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Brutale Stretching Folter und mehr – Grund für ihre Strafanzeige gegen Chinas Ex-Prteichef

14. Juni 2016 |   Von einem Minghui-Korrespondenten in der Provinz Liaoning, China

(Minghui.org) Hao Qiujing, 45, aus der Stadt Dalian in der Provinz Liaoning ist 2012 verhaftet worden, als sie sich weigerte, Falun Gong aufzugeben. 

Daraufhin brachte man sie ins Zwangsarbeitslager, wo sie gefoltert wurde.

Im September 2015 erstattete sie Strafanzeige gegen Chinas Ex-Staatschef Jiang Zemin, weil dieser die Verfolgung von Falun Gong befohlen und durchgesetzt hat. Das Folgende ist Haos persönlicher Bericht.

Festnahme, Hausdurchsuchung, Inhaftierung und Verurteilung zu Zwangsarbeit

Als ich am 6. Juni 2012 mein Kind zur Schule gebracht hatte, öffnete ein Polizist meine Autotür, zerrte mich heraus und schnappte sich meinen Autoschlüssel. Dann legte mir ein zweiter Polizist Handschellen an, während er mich schlug und trat. Sie hielten mich fest, traten mich noch weiter und brachten mich in ihr Auto.

Im Anschluss durchsuchten sie meine Wohnung und beschlagnahmten Schmuck, einen Computer, ein Mobiltelefon, meine Bücher und andere persönliche Gegenstände.

Im Untersuchungsgefängnis wurde ich mit 20 Insassen in eine kleine Zelle gesperrt. Man verurteilte mich zu einem Jahr Zwangsarbeit und brachte mich in das Frauenzwangsarbeitslager Masanjia in der Provinz Liaoning.

Folterungen im Frauenzwangsarbeitslager Masanjia

Im Frauenzwangsarbeitslager Masanjia musste ich um 5:00 Uhr aufstehen und danach für lange Zeit auf einen kleinen Hocker sitzen. Die Wärter bestimmten Gefangene, die mich überwachten und sicherstellten, dass ich meine Beine nicht bewegte und meine Augen nicht schloss.

Die Praktizierenden durften nicht miteinander sprechen, noch nicht einmal Gesten einsetzen, um zu kommunizieren. Die Wärter sperrten uns täglich in unterschiedliche Zellen.

Wenn Gefangene Praktizierende folterten, bekamen sie dafür eine verringerte Haftstrafe.

Donggang ist ein Gebiet in Masanjia, wo sie Praktizierende foltern, um sie dazu zu zwingen, ihren Glauben aufzugeben. Sie benutzen dort unterschiedliche Foltermethoden wie Stretching, Fesseln, Schocken mit Elektrostäben, Schläge, Schlafentzug und Verweigerung des Besuchsrechts.

Weil ich meinen Glauben an Falun Gong nicht aufgab, wurde ich dort gefoltert. Die Wärter fesselten meine Hände für Stunden an ein Heizungsrohr. Sie machten die Fessel so fest, dass es zu Verletzungen führte.

Einmal war ich mit einer anderen Praktizierenden in einer kleinen Zelle, Gefangene überwachten uns und mussten den Wärtern alles berichten. Innerhalb der Zellen, der Badezimmer und auf den Gängen waren Überwachungskameras.

Ich musste von 4:00 Uhr bis Mitternacht oder noch länger in einem kleinen Korb knien. Während dieser Zeit durfte ich nicht schlafen. Mein Essen bestand aus einem Dampfbrötchen mit einer halben Schüssel dünner Suppe. Sie taten kleine Steine in das Brötchen, die ich schlucken musste.

Die Wände und der Boden waren mit Postern gegen Falun Gong bedeckt. Die Wärter beschimpften mich und drohten mir mit Folter.

Ausgewählte Foltermethoden

Extremes Stretching

Als ich elf Tage lang gefoltert worden war, meinen Glauben aber dennoch nicht aufgegeben hatte, hängten mich die Wärter so auf, dass meine Arme so weit wie möglich gestreckt waren. Dann band man sie an beiden Seiten eines Stockbetts fest. Auch meine Beine waren gefesselt.

Sie setzten meinen Fingerabdruck auf eine Erklärung, die besagte, dass ich Falun Gong aufgegeben hätte. Als sie mit anderen Praktizierenden sprachen, behaupteten sie, dass ich „umerzogen“ worden sei.

Folternachstellung: Extremes Stretching

Stretching und Handschellen

Die Wärter fesselten mich so, dass eine Hand am oberen Geländer eines Stockbetts mit Handschellen gefesselt wurde und die andere am Geländer des unteren Bettes auf der gegenüberliegenden Seite.

Folternachstellung: Stretching und Handschellen

Während dieser Folterung zeigten sie Videos, die Falun Gong verleumdeten, und ich musste mir laute, schrille Musik anhören. Auch hörte ich Gefangene, die vor Schmerzen schrien. Wenn ich die Wärter bat aufzuhören, mich zu foltern, schlugen und traten sie mich, während sie mich verfluchten.

Hintergrund

Jiang Zemin begann im Alleingang die Verfolgung von Falun Gong im Jahr 1999. Trotz Widerspruch der übrigen Mitglieder des Ständigen Komitees des Politbüros nutzte er seine damalige Position als Chef der Kommunistischen Partei Chinas und zwang ihnen seinen Willen auf, um die Verfolgung zu beginnen.

Die Verfolgung hat in den vergangenen 17 Jahren zum Tod vieler Falun Gong-Praktizierender geführt. Unzählige wurden gefoltert und sogar wegen ihrer Organe getötet. Jiang Zemin und seine Gefolgschaft sind direkt für den Beginn, die Weiterführung und Aufrechterhaltung der Verfolgung verantwortlich.

Unter Jiangs persönlicher Anleitung gründete die Kommunistische Partei Chinas am 10. Juni 1999 ein illegales Sicherheitsorgan auf Parteibasis, das Büro 610 genannt wird. Es agiert außerhalb des chinesischen Gesetzes und führt die Verfolgungspolitik direkt durch. Mit dem Aufruf: „Zerstört ihren Ruf, ruiniert sie finanziell und vernichtet sie physisch!“ wies der damalige Präsident Chinas, Jiang Zemin, die Handlanger der Verfolgung an, vor keiner Grausamkeit zurückzuschrecken.

Das chinesische Gesetz erlaubt seinen Bürgern, Strafanzeigen zu erstatten. Viele Falun Gong-Praktizierende üben nun dieses ihnen zustehende Recht aus und zeigen das frühere Staatsoberhaupt an.