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Zwei Falun Gong-Praktizierenden aus der Stadt Qiqihar droht Verhandlung

19. Oktober 2016 |   Von einem Minghui-Korrespondenten in der Provinz Heilongjiang in China

(Minghui.org) Die Falun Gong-Praktizierenden Dong Daoshun (m) und Xi Ying (w) sind im Februar 2016 rechtswidrig festgenommen worden. Sie warten auf ihre Verhandlung vor dem Bezirksgericht Jianhua.

Dong, Xi und ein weiterer Praktizierender waren am 2. Februar 2016 auf dem Weg in ein Untersuchungsgefängnis, als sie von Polizisten der Staatssicherheitsabteilung der Stadt Qiqihar aufgehalten wurden. Dong und der andere Praktizierende wurden festgenommen, während Xi entkam.

Dong: Wohnung durchsucht und misshandelt

Der Polizist Yu Haitao und Polizisten von der Bezirkspolizei Jianhua gingen am Tag der Festnahme zu Dongs Wohnung und durchsuchten sie. Sie beschlagnahmten 500 Yuan (ca. 70 €)[1], Falun Gong-Bücher und einen Computer.

Dongs Auto, Mobiltelefon und eine Bankkarte wurden zum Zeitpunkt seiner Festnahme beschlagnahmt. Er wurde zum Verhör in die Polizeiwache Wenhualu gebracht.

Zwei Polizisten schlugen und stießen dort auf ihn ein. Sie zwickten ihn und ohrfeigten ihn mit einer Schuhsohle, so dass er Blutergüsse bekam. Später wurde er in ein Untersuchungsgefängnis überführt.

Als Dongs Anwalt ihn mehrere Tage später besuchte, konnte er noch die Blutergüsse auf dem Gesicht seines Mandanten sehen.

Als Dongs Frau von seiner Festnahme erfuhr, ging sie mehrmals zur Staatssicherheitsabteilung Qiqihar und zur Ortspolizeiwache, erhielt jedoch keine Auskunft über seinen Verbleib. Von einem Freund erfuhr sie schließlich, dass ihr Mann von der Staatssicherheitsabteilung festgenommen worden war.

Xis Festnahme und Inhaftierung

Polizisten in Zivil von der Polizeiwache Wenhualu erhielten die Anweisung Xi am Abend des 5. Februar 2016 zu verhaften. Sie durchsuchten ihre Wohnung und beschlagnahmten einen Computer und andere persönliche Gegenstände.

Xi wurde in die Polizeiwache Wenhuala gebracht. Während des Verhöres wurde sie über ein Dutzend Mal geohrfeigt. Außerdem entzog man ihr den Schlaf.

Am nächsten Tag brachte man sie in das erste Untersuchungsgefängnis von Qiqihar. Die dortigen Polizisten weigerten sich zunächst, sie aufzunehmen, da ihr Blutdruck sehr hoch war.

Hao, der Leiter der Polizeiwache, versicherte ihnen: „Kein Problem. Ich übernehme die Verantwortung, wenn ihr etwas zustößt.“

Xis frühere Verfolgung

Xi war im Jahr 2000 das erste Mal von Polizisten der Polizeiwache Donghu festgenommen und 15 Tage lang im 2. Untersuchungsgefängnis von Qiqihar festgehalten. (dieses Untersuchungsgefängnis existiert nicht mehr). Die Wärter schlugen ihr viele Male ins Gesicht und zogen an ihren Haaren, weil sie die Falun Gong-Übungen gemacht hatte.

Xi wurde erneut im Jahr 2002 festgenommen, dieses Mal von Polizisten der Polizeiwache Beijuzhai. Die Polizei legte ihr die Hände hinter ihrem Rücken in Handschellen und hängte sie auf. Sie wollten den Ort, an dem die Materialien über Falun Gong hergestellt wurden, herausfinden, aber Xi weigerte sich zu kooperieren. Sie wurde danach in das Zwangsarbeitslager Shuanghe überführt und dort zwei Jahre lang eingesperrt.


[1] Anmerkung: Das durchschnittliche Einkommen eines Arbeiters beträgt in den Städten Chinas monatlich umgerechnet etwa 300,- €