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Ein unvergessliches Mittsommerfest

9. Juli 2016 |   Von einem westlichen Falun Dafa-Praktizierenden aus Nordeuropa

(Minghui.org) Vom 24. bis 26. Juni fand dieses Jahr das Mittsommerfest in Schweden [1] statt. In diesen Tagen kommen viele chinesische Touristen nach Nordeuropa. Die Reisebusse kommen von nachmittags bis spät nachts an. An diesen Tagen begegnete ich daher einigen chinesischen Touristengruppen.

Als der erste Reisebus voller chinesischer Touristen in meiner Stadt ankam, ging ich mit einem anderen Praktizierenden zum Busparkplatz, um dort Informationsmaterialien über Falun Gong zu verteilen. Am Anfang waren die Chinesen noch misstrauisch. Der Reiseführer kam jedoch direkt auf uns zu. Als er die Zeitung kurz überflogen hatte, nahm er eine mit. Er erklärte den umstehenden Touristen seiner Reisegruppe, dass die Zeitung über die Verfolgung von Falun Gong in China berichte. Dann erklärte er weiter, dass man solche Informationen in China aufgrund der Medienzensur nicht bekommen könne. Danach wandte er sich wieder an uns und wollte noch mehr Informationen zu diesem Thema hören.

Ich benutzte diese Gelegenheit und begann mit ihm über die Medienzensur und die Informationssperre zur Verfolgung in China zu reden. Unser Gespräch erweckte das Interesse der anderen chinesischen Touristen. Nach und nach kamen alle zu uns, hörten uns zu und machten Fotos. Als wir über die aktuelle politische Lage in China sprachen, meinte der Reiseführer, dass der ehemaligen Parteichef Jiang Zemin der bösartigste und schlimmste Mensch in China sei. Er fügte hinzu, dass Jiangs Grab bereits ausgehoben worden sei und er schon mit einem Bein darin stehe. Ein Stoß würde reichen, um ihn hineinfallen zu lassen.

Um die Internetblockade in China zu umgehen, schlug ich ihm vor, im Ausland die Minghui-Webseite zu besuchen. Ich empfahl ihm auch, sich online die größte chinesisch-sprachige Zeitung außerhalb Chinas, die Epoch Times, anzusehen, um die tatsächlichen Geschehnisse in China zu erfahren.

Nach einer Weile kam der Reiseführer wieder zu mir und fragte mich, ob ich ein Kultivierender sei. Interessanterweise fragte er mich nicht, ob ich ein Falun Gong-Praktizierender sei - sondern ob ich ein Kultivierender sei. Ich bejahte und erklärte ihm, dass ich bereits vor Beginn der Verfolgung von Falun Gong mit der Kultivierung angefangen hätte. „Dies war die beste Entscheidung meines Lebens.“, fügte ich hinzu. Dann fragte ich ihn, ob er sich ebenfalls kultiviere. Er sagte, dass er Buddhist sei und dass er Falun Gong unterstütze.

Der Mitpraktizierende hatte währenddessen den anderen chinesischen Touristen erklärt, dass Falun Dafa gut ist. Ein Chinese wiederholte „Falun Dafa hao!“ (übersetzt: Falun Dafa ist gut!), ein anderer Chinese nickte ihm zu. Mein Chinesisch ist begrenzt, aber mir fiel das chinesische Wort für Schicksalsverbindung „Yuan Fen“ ein. Ich sagte zu dem Reiseführer, es sei „Yuan Fen“, dass wir uns an diesem Tag treffen konnten. Der Reiseführer bedankte sich bei mir, nahm mich in die Arme und drückte mich einmal fest. Am Schluss nahm er viele Informationsmaterialien über Falun Dafa und die Verfolgung mit, die er an seine Reisegruppe im Bus verteilen wollte.

Jeden Tag kommen viele Reisebusse mit chinesischen Touristen in unsere Stadt. Die Erfahrung mit dem Reiserführer motivierte mich. Seither nutze ich jede Chance, um den chinesischen Gästen, die tausende von Kilometer hier hergereist sind, die wahren Umständen zu erklären.

Es war ein schönes, unvergessliches Mittsommerfest für mich.


[1] Mittsommer – Sommersonnenwende: Rund um die Sommersonnenwende Ende Juni feiert man in Schweden "midsommar" mit Gesang, Tanz, Maibaum und mit Blumenkranz im Haar. Am Mittsommerabend, dem midsommarafton ist Schweden richtig schwedisch.