinen Bekleidungsgeschäftes auf dem Markt Donghu im Bezirk Yuhong, Stadt Shenyang. Sie fing 1998 mit dem Praktizieren von Falun Gong an und wurde dadurch ein gesunder, aufrichtiger, positiv eingestellter und freundlicher Mensch. Ihre Kunden und Kollegen auf dem Markt betrachteten sie alle als guten Menschen. Im Mai 2002 wurde Frau Ren festgenommen und wegen des Verteilens von Informationsmaterial über die Fakten von Falun Gong zu drei Jahren Arbeitslager verurteilt. Weil sie sich weigerte, ihren Glauben an Falun Gong aufzugeben, wurde sie im Zwangsarbeitslager Longshan in Shenyang grausam verprügelt und zu Zwangsarbeit gezwungen.

In einer Videoaufnahme, die auf der Minghui-Website erschien, berichtete Frau Ren über ihre Geschichte:

„Wir mussten um 06:30 Uhr zum Frühstück aufstehen und um 07:00 Uhr am Arbeitsplatz erscheinen. Jeder Behälter mit Wachs wog mindestens 40 jin (ungefähr 20 Kilogramm). Die Behälter sahen wie Bierfässer aus. Sie waren mit Wachs angefüllt. Jeden Tag mussten wir die Behälter die Treppen hinauf- und hinuntertragen. Eines Tages weinte ich, weil ich so müde war, ich hatte 40 Fässer Wachs geschleppt!

Durchschnittlich mussten wir täglich bis 22:30 Uhr arbeiten. Es gab keine Mittagspause. Wenn man eine Pause mitten am Tag machte, dann musste man nachts länger arbeiten. Eigentlich mussten wir jede Pause, die wir machten, später wieder hereinarbeiten. Wenn die Arbeitszeit verlängert wurde, bedeutete das nicht 22:30 Uhr; manchmal arbeiteten wir sogar bis Mitternacht. Das ging täglich so, nicht nur an einem oder zwei Tagen. Die Arbeitsmenge blieb so riesig, ganz zu schweigen davon, dass wir so wenig Zeit zum Essen hatten, dass wir nicht einmal fertigessen konnten, obwohl wir noch Hunger hatten. Wir hatten weder eine Pause noch irgendwelche Freiheiten. Es gab nur Arbeit, unser Denken bestand nur aus Arbeit.“

Frau Ren starb am 1. September 2005 im Alter von 42 Jahren. Sie hinterließ einen Sohn im Teenager-Alter.

Die Falun Gong-Praktizierende Ren Shujie mit ihrem Sohn

Im Zwangsarbeitslager Zhangshi in Shenyang befinden sich männliche Falun Gong-Praktizierende. Zu den dort hergestellten Produkten zählen unter anderem Kämme, Essstäbchen, künstliche Augenwimpern, Kochgitter für Grills, Neon-Glühbirnen. Das Arbeitslager arbeitet bei der Produktion von Kämmen mit Shenyang Haiwei Jewelry Co., Ltd. zusammen. Die Waren werden in über zehn Länder exportiert, darunter sind Japan, die USA und viele Länder in Europa. Die Haiwei-Firma liefert die Rohmaterialien und Bauteile. Die Falun Gong-Praktizierenden und die anderen Häftlinge werden vom Arbeitslager Zhangshi gezwungen, die Kammköpfe und die Verpackungen zu machen. Die Dämpfe des Leims für die Packschachteln sind für die Atemwege schlecht und die anderen Produktionsmaterialien sind für Menschen toxisch.

Der Falun Gong-Praktizierende Li Xiaoyuan

Li Xiaoyuan war ein ausgezeichneter Mechaniker bei der ersten Hohlformfabrik in der Luftfahrtkooperation Shenyang. Er war weithin bei den Kollegen respektiert. Vor dem chinesischen Neujahr 2002 wurde er jedoch verhaftet und in das Zwangsarbeitslager Zhangshi in Shenyang gebracht.

Dort musste Herr Li viele Folterungen ertragen. Er wurde beispielsweise nackt ausgezogen, an einem Eisengitter aufgehängt und grausam verprügelt, er wurde mit Elektrostöcken geschockt und in einem Gefrierraum „gefroren“. Weil er nicht von seinem Glauben an Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht abwich, sperrte ihn die Polizei mit Strafgefangenen zusammen und zwang ihn zu übermäßiger Zwangsarbeit.

Am 25. April 2002 weigerte sich Herr Li, die Zwangsarbeit zu verrichten. Der Wärter Yang Shu und einige Gefangene schockten ihn mit 120.000-Volt-Elektrostöcken. Er wurde grausam verprügelt und man entzog ihm den Schlaf. Die Folter dauerte vier Tage lang. Herr Li war überall grün und blau und sein Körper war stark angeschwollen. Er konnte nicht mehr alleine gehen und musste auf einem Spezialstuhl zur Toilette gehen. Etwa im Mai oder Juni wurde Herr Li heimlich in das Zwangsarbeitslager Guanshan in Liaoning verlegt, wo er am 9. November 2003 im Alter von 46 Jahren an den Misshandlungen starb.

In den Gefängnissen und Arbeitslagern in China werden die Falun Gong-Praktizierenden gleichzeitig gewaltsamer Gehirnwäsche und Zwangsarbeit unterzogen. Zu den Zwangsarbeitsprodukten, die im Zwangsarbeitslager Masanjia in der Provinz Liaoning hergestellt werden, gehören handgefertigte Blumen, Federn (mit giftigen Materialien hergestellt), handgefertigte Ketten und Armreifen, Eis am Stil, Mädchenkleider, Hochzeitskleider, Haarschmuck, militärische Baumwollmäntel, Schutzausrüstungen, Westen für Gefangene, geschälter Knoblauch (zum Export).

Im Zwangsarbeitslager Shenxin in Shenyang werden unter anderem westliche Festtagsgegenstände, farbige Kerzen, Schaumlämmer, Tauben, Adler, Skelette, Bälle und Sterne, goldene „glückverheißende Schriftzeichen“ und Essstäbchen produziert.

Produkte aus dem Zwangsarbeitslager Shenxin in Shenyang: goldene „Glücksbringer“

4. „Made in Zwangsarbeit in China“ – die verborgene Wahrheit

Die Fakten über die Produkte aus chinesischen Arbeitslagern werden von der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) verheimlicht. Im Jahr 2006 fiel im Zwangsarbeitslager Shenxin in Shenyang die Identifikationsmarke eines Gefangenen versehentlich in einen Container mit Endprodukten. Auf dieser Identifikationsmarke befanden sich das Foto und der Name des Gefangenen sowie der Name des Arbeitslagers. Die Marke wurde gefunden, bevor der Container das Arbeitslager verließ, aber die Wärter waren sehr in Panik geraten. Sie führten Einzelverhöre mit Gefangenen durch und führten eine noch strengere Prüfungsmethode bei den Produkten für den Export durch, damit die Wahrheit über die Zwangsarbeit und die brutale Verfolgung von Falun Gong-Praktizierenden nicht ans Tageslicht kommt.

Die Zwangsarbeit findet immer noch statt. Zwangsarbeitsprodukte überfluten den Weltmarkt und die internationalen Handelsabkommen werden somit missachtet. Derartiger Handel weitet die Verfolgung von Falun Gong auf alle Ebenen der Weltgemeinschaft aus.

Wir hoffen sehr, dass die Menschen in der freien Welt die mit Blut und Tränen behafteten Geschichten hinter diesen Zwangsarbeitswaren zur Kenntnis nehmen und mithelfen, dass die brutale Verfolgung von Falun Gong beendet wird, Werte wie Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht geschützt werden und die unveräußerlichen Rechte der Chinesen, gutherzig und ehrlich zu sein, geschützt werden. Solches Handeln trägt auch zum Schutz der eigenen Rechte eines jeden Menschen bei.