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Zwei rechtswidrig inhaftierte Frauen erwartet Gerichtsverfahren

24. August 2016 |   Von einem Minghui-Korrespondenten in der Provinz Sichuan, China

(Minghui.org) Zwei ältere Falun Gong-Praktizierende aus der Stadt Luzhou wurden rechtswidrig verhaftet und eingesperrt. Sie warten derzeit auf ein Gerichtsverfahren.

Die 62-jährige Liang Wende wurde am 25. Dezember 2015 festgenommen und befindet sich im Untersuchungsgefängnis Naxi.

Die 61-jährige Luo Shuizhen wurde am 17. März 2016 festgenommen.

Beide Frauen erhielten am 22. Juni 2016 Besuch von ihren Anwälten. Diese äußerten später, dass es schwierig gewesen sei, durch ein kugelsicheres Glas mit den Klientinnen zu sprechen.

Liang Wende wiederholt wegen ihres Glaubens verfolgt

Liang war Regierungsangestellte in der Behörde für Industrie und Handel und begann 1997 Falun Gong zu praktizieren. An ihrem Arbeitsplatz kannte man sie als Beamtin mit moralischer Integrität.

Als die Verfolgung von Falun Gong am 20. Juli 1999 begann, wurde sie unberechtigt von ihrer Arbeitsstelle entlassen. Es folgten etliche Inhaftierungen und Wohnungsdurchsuchungen: fünf Mal war sie in Gehirnwäsche-Einrichtungen, zwei Mal in Zwangsarbeitslager inhaftiert und sie war einmal zu viereinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden. Fünf Mal wurde ihre Wohnung durchsucht.

Während der Haft bekam sie kaum zu essen, wurde körperlich misshandelt, durfte die Toilette nicht benutzen, wurde lange Zeit mit Handschellen gefesselt und musste sitzen oder knien.

Seit Beginn der Verfolgung erlitt Liang einen finanziellen Verlust von über 100.000 Yuan (ca. 13.400 €) [1].

Verhaftung und Folterung von Luo Shuizhen

Luo war Bauarbeiterin. Nach Beginn der Verfolgung appellierte sie für das Recht, Falun Gong zu praktizieren. Deshalb wurde sie verhaftet, in eine Gehirnwäsche-Einrichtung gebracht, zwei Mal in ein Zwangsarbeitslager gesperrt und zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt.

Während der Haft sprühten ihr die Wärter Insektenschutzmittel in die Augen und schlugen ihr ins Gesicht. Acht Insassen erhielten den Befehl, sie zu foltern, woraufhin sie ihr ins Gesicht traten.

Als weitere Folterung musste Luo für eine lange Zeit auf einem Bein stehen, außerdem misshandelte man sie mit Schlafentzug, Zwangsarbeit und mit dem Verbot, die Toilette zu benutzen.

Ihr Mann, ebenfalls ein Praktizierender, verbrachte zwei Jahre in einem Zwangsarbeitslager und danach sieben Jahre im Gefängnis. Im September 2015 wurde er schließlich freigelassen.

Die Verfolgung anderer örtlicher Praktizierender

Falun Gong-Praktizierende aus der Stadt Luzhou, die immer noch eingesperrt sind:

Wang Manqun ist zum zweiten Mal im Gefängnis, dieses Mal für dreieinhalb Jahre.

Liao Ting muss noch auf das Gerichtsurteil warten.

Zhang Guangxian, 67, wartet auf ihre Gerichtsverhandlung.

Die Lehrerin Liu Xiaoling war acht Monate lang wegen ihrer Strafanzeige gegen Jiang Zemin inhaftiert.


[1] Das durchschnittliche Einkommen eines Arbeiters beträgt in den Städten Chinas monatlich umgerechnet etwa 300,- €