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Internetzensur für die Menschen in China durchbrechen (Fotos)

29. Juli 2013

(Minghui.org) Am 27. Juni 2013 gab Fang Binxing, Präsident der Pekinger Universität für Post und Telekommunikation, während einer Graduierungsfeier seinen Rücktritt aus „gesundheitlichen Gründen“ bekannt. Die Bekanntgabe seines Rücktritts löste in ganz China Jubel aus.

Chinesische Internetnutzer antworteten auf diese Bekanntgabe mit „Gutes wird belohnt und Böses wird bestraft!“ bzw. mit dem sarkastischen Couplet „Tausende Menschen zeigen mit dem Finger auf dich, solange du noch am Leben bist; ein schmachvoller Name wird dir folgen, wenn du stirbst“. Der Titel dieses Couplets war „Ein ganzes Leben nicht umsonst gelebt“.

Fang Binxin - Ziel öffentlicher Kritik

Im Mai 2011 warfen Studenten während einer Rede in der Universität Wuhan Eier und Schuhe auf Fang. Fang hatte vorher Neujahrsgrüße an chinesische Internetuser gesendet und empfing daraufhin innerhalb von zwei Tagen 250.000 Rückmeldungen mit „zieh Leine“.

Warum ist Fang Binxing das Ziel solch öffentlicher Kritik? Jahrelang wurde China von internationalen Organisationen als „Feind des Internets“ betrachtet. Fang (Spitzname „Vater der Großen Firewall – GFW“) spielte eine Schlüsselrolle bei der Etablierung der Internetzensur durch die Kommunistische Partei Chinas (KPCh). Er war die Speerspitze der KPCh im Cyberkrieg bei der Unterdrückung von Wahrheit und Redefreiheit und scheute keine Mühe, die von der KPCh angestrebte Zensur zu erreichen.

Die Geschichte der Großen Firewall von China

Die KPCh hielt ihre Diktatur durch Täuschung und Gewalt aufrecht. Als die Welt ins Informationszeitalter eintrat und mit dem Aufkommen des Internets, verwendete die KPCh einen beträchtlichen Teil öffentlicher Mittel, um die Große Firewall zu entwickeln.

Das Projekt begann 1998, um den Informationsfluss und die freie Rede des chinesischen Volkes zu unterdrücken. Nachdem die Verfolgung von Falun Gong im Juli 1999 begonnen hatte, verhinderte die Internetblockade die Enthüllung der Tatsachen über Falun Gong und dessen Verfolgung, und die Zensur verstärkte sich auf ein bis dahin unbekanntes Maß.

Am 20. Juli 1999 verwendete Jiang Zemin, damals Generalsekretär der KPCh, den gesamten staatlich kontrollierten Medienapparat, um die brutale Verfolgung von 100 Millionen Falun Gong-Praktizierenden in China mit der Richtlinie „Ruiniert ihren Ruf, beseitigt sie körperlich und macht sie finanziell bankrott“ zu beginnen.

Die KPCh kontrollierte über 3000 Zeitungen und Magazine und Hunderte TV- und Radiostationen, um Falun Gong zu verleumden und ihre verlogene Propaganda ins Ausland zu exportieren. Dabei verwendete sie besonders das Etikett „Kult“, da dieser Begriff fast auf der ganzen Welt einen negativen Beiklang besaß. Weltweit wurden Medien immer wieder mit Lügen gegen Falun Gong überschwemmt, während die KPCh gleichzeitig ihre Informationsblockade über wahre und faktische Informationen aus dem Ausland verstärkte.

Im Dezember 1999 etablierte der Staatsrat der KPCh ein Nationales Führungsteam für Informationsarbeit, das von dem stellvertretenden Premier Wu Banguo geleitet wurde. Bald danach wurde Fang vom Technologie-Institut Harbin in die Kernorganisation versetzt, - das Koordinationszentrum für Notfallmaßnahmen in Nationalen Computernetzwerken. Ein Jahr später wurde er dessen Chefingenieur und 2002 schließlich Direktor.

Im Mai 2000 begann China damit, sein Nationales Informationsüberwachungs- und Filtersystem zu implementieren, das Kernstück der Nationalen Verwaltung für Informationssicherheit– das allgemein als die Große Firewall oder GFW bezeichnet wird.

Die GFW überwacht, analysiert und filtert den inländischen und internationalen Informationsfluss, zielt auf Websites und ihre Informationen ab, verfolgt nicht genehmigte Internetadressen (IP) und fängt diese ab und blockiert oppositionelle Mitteilungen im Internet.

Wer nahm daran teil?

Die Funktionalität der GFW wird von Anforderungen und Direktiven des Politbüros der KPCh, dem Komitee für Politik und Recht, dem Ministerium für Staatssicherheit und dem Büro 610 bestimmt. Die GFW wird als „Nationales Verteidigungsprojekt“ unter der direkten Anweisung des Politbüros der KPCh betrachtet, weshalb Jiang Zemin, Li Lanqing und Wu Bangguo ihre besondere Aufmerksamkeit auf dieses Projekt legten.

Fang leitete die Entwicklung und die Verwaltung der GFW. Er war der Chefingenieur und koordinierte die Tätigkeiten der verschiedenen Forschungsinstitutionen und Zulieferer wie

Alle Institutionen, die an der Entwicklung der GFW teilnahmen, erhielten entsprechende Ausrüstungen und technischen Support von großen Technologieunternehmen wie

Kosten

Entsprechend den Berichten von CCTV (Chinesisches Zentral Fernsehen) beliefen sich die Kosten alleine für die Vorbereitungsstufe des sogenannten „Goldenes Schild-Programms“ bis Ende 2002 auf weit über eine Milliarde US-Dollar.

In Bezug auf menschliche Ressourcen beliefen sich ausländische Schätzungen darauf, dass die KPCh über 300.000 Personen für die Entwicklung und die Operation des größten und strengsten Netzwerk-Überwachungssystems der Welt einsetzte.

Was wird blockiert

2005 veröffentlichte Professor John Palfrey von der Harvard Universität einen Bericht, in dem aufgeführt wurde, was das chinesische kommunistische Regime blockiert. Darin stand:

Untersuchungen von Experten der Abteilung für Computerwissenschaft und Technik an der Staatsuniversität Michigan lassen vermuten, dass die kontroverse Filter-Software (bekannt als „Grüner Damm“), die seit 2009 in allen käuflichen Computern vorinstalliert ist, dazu dient, Informationen über Falun Gong zu filtern und zu blockieren.

Das GFW-Informationsfiltersystem zielt auf unzählige ausländische Suchmaschinen, freie Blogdienste, populäre chinesische Foren, virtuelle Speicherverwaltungssysteme, Video/Fotodienste, chinesische Webseiten von Radiostationen, freie Server- oder Host-Einheiten, Proxy-Server oder Websites, die in der Lage sind, die Zensur zu durchbrechen, Homepages von bekannten Portalen sowie technische, Shopping-, wohltätige, religiöse und Menschenrechts-Webseiten ab.

Die GFW wurde das größte „Wunder“ der virtuellen Welt, indem es die größte Anzahl von Netz-Bürgern auf diesem Planeten innerhalb seiner Mauern einschließt, während es gleichzeitig die Webseiten außerhalb Chinas unterdrückt, die über Fakten und Tatsachen berichten. Es verhält sich wie ein schändlicher Hacker: Abfangen, stören und blockieren der normalen Kommunikation der Internetuser sowie eigenmächtiges Abschneiden aller Kontakte der chinesischen Bürger mit der freien Welt, um diese zu zwingen, innerhalb eines Web zu leben, das von den Lügen des KPCh-Regimes gesponnen worden ist.

Fang verlor im April 2012 aufgrund seiner Beteiligung am geplanten Putsch von Zhou Yongkang und Bo Xilai die Kontrolle über Chinas Internetzensur-Programm und wurde von der Zentralen Kommission für disziplinarische Untersuchung überprüft. Aufgrund der Furcht vor Enthüllung des großangelegten Organraubs an lebenden Falun Gong-Praktizierenden und der ansteigenden Flut von Austritten aus der KPCh haben Fangs Nachfolger weitere Ressourcen und Manpower aufgewendet, um die Zensur des Informationsflusses und die Angriffe auf ausländische Websites weiter zu verstärken.

Trotz der Großen Firewall vermehren sich Wege, diese zu umgehen

Fliegen durch Freegate

Bill Xia vom Globalen Konsortium für die Freiheit des Internets sagte: „Ungefähr ein Drittel von Chinas Bevölkerung sind Internetuser, deshalb tragen wir eine große Verantwortung. Wir müssen die Internet-Firewall der KPCh durchbrechen, um den Menschen in China die Wahrheit zu bringen. Dies ist unsere Mission!“

Während des 14 Jahre andauernden Wettstreites zwischen der Zensur und ihren Gegnern etablierten ausländische Experten für Anti-Blockade-Software das „globale Konsortium für die Freiheit des Internets“. Sie entwickelten ein dynamisches Netzwerk und Anti-Zensur-Tools wie Ultrasurf, Garden, Gpass und Firephoenix. Diese Programme werden in China weitflächig von Hunderttausenden chinesischen Netzbürgern verwendet, um täglich die KPCh-Zensur zu durchbrechen und von ausländischen Websites reale Informationen zu erhalten.

Viele Menschen sind überrascht, dass Falun Gong-Praktizierende die Führungsrolle im Cyber-Krieg gegen die KPCh-Zensur innehaben, trotz der riesigen Diskrepanz an menschlichen Ressourcen und mangelndem finanziellem Hintergrund. Nichtsdestoweniger haben sie die Führungsrolle inne.

Viele Internetuser in China haben ihren Dank und ihren Respekt gegenüber jenen freien Geistern ausgedrückt, deren unnachgiebiger Mut und deren Anstrengungen es ermöglicht haben, die Zensur zu durchbrechen. Hier einige Beispiele ihrer Kommentare:

Der hochrangige Forscher Michael Horowitz vom Denktank des Hudson-Instituts in den USA erklärte, dass Praktizierende, ungeachtet ihrer persönlichen Sicherheit und mit unglaublichem Talent und unglaublicher Weisheit die Internet-Firewall der KPCh zunichte machten, obwohl die KPCh diese mit einem Aufwand von mehreren Milliarden Dollar aufgebaut hatte. Falun Gong-Praktizierende haben der Welt Botschaften der Freiheit und des Friedens gebracht, von denen wir alle profitieren. Falun Gong-Praktizierende werden im ersten Kapitel der heutigen historischen Aufzeichnungen erscheinen.