(Minghui.org) Polizei und Behörden in der Präfektur Qiandongnan, Provinz Guizhou, bemühten sich in den vergangenen Monaten, Blutproben von Falun Gong-Praktizierenden zu bekommen. Dabei wendeten sie unterschiedlichen Methoden, um dies zu erreichen. Es heißt, dass die lokalen Behörden eine DNA-Datenbank der örtlichen Praktizierenden einrichten wollen.

Einem jüngsten Minghui-Bericht zufolge drangsalierten Polizisten in vielen Regionen Chinas, besonders in den Provinzen Guizhou und Liaoning, Praktizierende aller Altersgruppen und nahmen ihnen zum Teil unter Gewaltanwendung Blutproben ab. In einigen Fällen nahmen sie ersatzweise den Familienangehörigen der Praktizierenden das Blut ab. Viele Polizisten sollen behauptet haben, dass sie auf Anweisung von „höheren Tieren” handeln würden.

Es besteht der Verdacht, dass diese ungewöhnlichen Vorfälle in Verbindung zum staatlich sanktionierten Organraub stehen.

Auf mindestens drei Praktizierende im Juli in der Stadt Kaili abgezielt

Die Polizistin Zhou von der Polizeiwache Wanxi in der Stadt Kaili stattete am 15. Juli Frau Li Xixian in ihrer Wohnung einen Besuch ab. Zhou sagte, sie sei gerade in der Nachbarschaft gewesen und wollte einfach nur vorbeischauen und „hallo sagen“. Nachdem Zhou kurz mit Frau Lis Sohn unter vier Augen gesprochen hatte, nahm sie zwei Reagenzröhrchen heraus und wollte von Frau Li Blut abnehmen, um „zu sehen, ob sie einen hohen Blutdruck“ habe. Frau Li weigerte sich vehement.

Am selben Tag erhielt Herr Wu Dongxian, ein anderer Praktizierender, einen Telefonanruf vom Wohnkomitee Liangzixiang, worin er gebeten wurde, am nächsten Tag wegen seiner „Geringverdiener-Versicherung“ im Büro vorbeizukommen. Als Herr Wu am nächsten Tag im Wohnkomitee vorbeischaute, sah er, dass dort bereits einige Leute warteten. Zwei Personen waren in weiße Laborkittel gekleidet und untersuchten die Leute, die in der Schlange standen, und nahmen ihnen Blut ab.

Der Direktor des Wohnkomitees teilte Herrn Wu mit, dass diejenigen, die die Geringverdiener-Versicherung erhielten, zweimal im Jahr eine körperliche Untersuchung haben müssten. Herr Wu wusste sofort, dass dies ein Komplott war und ging rasch weg. Früher war ihm bereits von einem Polizisten der Polizeiwache Ximen eine Haarprobe abgenommen worden und nun wollten die Kommunalbehörden sein Blut haben.

Am 16. Juli forderten Polizisten der Wache Chengxi Frau Yang Zhongxiu auf, eine Blutprobe abzugeben. Als Frau Yang fragte, wozu sie das Blut bräuchten, sagten sie ihr, dass sie nur ganz wenig für einen Bluttest benötigen würden. Frau Yang weigerte sich daraufhin.

Frau Luo Jindi aus der Stadt Kaili im April drangsaliert

Beamte des Wohnkomitees der Kommune Pingguoshan besuchten im April Frau Luo Jindi und forderten sie auf, zu einer körperlichen Untersuchung zu gehen. Frau Luo erwiderte, dass sie sehr gesund sei und keine Untersuchung benötigen würde. Wenn die Untersuchung kostenlos sei, könne jedoch ihr Mann sie stattdessen in Anspruch nehmen. Die Beamten weigerten sich, ihn untersuchen zu lassen.

Komplott der Behörden in der Stadt Guiyang

Von Ende April bis Anfang Juli belästigten Beamte von vielen örtlichen Polizeiwachen und Wohnkomitees in der Stadt Guiyang ständig Praktizierende, um Blutproben von ihnen zu bekommen. Obwohl sich viele weigerten, bekamen einige von ihnen unter Gewaltanwendung Blut abgenommen.

Die Polizeiwache Changjianglu in der Stadt Guiyang schickte Beamte zu den Wohnungen der Praktizierenden in ihrem Zuständigkeitsbereich. Sie behaupteten, dass mehr als 40 örtliche Bewohner falsche amtliche Nummern auf ihren Personalausweisen hätten. Um die Fehler zu korrigieren, würden sie die Personalausweise und die amtlichen Familienstammbücher überprüfen und für ihre Datenbank Blutproben nehmen müssen. Die Beamten sagten, dass dies auf Anweisung ihrer Vorgesetzten geschehen würde.

Gesamter Belegschaft wird Blut entnommen, nachdem sich eine Praktizierende geweigert hatte

Polizisten der Kreispolizeibehörde Danzhai suchten Ende April Frau Wu Xuexian im Kreiskrankenhaus Danzhai auf, wo sie arbeitet. Sie wollten eine Blutprobe von ihr. Frau Wu weigerte sich, dieser Forderung nachzukommen. Zu ihrer Überraschung mussten am nächsten Tag alle Angestellten im Kreiskrankenhaus Danzhai – vom Direktor bis zum Pförtner – Blutproben abgeben. Der Direktor wies Frau Wu ausdrücklich darauf hin, dass sie Blut zur Untersuchung abgeben müsse. Als sie beim Eingang zum Gebäude einen der Polizisten erblickte, der sie tags zuvor schikaniert hatte und jetzt einen weißen Laborkittel trug, drehte er sich um und ging rasch weg.