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Detaillierter Minghui-Bericht über die Verfolgung von Falun Gong im 1. Halbjahr 2016 - Teil I

10. September 2016 |   Von einem Minghui-Korrespondenten

(Minghui.org) Die Kommunistische Partei Chinas verfolgte Falun Gong auch in der ersten Hälfte 2016. 4.892 Personen wurden festgenommen, 1.939 waren Schikanen und Willkür ausgesetzt. All diese Menschen wurden wegen ihres Glaubens an Falun Dafa verfolgt - einer spirituellen Disziplin auf der Grundlage von Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht.

Fünf der verfolgten Falun Gong-Praktizierenden starben innerhalb von Stunden oder Wochen nach ihrer Festnahme oder nachdem sie durch die Behörden schikaniert worden waren.

Während 1.882 (38,5 % der 4.892 festgenommenen Falun Gong-Praktizierenden) wieder freigelassen wurden, sind die restlichen Praktizierenden in verschiedenen Hafteinrichtungen oder Gehirnwäsche-Einrichtungen weiterhin inhaftiert. Einige wurden offiziell festgenommen und angeklagt.

Diejenigen, die schikaniert wurden, wurden oft aufgefordert, eine Erklärung zu unterschreiben, dass sie Falun Gong abschwören. Oder man zwang sie zu einer biometrischen Personenerfassung (z.B. Fingerabdruck). Viele wurden unter polizeiliche Rund-um-die-Uhr-Überwachung gestellt. Einige Praktizierende stufte man an ihrem Arbeitsplatz zurück oder suspendierte sie ganz, weil sie sich weigerten, den Forderungen der Behörden nachzukommen. Um einer Verhaftung zu entgehen, sind einige sogar untergetaucht.

Auch die Familienangehörigen der Praktizierenden waren andauernden Drohungen und Einschüchterungen durch die Behörden ausgesetzt. Während einige mutig genug waren, um die Praktizierenden innerhalb ihrer Familie zu unterstützen, gaben andere dem Druck nach. Sie taten dann alles Mögliche, um die Praktizierenden von Falun Gong abzubringen. Einige Familien zerbrachen dadurch: Ehepaare ließen sich scheiden oder Kinder trennten sich von ihren Eltern und haben keinen Kontakt mehr zu ihnen.

Fünf sterben kurz nach ihrer Festnahme oder Schikane

Von den betroffenen Praktizierenden starben fünf kurz nach ihrer Festnahme oder den Schikanen durch die Behörden.

Frau aus Henan stirbt innerhalb von Stunden nach ihrer Verhaftung

Wang Xiuyun war um die 70 Jahre alt und lebte in der Provinz Henan. Sie wurde am 13. Mai dieses Jahres festgenommen, weil sie Strafanzeige gegen Ex-Staatschef Jiang Zemin eingereicht hatte. Sie starb nur wenige Stunden nach ihrer Verhaftung. Die Polizei teilte den Angehörigen der Toten nichts über die Todesursache mit. (http://de.minghui.org/html/articles/2016/5/30/121315.html)

Nachdem die Polizei sein Haus umzingelt und Wasser und Strom abgeschaltet hat, stirbt Mann nach 17 Stunden

Nachdem die Polizei sein Haus umzingelt und seine Wasser- und Stromversorgung ausgeschaltet hatte, starb Li Yuqin, ein 68-jähriger Mann aus Shanghai, 17 Stunden später.

Herr Li war erst wenige Tage zuvor hingefallen und war bettlägerig, als die Polizei am 19. Januar 2016 gegen 10:00 Uhr kam. Als sie seine Tür nicht aufbrechen konnten, ließen sie seine Wasser- und Stromversorgung abschalten.

Traumatisiert von den Geschehnissen wurde er an diesem Nachmittag ohnmächtig. Seine Frau und Kinder baten die Polizei vergeblich, das Wasser und den Strom in ihrem Haus wieder einzuschalten.

Die Polizei ließ niemanden das Haus zu verlassen. Da Herr Li keine medizinische Behandlung erhielt, starb er gegen 03:00 Uhr früh. (http://de.minghui.org/html/articles/2016/2/4/118889.html)

Albtraum eines Teenagers: Mutter noch in Haft, Vater stirbt in Polizeigewahrsam

Am 19. April 2016 wurden Gao Yixi aus der Provinz Heilongjiang und seine Frau wegen ihres Glaubens festgenommen. Zehn Tage später war er tot. Seine Familie sah seinen Leichnam und berichtete, dass seine Brust stark geschwollen und sein Unterleib stark eingesunken gewesen sei. Handschellen hätten an seinen Handgelenken Spuren hinterlassen. Er war 45 Jahre alt.

Die Tochter des Ehepaares ist noch im Teenager-Alter. Sie hat nun die Schule verlassen, um mehr Zeit zu haben, Gerechtigkeit für ihre Eltern zu fordern. Die Mutter des Mädchens befindet sich immer noch in Haft. (http://de.minghui.org/html/articles/2016/5/19/120729.html)

Zwei Brüder sterben nacheinander in Polizeigewahrsam

Yang Zhongsheng wurde am 31. März 2016 wegen seines Praktizierens von Falun Gong festgenommen. Er starb am 10. April 2016 – nur elf Tage nach der Festnahme. Drei Jahre zuvor war sein älterer Bruder Yang Zhonggeng zu Tode geprügelt worden, weil auch er Falun Gong nicht aufgeben wollte.

Ursprünglich stammten die Yang-Brüder aus der Stadt Ruian in der Provinz Zhejiang. Sie arbeiteten in der Stadt Zhengzhou in der Provinz Henan. Dort starben beide jeweils im Alter von 38 Jahren, weil sie ihr verfassungsmäßiges Recht auf Glaubensfreiheit ausgeübt hatten. (http://de.minghui.org/html/articles/2016/6/7/121403.html)

Frau aus Hebei stirbt innerhalb von zwei Monaten nach ihrer Festnahme

Yan Guoyan aus der Provinz Hebei wurde am 15. Januar 2016 wegen ihrer Strafanzeige gegen Jiang Zemin festgenommen. Der Leiter der örtlichen Gehirnwäscheeinrichtung rief am 2. Februar ihre Familie an. Er wies die Familie an, 1.500 Yuan (ca. 215 €) [1] zu beschaffen und sie dann abzuholen. Ihre Familie sah, wie sie im Bett lag und sehr schwach wirkte. Am 13. März starb sie zu Hause.

42 weitere Todesfälle

In der ersten Jahreshälfte 2016 starben 42 weitere Falun Gong-Praktizierende, die in den Jahren zuvor festgenommen worden waren. Sie starben infolge der Folter oder der andauernden Schikane durch die Polizei über lange Zeiträume.

Es folgt die vollständige Liste der 47 Todesfälle:

Todesfälle in der ersten Jahreshälfte 2016

Praktizierende aus ganz China im Visier

Die 4.892 festgenommenen Praktizierenden stammen aus allen Teilen Chinas, aus fast jeder Provinz und jeder regierungsunmittelbaren Stadt. In der Provinz Shandong fanden die meisten Verhaftungen statt (968, 19.8 %), gefolgt von der Provinz Liaoning (574, 11.7 %), Hebei (422, 8.6 %), Heilongjiang (369, 7.5 %) und Jilin (314, 6.4 %).

Festnahmen von Falun Gong-Praktizierenden nach Provinzen

Die 1.939 Schikanen fanden auch im ganzen Land statt, wobei die Provinz Shandong mit 577 Fällen an der Spitze steht. Es folgen die Provinzen Hebei (383) und Sichuan (120).

In 19 Provinzen wurden bei den Schikanen zweistellige Zahlen registriert, während in den restlichen sieben Provinzen die Zahl der gemeldeten Schikanen im einstelligen Bereich lag.

Die betroffenen Praktizierenden kommen aus allen Gesellschaftsschichten. Unter ihnen sind Dozenten, Studenten, Ärzte, Ingenieure, Buchhalter und Unternehmer.

Fälle von Schikanen nach Provinzen aufgelistet

Direkte Auslöser für die Festnahmen

Von diesen Praktizierenden wurden 682 (13.9 %) verhaftet, weil sie Strafanzeige gegen Jiang Zemin, das frühere Oberhaupt der kommunistischen Partei, erstattet hatten. Jiang Zemin hatte 1999 die Verfolgung angeordnet.

Andere wurden bei der Polizei angezeigt oder von ihr bei der Verteilung von Informationsmaterial über die Verfolgung beziehungsweise bei Zusammenkünften von Praktizierenden verhaftet.

Festnahmen von Gruppen

Viele Falun Gong-Praktizierende stehen auf polizeilichen „schwarzen Listen“. Sie werden in ihrem Alltag überwacht. Oft werden sie festgenommen, wenn sie sich mit anderen Praktizierenden treffen.

Am 21. Januar 2016 wurde ein Dutzend Praktizierende in Peking während einer Zusammenkunft festgenommen. Man hielt sie in einer Polizeiwache fest, bis sie in das Untersuchungsgefängnis Tongzhou überführt wurden. Nur ein Praktizierender wurde auf Kaution freigelassen.

Am 10. Mai 2016 wurden elf Praktizierende aus Xianyang in der Provinz Shaanxi festgenommen, als sie gemeinsam Bücher über Falun Gong lasen. Polizisten sperrten sie über Nacht in eine Polizeiwache. Sechs Praktizierende wurden am nächsten Morgen freigelassen, fünf blieben in Gewahrsam.

Wiederholt verhaftet und verfolgt

Unter den Praktizierenden, die wegen ihres Glaubens in der ersten Jahreshälfte 2016 zur Zielscheibe der Verfolgung wurden, sind einige, die in den letzten 17 Jahren wiederholt verfolgt wurden.

Yang Dexin, 48, aus dem Kreis Wanzai in der Provinz Jiangxi, wurde verhaftet, als er am 27. Februar 2016 seine 80-jährige Mutter besuchte. Seit dem Beginn der Kampagne, die das kommunistische Regime im Jahr 1999 begann, war Yang mehr als zehn Jahre lang rechtswidrig inhaftiert. Er war drei Jahre lang in einem Zwangsarbeitslager und über sieben Jahre im Gefängnis. (http://de.minghui.org/html/articles/2016/4/13/120427.html)

Teng Shijun aus Tumen in der Provinz Jilin wurde am 12. Mai 2016 in seiner Wohnung festgenommen, nachdem er um der Verfolgung zu entgehen acht Jahre lange von Ort zu Ort gezogen war. Vor seiner jüngsten Festnahme war er viele Male verhaftet worden. Er war zweimal zu Arbeitslager verurteilt und drei Mal in eine Gehirnwäsche-Einrichtung gebracht worden. Er war brutal gefoltert worden, weil er seinen Glauben und das Praktizieren von Falun Gong nicht aufgab.

Wegen zu hohen Blutdrucks wurde seine Haft zur medizinischen Behandlung auf Kaution ausgesetzt. (http://en.minghui.org/html/articles/2016/8/11/158205.html)

Qin Wei, ein Künstler aus Peking, wurde am 18. Mai zum achten Mal festgenommen. Er hatte jemandem ein Exemplar des Buchs Neun Kommentare über die Kommunistische Partei gegeben. Qin Wei wurde unter dem Verdacht inhaftiert, „den Gesetzesvollzug unter Verwendung einer Sekte unterminiert“ zu haben. Zuvor war er fünfeinhalb Jahre wegen seines Glaubens inhaftiert gewesen. Man hatte ihn in Haft gefoltert, indem man ihm im Gesicht Elektroschocks versetzt hatte. Man hinderte ihn über Monate hinweg am Schlafen und unterzog ihn weiteren Foltermethoden. (http://de.minghui.org/html/articles/2016/7/4/121709.html)

Polizeibrutalität in der Haft

Die Polizei bediente sich oft brachialer Gewalt, wenn sie Praktizierende festnahm. Deren nicht-praktizierende Familienangehörige wurden in vielen Fällen miteinbezogen.

Liu Gexin, eine Praktizierende aus Peking, sprach mit ihren Mitmenschen über Falun Gong und wurde dabei angezeigt. Als die Polizei Liu festnahm, fuhr das Polizeifahrzeug ihren vierjährigen Sohn an. Er trug Blutergüsse am Gesicht, an den Knien und am Arm davon.



Die Verletzungen des Vierjährigen

Am 3. Juni wurden Mutter und Sohn zusammen zur Polizeiwache gebracht. Als Liu verhört wurde, wurde der kleine Junge in einen anderen Raum geholt und über die Arbeit seiner Eltern und ihre Falun Gong-Praktik ausgefragt sowie darüber, wo sie lebten.

Der Vierjährige wurde nach 36 Stunden beängstigender Haft von seiner Familie nach Hause zurückgebracht. Seine Mutter hielt man einen Monat lang in Polizeigewahrsam.

In einem anderen Fall wurde die 81 Jahre alte Yuan Liqin von dem Polizisten Lei Shaowei gepackt und zu Boden geworfen. Sie war zur Polizeibehörde gegangen, um die Freilassung ihres Sohnes und ihre Tochter zu fordern. Diese waren zusammen mit neun anderen Falun Gong-Praktizierenden am 10. Mai 2016 festgenommen worden.

Als Yuan versuchte, vom Boden aufzustehen, griff sie aus Versehen nach dem Bein des Polizisten Lei. Daraufhin trat der Polizist wieder auf sie ein und stieß sie weg. Yuans Unterleib wurde dabei ernsthaft verletzt. Noch Tage später konnte sie kaum ihren Rücken aufrichten. Noch heute fällt es ihr schwer, zu stehen und zu sitzen. (http://de.minghui.org/html/articles/2016/6/25/121619.html)

Die 81-jährige Yuan Liqin hat man zu Boden geworfen; Polizisten haben sie getreten und ihren Unterleib dabei schwer verletzt.

An „sensiblen Tagen“ festgenommen

Ausgerichtet an der sogenannten „Weiwen-Politik”, die sich darauf bezieht, für die Partei „Stabilität zu bewahren”, verstärkt die Polizei oft ihre Schikanen und Festnahmen von Falun Gong-Praktizierenden an politisch sensiblen Tagen. Das sind Plenarsitzungen des Nationalen Volkskongresses, bedeutende Sportveranstaltungen und wichtige Jahrestage im Zusammenhang mit Falun Gong.

Zhao Ming, 56, ein Zahnarzt aus der Stadt Hengshui in der Provinz Hebei, wurde am 11. März festgenommen und über einen Monat lang in der Zeit der jährlichen Plenarsitzung des Nationalen Volkskongresses und der Politischen Konsultativkonferenz des chinesischen Volkes eingesperrt.

Es könnte sein, dass Zhao vom Büro 610 auf eine schwarze Liste gesetzt wurde, weil er eine Strafanzeige gegen den früheren Staatschef Jiang Zemin erstattet hatte. Jiang Zemin hatte die Verfolgung von Falun Gong 1999 angefangen. (http://de.minghui.org/html/articles/2016/5/17/120775.html)

Unter Hausarrest gestellt und Strom- und Wasserversorgung abgeschaltet

Wenn sich Praktizierende weigern, mit der Polizei zu kooperieren, stellen die Polizisten sie unter Hausarrest. Dazu schalten sie die Strom- und Wasserversorgung und andere Versorgungslieferungen ab.

Im Falle von Wang Wenjun wechselten sich 20 Polizisten ab, um sie in ihrem Haus ab dem 23. März 2016 fünf Tage lang zu überwachen. Sie sich hatte geweigert, zu einer Unterredung zur Polizeiwache zu gehen. Die Polizisten stellten ihre Gas- und Stromversorgung ab. Sie ließen auch keine Lebensmittellieferungen und Wasserversorgung zu und ließen niemanden zu ihr. (http://de.minghui.org/html/articles/2016/4/20/120501.html)

Willkürliche Inhaftierung

Auch wenn einige Praktizierende kurz nach ihrer Festnahme wieder freigelassen wurden, blieb eine große Anzahl von ihnen in Haft. Manchmal blieben sie sogar Monate oder Jahre in Haft, obwohl die gesetzlich erlaubte Haftdauer längst überschritten war.

In der Provinz Hebei wurden elf Praktizierende zwischen dem 14. und 20. Januar 2016 festgenommen, weil sie Strafanzeige gegen Jiang Zemin erstattet hatten. Die Polizei hielt sie dort länger als 15 Tage fest, was das zulässige Maß einer vorübergehenden Haft überschreitet. Sie wollten die Praktizierenden nur freilassen, wenn sie eine Erklärung zur Aufgabe ihres Glaubens unterschrieben und ihre Familien Bußgelder bezahlten und für die Mahlzeiten in der Haft aufkamen. (http://de.minghui.org/html/articles/2016/2/11/119188.html)

Am 14. Juni 2016 ging Wang Zhongxian aus der Stadt Yantai in der Provinz Shandong zum Gefängnis, um seine Frau Wang Haohong abzuholen, die sieben Jahre lang inhaftiert gewesen war. Wang Zhongxian konnte nicht mit seiner Frau nach Hause gehen, weil er selbst festgenommen und in der Gehirnwäsche-Einrichtung Ling’nan interniert wurde. Am 21. Juni überführte man ihn in das Untersuchungsgefängnis Zhaoyuan. Familienbesuche waren untersagt.

Als seine Familie am 5. August zur Staatssicherheitsabteilung ging, um seine Freilassung zu fordern, wurde ihr mitgeteilt, dass Wang in die Gehirnwäsche-Einrichtung Lingong überführt worden sei. Über seine derzeitige Situation ist nichts bekannt.(http://de.minghui.org/html/articles/2016/6/23/121595.html)

Misshandlung in Haft

Viele Praktizierende wurden während der Haft brutal behandelt und gefoltert, weil sie ihren Glauben an Falun Gong nicht aufgeben wollten.

Drei weibliche Falun Gong-Praktizierende, die kürzlich aus einem Untersuchungsgefängnis in Peking entlassen wurden, sprachen über die Folter, die sie dort erlitten hatten. Im Gefängnis verprügelte man die Frauen regelmäßig, band ihre Arme mit Fixiergurten fest und verwehrte ihnen die Benutzung der Toiletten. Die Wärterinnen zwangen die Frauen, trotz der eisigen Wintertemperaturen und den kalten Zellen eiskalte Duschen zu nehmen und nasse Unterwäsche zu tragen. (http://de.minghui.org/html/articles/2016/6/28/121628.html)

Andere körperliche Folterungen, die Falun Gong-Praktizierende oft in der Haft erlitten, waren zum Beispiel Schlafentzug, Schocks mit Elektrostäben, Zwangsernährung und aufgehängt zu werden.

Außer den körperlichen Qualen gab es auch Fälle, wo die Polizei den Praktizierenden gegen ihren Willen unbekannte Medikamente spritzte. Das führte zu verschiedenen Symptomen wie Muskelschwund, verschwommenem Sehvermögen, Gedächtnisverlust und Gewichtsverlust.

Zheng Kaiyuan, 78, ein pensionierter Lehrer aus dem Bezirk Hechuan in Chongqing, wurde am 12. Juni festgenommen und von Agenten des örtlichen Büros 610 in die Gehirnwäsche-Einrichtung Wuzun gebracht.

Als er aus Protest gegen die Misshandlung in den Hungerstreik trat, entnahmen ihm die Polizisten Blut und spritzten ihm irgendwelche unbekannten Medikamente in die Gegend seiner Leber und Milz. Jetzt ist er zuhause und bettlägerig, äußerst mager und kann nur Flüssignahrung zu sich nehmen. (http://de.minghui.org/html/articles/2016/7/24/121917.html)

Gewaltsame Entnahme von Blut und DNA-Proben

2014 fing die Polizei in den Provinzen Guizhou, Sichuan, Liaoning und Hebei an, den Praktizierenden in ihren Wohnungen oder während ihrer Haft gewaltsam Blut und DNA-Proben zu entnehmen. Einige Polizisten erwähnten, dass sie eine DNA-Datenbank der Praktizierenden einrichten würden.

Die gewaltsam vollzogenen Blutentnahmen wurden auch im Jahre 2016 fortgeführt. Außer den eben erwähnten Provinzen berichteten auch Praktizierende aus den Provinzen Shandong, Hubei, Guangdong, Chongqing, Peing und Jiangsu, dass ihnen die Polizei Blut abgenommen habe.

In der Provinz Sichuan wurden acht Praktizierende am 23. Juni 2016 verhaftet, weil sie Strafanzeige gegen Jiang Zemin erstattet hatten. Es wurde bestätigt, dass ihnen gewaltsam Blut abgenommen wurde. (http://de.minghui.org/html/articles/2016/7/7/121710.html)

Mao Huilan wurde in der Provinz Hubei verhaftet, als sie am 25. Februar 2016 Informationsflyer über Falun Gong verteilte. Die Polizei fotografierte sie und nahm ihr die Fingerabdrücke ab. Außerdem entnahmen sie eine Blutprobe, bevor sie Mao Huilan wieder nach Hause gehen ließen.

Liao Yuan aus der Provinz Guizhou befand sich am 16. März gegen Mittag auf dem Nachhauseweg, als ein Mann zu ihr hinging und mit ihr ein Gespräch über die Gebäudeabbrüche in ihrer Gegend begann.

Als sie in die Nähe der Wohnung der Praktizierenden kamen, erschien die Polizistin Han Liping und stieß Liao gegen eine Wand. Sie drückte Lia mit ihren Armen und Knien gegen die Wand und rief dem Mann zu, dass er sie rasch mit der Spritze stechen solle. Er stach ihr sieben Mal in die Hand. Als sie die Blutprobe von der Frau hatten, ließen sie sie los und rannten weg.

Geldstrafen

„Zerstört ihren Ruf, ruiniert sie finanziell, vernichtet sie physisch!“, war die Anweisung, die Jiang Zemin gab, als er die Verfolgungskampagne gegen Falun Gong 1999 in die Wege leitete.

Daher benutzen Beamte der kommunistischen Partei bei der Verfolgung auch die Methode, Praktizierende und manchmal auch deren Familienangehörige von ihren finanziellen Quellen abzuschneiden. Dazu gehört Erpressung, Beschlagnahmung von persönlichem Besitz bei Hausdurchsuchungen, Entlassung aus der Arbeit oder der Schule, Herabstufung, Einbehaltung von Abfindungen, Pensionen oder sogar staatlicher Beihilfe bei niedrigem Einkommen.

Hausdurchsuchung und Erpressung

Während die Polizisten die Wohnungen der Praktizierenden durchsuchen, beschlagnahmen sie oft deren Wertgegenstände wie Schmuck, Bargeld und Sparbücher. Das Geld, das die Polizei von Praktizierenden in der ersten Jahreshälfte 2016 beschlagnahmte oder erpresste, macht insgesamt fast zwei Millionen Yuan (ca. 270.000 €) [1] aus.

Bei der Verhaftung von Herrn Zhang Jingquan und Frau Liu Jinru in der Stadt Siping in der Provinz Jilin am 16. Juni 2016 beschlagnahmte die Polizei 168.000 Yuan (ca. 22.540 €) [1] Bargeld und Wertgegenstände wie Computer, Mobiltelefone und sogar ein Motorrad.

In Jinzhou, Provinz Liaoning erpressten Agenten des Büro 610 zwischen 50.000 und 80.000 Yuan (ca. 6.700 und 10.700 €) [1] von den Familien der Praktizierenden. Die Familien fürchteten, dass ihre Angehörigen in Gewahrsam gefoltert würden. Die Familie der Praktizierenden Chen Youbin und Wang Ping bezahlten riesige Geldsummen für die Freilassung ihrer Angehörigen.

Finanzielle Bestrafung

Um 14 Ortsansässige wegen ihrer Strafanzeige gegen Jiang Zemin zu bestrafen, erließ das Büro 610 im Kreis Duolun in der Inneren Mongolei am 18. April eine Anordnung, dass die Gehälter von zwei Praktizierenden gekürzt werden sollten. Außerdem wurden zwei Praktizierende zurückgestuft, zwei wurden von ihrem Arbeitsplatz entlassen und bei acht Praktizierenden wurden die Renten nicht mehr ausgezahlt. (http://de.minghui.org/html/articles/2016/6/19/121529.html)

Aufbaustudium verweigert

Aufgrund des Drucks der örtlichen Behörden erhielt Guo Jiayu, ein frischer Hochschulabsolvent der Universität für Wissenschaft und Technik in China, im Januar 2016 keine Zulassung für ein Aufbaustudium an seiner Alma Mater. Er legte gegen die Entscheidung erfolglos Beschwerde ein. (http://de.minghui.org/html/articles/2016/7/5/121716.html)


[1] Das durchschnittliche Einkommen eines Arbeiters beträgt in den Städten Chinas monatlich umgerechnet etwa 300,- €