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Todesmeldung: Falun Gong-Praktizierender stirbt nur einen Tag nach seiner Freilassung (Foto)

2. November 2014 |   Von einem Minghui-Korrespondenten in der Provinz Liaoning, China

(Minghui.org) Nur einen Tag nach seiner Freilassung starb der Falun Gong-Praktizierende Herr Li Chunzheng, es war der 31. August 2014. Die örtlichen Behörden verlangten seine Einäscherung innerhalb von nur drei Tagen.

Familie gezwungen, leere Dokumente zu unterschreiben

Am 30. August 2014 erhielt die Familie einen Anruf, sie solle Papiere für Herrn Lis Freilassung zur medizinischen Behandlung unterschreiben. Als seine Angehörigen dann zum Krankenhaus Jinshan kamen (das zur Staatssicherheit gehört), durften sie jedoch erst zu ihm, nachdem sie für den Direktor der Haftanstalt Benxi fünf leere Dokumente unterschrieben hatten.

Danach erblickten sie Herrn Li. Sein gesamter Körper war geschwollen und seine Knöchel wiesen tiefe Dellen auf. Seine Nase und sein Mund waren voller Blutgerinnsel. Sein rechter Ellbogen hatte eine grünen Beule. Viele lila Punkte bedeckten seine Brust. Er war ausgemergelt und konnte sich kaum bewegen.

Schwerkranker Patient wird aus dem Krankenhaus gescheucht

Herrn Lis Angehörigen verlangten die Diagnose und die medizinischen Aufzeichnungen, doch das Krankenhaus verweigerte die Einsichtnahme. Stattdessen drängte man Herrn Li und seine Familie zum Gehen, obwohl Herr Li Blut am Erbrechen war, an Atemnot litt und sich vor Schmerzen im Krankenhausbett zusammenkrümmte.

Seine Familie fand heraus, dass er bereits seit dem 25. August diese Symptome von Erbrechen, Durchfall und hohem Fieber zeigte. Die Polizisten gaben ihm daraufhin unbekannte Tabletten. Erst als er begann, Blut zu erbrechen, brachten sie ihn in das Gefängniskrankenhaus.

Krankenhaus nicht qualifiziert für Behandlung

Das Krankenhaus führte dann eine Lumbalpunktion an Herrn Li durch, ohne seine Familie oder seinen Anwalt darüber zu unterrichten.

Foto von Herrn Li Chunzhengs Leichnam

Eine Lumbalpunktion wird bei der Diagnose schwerwiegender Infektionen durchgeführt. Dazu gehören Hirnhautentzündung, Störungen das Zentralnervensystems oder Tumore im Gehirn oder Rückenmark. Während der Punktion wird eine Nadel zwischen zwei Wirbel gestochen, um eine Probe der Rückenmarksflüssigkeit entnehmen zu können.

Die Krankenhäuser in China werden nach der Qualifikation der Einrichtung und des Personals eingeordnet. Sie sind nur dafür qualifiziert, ihrer Einordnung entsprechend bestimmte medizinische Prozeduren durchzuführen. Demnach war das Krankenhaus Jinshan nicht für eine Lumbalpunktion qualifiziert.

Hintergund

Herr Li wurde am 25. April 2013 von Zivilpolizisten der Polizeistation Beidi verhaftet. DieBeamten beschlagnahmten einen Laptop, einen PC, sein Handy, eine Uhr, 9.500 Yuan Bargeld sowie Bücher und Informationsmaterialien über Falun Gong.

Danach sperrte man ihn in die Haftanstalt Benxi. Während seiner Haft musste Herr Li zusammen mit weiteren Mitgefangen täglich neun bis zehn Stunden Seidenblumen anfertigen. Der verwendete Klebstoff war giftig und verursachte oft Übelkeit, rote Augen und Taubheit oder Schmerzen im Körper.