Falun Dafa Minghui.org www.minghui.org AUSDRUCK

Nach acht Jahren Gefängnis erneut festgenommen (Foto, Illustrationen)

19. Oktober 2013 |   Von einem Minghui-Korrespondenten in Shanghai, China

(Minghui.de) Am Nachmittag des 18. August 2013 wurde Herr Du Ting, ein Falun Dafa-Praktizierender aus Shanghai festgenommen. Jemand hatte ihn bei der Polizei angezeigt, als er Shen Yun Performing Arts DVDs verteilte. Sofort wurde er von Polizisten der Polizeistation Yangjing festgenommen. Er trat in Hungerstreik, um gegen die illegale Festnahme und Inhaftierung zu protestieren.

Früher war Herr Du schon einmal wegen Praktizierens von Falun Dafa zu acht Jahren Gefängnis verurteilt worden. Im Gefängnis Tilanqiao in Shanghai war er schwer gefoltert worden und hatte sich in einem langen Hungerstreik befunden. Obwohl er damals sowohl körperlich als auch seelisch brutal gefoltert wurde, zeigte er sich anderen gegenüber als sehr gütig, was viele Menschen bewegte.

Herr Du Ting

Rückschau: Falun Gong bringt Besserung in das Leben von Herrn Du

Der in der Provinz Gansu geborene Herr Du Ting, zog 1993 nach Shanghai um, um dort zu arbeiten. 1998 begann er, Falun Gong zu praktizieren. Er lebte entsprechend den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit, Nachsicht und versuchte, eine gute Person zu sein. Auf der Stelle hörte er auf, zu rauchen und zu trinken und wurde sehr gesund. Er veränderte sich auch von einer sehr sturen Person, die endlos debattieren konnte, zu einer bescheidenen, ehrlichen und gütigen Person, die sich wenig um Ruhm und Geld kümmert. Menschen die ihn kennen, achten ihn sehr.

Seit 2001: Zweimal verhaftet, den Job verloren

Als Jiang Zemins Regime im Juli 1999 die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) anwies, Falun Gong zu verfolgen, begab sich Herr Du nach Peking, um für Gerechtigkeit für Falun Gong einzutreten. Er wurde festgenommen und in einer Polizeistation eingesperrt. Später wurde er in das Pekinger Verbindungsbüro der Provinz Gansu gebracht. Seine Hände blieben die ganze Nacht hindurch gefesselt. Er schaffte es, zu entkommen und nach Shanghai zurückzukehren. Im Juli 2000 nahm das KPCh Personal im Bezirk Qingpu von Shanghai zu der Firma, bei der Herr Du arbeitete, Kontakt auf. Sie verlangten von den Firmenchefs, Herrn Du zu verfolgen und drohten, dem Geschäft andernfalls die Lizenz zu entziehen. Um den Druck auf die Firmenmanager zu mindern, wurde Herr Du genötigt, aus der Firma auszuscheiden.

Am 04. Mai 2001 wurde Herr Du in Haikou, Provinz Hainan, von Beamten der Polizeidezernate für den Bezirk Minhang und Haikou festgenommen. Als er in der Haftanstalt Haikou in Haft war, setzten ihn die Polizisten für zehn Tage unter Schlafentzug. Auf diese Weise versuchten sie, ein Geständnis von ihm zu bekommen.

Erneute Festnahme, vor Gericht gestellt, zu 8 Jahren verurteilt

Am 17. August 2001 stellte die Staatsanwaltschaft Minhang einen Haftbefehl gegen Herrn Du aus. Ohne seine Familie zu informieren und ohne einen Anwalt zu haben, verhandelte das Gericht Minhang am 18. März 2002 über seinen Fall und verurteilte ihn zu acht Jahren Gefängnis. Er wurde in das Gefängnis Tilinqiao eingewiesen.

Brutale Folter

Aus Protest gegen die Verfolgung, blieb Herr Du mehr als 400 Tage im Hungerstreik. Wärter sperrten ihn in Einzelhaft und fesselten ihn mit einem Ledergürtel. Sie zwangen ihn, langzeitig auf dem Boden zu sitzen, obwohl er bereits sehr geschwächt war. Bei der Zwangsernährung, setzten die Wärter absichtlich eine dicke Sonde ein, ließen sie in der Nase und bewegten sie. Oft führte das zu Verletzungen seiner Nase. Er hatte heftige Magenschmerzen. Später sagte er, er hätte während der Zwangsernährung jederzeit sterben können.

Folternachstellung: Grausame Zwangsernährung

Weil er versuchte, sich der barbarischen Zwangsernährung zu widersetzen, fesselten die Wärter lange Zeit seine Hände, schlugen und traten ihn oft und schleiften ihn über den Zementfußboden in den Zwangsernährungsraum. Als er ausrief, dass er seinem Glauben an Falun Dafa treu bleibe, quetschten Wärter seinen Nacken bis er das Bewusstsein verlor.

Ein ihn überwachender Insasse wird Falun Gong-Praktizierender

Herr Chen Jun, ein 27 Jahre alter Gefängnisinsasse wurde von den Wärtern beauftragt, Herrn Du zu beobachten. Herr Du erklärte ihm die wahren Begebenheiten über Falun Gong, worauf Herr Chen anfing, es zu lernen und zu praktizieren. Das machte die Wärter sehr wütend.

Am 18. Januar 2006 sperrten sie Herrn Chen in der Schwadron Nr. 1 der Zweiten Abteilung in Einzelhaft und fingen an, ihn jeden Tag brutal zu verprügeln. Nachdem sie ihn eine Woche lang immer wieder geschlagen hatten, war Herr Chen in kritischer Verfassung. Er wurde in das Hauptkrankenhaus der Shanghaier Gefängnisse gebracht. Kurz danach, entließen sie ihn in die Provinz Hunan nach Hause.

Herr Chen starb innerhalb eines Monats nach seiner Entlassung.

Ernsthaft krank

Anfang des Jahres 2007 bekam Herr Du aufgrund von Folter einen Pleura Erguss, wobei er beinahe starb. Später erkrankte er an Tuberkulose und Pneumonie.

Das Gefängnis Tilanqiao erlaubte seiner Frau nicht, ihn zu besuchen. Wärter Zhang Yi befahl anderen Insassen, ihn zu misshandeln. Anfang 2008 befand er sich wieder in einem kritischen Zustand und wurde in das Hauptkrankenhaus der Gefängnisse in Shanghai eingeliefert. Als seine Frau ihn dort besuchte, konnte er nicht gehen und wurde in einem Rollstuhl hereingeschoben.

Als er wieder ins Gefängnis zurückkam, zogen Wärter ihm die Kleidung aus und banden ihn auf ein Totenbett, um ihn weiter zu foltern. Insassen beobachteten ihn rund um die Uhr und beschimpften und schlugen ihn. Seine Frau beantragte seine Freilassung aus medizinischen Gründen, was die Gefängnisleitung jedoch ablehnte.

Folterdarstellung: Totenbett

Endlich frei... - doch schon wieder in Haft

Als Herr Du 2009 freikam, musste er zum Gefängnistor hinausgetragen werden. Zu Hause erholte er sich wieder durch Praktizieren von Falun Gong. Doch seine Finger waren aufgrund der langzeitigen Fesselungen dauerhaft geschädigt.

Seine Familie hörte, dass er jetzt erneut im Hungerstreik ist und macht sie sich sehr große Sorgen um ihn. Auch seine Frau, Fu Xiaohong, hatte bereits selbst unter der Verfolgung gelitten. Sie war 18 Monate lang in einem Zwangsarbeitslager eingesperrt gewesen und hatte vorher 12 Tage lang nicht schlafen dürfen.


Weitere Berichte über Herrn Du:

Herr Du Ting im Gefängnis Tilanqiao lange Zeit auf einem Bett festgebunden (http://de.minghui.org/artikel/47075.html)
Du Ting wird seit sieben Jahre im Tilanqiao Gefängnis in Shanghai gefoltert (http://de.minghui.org/artikel/51028.html)
Der Praktizierende Du Ting wird im Gefängnis gefoltert, seine Ehefrau bittet um Unterstützung (http://de.minghui.org/artikel/51367.html)