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Es ist wichtig, nach innen zu schauen, damit wir uns erhöhen können

7. Mai 2016 |   Von einer Falun Gong-Praktizierenden in China

(Minghui.org) Ich bin über 70 Jahre alt und praktiziere Falun Gong seit 1997. Deswegen bin ich gesund und habe immer eine positive Haltung.

Oft fahre ich mit meinem Dreirad los, um mit den Menschen über diese friedliche Meditationsschule Falun Gong zu sprechen und über die Tatsache, dass sie unrechtmäßig verfolgt wird. In den vergangenen zehn Jahren habe ich gelernt, dass uns die Verfolgung nicht daran hindern kann, die Herzen der Menschen zu erreichen, wenn wir starke aufrichtige Gedanken bewahren und uns stets im Einklang mit dem Fa erhöhen.

Raum für das Fa-Lernen in der Gruppe anbieten

Als ich im Jahre 2006 in ein neues Haus umzog, fragte mich eine Koordinatorin, ob wir ortsansässigen Praktizierenden uns einmal im Monat in meiner Wohnung zum Fa-Lernen und Austausch treffen könnten. „Wir wollen uns alle regelmäßig treffen, um unsere Erfahrungen auszutauschen“, sagte sie, „doch wegen der Verfolgung haben viele Praktizierende Angst, dass die Polizei das herausfindet. Deshalb ist es schwierig, einen sicheren Platz zu finden.“

„Kein Problem“, sagte ich. „In meiner Wohnung sind alle Praktizierenden willkommen. Je mehr, desto besser.“ Ich dachte, dies würde uns helfen, uns als ein Körper zu erhöhen, und dass es das sei, wozu der Meister uns ermutigt.

Es kommen jedes Mal etwa 20 bis 30 Praktizierende zum Fa-Lernen, darunter sind auch einige, die aus Angst selten mit anderen Praktizierenden zusammenkommen. Wir sprechen dann über unsere Kultivierungserfahrungen und wie man die inhaftierten Praktizierenden besser retten, sowie auch noch mehr Lebewesen erretten kann. Wir tauschen auch darüber aus, wie man nach innen schaut, um familiäre Konflikte zu lösen.

Mein Mann ist kein Falun Dafa-Praktizierender, unterstützt mich aber sehr. Als ein Praktizierender mich fragte, ob ich Angst habe, meine Wohnung zu einem Treffpunkt für Praktizierende zu machen, erwiderte ich: „Nein! An so etwas habe ich nie gedacht. Ich tue einfach das, was ich tun soll.“

Wir müssen aufrichtige Gedanken bewahren und nach innen schauen

Als im Juli 1999 die Verfolgung begann, wurden viele Menschen durch die verleumdende Propaganda irregeführt, die die staatlich betriebenen Medien verbreiteten. Viele Praktizierende erklären den Menschen seither die wahren Umstände über Falun Gong.

Nach unseren Gruppentreffen bieten wir den Praktizierenden Informationsmaterial zum Verteilen an. Viele haben Bedenken, dass sie von Polizisten aufgehalten werden könnten. So nehmen nur wenige Broschüren mit und deshalb bleiben oftmals viele übrig.

Eine andere Praktizierende und ich gehen dann hinaus, um diese Broschüren zu verteilen und auch, um Plakate aufzuhängen. Wir kommen erst wieder nach Hause zurück, wenn alles verteilt ist.

Vor dem chinesischen Neujahr, an einem sehr kalten Tag, fror uns fast der Klebstoff auf den Plakaten fest und auch meine Hände froren. Trotzdem hängten wir alle Plakate auf und gingen erst dann wieder heim.

Als eine Praktizierende festgenommen wurde, verteilte ich viel Informationsmaterial vor dem Polizeidezernat und vor dem Gefängnis. Ich hängte in der Nähe auch an einigen Gebäuden Plakate auf. Als ich dann weiterging, gingen mehrere Sicherheitsleute an mir vorbei. Ich wusste, dass der Meister mich beschützte.

Wenn ich die Menschen auf der Straße anspreche, ignorieren mich manche oder sagen schlechte Dinge zu mir. Das entmutigt mich aber nicht und ich spreche weiterhin mit anderen über Falun Gong und die Verfolgung.

Einmal ging ich hinaus, um die Neun Kommentare über die Kommunistische Partei zu verteilen. Ich war unglücklich, weil noch so viele in meiner Tasche waren und sie so schwer war. Plötzlich stolperte ich und fiel hin. Sofort begriff ich, dass meine Einstellung nicht richtig war und entschuldigte mich in Gedanken beim Meister. Der Meister gibt uns oft Hinweise, wenn unsere Denkweise nicht aufrichtig ist.

Ein anderes Mal diskutierten wir über Kultivierungsangelegenheiten und ich sprach über die Xinxing Prüfungen bei Konflikten in meiner Familie. Mehrere Praktizierende kommentierten das und sagten, ich hätte dieses und jenes falsch gemacht. Daraufhin sagte ich am folgenden Tag der Koordinatorin, dass ich das Fa-Lernen in meiner Wohnung beenden wolle.

Später als ich beim Kochen war, bekam ich starke Schmerzen in den Beinen und am unteren Rücken. Ich konnte es kaum noch aushalten und mir war klar, dass ich etwas Falsches getan hatte. Ich nahm den Kontakt zur Koordinatorin wieder auf und sagte, sie solle das Fa-Lernen in meiner Wohnung nicht absagen.

Die Schmerzen in meinen Beinen und am unteren Rücken verschwanden.

Menschliche Anschauungen auflösen

Wenn ich Konflikte mit anderen Praktizierenden oder mit Familienangehörigen habe, passiert das im Allgemeinen wegen meiner menschlichen Anschauungen. Unlängst bemerkte ich das und entschloss mich, es zu ändern.

Vor ein paar Tagen fiel mir etwas ein und es war schwierig für mich, es wieder loszulassen. Praktizierende erinnerten mich an die Wichtigkeit des Nach-innen-Schauens und nachdem wir darüber diskutiert hatten, verbesserte sich die Situation. Am nächsten Tag jedoch tauchten viele Klagen und negative Gefühle in mir auf, um mich zu quälen.

Voller Schuldgefühle ging ich zum Bild des Meisters und bat ihn aufrichtig: „Verehrter Meister, bitte helfen Sie mir, all diese menschlichen Anschauungen loszulassen.“

Als ich nach einigen Minuten die Sitzmeditation machte, kamen diese Gedanken sofort wieder hoch. Und so flehte ich den Meister an, sie daran zu hindern, in meinen Verstand einzudringen.

Wunderbarerweise konnte ich nach einigen Minuten zur Ruhe kommen und ich fühlte mich sehr behaglich. Normalerweise kann ich die Sitzmeditation nur eine Stunde machen, doch dieses Mal saß ich 75 Minuten, ohne irgendwelche Schmerzen zu haben.