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Herr Yu Zonghai und seine Familie aus Mudanjiang, Provinz Heilongjiang, gehen durch eine Odyssee der Folter und Misshandlungen (Fotos)

20. März 2013 |   Von einem Minghui-Korrespondenten aus der Provinz Heilongjiang, China

(Minghui.org)

Der Fall der Familie Yu steht derzeit im Fokus der internationalen Gemeinschaft

Herr Yu Zonghai ist ein ehemaliger Designer, er arbeitete für die Bibliothek der Stadt Mudanjiang, Provinz Heilongjiang, und bekam dereinst die Auszeichnung „Bester Mitarbeiter des Jahres“. Herr Yu war nach Beginn der Verfolgung nicht bereit, auf Falun Gong zu verzichten. Um ihn weiter unter Druck zu setzen, wurde Herr Yu im Jahr 2001 widerrechtlich verhaftet. Nachdem er von der Polizei schwer gefoltert worden war, verurteilte man ihn ohne Gerichtsverfahren zu 15 Jahren Haft. Während seiner Haftzeit im Gefängnis Mudanjiang musste er Zwangsarbeit verrichten; dabei wurde sein linkes Auge irreparabel verletzt. Im Jahr 2009 erhielten die Gefängnismitarbeiter die Weisung, die Praktizierenden mit allen möglichen Methoden zur Aufgabe ihres Glaubens zu zwingen.

Das bedeutete für Herrn Yu eine neue Odyssee der Folter. Im eiskalten Winter schütteten die Häftlinge im Freien Eiswasser über ihn, schlugen auf ihn ein und brachen ihm Rippen und Beine. Da seine Verletzungen nicht richtig behandelt wurden, blieb er körperlich behindert. Desweiteren traktierten ihn die Wärter massiv mit Elektroschocks. Seit dieser Zeit bestehen bei ihm Herzbeschwerden. Trotz seiner schlechten körperlichen Verfassung und seiner Verletzungen zwangen ihn die Wärter dazu, Zwangsarbeit zu verrichten.

Yus Frau, Wang Meihong, arbeitete früher als Oberingenieurin an der örtlichen geologischen Vermessungseinrichtung. Sie wurde im Oktober 2003 verhaftet und widerrechtlich zu elf Jahren Haftstrafe verurteilt. Im Moment ist sie im Frauengefängnis Harbin untergebracht.

Yus ältere Schwester floh ins Ausland, wo sie sich derzeit um Hilfe für ihre noch in Haft befindlichen Verwandten bemüht.

Yus Vater litt furchtbar unter der schwerwiegenden Verfolgung seiner Kinder, sodass er verstarb.

Details über die erlittene Verfolgung von Herrn Yu Zonghai

Herr Yu Zonghai arbeitete als Maler für die Stadtbibliothek Mudanjiang. Er war Spezialist für kreatives Design und einer der Eckpfeiler des Unternehmens. Die Mitarbeiter schätzten ihn wegen seiner vorbildlichen Haltung. Bevor Yu mit dem Praktizieren begann, war er oft sehr müde von der harten Arbeit. Schließlich stellte sich heraus, dass er unter einer Nekrose des Femurkopfes litt (Erkrankung, bei der ein Teil des Oberschenkelknochenkopfes abstirbt). Er suchte überall nach einer erfolgreichen Behandlungsmethode, fand aber keine.

Im Jahr 1994 begann er mit dem Praktizieren von Falun Gong und nahm auch an den Vorträgen von Meister Li Hongzhi in Dalian teil. Danach verschwanden alle seine Krankheiten. Nach dem Seminar konnte Yu problemlos einen 110 kg schweren, mit Reis gefüllten Sack, vier Treppen hoch zu tragen. Eine Familienangehörigen und Arbeitskollegen waren von seinen Veränderungen so angetan, dass sie auch mit dem Praktizieren begannen. Außer den oben erwähnten Veränderungen, entwickelte Herr Yu zudem eine sehr positive Lebenseinstellung.

Herr Yu wurde nicht nur gesund, sondern auch ein besserer Mensch mit noblem Charakter und der Fähigkeit außergewöhnliche Kunstwerke zu erschaffen. In seinen Malereien, sowie Kalligraphien kamen sein unglaubliches Talent und seine einzigartige Technik zum Vorschein. Als ein chinesischer Kalligraphie-Meister Yus Werke, die er für die Bibliothek entworfen hatte, betrachtete, blieb er lange fassungslos und erstaunt vor den Werken stehen. Es war für ihn unerklärlich, dass es in Mudanjiang so ein Talent gab.

Am 20. Juli 1999 begann die kommunistische Partei Chinas damit, Falun Gong zu verfolgen. Yu Zonghai und einige ehrenamtliche Helfer [das sind Personen, die anderen Menschen anboten, ihnen kostenlos die Falun Gong-Übungen beizubringen] wurden bereits im Vorfeld am 18. Juli verhaftet. Am 12. November 2001 wurde Yu dann erneut verhaftet, weil er anderen Menschen die Hintergründe der Verfolgung erklärt hatte. Beamte der Polizeistation Gonghe und des Amtes für öffentliche Sicherheit in Mudanjiang verhörten Yu und zehn weitere Praktizierende, die auch an diesem Tag verhaftet wurden, um die Personalien weiterer Falun Gong-Praktizierender in der Gegend ausfindig zu machen. Da die Beamten während des Verhörs nicht die gewünschten Informationen erhielten, fingen sie an, die Praktizierenden zu foltern. Die Beamten misshandelten Yu, in dem sie ihm äußerst scharfes Senföl in Mund und Nase gossen. Anschließend wurde Yu widerrechtlich zu 15 Jahren Haft im Gefängnis Mudanjiang verurteilt.

Im Oktober 2004 stahl einer der Wärter das Geld, das ihm seine Familienangehörigen geschickt hatten. Als Herr Yu dies meldete, forderte der Wärter andere Häftlinge auf, ihn zu schlagen.

Ende August wurde Yus linkes Auge samt Tränenkanal verletzt. Das Gefängniskrankenhaus verfügte nicht über die spezielle Ausstattung, um ihn zu behandeln und riet ihm, sich in einer Fachklinik behandeln zu lassen. Die Wärter der sechsten Abteilung forderten daraufhin von Yus Familienangehörigen Geld für die Behandlung. Da sowohl Yus Ehefrau als auch seine Schwester im Frauengefängnis eingesperrt waren, konnte niemand das Geld dafür aufbringen. Darauf meinte ein Wärter: „Wenn uns die Familienangehörigen kein Geld vorbeibringen, wird Yu eben erblinden.“ Schließlich schaffte es der Bruder von Herrn Yu ein wenig Geld aufzutreiben. Doch das reichte gerade aus, um einen Sehtest im Krankenhaus „Rote Flagge“ in Mudanjiang durchführen zu lassen. Im Krankenhaus wurde ihnen erklärt, dass Yu sein Auge verlieren könnte, wenn es nicht operiert werde. Glücklicherweise verlor Yu sein Auge nicht, aber er wird vermutlich den Rest seines Lebens unter einem tränenden Auge zu leiden haben.

Während der Haft zwangen Wärter Yu dazu, Kunstwerke und Bilder mit Tigermotiven anzufertigen, die das Gefängnis schließlich gewinnbringend verkaufte.

Vor Beginn der Olympischen Spiele im Jahr 2008 wurden die Praktizierenden, darunter auch Yu, im Gefängnis Mudanjiang mehrfach von Angestellten der sechsten Abteilung durchsucht. Herr Yu wurde zudem von den Wärtern Ge Hua und Wang Hui, sowie dem Häftling Xie Shide gefoltert.

Im Jahr 2009 nahm Lu Xianming, der Direktor des Büros 610 der Stadt Mudanjiang, an einer überregionalen Konferenz des Büros 610 teil. Nach Beendigung dieser Konferenz intensivierte er die Verfolgung, indem er weitere Misshandlungen gegen die Praktizierenden anordnete, um die Umerziehungsrate zu steigern. Um sein Ziel einer hundertprozentigen Umerziehungsrate zu erreichen, griff er auf alle möglichen Arten der Folter zurück. Unter der Anweisung der Gefängnisleitung überwachten und misshandelten drei bis vier Häftlinge je einen Falun Gong-Praktizierenden, um ihn mit Gewalt zur Aufgabe seines Glaubens zu zwingen. Die Praktizierenden wurden geschlagen, man entzog ihnen den Schlaf, sie wurden mit hochkonzentrierten Kochsalzlösungen zwangsernährt oder ausgezogen und mit kaltem Wasser übergossen und dann den eisigen Temperaturen ausgesetzt. Desweiteren durften sie keine Besuche empfangen.

Im November 2009 wurde Herr Yu der grausamsten Folter ausgesetzt. Der Wärter Dong Yalin aus der sechsten Abteilung, in der Herr Yu festgehalten wurde, beauftragte eine Gruppe von Häftlingen damit, ihn brutal zu verprügeln. Die Häftlinge schlugen ihm zwei Zähne aus. Dann zogen sie ihn komplett aus, schleiften ihn in den Waschraum und überschütteten ihn mit kaltem Wasser. Bei Temperaturen unter null wurde Herr Yu auf diese Weise von 16:00 Uhr bis Mitternacht gefoltert.

Folternachstellung: Mit kaltem Wasser übergießen

Ende 2010 wurde Herr Yu erneut so brutal geschlagen, dass seine beiden Beine brachen und sein Brustbein aus seiner Brust herausragte. Er leidet noch heute unter den Folgen der damaligen Verletzungen, wie Schwindel, einer eingeschränkten Sehkraft und Probleme mit dem Gehen.

Trotz seiner schweren Verletzungen zwangen ihn die Wärter weiterhin Zwangsarbeit zu verrichten. Wenn er den Anweisungen der Wärter nicht Folge leistete, schlugen sie auf ihn ein.

Aufgrund seines schlechten körperlichen Zustandes stellte Yu einen Antrag auf vorzeitige Haftentlassung aus gesundheitlichen Gründen. Bei einem Gerichtstermin über seinen Entlassungsantrag legte er die brutalen Misshandlungen, die Folter- bzw. die Umerziehungsmethoden offen. Daraufhin erhielten die Verantwortlichen der sechsten Abteilung eine Rüge. Um sich zu rächen, folterten sie Herrn Yu nun erneut mit der Foltermethode des langen Stehens. Bei dieser Folter wird man gezwungen, für eine sehr lange Zeit völlig bewegungslos zu stehen.

Details über die erlittene Verfolgung von Yus Ehefrau, Wang Meihong

Frau Wang Meihong ist die Ehefrau von Herrn Yu Zonghai. Sie ist 54 Jahre alt. Am 22. Oktober 2003 wurde sie gegen 10:00 von Su Lei und weiteren Polizisten der Xinhua Polizeistation in der Wohnung ihrer Tante ungesetzlich festgenommen. Der Polizist Lei hielt ihr eine Pistole an den Kopf, während andere Polizisten Wangs Wohnung durchsuchten und 50 Yuan Bargeld beschlagnahmten. Als Frau Wang ein Stück Papier hinunterschlucken wollte, griffen sieben Polizisten sie an und schlugen auf sie ein. Die Polizisten schleiften Frau Wang vom siebten in den ersten Stock hinunter und warfen sie in ein Polizeiauto. Aufgrund ihrer Rohheit rissen sie ihr eine Handvoll Haare aus und zerfetzten ihr einen Schuh. Ein anderer Polizist wurde dabei beobachtetet, wie er Frau Wang wiederholt ins Gesicht schlug. Nach dieser Tortur war Wangs Gesicht angeschwollen und ihre Kleidung zerrissen.

Wang wurde zur Staatsicherheitsabteilung des Bezirks Dong’an der Stadt Mudanjiang gebracht. Dort wurde sie vom Abteilungschef, sowie 20 weiteren Polizisten rund um die Uhr verhört. Sie ketteten sie drei Tage und Nächte an einen Eisenstuhl und entzogen ihr den Schlaf. In der dritten Nacht schwoll Wangs Fuß sehr stark an. Als die Polizisten merkten, dass Frau Wang keine Informationen über die Mitpraktizierenden preisgeben würde, brachten sie sie in eine Haftanstalt. In der Haftanstalt wurde Wang von einem Arzt untersucht, der bei ihr Verletzungen am ganzen Körper feststellte.

Im Mai 2004 wurde Frau Wang dann von einer Zwischeninstanz des Volksgerichts des Bezirks Ai’min, Mudanjiang gesetzwidrig zu elf Jahren Haft im Frauengefängnis Heilongjiang verurteilt. Frau Wang musste die Haftstrafe am 24. Mai 2004 antreten. Im Gefängnis zwang die Wärterin Yang Hua der siebten Abteilung Frau Wang dazu, einen ganzen Tag lang zu stehen. Diese Wärterin entschied ferner, dass Frau Wang die härteste Zwangsarbeit verrichten musste, die es gab. Sie musste Arbeiten an Maschinen verrichten, die bis zu 180 °C heiß wurden. Als die Außentemperatur auf 29 °C anstieg, wurde es in dem Arbeitsraum unerträglich heiß. Wangs Gesundheit verschlechterte sich in dieser Umgebung rapide und ihr Haar wurde grau.

Im November 2006 begannen die Mitarbeiter im Gefängnis mit einer neuen Reihe von Misshandlungen. Da Frau Wang es weiter ablehnte, den Glauben an Falun Gong aufzugeben, verlegte man sie in die vierte Abteilung. Dort wurde sie von Mithäftlingen sehr streng überwacht. Außerdem zwang man sie einen Tag und eine Nacht auf einem kleinen Stuhl zu sitzen. Die Häftlinge ließen Wang keinen Moment aus den Augen und folgten ihr selbst in der Nacht auf die Toilette. Frau Wang war es verboten mit anderen Häftlingen, denen sie auf dem Flur begegnete, zu sprechen. Wenn sie gegen dieses Verbot verstieß wurde sie beschimpft und beleidigt.

Im Februar 2008 wurde Frau Wang in der sechsten Abteilung untergebracht. Die dort zuständige Wärterin, Yan Yuhua, warnte Frau Wang in einem Gespräch vor schlimmen Konsequenzen, wenn sie sich nicht dazu bereit erklären würde, das Praktizieren von Falun Gong aufzugeben. Im Anschluss daran holte Yan Yahua eine gefürchtete Mörderin in die sechste Abteilung und beauftragte sie damit, die Falun Gong-Praktizierenden zu foltern. Der neue Raum, in dem Frau Wang nun Zwangsarbeit verrichten musste, war sehr dunkel, kalt und stickig. Sie bekam schon bald darauf Rückenschmerzen im unteren Bereich und einen Hustenreiz. Zudem litt sie unter Herzbeschwerden.

Eines Tages hatten Frau Wang und einige Häftlinge ihre zu erfüllende Arbeitsquote relativ früh erreicht. Frau Wang nutzte die Zeit und wollte die Falun Gong-Mediationsübung auf ihrem Etagenbett machen. Als die Häftlinge bemerkten, dass sie eine Falun Gong-Übung machte, zogen sie sie, (darunter Xu Zhen) zusammen mit der Wärterin Zhang Xiaojuan aus ihrem Bett. Dabei blieben ihre Beine trotzdem in der Lotusposition. Als Frau Wangs rechtes Knie den Boden berührte, befand sie sich noch immer in der Meditationshaltung, beide Beine überkreuzt, die Hände bildeten das Siegel. Zhang Xiaojuan geriet in dieser Situation so in Rage, dass sie versuchte ihre Arme und Beine mit Gewalt auseinander zu bringen. Dabei verwarnte sie sie erneut. Nach dieser Tortur, zog Frau Wang beim Gehen ein Bein nach. Sie hat bis heute Schmerzen im rechten Knie.

Am 3. Juli 2008 wurde Wang in die dritte Abteilung verlegt. Ihr Haar war bereits grau und Tao Shuping, der Direktor der Gefängnisverwaltung, wies seine Mitarbeiter an, ihr die Haare zu schneiden. Frau Wang lehnte dies jedoch ab. So forderte Tao andere Personen auf, ihr die Haare zu schneiden. Er verlangte: „Schneidet ihr die Haare von der Mitte des Kopfes weg.“ Aber niemand gehorchte. Nichts desto trotz sahen Frau Wangs Haare bald aus wie abgenagt.

Am 20. Dezember 2011 startete das Gefängnis eine neue Reihe von Misshandlungen. Als erstes trennten sie Frau Wang von den anderen Praktizierenden. Eine Mörderin, sowie ein weiterer Häftling wurden eingeteilt, sie zu überwachen. Frau Wang war von den anderen isoliert und konnte mit keinen anderen Praktizierenden sprechen. Einige Wärter boten ihr an, dass sie früher entlassen werden könnte, wenn sie auf Falun Gong verzichten würde. Frau Wang lehnte dies jedoch ab und erklärte stattdessen den Wärtern die wahren Umstände über Falun Gong.

Details über die erlittene Verfolgung von Yus älterer Schwester, Yu Zhenjie

Frau Yu Zhenjie ist die ältere Schwester von Herrn Yu. Sie arbeitete früher in einem Geschäft für Bürobedarf in Mudanjiang. Ihre Wohnung lag in einem Gebäude des Stadtkomitees 1-502 in der Shenglin-Straße in Mudanjiang. Sie praktizierte seit 1996 fleißig Falun Gong. Bevor sie mit dem Praktizieren angefangen hatte, litt sie unter einem postnatalen Schlaganfall, einer rheumatischen Arthritis und unter einer Herzerkrankung. Durch das Praktizieren wurde sie wieder gesund.

Ihr Ehemann arbeitete für die Regierung in Mudanjiang und fiel den Lügen der kommunistischen Partei zum Opfer. Schließlich versetzten sie ihren Ehemann in das örtliche Büro 610, das speziell für die Verfolgung von Falun Gong-Praktizierenden eingerichtet wurde. Er schlug seine Frau wiederholt, um sie dazu zu bringen, Falun Gong aufzugeben. Frau Yu ertrug diese Tortur, ohne ihren Ehemann zu hassen. Weil sie ihren Glauben an Falun Gong bewahrte, wurde sie in den letzten 13 Jahren wiederholt verhaftet, eingesperrt, geschlagen, hoch aufgehängt, mit Elektroschock-Stäben traktiert, zu Folterzwecken zwangsernährt, ihr wurden nervenschädigende Drogen injiziert oder andere Formen von Folter an ihr vorgenommen.

Frau Yu gelang es, in die USA zu fliehen; sie versucht derzeit alles Mögliche, um ihren Bruder und ihre Schwägerin zu retten .

Details über die erlittene Verfolgung der Nichte von Frau Yu

Die Tochter von Frau Yu Zhenjie unterrichtete früher Philosophie an der Universität Heilongjiang. Sie wurde von ihrem Arbeitgeber entlassen, weil sie Falun Gong praktizierte. Weil sie daraufhin als chinesische Staatsbürgerin von ihrem verfassungsmäßigen Rechten Gebrauch machte und für Falun Gong appellierte, wurde sie wiederholt gesetzwidrig verhaftet. Die Polizei setzte ein Kopfgeld in Höhe von 100.000 Yuan auf sie aus. Nach ihrer Festnahme wurde sie zu drei Jahren Zwangsarbeit im Wanjia-Frauenarbeitslager der Stadt Harbin, Provinz Heilongjiang, verurteilt. Weil sie auch dort nicht auf das Praktizieren von Falun Gong verzichten wollte, wurde sie brutal geschlagen. Eines Tages brach man ihr das Nasenbein.

Details über die erlittene Verfolgung von Yus Vater

Yus Vater praktizierte ebenfalls Falun Gong. Er machte früher die Falun Gong-Übungen im Mudanjiang-Stadion. Als er davon erfuhr, wie sehr seine Kinder unter der Verfolgung zu leiden hatten, verschlechterte sich sein Gesundheitszustand rapide. Schließlich verstarb er.

Yus ältere Schwester flieht ins Ausland und bittet um Hilfe für ihren Bruder und ihre Schwägerin

Sowohl Herrn Yus ältere Schwester als auch seine Nichte flohen in die USA. Seine Schwester hielt am 6. August 2009 in der öffentlichen Bibliothek Flushing in New York City im Rahmen einer Pressekonferenz eine Rede. Am Ende ihrer Rede forderte sie alle Anwesenden auf, ihren Familienangehörigen zu helfen: „Mein Bruder Yu Zonghai ist sechs Jahre jünger als ich. Er ist Künstler. Er und seine Frau wurden zu 13 bzw. 11 Jahren Gefängnisstrafen verurteilt, weil sie nicht bereit sind, Falun Gong aufzugeben. Im Moment befinden sie sich im Gefängnis Mudanjiang und im Frauengefängnis Harbin. Ich rufe die amerikanische Regierung und alle gutherzigen Menschen auf, sie zu retten.“

Dann sprach sie darüber, wie sie im Gefängnis gefoltert wurde:

„Sie traktierten mich mit Elektroschocks an den empfindlichsten Stellen im Gesicht, an meinem Nacken und am ganzen Körper bis meine Haut verletzt und das Fleisch zu sehen war. Bei einer brutalen Zwangsernährung schlugen sie mir die Zähne aus. Einmal wurde ich mit den Armen hoch oben aufgehängt, die Schmerzen waren für mich so unerträglich, dass ich ohnmächtig wurde. Desweiteren wurden mir unbekannte Drogen injiziert, die zu unbeschreiblichen Schmerzen im Unterleib und im unteren Rückenbereich führten. Diese Sache war schlimmer als alles andere. Ich befand mich in einem qualvollen Zustand. Als der Arzt mich weckte und versuchte meine Augen zu öffnen, konnte ich mich an nichts mehr erinnern. Unter der Wirkung dieser Droge war ich geistig völlig abgestumpft.“

Am 24. September 2012 versammelten sich zahlreiche Falun Gong-Praktizierende vor dem Hauptquartier der Vereinten Nationen, während gleichzeitig ein Treffen der Staats-und Regierungschefs, Monarchen und hochrangigen Vertreter aus der ganzen Welt stattfand. Um die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit zu erwecken, enthüllte Frau Yu die Grausamkeiten, denen ihre Familie in China ausgesetzt war.

Auch englische Falun Gong-Praktizierende informierten am 15. September 2012 bei einem Informationstand in der Innenstadt von Birmingham über die Verfolgung der Familie Yu. Die Praktizierenden verteilten Materialien mit wichtigen Informationen über Falun Gong und die Situation in China. Gleichzeitig sammelten sie Unterschriften für eine Petition für die Freilassung von Herrn Yu Zonghai und seiner Frau Wang Meihong, die Yus Tochter verfasst hatte.

Falun Gong-Praktizierende sammeln bei einer Veranstaltung in Birminghams Innenstadt Unterschriften für die Freilassung von Yu Zonghai und seiner Frau

Yus Sohn machte seinen Abschluss auf der Kunstakademie Cambridge. In der Petition hieß es: „Mein Vater Yu Zonghai profitierte sehr von Falun Gong. Als ich ihn im Gefängnis besuchte, war sein Körper übersät mit Wunden. Die Polizisten hatten die Häftlinge immer wieder aufgefordert, ihn zu schlagen. Sie haben ihm die meisten Zähne ausgeschlagen und ihm die Beine gebrochen. Aufgrund der Folter ist er zwischenzeitlich fast blind. Er erzählte mir, dass die Polizisten ihm die Elektroschock-Stäbe auf die Brust gehalten hätten, sodass er kaum noch atmen konnte. Mein Vater war früher sehr gesund, jetzt leidet er unter Herzproblemen. Die Folter hat ihn sehr geschwächt, aber die Polizisten zwingen ihn trotzdem zur Arbeit. Meine Eltern werden jeden Tag gefoltert. Ihr Leben ist in Gefahr. Ich bitte alle Menschen, die über etwas Gerechtigkeitssinn verfügen, uns zu helfen.“

Als der frühere US-Präsident Bill Clinton am 3. November 2012 an der Wahlkampf-Rallye in Bristol, VA teilnahm, sprachen Frau Yu Zhenjie und die Praktizierende Angela Wang mit Clinton und teilten ihm die wichtigsten Fakten über Falun Gong und die Verfolgung in China mit. Er sagte dann: „Oh, es tut mir leid für Sie, dass Sie da durchgehen müssen.“ Dann schüttelte Herr Clinton beiden Frauen die Hand und umarmte sie.

3. November 2012: Bill Clinton umarmt Frau Yu Zhenjie auf der Wahlkampf-Rallye in Bristol, VA

Frau Yu Zhenjie sprach gemeinsam mit Angela Lee Herrn Martin Luther King Jr. auf dem Weltkongress für Religionen an und klärte ihn über die Verfolgung der Falun Gong-Praktizierenden in China auf. Der renommierte Menschenrechtsaktivist, Herr King, ist der älteste Sohn von Dr. Martin Luther King. Er war äußerst geschockt, als er hörte, dass die Kommunistische Partei Chinas Falun Gong Praktizierende tötet, um ihre Organe zu verkaufen. Er bot ihnen augenblicklich Hilfe an und unterschrieb die Petition.

V.l.n.r.: Frau Yu Zhenjie, Herr Martin Luther King, Jr. und Angela Lee beim Welt-Kongress der Religionen 2012 (mit freundlicher Genehmigung der Epoch Times)

 

 

Petition für ein Ende der Verfolgung von Falun Gong

Die Petition, die Herr King unterzeichnete, hat folgenden Inhalt: „Ich fordere die US-Regierung dazu auf, den Organraub, der gerade in China stattfindet, öffentlich zu verurteilen. US-Beamte sollten ihre chinesischen Kollegen ermahnen, den Organraub an Falun Gong-Praktizierenden und anderen politischen Häftlingen sofort zu beenden. Die politischen Gefangenen hinzurichten, um ihre Organe zu verkaufen, ist Mord und ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit.“