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Zwangsarbeit in chinesischen Gefängnissen (Fotos)

27. Januar 2013 |   Von einem Minghui-Korrespondenten aus Shanghai, China

(Minghui.org) Vor kurzem berichtete The Oregonian über einen geheimen Brief, in dem ein Gefangener im berüchtigten Zwangsarbeitslager Masanjia in China um Hilfe fleht. Der Brief war in einer Packung mit Halloween-Dekorationen versteckt, die von jemandem in den Vereinigten Staaten gekauft wurde. Die Nachricht zog große Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf die schreckliche Zwangsarbeit unter der Diktatur auf sich. In China wird Zwangsarbeit im gesamten Strafvollzugssystem eingesetzt, einschließlich Haftanstalten, Zwangsarbeitslagern und Gefängnissen. Dieser Artikel beschreibt die Situation der Zwangsarbeit in Shanghai, Teil des systematischen Verstoßes gegen die Menschenrechte im heutigen China.

1. Zwangsarbeit in Haftanstalten

Laut chinesischem Gesetz sind die Personen in Haftanstalten entweder Verdächtige oder wegen kleinerer Verbrechen angeklagte Personen. Da sie nicht verurteilt wurden, dürften diese Personen rechtlich eigentlich nicht durch „Zwangsarbeit umerzogen werden.“ Tatsächlich werden die Gefangenen jedoch gezwungen, schwere Arbeit zu leisten. Es gibt sogar das Sprichwort: „in Hongkou zu Tode arbeiten,“ das sich auf die intensive Zwangsarbeit in der Haftanstalt Hongkou in Shanghai bezieht.

Red Dragonfly Schuhkarton

Die Haftanstalt Baoshan in Shanghai, auch bekannt als „die Haftanstalt Nr. 1 in Fernost,“ ist eine Institution, in der Zwangsarbeit angewendet wird. Die produzierten Produkte umfassen dabei Schachteln für Kontaktlinsen, Verpackungen für Mondkuchen, Anweisungen für Themen-Parks in Japan, Schuhkartons für Red Dragonfly und Einkaufstaschen für das Kaufhaus Jiuguang. Alle diese Produkte werden von Gefangenen in überfüllten, verschlossenen Zellen hergestellt. Die Zellen sind mit starken Dämpfen von bei der Herstellung verwendetem Klebstoff gefüllt. Die Gefangenen müssen in dieser Umgebung voller giftiger Luft und Staub jeden Tag mehr als 12 Stunden arbeiten. Sie müssen im selben Raum Essen und die Toiletten benutzen.

Wieso werden Gefangene, die nicht verurteilt wurden, Zwangsarbeit ausgesetzt, obwohl dies gegen das chinesische Gesetz verstößt? In China werden die Haftanstalten von den Polizeistationen betrieben und so werden die Geldmittel und Ressourcen von den örtlichen Polizeistationen verwaltet. Durch die unrechtmäßige Zwangsarbeit, die keine Investition benötigt, können die Polizeistationen große Gewinne machen. Den Gefangenen werden alle Freiheiten und Rechte entzogen, einschließlich des Rechtes, für ihre Arbeit bezahlt zu werden. Oft werden sie auch von den Polizisten nach Beliebigen misshandelt, manchmal sogar getötet.

2. Zwangsarbeit in Arbeitslagern

Zwangsarbeitslager werden verwendet, um Menschen durch „Arbeit umzuerziehen“. Weil die gesetzlichen Bestimmungen Zwangsarbeit als rechtswidrig erachten, ist die Anwendung von Zwangsarbeit für Profit unmenschlich.

Three-gun Unterwäsche

Diode

Zum Beispiel stellt das Frauenzwangsarbeitslager Shanghai Three-gun Unterwäsche (siehe Foto), Plüschtiere, Dioden, Perlenketten, kleine Glühbirnen und andere Dinge her. Berge von Rohstoffen und Kisten von Produkten stehen überall in dem Lager. Die Gefangenen arbeiten mehrere Tage und Nächte durchgehend an Nähmaschinen, um ihr gewaltiges Arbeitspensum zu erfüllen. Die Gefangenen verletzen oft ihre Finger an den Nadeln, weil sie überarbeitet und erschöpft sind. Nach einem einfachen Verband müssen sie jedoch weiter arbeiten. Ein weiteres Produkt, Dioden, erfordert von den Gefangenen, Drähte auf einer Handflächen-großen Gummiplatte vollständig gerade zu biegen. Jeder Gefangene muss täglich sieben Kilogramm an Dioden fertigstellen. Falun Gong-Praktizierende im Frauenzwangsarbeitslager Shanghai arbeiten hauptsächlich an Dioden. Viele von ihnen leiden unter Sehnenscheidenentzündung, geschwollenen Fingern und aufgeplatzter Haut. Wenn sie ihr Arbeitspensum nicht schaffen, dann müssen sie in den Waschräumen bis 2:00 Uhr oder 3:00 Uhr morgens weitermachen. Nach nur wenigen Stunden Schlaf werden sie dann wieder zur Arbeit geweckt.

Die Zwangsarbeit von Gefangenen bringt dem Strafvollzugssystem, Polizisten und Direktoren enormen Profit. 2003 baute das Frauenzwangsarbeitslager Shanghai noch ein sechstes Gebäude, um weitere Gefangene unterzubringen. Auf diese Weise kann es noch mehr Sklavenarbeiter einsperren, um die „Umerziehung-durch-Arbeit“ Industrie weiter auszubauen.

3. Zwangsarbeit in Gefängnissen

Die Gefängnisse bilden noch größere Zwangsarbeitslager in China und viele haben sogar offizielle Namen, die dies widerspiegeln. Zum Beispiel heißt das Gefängnis Deyang in Sichuan auch Fabrik Nr. 95 der Stadt Deyang in der Provinz Sichuan, das Frauengefängnis Shanxi heißt chemische Fabrik der Provinz Shanxi und das Gefängnis Baoding (Gefängnis Nr. 1 der Provinz Hebei) heißt Bekleidungsfabrik Hebei.

 

Gutscheine für KFC (zum Falten)

Eagle Steckdosen-Abdeckung

Das Frauengefängnis Shanghai produzierte Kleidung, Pullover, Verpackungen für Gillette, Verpackungen für Shanghai Jiahua Kosmetik, Anhänger für Goldfish Oil, gefaltene Gutscheine für KFC und Eagle Steckdosen-Abdeckungen (siehe Fotos oben). Dutzende Falun Gong-Praktizierende wurden in der Abteilung Nr. 5 des Frauengefängnisses Shanghai eingesperrt und mussten Anhänger für Goldfisch Oil verknoten, bis zu 5.400 Knoten pro Tag. So viele Knoten zu knoten lässt die Finger bluten und die Gefangenen müssen nachts lange Zeit unter schlechtem Licht arbeiten. Viele ältere Falun Gong-Praktizierende bekamen durch die schwere Arbeit Bluthochdruck. Die Abteilung Nr. 5 eröffnete 2011 eine neue Werkstatt, um Eagle Steckdosen-Abdeckungen herzustellen. Wegen der schweren, monotonen Arbeit verschlechterten sich das Augenlicht und die allgemeine Gesundheit der Praktizierenden.

Zwangsarbeit ist das wirtschaftliche Rückgrat der Gefängnisse in China. Um ihre Taten zu legitimieren, erfanden die Gefängnisse und Zwangsarbeitslager den Slogan „Arbeit reinigt Sünden.“ Um die Produktion zu maximieren, werden die Gefangenen gezwungen, im selben Raum, der oft mit giftigen Dämpfen und Staub angefüllt ist, zu essen, zu schlafen, zu arbeiten und die Toilette zu benutzen. Sie müssen schnell essen, damit sie nicht als „faul“ bezeichnet und bestraft werden.

Zusammengefasst ist Zwangsarbeit im gesamtem Strafvollzugssystem in China weitläufig vertreten. Viele der Produkte, einschließlich bekannter Markenprodukte, die von Falun Gong-Praktizierenden und anderen Gefangenen hergestellt wurden, werden zum Verkauf in die ganze Welt exportiert. Zusätzlich zur Sklavenarbeit werden Falun Gong-Praktizierende gefoltert, damit sie ihren Glauben widerrufen. Der Brief aus dem Zwangsarbeitslager Masanjia, der nach Hilfe ruft, ist nur der Beginn, die grausame Zwangsarbeit zu entlarven, der Falun Gong-Praktizierende, politische Gefangene und andere Gefangene in China ausgesetzt sind.

Wir bitten Menschen mit Gewissen darum, Produkte zu boykottieren, die durch Zwangsarbeit hergestellt wurden.