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Kooperation bringt den größten Vorteil im Wettbewerb - Teil I

19. April 2015 |   Von einem westlichen Praktizierenden

(Minghui.org) Dieser zweiteilige Artikel baut auf dem Artikel „Was ich aus den Berichten von Minghui über die traditionelle chinesische Kultur gelernt habe“ (http://de.minghui.org/html/articles/2014/10/25/111403.html) desselben Autors auf.

Die Geschäftswelt erkennt, welche wichtige Rolle kooperierende Teams beim Erfolg eines Unternehmens spielen. Es gibt genügend Fallbeispiele in der Geschäftswelt, die das unterstreichen. Zum Beispiel:

Ein westlicher Management-Experte veränderte die Arbeitsweise ganzer Industriezweige – von der Herstellung, Projektmanagement, Zulieferkette, Finanzen, Marketing, Verkauf, Strategie bis hin zu den Taktiken. Er nahm einmal an einer Geschäftsleitungssitzung von einigen der größten Unternehmen in Japan teil, die seine Kunden waren. Als sie über die Ergebnisse der Umsetzung seiner Ratschläge kommunizierten, sprachen alle über eine Verbesserung der Kooperation und Harmonie in den jeweiligen Unternehmen. An einem bestimmten Punkt unterbrach er und fragte, was die „wahren“ Ergebnisse seien. Diese beinhalteten eine Steigerung der Produktivität, des Profits, kürzere Führungszeiten, etc.

Sie zeigten ihm die Zahlen, die tatsächlich Verbesserungen aufwiesen – aber sie erklärten, dass die Ergebnisse, über die er sprach, nur Nebenprodukte von dem seien, was sie als die Ergebnisse betrachteten. Sie diskutierten darüber, was ihnen am wichtigsten erschien – Kooperation und Harmonie. Wenn das erreicht ist, sagten sie, wäre die Organisation gesund und zahlenmäßiger Erfolg wäre garantiert.

Wenn das Team keine Kooperation und Harmonie erreicht, kann es durch Misstrauen, Machtkämpfe, Mangel an Verantwortungsbewusstsein und dem Fokus auf individuelle Ergebnisse verkümmern. Gutes könnte nicht lang erhalten bleiben und das Geschäft würde zerfallen.

Erst dann bemerkte er, dass seine lang anhaltenden und erprobten Ideen, die sehr rigoros sind und keine emotionale Seite haben, so gut funktionieren, weil sie fundamental und strukturell „Motoren der Disharmonie“ beseitigten. Sie machten es für Menschen absolut notwendig, besser zu kooperieren.

Ich habe nun einige von ihnen in unsere geschäftsähnlichen Dafa-Projekte eingeführt.

Hintergrund

Vor neun Jahren wurde ich Koordinator unseres lokalen Medienprojekts. Wenn ich zurückblicke, denke ich, dass ich es nicht besonders gut gemacht habe. Davon abgesehen, dass ich durchaus intelligent, fähig und enthusiastisch bin, sogar Erfahrungen im Management habe, erschufen wir kein Produkt von hoher Qualität, erzeugten nicht genug Einnahmen und hatten keine gute Kultivierungsumgebung.

Einige Jahre später musste ich von der Position zurücktreten, was ich als einen Putsch betrachtete, der merkwürdigerweise von meinen regionalen Chefs unterstützt wurde. Später wiesen sie mir eine andere Position im regionalen Management zu.

Mit ganzem Herzen kooperierte ich mit ihrer Entscheidung und gab mich ganz der neuen Position hin, aber für eine Weile erreichte ich dieselben Ergebnisse wie vorher. Dies veranlasste mich dazu, sehr ernsthaft und tief nach innen zu schauen und zu versuchen, meine eigenen Fehler zu finden.

Ich erkannte, dass es eine große Verantwortung ist, Koordinator und Manager zu sein, die ich entweder richtig oder gar nicht wahrnehmen sollte.

Der Meister sagte auf der Fa-Konferenz in San Franzisco 2014:

„Du bist der Zuständige. Der Meister hat dir diese Lernenden gegeben. Meinst du, dass es nichts mit dir zu tun hat, ob sie sich gut kultivieren oder nicht? Doch. Ich finde, es scheint so, als habe der Kultivierungszustand in manchen Regionen nachgelassen. Sei es in einer Firma der alltäglichen Menschen, sei es bei einer anderen Arbeit, wenn du es so machst, dann heißt es, dass du schluderst. Kann ein Dafa-Jünger schludrig sein? Das ist eine sehr ernsthafte Angelegenheit.“ (Li Hongzhi, Fa-Erklärung auf der Fa-Konferenz in San Francisco 2014 - Fragen und Antworten, 16.10.2014)

Management ist ein Beruf, also musste ich ein perfekter Profi werden, um meiner Rolle gerecht zu werden.

Für mich bedeutete das auch, zum ersten Mal zu erkennen, dass es die Menschen sind, die eine Organisation zum Funktionieren bringen. Jeden ins Boot zu holen, enthusiastisch zu sein und mit ganzem Herzen zu kooperieren, ist genauso wichtig wie Ideen, Strategien und Fähigkeiten zu haben.

Noch dazu erschien es mir, dass zu dieser Zeit meine Chefs mir nicht völlig vertrauten und nicht hinter mir standen, so dass ich diejenigen, die mir unterstellt waren, nicht dazu bringen konnte, meinen Anweisungen zu folgen. Die einzige Möglichkeit, meinen Job zu machen, bestand darin, meine Angestellten dazu zu bringen, meinen Vorschlägen aus freien Stücken folgen zu wollen. Also musste ich nur das tun, was für ihre Arbeit und für das Erretten von Lebewesen von Nutzen war (und nicht unbedingt das, was ich gern tun würde). Dann, durch die Interaktion mit ihnen, können sie auch den Wert ihrer Arbeit erkennen und sich dadurch sogar gemeinsam erhöhen. Und das nicht nur in der Theorie, sondern tagtäglich. Ich erkannte, dass ein guter Koordinator den anderen dient.

Sobald ich mit ganzem Herzen auf diesem Weg war, begann ich wirklich Fortschritte zu machen.

Indem ich den Menschen mehr Mitspracherecht gab, war ich in der Lage, gute Ergebnisse für die Organisation zu erreichen. Am Ende meiner Amtszeit hatte ich ihr Vertrauen insofern gewonnen, dass ich spürte, dass meine Kompetenz gestiegen war, da sie bis dahin meiner Führung fast ohne Fragen gefolgt waren.

Die eigentliche Ursache des Erfolges

Alle Unternehmen suchen Vorteile im Wettbewerb, um zu überleben, zu wachsen, Geld zu verdienen und um eine führende Rolle auf dem Markt zu bekommen. Was kann unser Vorteil im Wettbewerb sein? Eine schlaue Strategie? Ein einzigartiges Design? Ein super qualitatives Produkt? Ein erschwinglicher Preis?

Mein begrenztes Verständnis ist, dass all die oben genannten Dinge als Nebenprodukte zu Kooperation und Harmonie auftreten. Die Grundlage unseres Erfolges ist nicht unser Produkt oder eine clevere Strategie – es ist unsere Fähigkeit, gut zu kooperieren und zu harmonisieren.

Wahre Kooperation ist der Schlüssel

Der Meister betont die Wichtigkeit der Kooperation für den Erfolg beim Verkauf von Shen Yun-Tickets in der Fa-Erklärung in Washington D.C. 2011:

„Ihr wisst, dass viele Dafa-Jünger Projekte zum Einsatz gegen die Verfolgung, zur Wahrheitserklärung und zur Errettung der Menschen aufgebaut haben. Die Hauptsache ist eine gute Zusammenarbeit, nur wenn ihr gut zusammenarbeitet, könnt ihr die Dinge gut machen.“ (Li Hongzhi, Dafa-Jünger müssen das Fa lernen, Fa-Erklärung in Washington D.C., 16.07.2011)

Und ebenso in der Fa-Erklärung auf der internationalen Fa-Konferenz des Großraums New York 2009:

„In Wirklichkeit ist die Lage des Ticketverkaufs eines Ortes eine wahre und konkrete Darstellung des Zustandes der Kultivierung und der Kooperation der Lernenden des jeweiligen Ortes.“ (Li Hongzhi, Fa-Erklärung auf der internationalen Fa-Konferenz des Großraums New York 2009 - Fragen und Antworten, 07.06.2009)

Das ist ein kritischer Punkt. Gute Kooperation ist nicht ein „gut zu haben“ sondern ein „haben müssen“.

Deswegen haben die Koordinatoren in unseren Projekten die Schlüsselrolle inne, ein Umfeld von maximaler Kooperation zu schaffen. In solch einem Umfeld und unter der Anleitung des Koordinators werden Projekt-Mitarbeiter bald die Notwendigkeit der Professionalität schätzen (mit ganzem Herzen arbeiten, sich neue Fähigkeiten aneignen, Strategien entwickeln usw.), was schon bald zur zweiten Natur werden wird – ein Teil des Geistes der Organisation.

(wird fortgesetzt)