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Todesmeldung: Trotz Brustkrebs keine medizinische Behandlung, nur Misshandlungen und Folter (Foto)

9. Juni 2014 |   Von einem Minghui-Korrespondenten aus der Provinz Jilin, China

(Minghui.org) Frau Liu Guihong starb im Februar 2014. Sie hatte sich nicht von den Misshandlungen während der 15-tägigen illegalen Inhaftierung im Gefängnis Wugongli, Landkreis Nongan im Juni 2013 wieder erholen können. Damals war ihr trotz blutender und eitriger Brüste und unsäglicher Schmerzen aufgrund eines Brustkrebses jede medizinische Behandlung verwehrt worden. Stattdessen hatten die Wärter sie nur angeschrien: "Hast du Schmerzen? Dein Problem!"

Es folgt ein persönlicher Bericht ihrer Leidensgeschichte, die sie noch vor ihrem Tod niederschrieb.

Die Verhaftung

„Ich schloss mich am 5. Juni 2013 sieben anderen Praktizierenden und Familienangehörigen an, um zwei Praktizierende zu besuchen, die in der Haftanstalt Wugongli interniert waren. Sie waren zwei Tage zuvor festgenommen worden.

Sobald wir vor der Haftanstalt geparkt hatten, kamen einige Beamte heraus. Sie umzingelten uns, rissen die Türen auf und zerrten uns alle aus dem Auto.

Frau Chen Lijing und ich wurden in einen Polizeiwagen geschleppt. Ich bemerkte, dass der Fahrer ein Polizist der Polizeistation Gucheng war. Während der Fahrt hatte ich Herzschmerzen und es ging mir nicht gut. Er sah mich an und meinte: "Wenn du dich übergeben musst, übergib dich in deine Handtasche."

Auf der Polizeistation Gucheng

Der Polizeiwagen hielt bei der Polizeistation Gucheng. Ich war so schwach, dass ich nicht die Kraft hatte aufzustehen. Frau Cheng hielt mich und half mir hineinzugehen. Ich hatte ernsthafte Schmerzen in der Brust und bemerkte, dass die wunde Stelle begonnen hatte zu bluten.

Schon bald zwang mich der Schmerz in die Knie. Frau Cheng wollte mir helfen aufzustehen, aber ein Polizist hinderte sie daran. Er schrie: "Geh weg! Es ist nicht nötig, dass du ihr hilfst! Geh dort drüben hin!"

Ein anderer Polizist kickte mir in das Gesäß und sagte: "Du siehst so schwach aus. Warum bist du nicht zu Hause geblieben? Nur zu, stirb! Wir werden deinen Leichnam ins nahegelegene Krematorium schicken." Ein Polizist wandte sich an einen anderen: "Ihre Brustwarzen tun ihr weh. Reiß ihr die Kleider herunter und sieh nach, ob es wahr ist." Dann machte er noch viele andere vulgäre Bemerkungen.

In der Polizeistation Gucheng konnte ich an diesem 5. Juni 2013 von 10 Uhr morgens bis 21 Uhr abends nicht mehr stehen und musste meinen Kopf gegen die Wand lehnen. Wegen den heftigen Schmerzen lag ich schon bald am Boden. Keiner kam, um nach mir zu sehen. Von Zeit zu Zeit kam ein Polizist und kickte mich an, um zu sehen, ob ich noch lebte.

Zuerst wurde uns nicht gestattet, die Toiletten zu benutzen. Später durften wir sie 20 Sekunden lang aufsuchen. Ich versuchte mehrmals aufzustehen, um auf die Toilette gehen zu können, schaffte es aber nicht. Ein Beamter erniedrigte mich und sagte: "Pinkel in deine Hose!"

Um 17:30 teilte ich der Polizei mit, dass ich Brustkrebs und sehr starke Schmerzen in meiner Brust hätte. Ich zeigte ihnen meine blutende Brust, um ihnen zu beweisen, wie ernsthaft es war. Dann verlangte ich die sofortige Entlassung.

Nachstellung: Verschleppen

In der Haftanstalt Wugongli

Es waren schreckliche Schmerzen, ich konnte kaum noch atmen. Die Polizei schleppte mich in einen Wagen und warf mich zwischen die Sitze.

Sie fuhren mich zu der Haftanstalt Wugongli, wo ich untersucht wurde. Sie fragen mich nach meinem Gewicht, der Größe, meinem Alter und meinen Krankheiten aus. Ich sagte ihnen, dass ich unter Brustkrebs leiden würde und extreme Schmerzen hätte. Trotzdem zwangen sie mich, die Aufnahmepapiere zu unterzeichnen, und brachten mich in eine Zelle.

Ich konnte mich nicht flach hinlegen. Ich hatte in meiner Brust und in meinem Rücken Schmerzen und Schwierigkeiten, mich umzudrehen. Meine Brust blutete immer noch.

Mehrmals verlangte ich nach einem Arzt. Die Wärter sahen, wie meine Brust eiterte und blutete, trotzdem sagten sie: "Du wirst nicht frei gelassen, bis deine Familie uns die Dokumente der Diagnose zeigen kann."

Daraufhin verlangte ich, meine Familie anrufen zu können, doch die Wärter erfanden immer neue Ausreden. Dann verlangte ich, den Chef der Haftanstalt zu sehen. Die Wärter sagten, er sei nicht da. Ein Wärter schrie mich an: "Hast du Schmerzen? Dein Problem!"

Ich wurde erst 15 Tage später entlassen. Die Misshandlungen und Folterungen in dieser Zeit hinterließen massive Schäden, sowohl geistige als auch körperliche. Ich war sehr schwach und mein Zustand verschlechterte sich zusehends.“

Hintergrund:

Frau Liu Guihong stammte aus der Stadt Gongzhuling, Provinz Jilin. Sie nahm vor ihrem Tod insgesamt über 20 Kilo Gewicht ab.