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Anhörung im Europaparlament konzentriert sich auf den Organraub durch die KPCh (Fotos)

19. Februar 2013

(Minghui.org) Am 29. Januar 2013 fand im Europaparlament eine Anhörung über die „Verfolgung von Menschen mit religiöser Überzeugung in China“ statt. Die Anhörung wurde von Edward McMillan-Scott, dem Vizepräsidenten des Europaparlaments, in Verbindung mit der Unrepresented Nations and Peoples Organization (UNPO) einberufen. Mehrere Mitglieder des Europaparlaments, Vertreter von Menschenrechtsorganisationen, Experten und Wissenschaftler sowie Zeugen des Organraubs nahmen an dem Treffen teil. Die bei der Anhörung gezeigten Bilder schilderten detailliert die Verfolgung von Falun Gong durch die Kommunistische Partei Chinas (KPCh).

Europaparlament: Anhörung über die Glaubensverfolgung in China: „Eine Horror-Geschichte“

 

Teil der Anhörung: Detaillierte Bilder der Verfolgung von Falun Gong durch die KPCh

Bereits im Dezember 2012 fand beim US Kongress eine Anhörung „Zur Einschätzung der aktuellen Lage“ in Bezug auf die Verfolgung von Falun Gong durch die KPCh in China statt. Bei der Anhörung im Januar im Europaparlament stand die Glaubensverfolgung durch die KPCh bzw. die Verfolgung von Falun Gong durch die KPCh an der Spitze der Weltnachrichten.

Menschenfeindliche, unmoralische Verfolgung

Herr Edward McMillan-Scott führte bei der Anhörung den Vorsitz. Er berichtete über sein Treffen mit Herrn Cao Dong und weiteren Falun Gong-Praktizierenden in China: „Ich habe China das letzte Mal im Jahr 2006 besucht. Bei meinem Besuch traf ich mich mit einigen Dissidenten, darunter Falun Gong-Praktizierenden. Danach wurden sie alle verhaftet und eingesperrt. Einige wurden sogar schwer gefoltert.“

Er erinnerte daran, dass die grausame unmenschliche Verfolgung von Falun Gong-Praktizierenden durch die KPCh immer noch fortbestehe. Außerdem würden nach wie vor Tibeter, Uighuren und Mitglieder von christlichen Hauskirchen verfolgt.

Heimlicher Organraub der KPCh aufgedeckt

Das Verbrechen des Organraubs durch die KPCh bei Gewissensgefangenen, speziell Falun Gong-Praktizierenden, wurde schon im Jahre 2006 aufgedeckt. Die gegenwärtig vorliegenden Beweise bestätigen diese Verbrechen, sie sind unwiderlegbar.

Manyan Ng, der Vorsitzende des Europäischen Falun Dafa Vereins, sagte: „Als der Organraub der KPCh das erste Mal aufgedeckt wurde, waren viele Menschen nicht sehr überrascht, weil sie dachten, ähnliche Dinge gäbe es auch in anderen Ländern wie Afrika, Indien, Südamerika usw. Was sie aber nicht wissen, ist, dass illegaler Organhandel in diesen Regionen nur ein kleiner Teil der Handlungen ist, wohingegen die KPCh ihre riesige Staatsmaschinerie beim Verkauf nutzt und großflächig kriminelle Aktivitäten mit Unterstützung der Regierung ausführt. Deshalb können die oben erwähnten Instanzen in den anderen Regionen nicht mit den Verbrechen der KPCh verglichen werden. Derzeit ist die Situation so, dass sich die Menschen der Verbrechen der KPCh bezüglich des Organraubs an Lebenden zunehmend bewusster werden.“

Ein Arzt über den Organraub: „Es war ein schrecklicher Alptraum, über den ich nicht hinwegkomme“

Herr Enver Tohti, ein uighurischer Chirurg, bei der Anhörung

Herr Enver Tohti, ein uighurischer Chirurg aus Xinjiang, China, ist ein Augenzeuge des Organraubs. Er musste vor 15 Jahren Organe von einem exekutierten Gefangenen entnehmen. In seiner Zeugenaussage sagte er: "Ich hörte die Gewehrschüsse, dann lief ich zu dem Exekutierten hinüber und bemerkte, dass der Mann nicht tot war – der Schütze hatte absichtlich nur in die obere rechte Seite des Häftlings geschossen, um sicherzustellen, dass er noch am Leben ist, wenn seine Organe entnommen werden."

Weiter erklärte der Arzt: „Es führt für mich kein Weg daran vorbei, darüber zu sprechen, wie ich mich in diesem Augenblick gefühlt habe. Als Arzt ist es für mich die oberste Pflicht, Leben zu retten. Aber ich habe seine Leber und Nieren entnommen und ihn getötet. Ich weiß, dass es für diese Tat keine Vergebung gibt. Es ist für mich eine Art Gotteslästerung gegenüber meiner Verpflichtung als Arzt. Das hat mich viele Jahre sehr schwer belastet.“

Dr. Tohti betonte, wie sehr er seine Tat bereue und hoffe, dass die Seele des Opfers Frieden finden könne. Er habe noch immer Alpträume. Das sei einer der Gründe, dass er sich als Zeuge zur Verfügung stelle, damit solche Verbrechen zukünftig nicht mehr geschehen. Außerdem wünsche er sich, dass alle Ärzte mit ähnlichen Erfahrungen ebenfalls an die Öffentlichkeit treten.

Experte: „Schreckliche Tragödien, die heute noch stattfinden“

Herr Ethan Gutmann, ein China-Experte, schätzt, dass etwa 65.000 Falun Gong-Praktizierende wegen ihrer Organe getötet wurden

In der mündlichen Anhörung präsentierten Ethan Gutmann, Journalist und bekannter China-Experte, sowie Dr. Li Huige, Professor für Medizin in Deutschland, detaillierte Daten und Informationen, einschließlich eines Gutachtens der internationalen Menschenrechtsorganisationen; die Aussagen mehrerer Zeugen; das Zeugnis eines geflüchteten früheren Regierungsbeamten; Telefonanrufe, die internationalen Protokolle der Ermittler bei Nachforschung in den Krankenhäusern in Festlandchina sowie Telefonaufzeichnungen der KP-Führer; die persönlichen Berichte über Haft und Folter von Falun Gong-Praktizierenden sowie die Zeugenaussagen westlicher Ärzte, deren Patienten nur zwei Wochen warten mussten, um ein entsprechendes Organ zu einem bestimmten Operationstermin zu bekommen. Alle diese Beweismittel belegen die Existenz eines massiven Organraubs, der zurzeit noch stattfindet. Die Opfer sind Tibeter, Uighuren und politische Gefangene. Die größte Gruppe von Opfern sind Falun Gong-Praktizierende. Nach Einschätzung von Herrn Gutmann sind etwa 65.000 Falun Gong-Praktizierende Opfer des Organraubs geworden.

Gutmann merkte an, dass Wang Lijun, der Anfang 2012 in das US Konsulat floh und die darauffolgenden Ereignisse, einschließlich des Verbots des Suchwortes „Organraub“ der chinesischen Suchmaschine Baidu, darauf hindeuten würden, dass Bo Xilai, Zhou Yongkang und Jiang Zemin in die Verbrechen des Organraubs verwickelt seien.

Gutmann sagte, er freue sich darüber, dass die internationale Gemeinschaft neuerdings in Aktion getreten sei. „In Australien gibt es bereits eine authentische Bewegung auf der politischen Ebene, das hat mich überrascht. Speziell auf der untersten politischen Ebene, der lokalen Ebene, der Länderebene. In Amerika ist es offenkundig. Hunderte Abgeordneter forderten mutig: ‚Das Außenministerium muss die ihnen bekannten Informationen offenlegen. Was hat Wang Lijun erklärt? Hat er etwas über den Organraub berichtet? ` Das ist die tatsächliche Botschaft des Briefes, den sie an das Außenministerium schickten. Das ist eine große Veränderung!“

Mitglied des Europaparlaments: Organraub an Lebenden zerstört Leben und verstößt gegen die Menschenwürde

Herr Tunne Kelan, Mitglied des Europaparlaments: Organraub an Lebenden zerstört Leben und verstößt gegen die Menschenwürde

Tunne Kelan, ein Mitglied des Europaparlaments, sagte in einem Interview: „Ich meine, es handelt sich um ein sehr beunruhigendes, alarmierendes Problem.“ Angesichts dieser Problematik frage er sich, wie viel die europäische Öffentlichkeit und die europäischen Politiker wirklich über die Unterdrückung der Menschenrechte, der Menschenwürde und Religion durch die KPCh wisse. Tatsache sei, dass das Land bei den Gefangenen „Umerziehung durch Arbeit“ einsetze und die Staatsregierung direkt in den Organhandel involviert sei und sogar behaupte, dass es „staatseigene Organe“ seien. Seiner Meinung nach sei ein Staat (Regime), der seine Bürger kontrolliere und sich deren Organe bediene, moralisch verwerflich. Wenn Politiker anderer Länder nichts gegen diese Praktiken unternehmen, seien sie moralisch und politisch für diese Taten mitverantwortlich.

Leonidis Donskis, Mitglied des Europaparlaments: „Diese Verbrechen gegen die Menschheit können nur mit denen der Nazis verglichen werden.“

Leonidas Donskis, ein Mitglied des Europaparlaments betrachtete die Anhörung als einen Weckruf: „Es ist für uns Menschen schwer vorzustellen, dass solche Verbrechen in einem zivilisierten Land möglich sind. Für die Europäer oder Nordamerikaner sind diese Verbrechen gegen die Menschlichkeit nur mit denen der Nazis zu vergleichen. Ich traue mich deshalb laut zu sagen, diese Verbrechen gegen die Menschlichkeit müssen vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag strafrechtlich verfolgt werden. So einfach ist das ...“

Wie Herr Donskis weiter erklärte, habe er nach dem Lesen des Untersuchungsberichtes von Kilgour und Matas über den Organraub an Falun Gong-Praktizierenden durch die KPCh an der Glaubwürdigkeit der Informationen keine Zweifel. Er begründete es damit: „Die Menschen denken oftmals, dass manche Medienleute oder Journalisten mit Zahlen übertreiben. Nach dem Bericht von Kilgour/Matas lag es für mich auf der Hand, dass sie glaubhaft sind. Das hat uns die Augen geöffnet und die Menschen haben es auch so verstanden, dass in China etwas sehr Teuflisches, absolut Alptraumhaftes geschieht.“

166.461 Europäer unterzeichneten eine Petition mit der Forderung nach einer Untersuchung durch die Vereinten Nationen

Am 18. Dezember 2012 legte der international anerkannte Menschenrechtsanwalt David Matas der Menschenrechtskommission der Vereinten Nationen in Genf eine 84 Kilogramm schwere Petition vor. Die Petition wurde in 36 Ländern in Europa von 166.461 Menschen unterzeichnet. Sie fordern darin die UN auf, ein unabhängiges Untersuchungsteam nach China zu entsenden, das die Anschuldigungen des Organraubs an lebenden Falun Gong-Praktizierenden durch die KPCh untersuchen solle.

Die Petition fordert dazu auf, den Organraub an Lebenden zu untersuchen; sie wurde von 166.461 Menschen aus 36 europäischen Ländern unterzeichnet

Die Petition wurde von der Internationalen NGO „Doctors Against Forced Organ Harvesting“ (DAFOH) und der „Non-Violent Radical Party“ in Europa gemeinsam am 06. Oktober 2012 gestartet. Ab dem 22. November wurden auch Unterschriften in der Schweiz, Schweden, Großbritannien, Dänemark, Deutschland, Irland, der Ukraine, Frankreich, Norwegen, Italien, Polen, Belgien und anderen europäischen Ländern gesammelt, außerdem in Australien, Israel, Indien und in weiteren Ländern. Die Unterschriften stammen von Menschen aller Gesellschaftsschichten, einschließlich der 700 Mitglieder des Europaparlaments, der Mitglieder des Europa-Kongresses, Bürgermeistern und anderer Würdenträger.

Doktor Damon Noto, ein Sprecher der DAFOH, sagte: „Ich glaube, sie repräsentiert den Willen von Menschen in Europa, die dieser Grausamkeit ein Ende setzen wollen.“

Zusammenarbeiten, um die Wahrheit zu erfahren und das Böse zu stoppen

Zhang Erping vom Falun Dafa Informationszentrum erklärte bei der Anhörung: „Die internationale Gemeinschaft ist in Bezug auf diese Verbrechen zunehmend besorgt geworden. Wir hoffen, dass alle Menschen dieser Sache Aufmerksamkeit schenken und die Verfolgung so bald wie möglich beendet wird.“

Er berichtete ferner, dass es in China zurzeit viele positive Initiativen gäbe, wie die Bewegung zum Austritt aus der Partei (KPCh) bzw. die Aufhebung der Internetblockade bezogen auf die Aufklärungen zu den Hintergründen der Geschehnisse. Die beständigen Bemühungen der Falun Gong-Praktizierenden innerhalb und außerhalb Chinas haben dazu beigetragen, dass die Menschen in China bereit sind, für die Gerechtigkeit einzutreten. Zum Beispiel gab es zahlreiche Fälle, in denen Bürger der Provinz Hebei, Heilongjiang und anderer Provinzen Petitionen zum Aufruf für mehr Gerechtigkeit an Falun Gong-Praktizierenden unterschrieben haben. Selbst unter der brutalen Verfolgung durch die KPCh haben immer mehr Menschen in der internationalen Gemeinschaft und in Festlandchina die Wahrheit erfahren. Sie setzen sich für eine sofortige Beendigung der Verfolgung ein.

Crane, ein Mitglied des Europaparlaments, sagte in einem Interview: „Heute bekommen wir ständig neue Informationen über die von der KPCh begangenen Verbrechen, dann können wir nicht so tun, als wüssten wir von nichts. Wir haben bereits genügend Informationen. Ich denke, dass die Taten der Festlandchinesen eine enorme Ermutigung für uns sind, denn sie treten aus dem System der KPCh aus, das auf Lügen aufgebaut ist.“

„Es mag sein, dass die Menschen in China nicht so offen gegen die Kommunistische Partei Chinas opponieren oder politische Forderungen stellen. Vielleicht, weil sie dann ins Gefängnis gesteckt würden. Aber sie haben auf jeden Fall die Möglichkeit, die Lügen und die Propaganda der KPCh zurückzuweisen, sich von der KPCh zu distanzieren und sich zu weigern, entsprechend den Lügen der KP-Medien zu agieren. Jeder Chinese ist ein unabhängiges Individuum und kann für sich eigene Entscheidungen treffen. Obwohl es riskant ist, können die Chinesen sich retten, ihre Integrität bewahren und verantwortlich handeln. Die gegenwärtige Austrittsbewegung aus der KPCh hat sich in Festlandchina verbreitet und ermöglicht den Menschen, aus der Partei und ihren Organisationen auszutreten. Diese Bewegung wird den Menschen in China signifikante Veränderungen bringen und nicht nur dort, sondern auf der ganzen Welt.“