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Seit 17 Jahren die verheerendste Vertuschung: Die Verfolgung von Falun Gong und der Organraub

20. Juli 2016 |  

(Minghui.org) Die Verfolgung von Falun Gong und das Verbrechen des Organraubs an Gefangenen aus Gewissensgründen ist eine der tragischsten Vertuschungen durch die Kommunistische Partei Chinas (KPCh). Sie wurde durch die strikte Zensur durch das kommunistische Regime in China möglich.

Je mehr Beweise für die Verbrechen auftauchen, umso mehr erinnert die seit 17 Jahren bestehende Verfolgung an die Massaker der Nazis. Die Menschheit gelobte einst, dass so etwas „nie wieder“ geschehen würde.

Wie die Verfolgung von Falun Gong begann

Vor 17 Jahren am 20. Juli 1999 leitete der damalige Vorsitzende der KPCh, Jiang Zemin, zusammen mit seinen Gefolgsleuten die Verfolgung von Falun Gong ein.

Falun Gong ist ein alter chinesischer Kultivierungsweg für Körper und Geist, dessen Lehren auf den Grundprinzipien Wahrhaftigkeit-Barmherzigkeit-Nachsicht beruhen. Nachdem er 1992 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, wurde er durch persönliche Empfehlung immer bekannter. Innerhalb weniger Jahre praktizierten bereits 100 Millionen Menschen in China Falun Gong.

Die KPCh und Jiang Zemin hatten jedoch Angst vor diesem schnellen Anwachsen der Gruppe, die bereits mehr Praktizierende hatte, als es Parteimitglieder gab. Wer die Geschichte der KPCh kennt, weiß, dass die Partei immer versucht hat, die Kontrolle über alle Angelegenheiten im Land zu behalten. Jiang leitete die Verfolgung von Falun Gong aus Angst und Eifersucht ein. Bald schon erstreckte sich die Verfolgung in jede Ecke der chinesischen Gesellschaft, von einzelnen Praktizierenden über ihre Familien bis hin zur ihren Arbeitsstellen und Gemeinschaften.

Die überwältigende Propaganda verleumdete Falun Gong und schürte Hass gegen diese friedliche Gruppe. Die Propaganda fand sich sogar in Medien im Ausland wieder und betrog viele Menschen auf der ganzen Welt.

Organraub, wachsende Gewissheit

Augenzeugenberichte von Folter und Gehirnwäsche deckten auf, dass die Verfolgung brutal und unbarmherzig ist. Bis zur ersten Aufdeckung des Organraubs im Jahr 2006 konnten sich trotzdem nur wenige Menschen vorstellen, wie abscheulich der staatlich geförderte Organraub an Falun Gong-Praktizierenden war. Es ging dabei um Profite.

In den Jahren zwischen 2000 und 2004 schoss die Zahl der Organtransplantationen in China in die Höhe. Viele Krankenhäuser bewarben ihre Ausstattung für solche Operationen in mehreren Sprachen.

Zum Beispiel führte das Internationale Organtransplantationszentrum des ersten Krankenhauses der Medizinischen Universität Chinas in der Stadt Shenyang in der Provinz Liaoning auf seiner Webseite die häufig gestellten Fragen der Patienten. Dort wurden mehrfach „Nieren von Lebenden“ erwähnt. Die Webseite gab an, dass die Wartezeit für Lebertransplantationen 1-2 Monate und für Nieren 1-4 Wochen betrage. Auf der Webseite waren außerdem detaillierte Preislisten aufgeführt: 55.000€ für eine Niere, 90.000€ für eine Leber und 135.000€ für Herz und Lunge.

Laut der offiziellen Seite von Shen Zhongyang hatte er bis März 2005 über 1.600 Lebertransplantationen durchgeführt. Shen Zhongyang ist der Leiter des Orientorgantransplantationszentrums, das zum ersten Krankenhaus der Stadt Tianjin gehört.

Laut einem Artikel aus dem Jahr 2006 der Fenghuang Week (eine Zeitung in Hongkong) betrug der ursprüngliche Preis für eine Lebertransplantation im Orientorgantransplantationszentrum im Jahr 2004 ganze 29.000€. Im Jahr 2005 stieg er auf 35.000€ an. Die chinesische Zeitung Southern Weekend (Nanfang Zhoumo) meldete im Juli 2007, dass das Zentrum durch solche Operationen riesige Profite gemacht habe.

Der Organraub ist eng mit den Krankenhäusern des Militärs und der bewaffneten Polizei verbunden. Beide Organisationen spielen in der Verfolgung von Falun Gong eine wichtige Rolle.

Im Dezember 2008 sagte der Präsident der zweiten Medizinschule des Militärs und der Minister für Gesundheit des Militärs Zhang Yanling öffentlich: „Im Jahr 1978 gab es nur drei Militärkrankenhäuser, die Organtransplantationen durchführen konnten. Im Jahr 2008 können 40 von ihnen Leber-, Nieren-, Herz-, und Lungentransplantationen sowie kombinierte Operationen für mehrere Organe durchführen.“

Viele chinesische Wissenschaftsjournalisten veröffentlichten Artikel über Organtransplantationen in den Krankenhäusern des Militärs und der bewaffneten Polizei. Keiner ihrer Artikel erwähnte, woher die Organe stammten.

Der Leiter der chinesischen Vereinigung für Organtransplantation, Chen Shi, sagte: „Bis Dezember 2005 gab es in China 85.000 Organtransplantationen ... Seit 2002 ist dieser Bereich stark gewachsen. Jedes Jahr wurden 10.000 Operationen durchgeführt und im Jahr 2005 waren es sogar 12.000 Operationen.“

Im März 2010 sagte der stellvertretende Direktor des ersten Krankenhauses von Zhaongshan in einem Interview mit Southern Weekend: „Das Jahr 2000 war ein Wendepunkt in diesem Bereich. Die Zahl der Organtransplantationen im Jahr 2000 war 10-mal so hoch wie noch im Jahr 1999. Im Jahr 2005 hat sich die Zahl noch einmal verdreifacht.“

Die chinesische Regierung gab im Jahr 2005 zu, dass die Hauptquelle der Organe zum Tode Verurteilte seien. Laut dem Bericht „Minghui Human Rights Report: Falun Gong Practitioners Systematically Murdered in China for Their Organs“ liegt die Zahl der zum Tode Verurteilten in China weit unter der schnell wachsenden Zahl der Organtransplantationen. [1]

Wie konnte die Zahl der Organtransplantationen zwischen 2000 und 2005 also so stark wachsen? Was ist in dieser Zeit geschehen? Das war die Zeit, in der die Verfolgung von Falun Gong ihren Höhepunkt erreichte. Zwischen 1999 und 2002 sind viele tausend Falun Gong-Praktizierende nach Peking oder zur ihren Provinzregierungen gereist, um sich gegen die Verfolgung einzusetzen.

Die meisten von ihnen wurden jedoch verhaftet. Viele von ihnen gaben ihre wirklichen Namen in den Haftanstalten nicht an, um ihre Familien und Arbeitsstellen nicht in Schwierigkeiten zu bringen. Niemand hatte Kontakt zu ihnen. Jetzt muss man vermuten, dass sie Opfer des Organraubs wurden.

Weltweite Verurteilung

Durch die weltweiten Bemühungen der Falun Gong-Praktizierenden zur Aufdeckung des Organraubs in China haben sich viele Regierungen, Organisationen und Bürger gegen dieses Verbrechen eingesetzt.

Am 13. Juni 2013 verabschiedete das US Repräsentantenhaus einstimmte die Resolution 343. Sie rief die chinesische Regierung dazu auf, den Organraub und die Verfolgung von Falun Gong zu beenden sowie alle Falun Gong-Praktizierenden und anderen Gefangenen aus Gewissensgründen freizulassen. Die Resolution forderte außerdem eine unabhängige und verlässliche Untersuchung des chinesischen Systems der Organtransplantation.

Bis zum 13. Juli diesen Jahres unterschrieben mehr als die Hälfte der Abgeordneten des Europaparlaments eine schriftliche Erklärung, die weitere Untersuchungen und Maßnahmen zur Beendigung des Organraubs fordert.

Das Ende ist in Sicht

Die Verfolgung war von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Viele hochrangige Gefolgsleute von Jiang Zemin wurden wegen Korruption verhaftet. Immer mehr Menschen in China und dem Ausland verstehen die wahre Situation hinter der Verfolgung und erkennen, worum es bei Falun Gong geht.

Wenn die Verfolgung schließlich enden wird, werden alle Beweise der Verbrechen der Verfolgung genutzt, um die Täter der Gerechtigkeit zuzuführen. Man wird sich an die Falun Gong-Praktizierenden, die ihr Leben verloren, weil sie ihren Glauben bewahrten, für immer erinnern.



[1] http://en.minghui.org/html/articles/2016/5/16/157028.html