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Ein Leben voller Abenteuer und Entdeckungen im großen Buddha-Fa

Vorgetragen auf der europäischen Fa-Konferenz 2016, München

9. November 2016 |   Von einem Falun Dafa-Praktizierenden aus Irland

(Minghui.org)

Grüße an den verehrten Meister!Grüße an die lieben Mitpraktizierenden!

Ich bin jetzt im 9. Jahr meiner Kultivierung im Falun Dafa. Alles begann, als ich zwei Bücher per Post erhielt: Das Zhuan Falun und Falun Gong – der Weg zur Vollendung. Ein Freund hatte sie mir geschickt, ein ägyptisch-australischer Praktizierender. Ich hatte ihn immer für sehr vernünftig und aufrichtig gehalten, also dachte ich mir schon, dass diese Bücher wichtig sein müssten. Ich las das Zhuan Falun einmal und dann gleich noch einmal durch. Seit damals habe ich es dann immer wieder gelesen. 

Um in meiner Kultivierung weit zu kommen, musste ich sehr entschlossen sein und wirklich den Wunsch haben, nur allein Falun Dafa zu kultivieren, denn viele Kräfte, Ablenkungen und Schwierigkeiten wollten mich davon abhalten. An vielen Punkten musste ich mich an die Worte des verehrten Meisters klammern:

„Wenn es schwer zu ertragen ist, versuch doch mal, es zu ertragen; wenn es unmöglich erscheint oder man glaubt, dass es nur schwer möglich ist, versuch es mal und schau, ob es tatsächlich unmöglich ist oder nicht. Wenn du das wirklich schaffen kannst, wirst du finden, dass wirklich wieder Licht am Horizont aufscheint!“ (Li Hongzhi, Zhuan Falun 2012, S. 580)

Der Meister beschreibt die Kultivierung im Prinzip als das ständige Loslassen aller unserer Eigensinne. Für mich ist das so, als würde ich mich ständig von Dingen verabschieden müssen, die ich nicht mit nach Hause nehmen kann. Manche „Abschiede“ sind sehr einfach und problemlos, andere wiederum sind traumatisch und schmerzhaft.

Das Aussenden der aufrichtigen Gedanken an sich ist wie ein Tonikum für mich. Meine aufrichtigen Gedanken haben sich bis zu dem Punkt entwickelt, an dem ich erkenne, dass ich mit allem, dem ich begegne, eine Verbindung habe. Beim Aussenden der aufrichtigen Gedanken fokussiere ich mich darauf, die Wurzeln meiner Eigensinne, Anschauungen und schlechten Angewohnheiten aufzulösen, auch meine Eigensinne, Anschauungen und schlechten Angewohnheiten selbst aufzulösen und somit bin ich ständig beim Aufräumen. Das Aussenden der aufrichtigen Gedanken zu den festen Zeiten nutze ich, um die Dämonen und Angelegenheiten in einem kosmischen Ausmaß aufzulösen. Das ist mein letztes Leben auf dieser Erde, deshalb verstehe ich mein Dasein als Begleichung all meiner Rechnungen und der Verabschiedung von dieser Welt, dem blauen Planeten. 

Der Meister sagt: 

„Dass man in die Meditation versinken kann, ist die Verkörperung der Kultivierungsebene.“ (Li Hongzhi, Zhuan Falun 2012, S. 535)

Da ich anfangs viele Bedenken hatte, war es für mich nicht einfach, bei der Meditation in einen tiefen Ruhezustand zu versinken. Schon zu Beginn verstand ich, dass ich nicht abgelenkt oder eigensinnig sein oder irgendeine Technik für diesen Zustand anstreben dürfte. Allmählich finde ich es immer einfacher, einen klaren Kopf zu haben, mich zu entspannen und diesen Ruhezustand zu erreichen. Die Übungen sind für mein Gehirn wie ein Sonnenurlaub von dem Gerede, dem Rummel und Weltstress und dienen dazu, mich neu einzufassen. Ich habe erkannt, dass so etwas wie sich extra Zeit für das Fa zu nehmen, nicht existiert. Der Beginn und das Ende sowie der Kompass für alles in meinem Leben ist das Buddha Fa. Jeder Aspekt meines Lebens wird über das Buddha Fa verarbeitet. Mein Zugang dazu ist: Wie würde ein himmlisches Wesen diese Situation handhaben?

1997 wurde bei mir die genetische Erbkrankheit namens Bronzediabetes diagnostiziert. Diese Krankheit kommt in Irland relativ häufig vor. Im Prinzip bedeutet es, dass alle Organe und Gelenke des Körpers zu viel Eisen aufnehmen. Mit der Zeit sind die Organe durch das Zuviel an Eisen überfordert, was zu chronischer Schwäche, Ermüdung und schließlich zum Tod führt. Es ist eine fatale Krankheit, an der auch meine Mutter gestorben ist.  

Vor ungefähr drei Jahren empfahl mir das Krankenhaus, dass ich damit beginnen solle, mein Blut abzulassen, um das überschüssige Eisen zu reduzieren. Da ich mich als Falun Dafa-Praktizierenden sehe, bin ich nicht diesen Weg gegangen. Ich entschied mich, mit meiner Kultivierung weiterzumachen, das Fa mehr zu lernen, fleißiger mit den Übungen und aufrichtigen Gedanken zu sein und überhaupt fleißiger mit all den Anforderungen zu sein, die an Falun Dafa-Praktizierende gestellt sind. Während der Übungen waren meine Knie und Knochen in einem fürchterlichen Zustand – die Schmerzen waren unerträglich und mein ganzer Körper litt unter schweren Krämpfen, die nicht enden wollten. Bei der fünften Übung hatte ich tobende Schmerzen, die bis tief in meine Knochen drangen. Nach den Übungen legte ich mich gute zehn Minuten stöhnend und ächzend hin, bis ich eines Tages verstand, dass dieses Verhalten meine Übungsanstrengungen negierte. Zu stöhnen ist nicht Teil von Ren. Ein Jünger muss mit Würde aushalten. 

Ich hielt mit den Übungen durch und machte dann erstaunliche Durchbrüche. Heute freue ich mich sogar auf die fünfte Übung. Letztes Jahr war ich wieder im Krankenhaus und ließ dort meinen Eisenwert messen. Der Facharzt teilte mir mit, dass ich keinen Bronzediabetes mehr hätte. Er erwähnte das so beiläufig, als hätte ich diese Krankheit nie gehabt. Vor kurzem hatte ich wieder eine Untersuchung, die meine Gesundheit noch einmal bestätigte. Ich habe herausgefunden, dass Ärzte unnötigerweise sehr defensiv werden können, wenn man sie auf alternative Wege hinweist. 

Ich möchte betonen, dass mein Umgang mit dieser Sache meine eigene persönliche Entscheidung war. Es war keineswegs unachtsam oder planlos, da ich mein Leben sehr schätze. Es soll auch nicht als medizinischer Ratschlag für andere gelten. Falun Dafa ist ein komplettes Kultivierungssystem für Körper und Geist. Ich muss fleißig meditieren, stabil und mit ganzem Herzen bei der Kultivierung im Falun Dafa sein, mich den kosmischen Eigenschaften Zhen, Shan und Ren angleichen und dem Meister gegenüber mein Gelübde einlösen. 

In dieser Zeit wurde bei mir auch ein sehr hoher Cholesterinspiegel diagnostiziert. Vor dem Praktizieren von Falun Dafa hätte mich das sehr nervös gemacht, zumal mein Vater und Onkel wegen Herzerkrankungen gestorben waren. Der Arzt verschrieb mir sehr starke Medikamente dagegen. Ich nahm sie jedoch nicht ein und konzentrierte mich stattdessen auf die Kultivierung. Ein Jahr später ergab die Untersuchung ganz normale Werte. 

Vor zwei Jahren hatte ich großen Stress. Ich verlor viel Gewicht und wurde immer schwächer. Dabei kamen viele Krankheitsbilder aus meiner Jugendzeit zutage. Ich war in einem wirklich schlechten Zustand. Mein ganzes System brach zusammen und ich konnte nicht einmal mehr arbeiten gehen. Ich befragte den Meister und der Meister erinnerte mich daran, dass ich ihn gebeten hätte, diese alten Zustände wieder hervorzubringen. Ich musste dem Meister gegenüber zugeben, dass ich ein gebrochenes Herz hatte, weil meine liebe Frau gestorben war. 

Der Meister stellt die Ehe im Fa auf ein hohes Podest. Die Anforderungen an Praktizierende für die Ehe sind sehr hoch. Die Beziehung zu dem Menschen, den wir heiraten, muss über die Sentimentalität hinausgehen, denn die Heirat ist ein göttliches Arrangement. Wir sollen kein beschämendes oder unehrenhaftes Verhalten gegenüber unserem Ehepartner zeigen. Wir sollen uns nicht wegen Sentimentalität oder der Kultivierung selbst scheiden lassen. Und falls es einen guten Grund für eine Scheidung gibt, sollen wir nicht wegen der Sentimentalität erneut heiraten. 

Während meiner Kultivierung habe ich erkannt, dass wir Dafa-Jünger wegen der Kultivierung unserer Xinxing und unseres guten Herzens sehr sensibel werden, das ist aber nicht dasselbe wie Sentimentalität. Ich vermeide es, so gut es geht, kritisch, offensiv oder urteilend gegenüber meinen Mitpraktizierenden zu sein. Ich danke den Dafa-Praktizierenden für ihre Güte und ihre Ermunterungen. 

Bis vor Kurzem war ich der Meinung, dass es mich nichts angehe oder es nichts mit mir zu tun habe, wenn ich Eigensinne bei anderen Praktizierenden sehe. Und wenn Mitpraktizierende Eigensinne, die ich hatte, mir gegenüber ansprachen, dachte ich, dass es sie eigentlich nichts angehe und ich sie nicht nach ihrer Meinung gefragt hätte. Der Meister betont aber, dass wir die Pflicht haben, die Eigensinne der anderen anzusprechen. Für mich ist der Hauptaspekt dabei, dass dies mit Barmherzigkeit und Gutherzigkeit getan werden muss. Andernfalls ist es nur gemein und kontraproduktiv.

„Wenn alle gerade über eine Sache diskutieren und jemand dann sagt, dass deine Idee nicht gut ist, so möchtest du das nicht hören. Wenn keiner einen Einwand hat oder wenn man sogar sagt, dass diese Idee prima und jene auch ganz gut ist, und keiner den anderen Ärger machen will, dann würde ich sagen, dass dieser Lernende dem Dafa und der eigenen Kultivierung gegenüber nicht sehr verantwortungsvoll ist. Er traut sich nicht, Konflikten gegenüberzustehen, er traut sich auch nicht, Problemen gegenüberzustehen. Selbst wenn er Probleme sieht, traut er sich nicht, sie auszusprechen, er hält zu sehr sich selbst fest, das ist eben Egoismus. Wenn man im Angesicht von Problemen keinen Eigensinn hat und dann ganz offen Vorschläge macht, wie man es am besten machen sollte, so denke ich, wird sich bestimmt keiner unwohl fühlen, wenn man das hört. Denn du tust es für das Fa.“ (Li Hongzhi, Fa-Erklärung auf der internationalen Fa-Konferenz in New York 2004, 21.11.2004 - Fragen und Antworten)

„Beim Dafa ist es eben die Kultivierung und nichts anderes.“ (Li Hongzhi, Fa-Erklärung auf der Sitzung der Lernenden aus der asiatisch-pazifischen Region, 12.04.2004)

Ich bin während meiner Kultivierung zu der Erkenntnis gekommen, dass der Personalmangel, den wir bei all unseren Projekten haben, nicht das Wesentliche ist. Meiner Meinung nach geht es mehr um unseren Einsatz, um unsere Entschlossenheit und Sorgfalt. In der ersten Übung lehrt uns der Meister, wie man eintausend Hände mit unseren zwei Händen bewegt, wie man mit Leichtigkeit einen Berg schleppt und wie man einen Berg einstürzen lässt. Wenn ich jeden Tag die Zeit Revue passieren lasse, schaue ich, wo ich wertvolle Zeit vergeude und Möglichkeiten für Dafa auslasse.

Einmal kam mir nach dem letzten FZN bei der Meditation eine „laute und ausgeprägte“ Inspiration. Was ich hörte, war „nur noch 24 Stunden“. Sofort wusste ich ganz klar, was das bedeutete. Der Meister warnte mich, was ich tun würde, wenn ich wüsste, dass bis zur Fa-Berichtigung des Kosmos nur noch 24 Stunden übrig wären. Das scheuchte mich sehr auf. Jetzt lebe ich jeden Tag so, als wäre es mein letzter Tag auf der Erde. Das ist kein irrationales Benehmen meinerseits. Ich erhöhe mich in allen Aspekten, so wie ein Dafa-Jünger es mit dem Geschenk des Meisters tun sollte. Mein Leben ist so: Wie erfülle ich all die Gelübde, die ich dem Meister vor Urzeiten gemacht habe? Ich versuche, mit jedem, den ich treffen, eine würdevolle Verbindung aufzubauen. Ich will nicht so erscheinen, als wollte ich ihnen etwas verkaufen. Es ist mir klar, dass ich vielleicht nie wieder eine andere Möglichkeit haben werde, ihnen die Erlösung durch das Falun Dafa anbieten zu können. 

In meiner Kultivierung war ich stets sehr inspiriert von der Xinxing und den Artikeln, die auf der Minghui-Website von den Dafa-Praktizierenden aus Festlandchina übermittelt werden. Ihr seid eine Inspiration für den ganzen Planeten und darüber hinaus, bis in alle Zeiten. Euer Mut, Durchhaltevermögen und eure Aufrichtigkeit angesichts der entsetzlichen Grausamkeiten gegen euch und eure Familien sind unvergleichlich und können nur mit dem Fa verstanden werden. Es ist meine Pflicht, dafür zu sorgen, dass die Welt eure Opfer und Schwierigkeiten nicht vergessen wird und dass ihr nicht alleine gelassen werdet. Ich bin sehr demütig, unter euch zu sein. 

Der Meister inspiriert uns ständig. Er stellt all unsere Erlebnisse in einen Rahmen:

 „Ihr habt im Fa einen Grundsatz erfahren, nämlich wenn irgendein Lebewesen in diesem Kosmos Leiden ertragen hat, wird es dies nicht umsonst ertragen, besonders ein Mensch, der sich im Dafa kultiviert. Außerdem ist er ein Dafa-Jünger in der Zeit der Fa-Berichtigung. Wenn man bis zum Ende im Fa bleibt, ist das, was auf ihn wartet, die Vollendung, egal wie das Resultat ist.“ (Li Hongzhi, Fa-Erklärung auf der Fa-Konferenz im Westen der USA 2004, 28.02.2004 in Los Angeles)

„Wenn ihr alle das Fa von Herzen erkennt, verkörpert es erst das Fa mit grenzenloser Kraft - und das mächtige Fofa wird in der Menschenwelt wieder offenbar!“ (Li Hongzhi, Wachsame Worte, 10.09.1996, in: Essentielles für weitere Fortschritte I)

Während des Sommers machte ich bei Tour-Workshops zu Veranstaltungen in Irland und Nordirland  zur Aufklärung der Menschen über die wahren Umstände mit. Manche Ausflüge waren nur für geladene Gäste, andere waren vom Koordinator organisiert. Überall, wo wir hinkamen, waren Schlangen von Menschen, die unsere Petition unterzeichnen wollten. Wenn Iren vom Organraub hören, können sie das fast nicht ertragen. Wir hören die Leute fassungslos fragen: „Warum gibt es da keine weltweiten Proteste?“ Menschen aller Rassen, Herkunft und Nationalität, jung und alt, bleiben bei unseren Informations-Ständen stehen und wollen uns helfen, den Organraub zu beenden. Dafa vereint uns alle. Manche Leute sagen uns, dass sie Katholiken oder Christen seien und unsere Petition unterzeichnen wollen. Oft sagen sie uns, dass sie uns bewundern würden und sie danken uns für unseren Einsatz. Trotz des Ansturms der Moderne sind die Iren immer noch sehr gut- und barmherzig. 

In dem Dorf Tralee sah ich einen älteren Herrn, der unsere Informationstafeln studierte. Ich fragte ihn, ob er gerne eine Petition zur Beendigung der Gräueltaten unterzeichnen wolle. Er sagte mit energischer Stimme zu mir: „Oh, was für eine Welt. Stolz werde ich hier unterschreiben.“ Es war eine sehr rührende Begegnung. 

Mir scheint, der Meister gibt mittels dieser Petitionen den Menschen eine Möglichkeit, sich zu positionieren. Die Menschen sehnen sich danach, etwas gegen die Grausamkeiten tun zu können, egal welche wirtschaftlichen Konsequenzen es hat, eben weil es richtig ist. Wenn ich politische Repräsentanten und Medienleute treffe, weise ich immer auf die Größe und nationale Ausweitung der Petitionen hin: die Stimme der Menschen. Das gibt ihnen Mut. 

Die chinesischen Praktizierenden, die auf der Straße die chinesischen Touristen zum Austritt aus der KPCh ermutigen, sind sehr bemerkenswerte Praktizierende. Mir ist aufgefallen, dass chinesische Touristen sie am Anfang gar nicht anschauen wollen. Offensichtlich drehen sie ihren Kopf sofort in die andere Richtung. Einige Minuten später plaudern sie jedoch meist freundlich mit den Praktizierenden und treten dann auch aus der KPCh aus. 

Die Medien und die alternativen Medien berichten über Geschehnisse und Probleme des Planeten. 

Der Meister rät in diesem Zusammenhang:

„Egal was es für ein großes Ereignis gibt, betrachte es als nichts, mache weiter das, was ein Dafa-Jünger machen soll.“ (Li Hongzhi, Fa-Erklärung auf der Fa-Konferenz in Washington D.C. 2004, 24.07.2004)

Das ist mein Verständnis, bitte korrigiert barmherzig meine Fehler.

Vielen Dank, verehrter Meister, dass Sie mich aufgeweckt haben und auf mich aufpassen. 

Dank an alle Dafa-Jünger.