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Weil eine Hochschullehrerin ihren Glauben nicht aufgibt, wird sie nach sieben Festnahmen zu vier Jahren Haft verurteilt

18. Januar 2016 |   Von einem Minghui-Korrespondenten in der Provinz Jilin, China

(Minghui.org) Die Familie und die Anwälte einer Hochschullehrerin stellten Ende November 2015 fest, dass sie zu vier Jahren Haft verurteilt wurde, weil sie ihren Glauben nicht aufgab. Das Urteil war am 7. September 2015 ohne ihr Wissen gefällt worden.

Che Pingping ist Professorin am Institut für Bewegungserziehung in Jilin

Als der Richter zu dem heimlichen Verfahren befragt wurde, log er und behauptete, eine öffentliche Bekanntmachung herausgegeben zu haben, was nicht stimmte. Außerdem sagte er, dass die Anwälte keine rechtsgültigen Unterlagen für eine rechtmäßige Vertretung eingereicht hätten. Auch das stimmte nicht: Er setzte sich über einen Beleg des Gerichts hinweg, der zeigte, dass die Anwälte die erforderlichen Dokumente sehr wohl eingebracht hatten.

Ches Familie ist im Moment dabei, einen neuen Anwalt zu engagieren, um gegen ihr Urteil anzukämpfen.

Che Pingping

Sieben Mal verhaftet

Am 18. Oktober 2013 wurde Frau Che zum siebenten Mal verhaftet, weil sie sich weigerte, das Praktizieren von Falun Gong aufzugeben. Im April 2015 trat sie im Untersuchungsgefängnis der Stadt Jilin aus Protest gegen ihre Haft in einen Hungerstreik. Sie wurde täglich zwangsernährt und unterlag Schlägen und Beschimpfungen durch die Wärter.

Am 17. November 2015 protestierte sie in einem Schreiben an das Mittlere Gericht in der Stadt Jilin.

Richter zeigt sich wegen des heimlichen Verfahrens und der Verurteilung ungerührt

Am 9. November fuhren Ches Verwandte und zwei Anwälte zum Untersuchungsgefängnis und forderten ein Treffen mit ihr. Das wurde abgelehnt. Daraufhin ging die Gruppe zum Bezirksgericht Chuanying und riefen Richter Li Zhongcheng unzählige Male an, um ein Update zu Ches Fall zu erhalten, jedoch erfolglos.

Richter Li verkündete der Gruppe später, dass am 7. September 2015 eine Anhörung für Frau Che stattgefunden hatte und sie zu vier Jahren verurteilt worden war. Auch informierte er sie, dass Frau Che gegen das Urteil Berufung einlegen wolle.

Auf die Frage, warum die Anwälte nicht über die Anhörung informiert worden seien, antwortete Li, dass eine öffentliche Bekanntmachung herausgegeben worden sei. Die Gruppe fragte weiter, warum es keine Mitteilung am Schwarzen Brett gegeben habe. Li überhörte die Frage und erklärte, dass er von den Anwälten keine rechtsgültigen Unterlagen erhalten habe. Die Anwälte informierten Li, dass die Dokumente geschickt worden seien und sie sogar vom Gericht eine Bestätigung erhalten hätten. Ches Anwälte erklärten den Verwandten später, dass sich die Unterlagen [die fehlten] auf Dokumente bezogen hätten, die beweisen sollten, dass die Anwälte keine Falun Gong-Praktizierende sind.

An Frau Ches Fall involvierte Personen:Mittleres Gericht der Stadt JilinChen Xiangjun: +86-432-63070807Chen Yu: +86-432-63070410Yang Chunyan: +86-432-63070512

Frühere Berichte:College Teacher Ms. Che Arrested for the Seventh Timehttp://en.minghui.org/html/articles/2013/11/13/143158.html

Hochschuldozentin mehr als 40 Tage inhaftiert – Familie verklagt Polizeihttp://de.minghui.org/html/articles/2014/1/4/76820.html

Court Officials in Jilin City Attempt to Prevent Attorneys from Representing Local Practitionershttp://en.minghui.org/html/articles/2014/5/5/471.html

College Teacher from Jilin Detained for Nearly Two Years and Torturedhttp://en.minghui.org/html/articles/2015/8/1/151842.html